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Heuschnupfen: Jetzt ist die Zeit, das Immunsystem zu stabilisieren


Wenn es Herbst wird, geht es vielen von Heuschnupfen geplagten Patienten deutlich besser, weil die Pollen nicht mehr fliegen. Allerdings bedeutet dies nicht, dass die eigene Allergieneigung damit auch verschwunden wäre. Die nächste „Saison“ kommt bestimmt und beginnt oft schon früh. Genau jetzt ist die Zeit, um das Immunsystem darauf vorzubereiten. Es geht darum, für eine verbesserte Selbstregulation zu sorgen – damit man im nächsten Frühjahr nicht wieder nur an den Symptomen herumdoktert.

Grundsätzlich sollte man sich bewusst machen: Jede Allergie, so auch der Heuschnupfen, stellt immer eine Überlastung des Immunsystems dar. Nicht bestimmte Pflanzen, beispielsweise Roggen, Birke oder Haselnüsse, sind also im engeren Sinn „schuld“. Vielmehr zeigt die Allergie eine Überforderung des körpereigenen Immunsystems und Stoffwechsels an.

Das Ziel kann daher nicht nur darin bestehen, die Zahl der zugeführten Allergene zu reduzieren. Vielmehr muss gleichzeitig das Immunsystem gestärkt und der Stoffwechsel entlastet werden. Es empfiehlt es sich, mit den Umstimmungs- und Vorbeugungsmaßnahmen schon im späteren Herbst, ab November, zu beginnen.

Einen Großteil des Immun-Regulations-Programms haben Betroffene dabei selbst in der Hand, vor allem durch eine bewusste Ernährung:

- Fertignahrungsmittel und Zusatzstoffe meiden.

- Kreuzallergien zwischen Nahrungsmitteln und Pollen beachten (z.B. zwischen Apfel, Birne, Aprikose, Pflaume und Birkenpollen).

- Auf Milchprodukte weitgehend verzichten, um den allgemeinen „Allergendruck“ aufs Immunsystem zu senken.

- Histaminreiche Lebensmittel nur in Maßen genießen.

- Mit einer naturgemäßen Rotationsdiät die Ernährung der Jahreszeit anpassen.

Darüber hinaus lässt sich das Immunsystem z. B. mit der kurmäßigen Einnahme von Blütenpollen im Winter trainieren. Allerdings müssen gerade Heuschnupfen-Patienten vorsichtig testen, ob sie Blütenpollen überhaupt vertragen.

Nicht zuletzt hilft die gezielte Gabe von günstigen Darmbakterien (z. B. abgeschwächte Colibakterien), das Immunsystem zu stärken, denn ein großer Teil des Immunsystems befindet sich im Verdauungstrakt und ist von den dortigen Milieus abhängig.

Was die Naturheilkunde noch für eine verbesserte Selbstregulation von Heuschnupfen-Patienten zu bieten hat, u.a. Harmonisierung durch Ohrakupunktur, und wie die einzelnen Selbsthilfemaßnahmen konkret durchgeführt werden können, lesen Sie in der Naturarzt-Ausgabe 11/2009.




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