Bewusstsein

Die Sprache der Symbole

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Dr. phil. Christoph Quarch

Die Reaktionen auf den Brand von Notre-Dame wurden in den Medien heftig diskutiert. Vor allem dass für den Wiederaufbau der Kathedrale innerhalb von zwei Tagen weit mehr Spenden aufgebracht wurden als für die fünf weltweit größten Projekte des Roten Kreuzes (Syrien, Südsudan, Irak, Nigeria, Jemen) zusammen in einem ganzen Jahr. Tatsächlich aber ist das Feuer von Paris ein Lehrstück darüber, wie wichtig und bedeutsam auch heute noch die Sprache der Symbole ist. Der Brand von Notre-Dame lehrt uns einiges über … Weiterlesen

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Geld oder Zeit – Wer ist reich?

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Gilbert Dietrich

Nietzsche betonte schon im 19. Jahrhundert, dass Werte immer auf Herrschaftsstrukturen ausgerichtet und damit relativ, perspektivisch und zeitlich sind. Reich und glücklich sein, vielleicht auch noch schön … das sind heute die höchsten Werte vieler Menschen in zahlreichen Gesellschaften. Philosophisch gehören die Eigenschaften reich, glücklich und schön in die Kategorien von Ästhetik und Ethik des Lebens. Was „schön sein“ bedeutet, hängt sehr von den jeweiligen gesellschaftlichen Übereinkünften, Moden und Trends ab. „Glücklich sein“ ist so individuell, dass eine einheitliche psychologische … Weiterlesen

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Auch den Geist erfrischen

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Dr. phil. Christoph Quarch

Wenn der Frühling naht, und die milde Luft sacht um unsere Nase streicht, fühlen wir den Drang, die Fenster aufzureißen und gut durchzulüften; so als wollten wir das junge, frische Leben, das da draußen gedeiht und blüht, einladen auch zu uns zu kommen, um uns zu verjüngen oder zu erfrischen. Der Hausputz im Frühjahr geht manchmal mit dem Wunsch einher, auch innerlich zu entschlacken und den Körper ebenso einem Frühjahrsputz zu unterziehen. Nur der Geist, der Kopf, bleibt dabei meistens … Weiterlesen

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Uhrlos glücklich und zufrieden

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Prof. Dr. rer. pol. Karlheinz A. Geißler

Häufig werde ich von Journalisten, die etwas über meine Studien wissen wollen, gefragt, warum ich keine Uhr trage. Die Frage sagt einiges über unser Zeitverständnis, unseren Umgang mit Zeit und darüber wie unsere Gesellschaft „tickt“. Ich besitze auch kein Klavier, doch danach fragt kein Mensch, und es scheint auch niemanden zu interessieren. Wir leben anscheinend in einer Gesellschaft, in der man das Nichttragen einer Uhr erklären muss, den Nichtbesitz eines Klaviers aber nicht. Der uhrlose Mensch wird zu einem Sonderling … Weiterlesen

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Gelegenheiten ergreifen und das Leben anpacken

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Dr. jur. Thomas Hartl

Sie kennen Ihre Aufgabe? Ergreifen Gelegenheiten beim Schopf`? Wissen, was zu tun ist? Wissen, wie Ihr Lebensglück oder ein befriedigender Tag aussehen könnte? Oder überlegen Sie bereits zum tausendsten Mal, was und wie Sie es möchten und ob überhaupt? Wir stressen uns häufig mit einer Vielzahl an Gedanken, wägen die Möglichkeiten ab, die uns bereitstünden, wenn wir sie denn wahrnehmen würden, denken: Soll ich das oder jenes tun oder doch etwas ganz anderes? Das kann die großen Dinge des Lebens … Weiterlesen

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Erlauben Sie sich Meinungslosigkeit!

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Ingo Radermacher

Eine freie Meinung ist ein hohes Gut. Doch das, was oft als „freie Meinungsäußerung“ durch Netz und klassische Medien geistert, könnte man – im Hinblick auf Geschwindigkeit und ihre Folgen – eher als Reflex ansehen und nicht als Ergebnis klarer Gedanken. Eine Meinung zu haben, ist daher nicht zwingend ein Zeichen von Intelligenz. Manchmal sogar ein Hinweis auf das Gegenteil. Menschen haben Meinungen. Wie gut, möchte man meinen. Eine eigene Meinung zu haben und sie äußern zu können, gilt als … Weiterlesen

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Meine goldene Lebensregel

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Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Wenn wir glücklich und frei sein wollen, müssen wir aufhören zu urteilen und uns selbst sowie andere zu bewerten. Denn damit trennen wir uns von Verbundenheit und Liebe und schaffen eine Welt voll projizierter Bedrohungen. Wir erwarten viel. Entsprechend oft sind wir enttäuscht – meistens von den Anderen. Wir machen uns von ihnen abhängig oder schützen uns durch Rückzug. Unsere Aufmerksamkeit richten wir darauf, was wir von unseren Mitmenschen nicht bekommen, und was sie uns vorenthalten. Oder wir erwarten von … Weiterlesen

