Norsan
Weniger Stress und mehr Gelassenheit

Achtsamkeit für mehr Lebensqualität

Marlies Sonnentag, Heilpraktikerin

Die Fähigkeit, positive Empfindungen wahrzunehmen, ist trainierbar – und sie fördert Gesundheit und Wohlbefinden. Daher verbreitet sich die Schulung der Achtsamkeit in den letzten Jahren auch außerhalb von Meditationsgruppen. Achtsamkeit bedeutet eine besondere Form der Wahrnehmung: Indem wir üben, mit allen Sinnen im Alltag gegen­wärtig zu sein, lernen wir, den Augenblick zu genießen, mehr auf unser Wohlbefinden zu achten und Schwierigkeiten gelassener zu begegnen.

Angehörige pflegen

Nur wer für sich selbst sorgt kann anderen helfen

Dipl.-Psych. Esther Wolter

Die Fürsorge für andere ist eine wichtige Aufgabe der menschlichen Gemeinschaft, aber auch mit Gefahren für die Pflegeperson verbunden. Viele Betroffene spüren es am eigenen Leib: Sorge und Zuwendung für einen kranken Angehörigen weichen der Erschöpfung, der Müdigkeit und manchmal der Verzweiflung. Oft stellt sich die Frage, wie man die Balance zwischen Hilfeleistung und Selbstfürsorge hinbekommt und wo man Hilfe erhält, unabhängig davon, ob man mit dem Kranken unter einem Dach lebt oder nicht.

Lebensqualität trotz Demenz erhalten

Mit dem Vergessen in Würde leben

Dr. med. Joachim Zeeh

Die Zahl der Demenzkranken in Deutschland beträgt heute circa eine Million und wird sich aufgrund unserer stark angestiegenen Lebenserwartung bis zum Jahr 2020 verdoppeln. Die Demenz ist somit ­eine typische und häufige Alterserkrankung. Trotzdem umgibt sie immer noch eine Aura des Unbekannten. Unverständnis, peinliche Betroffenheit, Scham und Verschweigen erschweren die Krankheitsbewältigung. Je intensiver sich Angehörige und Betroffene ­jedoch mit der Krankheit und dem umfangreichen Hilfsangebot aus­einandersetzen, desto besser gelingt es, mit der Demenz zu leben.

Naturarzt-Check

Testen Sie Ihr Schlaganfallrisiko!

Christian Zehenter, Heilpraktiker

Der Schlaganfall kommt fast immer plötzlich – und reicht vom vorübergehenden „Aussetzer“ bis hin zum tödlichen Hirninfarkt. Mit acht Prozent der Todesfälle – in Deutschland ca. 65.000 pro Jahr – zählt er zu den häufigsten Todesursachen. Durch rechtzeitige Vorbeugemaßnahmen wäre er aber meist vermeidbar. Machen Sie den Naturarzt-Test. Kreuzen Sie dazu die am ehesten zutreffenden Antworten an und zählen Sie am Schluss ­alle Punkte zusammen. (Erläuterung: > = mehr als, < = weniger als)

Unsere "Kläranlage" unterstützen

Die tägliche Pflege des Lymphsystems

Kyra Hoffmann-Nachum, Heilpraktikerin

Die Bedeutung des Lymphsystems für unser Wohlbefinden wird häufig unterschätzt. Ist es gesund, so stellt es die ­Entsorgung des Gewebes von Stoffwechselabfällen und das Funktionieren der körpereigenen Immunabwehr sicher. Die ­Unterstützung des Lymphsystems ist sowohl in der Therapie chronischer Erkrankungen als auch in der gesundheitlichen Vorsorge ein überaus wichtiger Faktor. Schon mit einfachen Mitteln kann man viel erreichen.´

Demenz: Herausforderung für die Naturheilkunde

Gedächtnisprobleme frühzeitig behandeln

Christian W. Engelbert, Arzt

Demenz beginnt meist langsam und schreitet auch langsam fort. Betroffene fürchten oft, dass sie für unzurechnungsfähig erklärt werden, sobald die Diagnose bekannt wird. Aus diesem Grund gehen sie mit Gedächtnisproblemen nicht gleich zum Arzt. Wird die Diagnose jedoch frühzeitig gestellt, bleibt genügend Zeit, um sich Hilfe zu suchen, damit die Lebensqualität so lange wie möglich erhalten bleibt. Mit Medikamenten kann der Krankheitsverlauf eventuell verzögert werden.

