Ein Hauch von Wald auf dem Teller
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Heidelbeeren

Ein Hauch von Wald auf dem Teller

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Heidelbeeren – je nach Landstrich und Mundart auch Blau-, Schwarz- oder Bickbeeren genannt – gehören zur Gattung Vaccinium innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse. In Europa wächst die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) wild in Wäldern, Moorlandschaften sowie der Heide. Im Erwerbsanbau wird meist die großfrüchtige Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum) verwendet. Botanisch handelt es sich um kleine Sträucher mit verholzenden Trieben. Die Wildbeeren haben ein stark gefärbtes Fruchtfleisch und auch ein intensiveres Aroma, Kulturheidelbeeren bleiben innen hell. Der typische blaue Farbton entsteht durch Anthocyane.

Die Erntezeit erstreckt sich je nach Sorte und Region von Juni bis September. Wildheidelbeeren werden meist von Hand gesammelt, während Kulturformen teilweise maschinell geerntet werden können. Da sie nicht nachreifen, ist der Erntezeitpunkt entscheidend für Qualität und Geschmack. Achten Sie beim Kauf von Heidelbeeren darauf, dass sie schön prall aussehen und eine makellose Haut haben. Sie sollten weder „verschrumpelt“ wirken noch feucht sein. Die Unterseite der Pappschachtel sollte weder durchgeweicht noch verfärbt sein. Frische Heidelbeeren sind empfindlich gegenüber Druck und Feuchtigkeit. Im Kühlschrank, ungewaschen und locker auf einem großen Teller ausgebreitet, bleiben sie etwa 2 – 3 Tage haltbar. Vor dem Verzehr sollten sie vorsichtig gewaschen werden. Für längere Lagerung eignen sich Einfrieren oder die Verarbeitung zu Mus oder Saft.

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 7/2026