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Naturheilkundlicher Rat

Kindliches Immunsystem

Dr. med. Domenica Engelhardt


„Unser Enkelsohn ­erkrankte im Alter von sechs Monaten lebensgefährlich und wurde im Krankenhaus mit Antibiotika-Infusionen behandelt. Seitdem leidet er häufig unter Hus­ten, Schnupfen und Durchfall. Wir befürchten, dass seine Schwester Keime aus dem Kindergarten mitbringt. Wie können wir sein Immunsystem stärken?“

Um eine stabile Gesundheit zu erlangen, muss ein Kind Krankheiten durchmachen. Dadurch wird das Immun­sys­tem geschult. Man weiß, dass Kinder, die im Baby- und Kleinkindalter vielfach Infekte durchgemacht haben, dadurch einen bestimmten Schutz gegen Allergien erwerben. Acht bis zehn banale Infekte im Jahr sind für Kleinkinder völlig normal. Mit Eintritt in den Kindergarten wird das Kind einer Vielzahl von neuen Erregern ausgesetzt und die Infekthäufigkeit steigt üblicherweise erst einmal auf ungefähr zwölf Erkrankungen pro Jahr an. Bei Schulkindern rechnet man mit sechs bis acht und bei Jugendlichen mit fünf im Jahr.

Im Fall Ihres Enkels wird diese Phase durch den Kontakt zur Schwester, die schon den Kindergarten besucht, sicherlich etwas vorverlagert. Die Antibiotikagabe hat offensichtlich die natürliche Darmbesiedlung beeinträchtigt und somit das Immunsystem geschwächt. Ich empfehle Ihnen daher eine sogenannte Symbiose-Lenkung, die sich durchaus auch für Säuglinge eignet. Diese Arzneimittel enthalten lebende oder abgetötete Mikroorganismen oder Auszüge aus Bakterien. Gute Erfahrungen habe ich beispielsweise mit der aufbauenden Serie von Prosymbioflor®, Symbioflor®1 und Symbioflor®2 gemacht (alternativ: Mutaflor® Tropfen).

Gleichzeitig empfehle ich Zink als Zellstabilisator. Es ist wichtig für Wundheilung und Wachstum, vor allem aber für das Immunsystem. Ich würde es beim Säugling als Homöopathikum verabreichen, etwa Zincum metallicum D6 Globuli, dreimal am Tag drei Kügelchen.

Echinacea-Präparate können erst ab dem Schulalter angewandt werden, bis auf den Echinka-Kräutersirup, den man schon Kindern ab drei Jahren geben kann. Damit könnte man z. B. das Immunsystem der Schwester unterstützen.

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 2/2010

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