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Die Selbstregulation mit Eigenblut sanft anregen


Das Thema „Eigenblut“ wurde einem breitem Publikum erst bekannt, als es zunächst im Eisschnelllauf, später im Radsport um (vermeintliche) Doping-Praktiken ging. In der Tat kann die Aufnahme von (aufbereitetem) Eigenblut den Organismus anregen – und diesen Effekt nutzt die klassische Naturheilkunde seit geraumer Zeit.

Unser Blut ist der individuelle Informationsspeicher unseres Lebens. Es stellt gleichsam ein Tagebuch all unserer Erfahrungen dar, in dem die Spuren aller durchgemachten Krankheiten enthalten sind.

Die Eigenbluttherapien gehören zu den klassischen naturheilkundlichen Verfahren. Man bezeichnet sie als unspezifische Reiztherapien (Umstimmungstherapien). Das eigene Blut, das entnommen und zurückgespritzt wird, setzt den Reiz, der zur Heilung führen soll. Nach heutigem Wissensstand bewähren sich Behandlungen mit Eigenblut vor allem bei Krankheiten mit Bezug zum Immunsystem: Abwehrschwäche, Allergien, Asthma bronchiale, aber auch Blutbildungsstörungen, Durchblutungsstörungen und Erschöpfungszustände sowie Hauterkrankungen (Ekzeme, Neurodermitis), rheumatische Erkrankungen und klimakterische Beschwerden.

Die klassische Eigenbluttherapie entnimmt Blut aus einer Armvene und spritzt es direkt wieder unter die Haut (subkutan) oder in einen Muskel (intramuskulär). Mittlerweile gibt es verschiedene Anwendungsformen: Das Blut wird unverändert oder mit homöopathischen Wirkstoffen versetzt in den Gesäßmuskel, in Akupunkturpunkte oder in Schmerzpunkte gespritzt. Die Wirkung der Therapie erklärt sich folgendermaßen: Aus den zerfallenden Blutbestandteilen werden Eiweißstoffe frei, die die Immunantwort anregen und zur Heilung führen.

Da insbesondere Kinder Angst vor Spritzen und Blutabnahmen haben, entwickelte die Kinderärztin Hedwig Imhäuser Ende der 1950er Jahre ein Verfahren, bei dem nur ein Tropfen Kapillarblut aus Fingerkuppe oder Ohrläppchen benötigt wird. Diesen Tropfen bereitete sie mit der Methode des homöopathischen Potenzierens auf und stellte Tropfen zum Einnehmen her.

Quelle: Naturarzt - Ihr Gesundheitsratgeber, 4/2013.



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