Laborwerte richtig interpretieren

Laborwerte allein machen noch lange keine Diagnose

Dr. med. Karl-Heinz Ricken

Ein Drittel der Diagnosen wird erst nach der Laboruntersuchung gestellt. Diese ist zu einem unersetzlichen Bestandteil der medizinischen Untersuchung geworden. Doch unterscheiden sich Normal- und Grenzwerte je nach Land, Lehrbuch oder Labor enorm. Kranke können normale Werte und Gesunde stark abweichende Werte aufweisen. Werden Faktoren wie Alter, Geschlecht, Tageszeit, Essen oder Rauchen nicht berücksichtigt, ergeben sich zusätzliche Fehlerquellen. Daher kann keinesfalls allein aus einem Laborwert eine Diagnose abgeleitet werden.

Herzinsuffizienz

Mit Sport und Ernährung gegen Herzschwäche

Dr. med. Volker Schmiedel

Etwa drei Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) mit verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit und niedrigerer Lebenserwartung. Bei den über 70jährigen liegt der Anteil sogar über zehn Prozent. Meist stecken langjähriger Bluthochdruck oder eine Verengung der Herzkranzgefäße aufgrund falscher Ernährung und Lebensweise dahinter. Wenn man auch die Herzinsuffizienz nur in den seltensten Fällen ausheilen kann, so sind durch Kombination verschiedener Maßnahmen wesentliche Besserungen möglich.

Anämie: die Ursachen beseitigen!

Frisch und fit statt blutarm und müde

Dr. med. Rainer Matejka

Bei einer Anämie ist die Zahl der roten Blut- körperchen oder die Menge an Blutfarbstoff ver- mindert. Dann erhalten alle Organe und Gewebe zu wenig Sauerstoff. Die Betroffenen wirken oft blaß und müde – allerdings treten solche allgemeinen Symptome auch bei vielen anderen Krankheiten auf. Zu den häufigsten Ursachen von Anämien zählen Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel oder Folsäuremangel. Die Ursachen dafür müssen gefunden und beseitigt werden.

Hypotonie

Niedriger Blutdruck:

Hans-Heinrich Jörgensen, Heilpraktiker

Alle Welt redet vom hohen Blutdruck. Wie das Kaninchen auf die Schlange, so starren wir auf die Blutdruckwerte, wenn sie denn um ein paar Millimeter an der Quecksilbersäule erhöht sind. Daß aber der niedrige Blutdruck, das Gegenteil der angeblichen Volksseuche Bluthochdruck, mehr Arbeitstage ausfallen läßt als irgendeine andere Krankheit, nehmen wir gelassen hin.

Naturheilärztlicher Rat

Entzündete Mundwinkel

Nachdem ich vor zwei Jahren bei starkem Übergewicht zuckerkrank wurde, stellte ich meine Ernährung um. Heute bin ich fast normalgewichtig, und auch mein Blutzucker liegt wieder im Normbereich. Nun habe ich allerdings ein neues Problem: Meine Mundwinkel haben sich vor einiger Zeit entzündet und heilen nicht mehr ab. Die verschriebene Kortisonsalbe hilft nur, solange ich sie anwende. Können Sie mir weiterhelfen?

Was mir geholfen hat

Eßstörungen – innerer Friede gibtBasis für Heilung

Zum Essen entwickelte Talea Torn von klein auf eine gestörte Beziehung. Mit 16 erkrankte sie an Magersucht, mit 33 an Bulimie. Als sie das Erbrechen aufgab, jedoch weiterhin Unmengen aß, stieg ihr Körpergewicht ins Unermeßliche. Einen nachhaltigen Abnahmeerfolg erzielte sie erst, als sie die Ursachen aufspürte und verarbeitete.

Vollwertkost, auch bei geringem Einkommen

Gesunde Ernährung für drei Euro pro Tag

Dr. jur. Dietrich Geißler

Dr. jur. Dietrich Geißler, 79, machte sich nach dem Krieg und seinem anschließenden Jura-Studium als Holzkaufmann selbstständig und wechselte 1973 zum freiberuflichen Gesundheitstrainer. In dieser Funktion war er als Berater für Krankenkassen und Buchautor tätig. Heute lebt er als Grundsicherungsempfänger an der Armutsgrenze. Dennoch ernährt er sich vollwertig und führt ein zufriedenes Leben ohne Mangel. Detailgenau beschreibt Dr. Geißler, wie eine kostenbewußte Vollwerternährung zusammengestellt werden kann und auf was dabei zu achten ist. Das überraschende Ergebnis: Eine bewußt eingekaufte und … weiterlesen

Sind wir mit Vitaminen und Mineralien ausreichend versorgt?

