Mehr als Schärfe: Zwiebeln im Fokus
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Speisezwiebeln

Mehr als Schärfe: Zwiebeln im Fokus

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Speisezwiebel (Allium cepa) gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und bildet eine vielschichtige Knolle. Sie existiert heute nur noch als Kulturpflanze. Bereits in der Antike spielte das scharfe Gemüse sowohl in der Ernährung als auch in der Heilkunde eine bedeutende Rolle. Außer den braunschaligen Speisezwiebeln gibt es milde, süßliche Rote und Weiße Zwiebeln, frische oder eingelegte Silberzwiebeln, große Gemüsezwiebeln zum Füllen sowie edle Schalotten und frische Frühlings- beziehungsweise Lauchzwiebeln.

Die Ernte erfolgt je nach Sorte zwischen Juli und Oktober. Das restliche Jahr ist das Gemüse überwiegend als Lagerware auf dem Markt. Der oberirdische Teil der Pflanze entwickelt schmale, röhrenförmige Blätter, die im Laufe der Vegetationsperiode einziehen, sobald die Knolle ihre endgültige Größe erreicht hat.

Nach dem Herausziehen werden die Zwiebeln mehrere Tage oder Wochen getrocknet, damit die Schale vollständig aushärtet. Dieser Trocknungsprozess schützt vor Fäulnis und ist entscheidend für die Lagerfähigkeit.

Zwiebeln sollten luftig lagern. In geschlossenen Plastikbehältern schimmeln sie. Sie sollten zudem getrennt von Kartoffeln liegen, da sich deren Feuchtigkeit negativ auf die Zwiebelhaut auswirkt. Geschnittene Zwiebeln lassen sich – luftdicht verpackt – für kurze Zeit im Kühlschrank aufbewahren, verlieren jedoch rasch ihr Aroma.

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 3/2026