Löwenzahn

Frühlingsgemüse mit Entschlackungseffekt

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Löwenzahn ist sehr weit verbreitet und war bereits im Altertum als Heilpflanze bekannt. Man kann fast die gesamte Pflanze verwenden: die Blätter als Salat oder Gemüse; aus den Blüten stellt man Sirup, Likör, Gelee oder Kapernersatz her; die getrockneten Wurzeln dienten in Notzeiten als Kaffeeersatz. Medizinisch verwendet werden das Kraut, d. h. die oberirdischen Pflanzenteile vor dem Aufblühen, und die Wurzeln.

Löwenzahn wird aber auch angebaut, vor allem in Frankreich, Belgien, Italien und der Schweiz. Um den Bitterstoffgehalt zu reduzieren, wird er oft gebleicht. Allerdings trägt der Bitterstoff nicht nur zum angenehm würzigen Geschmack bei, sondern auch maßgeblich zur medizinischen Wirkung. Freiland-Löwenzahn wird hauptsächlich im Frühjahr, aber auch im Sommer und Herbst geerntet. In den Wintermonaten gibt es gelblichen, gebleichten Löwenzahn aus dem Treibhaus. Beim Einkauf sollte man auf frische Ware achten, die an austretendem milchigem Saft an den Schnittstellen, zu erkennen ist. Zu Hause hält sich das Gemüse in Papier eingewickelt ein paar Tage im Kühlschrank.

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 4/2014