Brechdurchfall ist für Kinder und Eltern gleichermaßen qualvoll. Damit hat die 3-jährige Lena leidvolle Erfahrungen gemacht. Sie litt vor Monaten unter einem Magen-Darm-Infekt, der zunächst harmlos schien, sich aber binnen weniger Stunden extrem steigerte. Weder Kapseln für den Darm mit dem Hefestamm Saccharomyces boulardii noch Zäpfchen gegen den Brechreiz mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat konnten wirken, weil alles sofort wieder ausgeschieden wurde. Schließlich war das Kind ganz apathisch, und die Haut fühlte sich schlaff und trocken an. Eine Fahrt in die Kinderklinik war die einzig richtige Entscheidung. Nach einer Infusion mit Elektrolyten und Glucose (Traubenzucker) erholte sich Lena nahezu schlagartig.
Monate später kämpfte das Kind während eines Atemwegsinfekts mit weichem Stuhl, der bei ihr immer dann auftrat, wenn sie nicht ganz gesund war. Da ihre Mutter auf keinen Fall noch einmal eine Fahrt in die Klinik erleben wollte, bat sie frühzeitig um Rat, wie sie künftig so dramatischen Abläufen vorbeugen könne. Ich erklärte, dass solch ein Zustand vermeidbar sei. Magen-Darm-Infekte sind bei Kleinkindern häufig. Durch Kontakte in der Kita oder beim Spielen im Freien ist Hygiene nicht immer gewährleistet. Man weiß aber auch, dass Kinder, die von jeglichem Schmutz ferngehalten werden, besonders infektanfällig sind, weil ihrem Immunsystem das „Training“ fehlt.