Aderlass

Eine fast vergessene Entgiftungstherapie

Adelheid Klos, Heilpraktikerin

Schon Hippokrates (370 v. Ch.), Paracelsus (15./16. Jh.) wie auch Hufeland, der Leibarzt von Schiller und Goethe, sahen im Aderlass ein Kardinalheilmittel: unter anderem gegen Blutstau, zu dickes Blut, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. Auch in der arabischen, ayurvedischen und fernöstlichen Medizin zählt er zu den Heil­verfahren mit jahrhundertealter Tradition. Heute wird er hier­zulande in der Naturheilkunde, insbesondere auch in der Hildegard-Medizin, zur Entlastung des Organismus eingesetzt.

Eiweißfasten und Bewegung – besser spät als nie

Herzinfarkt und Schlaganfall: So senken Sie Ihr Risiko!

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. med. Thomas Wendt

Herzinfarkt, Herzschwäche und Schlaganfall sind nach wie vor mit Abstand die häufigsten Todesursachen. Prof. Lothar Wendt hat in den 1970er und 80er Jahren große Resonanz gefunden mit seinem Konzept des „Eiweißfastens“, das der Arteriosklerose und vielen Zivilisationskrankheiten vorbeugen kann. Naturarzt-Redakteur Christoph Wagner sprach mit seinem Sohn, Prof. Thomas Wendt, Leitender Arzt eines Reha-Zentrums, über die Aktualität des Konzepts und über andere wichtige Vorbeugemaßnahmen.

Hypertonie trotz gesunder Lebensführung?

Volkskrankheit Bluthochdruck

Dr. med. Rainer Matejka

Bluthochdruck ist nicht nur „die“ Volkskrankheit, 20–30 Millionen ­Menschen sind in Deutschland betroffen, sondern auch die vielleicht am häufigsten ignorierte Krankheit. Nichts davon wissen oder nichts dagegen tun kann lebensgefährlich sein. Daher gilt hier das geflügelte Wort: (Selbst)erkenntnis ist der erste Schritt zu Besserung. Allerdings verläuft die Therapie der Hypertonie oft unbefriedigend. Patienten benötigen nicht nur Medikamente, sondern vor allem „Zeit für sich selbst“.

Musiktherapie beim Grünen Star

Mit Entspannung sinkt der Augendruck

Prof. Dr. med. Ilse Strempel

Der Begriff „Glaukom“, im Volksmund auch Grüner Star genannt, fasst verschiedene Augenerkrankungen zusammen. Meist schädigen sie durch einen erhöhten Augeninnendruck den Sehnerv und können zu Gesichtsfeldausfällen und sogar Erblindung führen, wenn sie nicht behandelt werden. Eine frühzeitige Erkennung und Therapie sind wichtig, da sich bereits abgestorbene Sehnervenzellen nicht mehr regenerieren.

Nahrung und Nahrungsergänzung aus Sicht des Augenarztes

Welche Mikronährstoffe dem Auge helfen

Dr. med. Brigitte Schüler

Obwohl die Augen nur einen kleinen Teil unseres Körpers einnehmen, liefern Sie uns mehr als vier Fünftel unserer Sinneseindrücke! Eine ausgewogene Ernährung wirkt sich nicht nur positiv auf den ­gesamten Organismus aus, sondern dient vorsorglich auch der ­Gesund­erhaltung der Augen. Liegt jedoch bereits eine Augenerkrankung vor oder ist eine Tendenz zu einer solchen erkennbar, kann ­zusätzlich der gezielte Einsatz von Vitaminen und Mikronährstoffen sinnvoll sein.

Naturheilärztlicher Rat

Hohes Cholesterin

Dr. med. Volker Schmiedel

„Mein Hausarzt hat mir wegen meiner hohen Cholesterinwerte die Einnahme von Medikamenten empfohlen, gleichzeitig davor gewarnt, dass diese die Leber schädigen. Gibt es für mich Alternativen, bevor ich zur chemischen Keule greifen muss?“ Wie ich aus Ihren Unterlagen sehe, lag das Gesamtcholesterin zuletzt bei 300 mg/dl – als tolerabel gelten Werte bis zu 200 mg/dl. Bei Ihrem Cholesterinwert kann man natürlich schon kalte Füße bekommen. Was aber auch in die Wertung mit einbezogen werden muss, ist der hohe schützende HDL-Wert … weiterlesen

Grillvergnügen ohne Risiko

Dipl. oec. troph. Kirsten Jänisch-Dolle

Sommerzeit ist Grillzeit. Für viele ist ein geselliger Abend mit Leckereien vom Grill Inbegriff der Sommerfreuden. Auch wer sich vegetarisch ernährt oder nur wenig Fleisch und Fisch auf seinen Speisezettel setzt, muss auf das gemeinschaftliche Grillvergnügen nicht verzichten. Mit Gemüse, Obst, Käse und etwas Phantasie lassen sich köstliche Grillspezialitäten zubereiten. Beherzigt man einige Regeln bei der Zubereitung des Grillguts, kann man gesundheitliche Risiken weitgehend ausschließen.

