Aus der ärztlichen Praxis

Ganz nebenbei waren die Gallensteine verschwunden

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Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Der 58-jährige Helge B. hatte seit mehr als 15 Jahren Gallensteine, die ihm jedoch keine Beschwerden bereiteten. Bei einer Routineuntersuchung hatte sie sein früherer Hausarzt gefunden und ihn davon in Kenntnis gesetzt. Eine weitere Behandlung war jedoch unnötig gewesen, da die Steine Herrn B. nicht weiter störten.

Seit einigen Wochen nun litt er unter stark juckendem Hautausschlag. Der Hautarzt hatte ihm Kortison-Salbe verschrieben, die aber keine Wirkung gezeigt hatte. Daher suchte er nach einer naturheilkundlichen Alternative. Beide Streckseiten der Arme, der Schultergürtel sowie beide Pobacken und Oberschenkel waren uncharakteris-tisch gerötet (Erythem), geschwollen (ödematöse Plaques) und juckten brennend bis schmerzhaft. Daneben traten vereinzelt Bläschen auf, die in den letzten Tagen immer größer geworden waren. Da er sich häufig kratzen musste, gingen manche davon auf, und es bildeten sich Krusten. Auch fiel ein sehr weicher Stuhl auf, der einem Fettstuhl glich. Die Symptome deuteten auf eine „Dermatitis herpetiformis Duhring“ hin, die im Zusammenhang mit Zöliakie auftritt. Nach einer Entlastung des Bindegewebes heilt sie meist ab, kann aber auch chronisch über Jahre und Jahrzehnte wiederkehren, wobei in den meisten Fällen die Intensität nachlässt.

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 5/2012