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Das Wesen der Verbundenheit

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Dr. phil. Christoph Quarch

Am Anfang der Philosophie steht der Appell zur Selbsterkenntnis. Apollon, der Gott der Dichter und Denker, ruft durch eine Inschrift an seinem Tempel in Delphi jedem Menschen zu: Erkenne dich selbst! Sokrates (469 – 399 v. Chr.) nahm diesen Appell ernst, und das delphische Orakel hielt ihn wohl deshalb für den weisesten aller Menschen, weil er unermüdlich fragte, was ein gutes Leben sei. Die Antwort, die er fand, besagt, gut leben heißt im Einklang sein: mit dem Kosmos, mit sich selbst und … Weiterlesen

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Das Gehirn ist zum Gehen da

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Gilbert Dietrich

Lebewesen, die sich nicht vom Fleck bewegen, haben kein Gehirn. Wir brauchen das Organ, um uns fortbewegen zu können. Und es gilt auch andersherum: Wer sein Gehirn erhalten möchte, sollte häufig gehen. Schon die Philosophen der Antike wussten, das Gehen das Denken unterstützt. Prof. Dr. Daniel Wolpert (*1963), Neurowissenschaftler an der Columbia Universität New York, sagt, dass wir ein Gehirn brauchen, um uns bewegen zu können. Stationäre Lebewesen wie Bäume brauchen daher keines. Sein schönstes Beispiel für die Untermauerung seiner … Weiterlesen

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Zeit und Uhr sind nicht das Gleiche

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Prof. Dr. rer. pol. Karlheinz A. Geißler

Unser Verständnis von Zeit ist sehr vom Bild der allgegenwärtigen Uhren geprägt. Dabei ist die Uhr nicht gleichbedeutend mit Zeit. Und bei der zweimal jährlich stattfindenden sogenannten „Zeitumstellung“ wird nur an den Uhrzeigern gedreht. Die Zeiten ändern sich dadurch nicht. Wer sie umstellen will, muss sich mit der Natur anlegen. Seit es mechanische Uhren gibt, bestimmt nicht mehr ausschließlich die Naturzeit unser Leben. Von da an muss man sich entscheiden, welchen Zeitsignalen man gehorcht. Die Spannung zwischen Erwartungen, Verpflichtungen, Normen … Weiterlesen

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Was macht das Leben aus?

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Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Wir Menschen können nicht einfach so leben, sondern hinterfragen alles: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Was sollen wir? Wir wollen das Leben verstehen. Wir analysieren, deuten und zerlegen es und zerstören es dadurch oft. Jedes Wesen hat seine eigene Deutung, was Leben ist, wie die folgende Geschichte eines unbekannten Verfassers zeigt: Eines Tages beschloss das Leben, eine Umfrage zu machen. Es strebte nach Antworten auf eine einzige Frage: „Was ist das Leben?“ Die Kuh antwortete: „Das Leben ist grün.“ … Weiterlesen

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Gestresst? Einfach mal ausschalten

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Dr. jur. Thomas Hartl

Wer heute erhobenen Hauptes ohne Smartphone in der Hand durch die Straßen geht, gibt sich als Angehöriger einer älteren Generation zu erkennen, die noch schwarz-weiß ferngesehen hat. Die meisten der im 21. Jahrhundert Geborenen kennen den Zustand „offline zu sein“ höchstens aus ihrer Kindheit. Abschalten kommt für viele nicht in Frage. Aber wie übersteht das unsere Psyche? Ältere Menschen erinnern sich vielleicht noch an den klobigen Röhrenfernseher im Wohnzimmer, an Sendeschluss und Testbild, an Zeiten, in denen es nur drei … Weiterlesen

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Vertrauen in das menschliche Potenzial

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Dr. phil. Christoph Quarch

Wir alle sehnen uns nach Optimismus und wollen zuversichtlich in die Zukunft schauen. Was läge näher als dem Dalai Lama zuzustimmen, wenn er sagt, nichts sei für unser Fortkommen so wichtig wie Optimismus. Und umgekehrt darf Kopfschütteln erwarten, wer mit Flaubert behaupten möchte, dass „Optimist“ ein „anderes Wort für Dummkopf“ ist. Wenn Krisen über uns hereinbrechen, wenn Kriegsgeschrei die Welt erfüllt, wenn wir um unseren Wohlstand bangen, wenn sich die Dinge schneller ändern, als wir denken können, neigt der Mensch … Weiterlesen

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Ein Blick über den Tellerrand

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Dipl. oec. troph. Johanna Zielinski

In unserer Kultur wollen viele alt werden, aber nicht alt sein. Kein Wunder, denn Älterwerden und die damit verbundenen Probleme werden in unserer Gesellschaft weitgehend ignoriert. Anti-Aging-Maßnahmen bringen uns nicht weiter. Vielleicht hilft ein Blick auf andere Kulturen … Mit gesenktem Blick betritt Titus sein spärlich eingerichtetes Haus. Eine seiner besten Freundinnen wurde heute beerdigt, gerade einmal vierzig Jahre alt. Sie hinterlässt zwei Kinder. Er sieht ernst aus. Die Fröhlichkeit und Leichtigkeit, die ihn sonst umgibt, scheint plötzlich von ihm … Weiterlesen

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Fragen Sie sich: Wer bin ich?