Was mir geholfen hat

Diabetes: schnell und konsequent den Lebensstil ändern

Uta Mai (Name geändert) gehörte wohl längere Zeit zu den etwa 1,5 Millionen unentdeckten Diabetikern im Land. ­Infekt­anfälligkeit und eine Serie von Hörstürzen führten auf die Spur der Krankheit. Sehr viel wertvolle Zeit verstrich, weshalb sie andere Betroffene hellhörig machen möchte.
Was "Low-Carb"-Diäten wirklich taugen

Kohlenhydrate: ­Dickmacher oder Fitmacher?

Dipl. oec. troph. Peter Faulstich

Wurden früher vorwiegend Fette als Übeltäter für ­Gewichtsprobleme und Stoffwechselerkrankungen ­angesehen, sind es nun die Kohlenhydrate. Low-Carb-Diäten sind aktueller denn je. Viele sprechen schon von „Diätsünden“, wenn sie Appetit auf Kartoffeln, Nudeln oder Brot haben. Verbote fördern aber kein ­gesundes Essverhalten, sondern Essstörungen. Die Diätgläubigen bekommen Appetit auf das, was sie sich verbieten.

Aus der ärztlichen Praxis

Sehvermögen gestärkt durch Leberunterstützung

Dr. med. Bernharda Schinke

Frau Karin B., 38 Jahre alt, suchte meine Sprechstunde auf, als ihr auffiel, dass ihre Augen in den letzten zwei Monaten auffällig angestrengt und gereizt waren. Sie trug seit Jahren eine Brille gegen Kurzsichtigkeit. Die Sehstärke hatte sich aber in den letzten fünf Jahren nicht verändert. Frau B. musste beruflich ständig am Computer arbeiten. Schon nach wenigen Stunden hatte sie das Gefühl, „dass die Augen nicht mehr mitmachen“. Massive Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich kamen hinzu. Solche Verkrampfungen treten häufig … weiterlesen

Durchblick schaffen im Chaos der Ernährungsregeln

Sind pauschale Empfehlungen überholt?

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. rer. nat. Claus Leitzmann

Was vor 20 Jahren als Inbegriff gesunder Ernährung galt – vegetarische Küche mit Vollkorn und großen Rohkostanteilen – wird heute selbst von früheren Verfechtern gelegentlich in Frage gestellt. Experten oder solche, die sich dafür halten, bringen ständig neue Einwände in Umlauf und verunsichern die Verbraucher. Hinzu kommt, dass viele Menschen an individuellen Unverträglichkeiten leiden. Naturarzt-Redakteur Christoph Wagner sprach mit Prof. Dr. Claus Leitzmann über den veränderten Wert „allgemeingültiger“ Ernährungsempfehlungen.

Tomate

Dipl. oec. troph. Kirsten Jänisch-Dolle

Die Tomate kam mit Kolumbus nach Europa. Damals war sie noch klein und gelb und wurde als Zierpflanze angesehen. Es dauerte noch 200 Jahre, bis da­raus die roten, saftig-süßen Früchte gezüchtet wurden, die wir heute kennen.

Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)

Bei schwacher Pumpe bleibt die Luft weg

Dr. med. Rainer Matejka

Herzinsuffizienz ist oft eine Folge verschiedener Herz- oder Lungen­erkrankungen. Sie äußert sich vor allem in Kurzatmigkeit bei mehr oder weniger geringen Belastungen. Ab dem Alter von 75 Jahren steigt die Häufigkeit rapide an. Viele Maßnahmen der klassischen Naturheilkunde, z. B. Ernährung und Bewegung, wurden inzwischen auch in das schulmedizinische Behandlungskonzept mit aufgenommen. Um Medikamente kommt man aber meistens nicht herum.

Seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule

Skoliose: So wird der Rücken gerade

Gabriele Wieland, Heilpraktikerin

Die Skoliose, eine seitliche Wirbelsäulenverkrümmung, verursacht in ihren Anfängen zunächst keine Beschwerden. Mit zunehmendem Lebensalter kommt es aber häufig zu Schmerzen. Die Skoliose führt außerdem zu Bewegungseinschränkungen und unter Umständen zur Beeinträchtigung von Organfunktionen. Häufig wird verkannt, dass ein schief stehendes Becken die Verkrümmung der Wirbelsäule verursacht. Dies lässt sich in einer Vielzahl der Fälle korrigieren.

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