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Naturheilkundlicher Rat

Hautkrankheit: Lichen sclerosus

Dr. med. Ella Neumann


„Mein Sohn, 22 Jahre alt, ist an der seltenen Hautkrankheit Lichen sclerosus erkrankt. Dies wurde durch eine Gewebeprobe bestätigt. Außer einer Behandlung mit Kortison kennen wir keine andere Therapiemöglichkeit. Können Sie uns Alternativen aufzeigen?“

Beim Lichen sclerosus handelt es sich um eine erworbene, seltene und leider kaum erforschte entzündliche Bindegewebserkrankung der Haut. Unter „Lichen“ versteht man eine reaktive Verdickung der Oberhaut, unter „Sklerose“ eine reaktive, etwa durch Entzündung bedingte Vermehrung des Bindegewebes, wobei sich das Gewebe tastbar verhärtet. Die Hauterkrankung ist nicht ansteckend. Von der Krankheit kann jede Hautpartie inklusive der Genitalien betroffen sein.

Aus naturheilkundlicher Sicht ist es in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll, den Stoffwechsel über die Er­nährung zu optimaler Arbeit anzuregen und die Entzündungstätigkeit zu dämpfen. Wichtig ist dabei, dass dem Körper täglich zwei bis drei Liter am besten stilles, mineralarmes Wasser oder Kräutertee zugeführt werden. Frisches Gemüse und Obst, auch roh, sind empfehlenswert sowie Vollkornprodukte in Maßen. Für einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen empfehle ich eine fleischlose und insgesamt eiweißarme Kost zur Entzündungsreduktion. Danach können Eiweiße (Fleisch, Käse, Wurst) hin und wieder wieder in den Speiseplan aufgenommen werden.

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 5/2010

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