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Sehschwäche: Muskelstimulation für scharfe Sicht


Sehschwächen werden üblicherweise mit entsprechenden Brillengläsern korrigiert. Für viele Betroffene ist dies unbefriedigend. Und bei der zunehmenden Kurzsichtigkeit von Kindern kann die Brille die Probleme sogar noch verstärken! Mit der „biomechanischen Stimulation“ steht eine Methode zur Verfügung, die mit vergleichsweise geringem Aufwand zu „sichtbaren“ Erfolgen führt. Darüber berichtet die Zeitschrift „Naturarzt – Ihr Gesundheitsratgeber“ in der Ausgabe 5/2010.

Üblicherweise erklärt man beginnende Altersweitsichtigkeit mit der abnehmenden Elastizität der Linse. Dadurch sei eine Wölbung der Linse in ausreichendem Maße nicht mehr möglich. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit: Gleichzeitig unterliegen auch unsere Muskeln Altersvorgängen. Wie behandelt man nachlassende Muskelkraft? Richtig – mit Training! Dafür gibt es seit einigen Jahren ein bewährtes Verfahren mit dem Namen „biomechanische Muskelstimulation“ (BMS).

Dazu werden mit Hilfe eines speziell für den Gesichtsbereich angepassten Gerätes die äußeren und inneren Augenmuskeln in Schwingung versetzt. Die rein mechanischen Schwingungen führen zu Resonanzbewegungen der Muskeln, die wie ein Hochleistungstraining wirken. Es kommt zu einer spürbaren Leistungsverbesserung im stimulierten Muskel. In einem fünfjährigen Beobachtungszeitraum konnten ca. 90 Prozent aller mit biomechanischer Muskelstimulation (BMS) behandelten Patienten mit beginnender Altersweitsichtigkeit erfolgreich behandelt werden. Das heißt, sie konnten wieder wie gewohnt ihre Zeitung lesen, am PC arbeiten oder einfach der täglichen Hausarbeit nachgehen.

Auch bei der kindlichen Kurzsichtigkeit bietet die BMS Hilfe. Seit ca. 20 Jahren ist bei Kinder und Jugendlichen ein stetiger und starker Anstieg der Kurzsichtigkeit zu beobachten. In diesem Zeitraum kam es zu einer grundlegenden Umwälzung des Freizeitverhaltens der jungen Generation. Während früher bei vielen die Beschäftigung im Freien mit Sport, Spiel und Bewegung im Vordergrund stand, haben heute Fernsehen, Computer, Handy und Spielkonsolen diese Stelle eingenommen. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Augen.

Unsere Augen sind von der Natur her so gebaut, dass sie ohne Muskelanstrengung in der Ferne scharf schauen. Was passiert, wenn Kinder permanent über lange Zeiträume, ohne die Augen zu bewegen, in teilweise 10–15 cm Entfernung auf Bildschirme starren? Die Muskeln, die die Augenlinse für die Nähe einstellen, geraten dadurch in eine dauerhafte Anspannung und verkrampfen leicht. Daraus resultiert eine optische Kurzsichtigkeit. Leider wird in dieser Situation häufig eine Brille verordnet. Wenn die Brille für das Sehen in der Nähe getragen wird, verstärken sich die beschriebenen Vorgänge. Es kommt zum überzogenen Längenwachstum des Augapfels. Das Auge wird kurzsichtig, um den Umweltbedingungen des ständigen „in der Nähe Arbeitens“ gerecht zu werden.

Ausführliche Informationen zum Thema biomechanische Muskelstimulation finden Sie in der Zeitschrift „Naturarzt – Ihr Gesundheitsratgeber“ (Ausgabe 5/2010).




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