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Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Die Frage hat es in sich, und man benötigt Mut, um sie sich und sich ihr zu stellen. Das Ego fürchtet sie, da sie seine Grundlagen erschüttert. Aber wenn man Antworten findet, dann winken als Belohnung Freiheit und Frieden. „Ich weiß gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht: Wer bin ich – für den Chef, für meine Eltern oder meinen Partner? Für wen hält er mich? Was mache ich hier?“ Diese oder ähnliche Fragen zeugen von innerer Verunsicherung und … Weiterlesen

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Hab Mitgefühl mit Deinem Körper

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Gilbert Dietrich

Die alten Griechen sagten, der Körper sei das Grab der Seele. Wären wir nur Geist, so könnten (oder müssten) wir wohl endlos leben. Unser Körper ist aber nicht nur das Grab, sondern auch der Garten, in dem die Seele wohnt. Wenn man vierzig wird, hört man es zunehmend von Freunden und spürt es selbst in den Knochen: Der Körper gibt nach, baut ab, steht einem manchmal mehr im Weg, als dass er Hilfe ist. Das sind nicht die Art von … Weiterlesen

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Vom Untergang des Feierabends

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Prof. Dr. rer. pol. Karlheinz A. Geißler

Für die einen ist der Feierabend ein Zeitsignal, für andere eine Zeitinstitution. Dritte sehen in ihm kaum mehr als eine Sentimentalität aus längst vergangenen Zeiten, und einer zunehmenden Zahl junger Menschen ist der Feierabend unbekannt. Für die meisten Zeitgenossen, denen das Wort „Feierabend“ noch etwas sagt, wird damit das Ende des Arbeitstages markiert, für andere beginnt die Freizeit, die man mit der Familie verbringt, oder es fängt das an, was die Amerikaner „Quality Time“ (Qualitätszeit) nennen. Der Begriff „Feierabend“ stammt … Weiterlesen

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Wie die Gier zum Guten gereichen kann

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Dr. phil. Christoph Quarch

Die Gier nach Profit, Macht oder Land ist heute allgegenwärtig. Sie zerstört Lebensräume, führt zu Emigration und löst Kriege aus. Nicht umsonst zählt die Habgier in der christlichen Religion zu den sieben Todsünden und im Buddhismus zu den drei Geistesgiften. Will man die Welt der Gegenwart verstehen, kommt man um das Thema „Gier“ nicht herum. Gutes Anschauungsmaterial bietet der Film „Wall Street“ (1987) von Oliver Stone. Darin hält der Finanzinvestor Gordon Gekko (gespielt von Michael Douglas) in einer Schlüsselszene eine … Weiterlesen

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Ein Besuch im Garten der Geduld

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Verena Grein

„Alles kommt zur rechten Zeit, wenn die Menschen lernen würden zu warten“, formulierte der französische Schriftsteller Francois Rabelais im 15. Jahrhundert. Ein frommer Wunsch – bis heute, 600 Jahre später. Der Blick auf unsere schnelllebige Zeit zeigt: Wir haben die letzten Reste unserer Ausdauer verbraucht, oder – um mit Rabelais zu sprechen – das Warten gänzlich verlernt. Die Geduld ist eine vom Aussterben bedrohte Tugend. Unglücklicherweise. Denn in ihr steckt großes Potenzial. Ein Plädoyer für die Fähigkeit, einfach mal abwarten … Weiterlesen

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Warmherzigkeit lernen und leben

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Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer, Facharzt für Allgemeinmedizin

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir alle sehnen uns ein Leben lang danach, geliebt, gehört und verstanden sowie angenommen zu werden – so wie wir sind. Menschen wollen dazugehören. Die Hirnforschung zeigt, dass dies ein menschliches Grundbedürfnis ist. Die Neurowissenschaftlerin Naomi Eisenberger und ihre Kollegen fanden in Experimenten heraus, dass das Bedürfnis dazuzugehören so stark ist, dass der Schmerz ausgeschlossen zu sein – selbst von Fremden –, mit starken körperlichen Schmerzen vergleichbar ist. Menschen haben auch ein tiefes Bedürfnis, … Weiterlesen

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