Die Odyssee eines Körpers im Exil
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Zwischen roter Erde und blauem Licht

Die Odyssee eines Körpers im Exil

Mika Schöberl, Heilpraktiker

In der Gua-Metanduno-Höhle auf Sulawesi (Indonesien) gibt es einen Moment, in dem die Zeit aufhört, linear zu sein. Man steht vor einer Kalksteinwand. Vor circa 67.800 Jahren hat jemand hier seine Hand aufgelegt, rote Farbe darüber gesprüht und einen Abdruck hinterlassen, der älter ist als jede Zivilisation, älter als Schrift, älter als Ackerbau. Die älteste bekannte Malerei der Menschheit. Eine schlichte Geste. Ich bin hier. Und während man auf diese Hand starrt – längst zu Staub zerfallen, aber in Ocker unsterblich –, geschieht etwas Unerwartetes. Die Hand greift zurück. Sie durchbricht die Jahrtausende. Sie stellt eine Frage, die so direkt ist, dass sie wehtut: Seid ihr noch hier? Bei euch selbst? Bei der Erde?

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 6/2026