„Auch der Lebensstil beeinflußt unseren Bedarf an Nährstoffen“

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. rer. nat. Claus Leitzmann

Die Sorge oder gar Angst, von bestimmten Nährstoffen zu wenig aufzunehmen, beschäftigt viele gesundheitsbewußte Menschen: Bin ich mit Vitaminen, Mineralien oder Spurenelementen ausreichend versorgt? Tue ich genug für meinen Zellschutz (Stichwort Krebs) und um einer Osteoporose vorzubeugen? Was sagen die offiziellen Empfehlungen über meinen Bedarf? Chefredakteur Dr. med. Rainer Matejka sprach dar-über mit Prof. Dr. rer. nat. Claus Leitzmann, der mit seiner wissenschaftlichen Arbeit an der Universität Gießen viel für die Verbreitung und Akzeptanz der Vollwerternährung in Deutschland geleistet hat.

Bewusstsein

Eigentlich bin ich anders…

Christian Zehenter, Heilpraktiker

Was würden Sie im Moment gerne tun? Etwas anderes, als diese Sätze zu lesen? Dann sollten Sie das tun, denn dieser Augenblick ist von Ihnen gewählt und kreativ gestaltet, so wie jeder Augenblick. Leichter gesagt als getan? Nur dann, wenn Sie etwas tun, was Sie nicht wollen, oder, wie der österreichische Schriftsteller Ödön von Horváth vor 70 Jahren schrieb: „Eigentlich bin ich ganz anders, aber ich komme so selten dazu.“

Unverträglichkeiten erkennen und behandeln

Damit gesunde Kost nicht krank macht

Dr. med. Rainer Matejka

Halten Sie sich an die Ratschläge der Ernährungsexperten, und geht es Ihnen trotzdem schlecht? Leiden Sie zum Beispiel häufig unter Blähungen und Bauchkrämpfen? Gesunde Nahrung bekommt nicht jedem und ist dann auch nicht gesund. Zwar erfordert die Ursachenfindung oft detektivische Fähigkeiten, weil die möglichen Gründe vielfältig sind. In den meisten Fällen kann aber das Beschwerdebild und damit die Lebensqualität Betroffener mit etwas Geduld deutlich gebessert werden.

Mund- und Zungenbrennen kann viele Ursachen haben

Mund- und Zungenbrennen kann viele Ursachen haben

Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen

Mund- und Zungenbrennen ist ein lästiges, rätselhaftes und oft langwieriges Problem, das vor allem Menschen über 45 Jahre quält. Anders als von vielen befürchtet, handelt es sich dabei nur selten um ein Anzeichen ernsthafter Erkrankungen. Das Problem besteht vielmehr darin, überhaupt eine Ursache aufzudecken. Vielleicht steht deshalb die Schulmedizin diesem Leiden im Grunde hilflos gegenüber. Die Naturheilkunde ist zwar bezüglich der Ursachen auch nicht immer klüger, dennoch kann sie therapeutisch helfen.

Wie wirkt das?

Calciumantagonisten

Dr. med. Volker Schmiedel

Naturheilkundlich orientierte Patienten stehen schulmedizinischen Arzneimitteln oft skeptisch gegenüber. Andere Kranke haben eher übersteigerte Erwartungen. Viele Vorurteile beruhen auf mangelnder Information. Um hier Klarheit zu schaffen, stellen wir in loser Folge die am häufigsten verordneten Arzneimittel vor. Diesmal:

Blattsalate

Die frische grüne Einschlafhilfe

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Der Gartensalat, auch Gartenlattich (Lactuca sativa) genannt, gehört mit seinen verschiedenen Kulturformen (Kopfsalat, Schnittsalat, Kraussalat) zur Familie der Korbblütler. Ursprünglich stammt er aus dem Kaukasus. Man erntet ihn, bevor er seinen bis zu einem Meter hohen Blütenstengel treibt, d. h. bevor der Salat „schießt“.

