Beliebter Obstgenuss bringt Sommerfreude
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Süßkirschen

Beliebter Obstgenuss bringt Sommerfreude

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Süßkirsche (Prunus avium) ist ein Laubbaum, der bis zu 30 Meter hoch werden kann, und gehört zur Familie der Rosengewächse. Schon in der Antike wurden Süßkirschen in der Nähe des Schwarzen Meeres kultiviert. Über die Jahrhunderte haben sich verschiedene Sorten entwickelt, die unterschiedliche Geschmacksrichtungen und Größen aufweisen.

Die Wilde Vogelkirsche oder Waldkirsche ist die Wildform. Die Früchte sind schwarz und klein (Durchmesser weniger als ein Zentimeter), das Fruchtfleisch bittersüß und nur wenig saftig. Aus dieser Wildform entstanden zwei Unterarten: Die Knorpelkirsche, regional auch Krachkirsche, Knubber oder Knupper, hat über einen Zentimeter große, knorpelig feste, meist schwarzrote Früchte mit gelbem oder rotem Fruchtfleisch. Die Herz- oder Weichkirsche besitzt schwarzrote, gelbe oder weiße, sehr große Früchte. Das Fruchtfleisch ist rot oder schwarzrot, weich und sehr saftig. Glaskirschen und Süßweichseln sind Kreuzungen zwischen Süß- und Sauerkirschen.

Die Erntezeit von Süßkirschen variiert je nach Sorte und klimatischen Bedingungen und liegt in gemäßigten Regionen zwischen Juni und August. Die Früchte sollten im vollreifen Zustand geerntet werden, denn sie reifen nicht mehr nach. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu zwei Tage, lassen sich aber auch gut einfrieren – am besten mit Kern. Das Entsteinen der Früchte ist zeitaufwendig und funktioniert am besten mit einem Kirschenentsteiner. Alternativ kann man auch eine Haarnadel benutzen, die man in einen Korken steckt und mit der man den Kern herauszieht. Legt man die Kirschen vorher kurz ins Gefrierfach, löst sich der Kern leichter. Süßkirschen sind eine köstliche Ergänzung zu Obstsalaten, Joghurts oder als Snack. Darüber hinaus eignen sich die Früchte für die Zubereitung von Kompott, Marmelade und Soßen sowie von Torten, Kuchen und Desserts. Die Kombination aus süßem Geschmack und leichter Säure verleiht vielen Gerichten eine erfrischende Note …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 5/2024