Die Orange (Citrus × sinensis) gehört zur Familie der Rautengewächse und ist eine Kreuzung aus Mandarine (Citrus reticulata) und Pampelmuse (Citrus maxima). Der immergrüne Baum kann bis zu zehn Meter hoch werden. Die weißen, betörend duftenden Orangenblüten erscheinen oft gleichzeitig mit den Früchten. Die Beerenfrucht selbst besteht aus einer aromatischen Schale mit ätherischen Ölen und mehreren Saftkammern. Ebenfalls aus Mandarine und Pampelmuse ging die Bitterorange oder Pomeranze hervor, die kleinere Früchte hat und bitter und herb schmeckt. Aus ihnen werden Orangeat und Orangenmarmelade sowie Liköre und Bitterlimonaden hergestellt.
Ursprünglich stammt die Orange wahrscheinlich aus dem Gebiet des heutigen Südchinas und Nordindiens. In Portugal und Spanien wurde sie ab dem 15. Jahrhundert kultiviert, später in allen Regionen mit mildem Winterklima. Die Erntezeit variiert je nach Sorte und Anbaugebiet, liegt in Europa jedoch meist zwischen November und April. Bei diesen sogenannten Winterorangen unterscheidet man zwischen Blond- und Blutorangen. Letztere gedeihen vor allem in Italien, besonders auf Sizilien. Orangen aus Regionen mit tropisch-warmen Nächten und hoher Luftfeuchtigkeit bleiben grün. Die Farbe Orange ist also kein Reifemerkmal. Um sie besser vermarkten zu können, werden die Früchte mit Hilfe von Ethylengas entgrünt. Geerntet werden Orangen überwiegend von Hand, um die empfindliche Schale zu schonen. Nach der Ernte werden die Früchte sortiert, gewaschen und häufig mit einer dünnen Wachsschicht überzogen, um die Feuchtigkeit länger zu bewahren. Falls Sie also die Schale mitverwenden möchten, sollten Sie Bio-Orangen bevorzugen. Lagern sollte man sie kühl, aber nicht zu kalt. Im Gemüsefach des Kühlschranks kann man sie 4 Wochen aufbewahren.