Stomatitis aphthosa

Mundfäule und Aphthen erfolgreich behandeln

Dr. med. Hartmut Dorstewitz

Mit Aphthen im Mund haben viele Menschen schon unangenehme Bekanntschaft gemacht: kleine Bläschen oder weißgelbliche Flecken mit einem entzündeten Saum. Sie können äußerst schmerzhaft sein. Gehäuft treten sie bei der „Mundfäule“ (Stomatitis aphthosa) auf, unter der vor allem Kinder zu leiden haben. Erwachsene kämpfen dagegen eher mit häufiger wiederkehrenden einzelnen Aphthen. Die Behandlung ist in beiden Fällen ähnlich, sie versucht, zunächst die Schmerzen zu lindern und dann ein Wiederauftreten zu verhindern.

Wellness aus dem Saftglas

Wellness aus dem Saftglas

Dipl. oec. troph. Ursula Lenz

Frisch gepreßte Obst- und Gemüsesäfte liegen im Trend. Saftbars bieten in Einkaufszentren und Bahnhöfen phantasievolle Mixturen als „Vital-“ oder „Power-Drinks“ an. Wer frisches Obst und Gemüse flüssig genießen will, muß nicht auf den nächsten Einkaufsbummel warten: Auch zu Hause lassen sich Säfte problemlos herstellen.

Haarausfall bei Frauen

Damit die Haare wieder sprießen

Dr. med. Elke Tuschen-Bürger

eden Tag gehen uns von unseren circa 100.000 Haaren bis zu 100 aus. Das ist normal. Man spricht erst von Haarausfall (Alopezie), wenn diese Anzahl überschritten wird. Haarausfall bei Frauen kann allmählich beginnen und dann chronisch werden oder plötzlich über Nacht einsetzen. Es kann nur der Kopf betroffen sein oder auch alle übrigen Körperhaare. Was soll eine Frau nun unternehmen, wenn sie einen übermäßigen Haarausfall bei sich entdeckt?

Brokkoli

„Spargelkohl“ als Nährstoffbombe

Peter Mayr, Diplom Diätküchenmeister

Brokkoli (Brassica oleracea) und Blumenkohl haben möglicherweise die gleichen Vorfahren und kommen wahrscheinlich aus Kleinasien. Durch Seefahrer gelangte Brokkoli zuerst nach Italien und vor 200 Jahren auch zu uns. In der Zwischenzeit fast vergessen, wird er mittlerweile wegen seines Wohlgeschmacks und seiner wertvollen Inhaltsstoffe auch in Deutschland immer beliebter. Brokkoli schmeckt so ähnlich wie grüner Spargel. Die locker stehenden Köpfe sind grün bis violett gefärbt. Wenn er gelb ist, dann blüht er bereits und schmeckt bitter. Im Kühlschrank hält sich … weiterlesen

Metalle in der anthroposophischen Medizin

Mit kosmischen Kräften Krankheiten bekämpfen

Prof. Dr. med. Volker Fintelmann

Metalle werden in verschiedenen medizinischen Systemen angewendet. Schon im Altertum haben sie in der magischen und in der Volksmedizin eine große Rolle gespielt. In gewisser Weise neu entdeckt und begründet wurde die Metalltherapie durch die Anthroposophie. Der folgende Beitrag skizziert Zusammenhänge zwischen Metallen und Mensch, wie sie Rudolf Steiner erkannt hat; dazu werden in der Praxis bewährte Präparate vorgestellt.

Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und andere Verfahren

Entspannung kann jeder lernen

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Jeder weiß, daß Streß meistens ungesund ist, aber wer kann sich dem in der heutigen Zeit schon entziehen? Krankmachend wirkt allerdings nicht der Streß an sich, sondern wie wir damit umgehen – und das können wir ändern. Das Erlernen von Entspannungsverfahren ermöglicht, Spannungen im Alltag besser wahrzunehmen und leichter zu lösen.

Hirse: kleines Korn mit großer Wirkung

Hirse: kleines Korn mit großer Wirkung

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Bis vor circa 100 Jahren spielte die Hirse auch in Mitteleuropa in der Ernährung eine große Rolle, geriet aber mit dem zunehmenden Anbau von Kartoffeln und Weizen in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn sie schmeckt gut, läßt sich vielseitig verwenden und enthält sehr viele Mineralstoffe. Es wird also Zeit, sich an ihre Werte zu erinnern und sie ab und zu in den täglichen Speiseplan aufzunehmen.

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