Vitamin C und Aminosäuren beseitigten Infektanfälligkeit
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Aus der ärztlichen Praxis

Vitamin C und Aminosäuren beseitigten Infektanfälligkeit

Dr. med. Natascha Friese, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Julian B. (Name geändert) stellte sich mit Infektneigung in der HNO-Praxis vor. In Herbst und Winter jagte eine Erkältung die nächste, aber auch im Sommer hatte er immer wieder Halsschmerzen, Nebenhöhlenentzündungen und Druck auf den Ohren. Er leidet allerdings unter einer Autoimmun-
erkrankung und wird dauerhaft mit Immunsupressiva behandelt. Diese Medikamente hemmen das körpereigene Immunsystem und verhindern, dass sich der Körper selbst angreift. Darunter leidet dann aber auch ganz allgemein die Infektabwehr.

Herr B. entschied sich für die Durchführung eines „Protect Drips“, einer Infusionsserie mit einer Mischung aus Vitamin C und Aminosäuren. Vitamin C stimuliert Abwehrmechanismen in Blut und Zellen. Die Bildung von Immunzellen wird unterstützt. Es verbessert die Fähigkeit der weißen Blutkörperchen, Erreger aufzufressen und zu eliminieren. Die enthaltenen Aminosäuren wirken antiviral, stoppen die Vermehrung von Herpes-Viren, aktivieren Immunzellen und wirken entzündungshemmend. L-Methionin säuert den Harn an und hemmt so die Bakterienzahl in der Blase. Andere Aminosäuren fördern die Wundheilung und wirken antioxidativ. Durch L-Carnitin bessern sich die Belastungstoleranz des Herzmuskels, die Durchblutung und Sauerstoffversorgung. Sofern keine Nierenschwäche vorliegt, besteht keine Gefahr der Übersäuerung durch die enthaltenen Eiweiße, da der Körper genug Kapazität hat, die überschüssigen Säuren abzupuffern. Von diesen Infusionen sollte Herr B. wöchentlich eine über 10 Wochen erhalten.

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 5/2026