Norsan
Naturarzt-Check

Leiden Sie unter Schuldgefühlen?

Christian Zehenter, Medizinjournalist

Wir kommen mit ihnen quasi auf die Welt: Schuldgefühle. So übernehmen wir schon als Kind intuitiv die Verantwortung für schwierige Bindungen und Erfahrungen oder die Krankheit oder Trennung der Eltern. Später fühlen wir uns möglicherweise schuldig für unterschiedlichste eigene Handlungen, Unterlassungen und Eigenschaften bis hin zu unserer Existenz. Doch werden Beziehungen, innere Balance und Lebensgestaltung erst dann gelingen, wenn wir uns selbst und damit auch anderen verzeihen.

Seelenschau

Ein Ort, an dem wir gesund bleiben

Mika Schöberl, Heilpraktiker

Im Hochsommer steht die Stadt in der Hitze wie ein aufgeheizter Stein. Wer Schatten sucht, sucht einen Baum. Unter seiner Krone sinkt die Temperatur um mehrere Grad, der Asphalt daneben glüht weiter. Eine Äbtissin des zwölften Jahrhunderts hatte dafür ein Wort. Hildegard von Bingen, Heilerin und Theologin und Universalgelehrte in einer Person, nannte die Kraft, die in allem Lebendigen wirkt, viriditas — Grünkraft. Sie steckt nach ihr im Menschen wie im Kraut, im Tier wie im Stein, und sie ist … weiterlesen

Schwarzkümmel (Nigella sativa)

Eine vielseitige Arznei des Orients

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Kümmel ist nicht gleich Kümmel. Von den vier Haupt-Kümmelarten, die wir kennen, gehören drei zu den Doldenblütlern: der Echte Kümmel (Carum carvi), der Kreuzkümmel, (Cuminum cyminum) und der Königskümmel oder Ajowan (Trachyspermum ammi). Einer schert botanisch aus, er ist ein Hahnenfußgewächs, und um dieses geht es hier: um den Schwarzkümmel (Nigella sativa), der im Orient seit Jahrtausenden als Arznei, Gewürz und Kosmetik große Wertschätzung erfährt.

Wechselwirkungen von Ernährung und Psyche

Essen macht Laune!

Marianne Porsche-Rohrer, Heilpraktikerin und Apothekerin

Essen und Trinken dienen seit Menschengedenken nicht nur der Nahrungsaufnahme. Unser seelisches Wohlbefinden steht in engem Zusammenhang mit den Nahrungsmitteln, die wir verzehren. Umgekehrt bestimmen Emotionen und äußere Faktoren, was und wie wir es essen. Glücksgefühle machen uns mitunter frei von Bedürfnissen – wir leben von „Luft und Liebe“. Stress, Trauer, Überarbeitung oder Müdigkeit lassen manche Menschen ebenfalls den Hunger vergessen. Auch das Gegenteil ist möglich. Essen kann Trost spenden, kann aber auch zu falschem Ernährungsverhalten bis hin zur übermäßigen … weiterlesen

Grüne Bohnen

Kleine Hülsen, großes Potenzial

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Grüne Bohnen (Phaseolus vulgaris) gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und zählen zu den weltweit bedeutendsten Gemüsearten. Anders als bei Trockenbohnen werden bei grünen Bohnen die unreifen Hülsen samt den noch nicht vollständig entwickelten Samen verzehrt. Die einjährigen Pflanzen wachsen je nach Sorte als Busch- oder Stangenbohnen. Die länglichen Hülsen variieren in Farbe, Form und Länge, wobei grüne Bohnen durch ihre zarte Textur und ihr mildes Aroma gekennzeichnet sind. Die Pflanzen besitzen die Fähigkeit, in Symbiose mit Knöllchenbakterien Stickstoff aus … weiterlesen

Der erfüllende Wille zum Sinn

Sein statt Schein – was am Ende zählt

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Wer von uns kennt nicht jemanden (einschließlich vielleicht sich selbst), der so nach außen orientiert ist, dass er jegliches Gefühl für sein Selbst verliert? Wird eine solche Person vor eine Frage gestellt, sucht sie eher außen als in ihrem Inneren nach der Antwort, bzw. sie sucht die Gesichter anderer ab, um zu erahnen, welche Antwort sie wünschen oder erwarten. Der Weg zum Glück sieht anders aus! Psychotherapeut und Facharzt für Psychosomatische Medizin Dr. Maurer plädiert für ein authentisches Leben.

Effekte auf Stoffwechsel, Entzündungen, Organe

Fastenformen im Überblick

Dr. med. Rainer Matejka

Fasten ist nicht gleich Fasten. Welche Fastenvariante passt also für wen? Naturarzt-Chefredakteur Dr. med. Rainer Matejka sorgt für einen Überblick über die generellen Wirkungen des Fastens und liefert Tipps aus der Praxis, um unangenehme Fastenkrisen zu vermeiden. Außerdem beleuchtet er die Frage, wann und für wen sich Fasten in Eigenregie eignet und wer sich besser in einer Fastenklinik Unterstützung sucht.

Ein oft unterschätztes Organ

Die Nieren: doppelt wichtig!

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Jeden Tag durchströmen etwa 1700 Liter Blut unsere Nieren, die zuverlässig ihre Filter- und Entgiftungsfunktion erfüllen. Neben der Regulation des Wasserhaushalts und der Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten beeinflussen die Nieren den Blutdruck, die Blutbildung und den Knochenstoffwechsel. PD Dr. Brenke führt durch westliche Diagnostik und Therapie von Nierenerkrankungen und beleuchtet andere Medizinsysteme, die die Nieren hinsichtlich ihrer energetischen Rolle bewerten.

Stärker als der Krebs

Dr. jur. Thomas Hartl

Stärker als der Krebs zu werden bedeutet, über die Krankheit hinauszuwachsen und sich selbst neu zu begegnen. Nicht nur der Körper kämpft, auch die Seele sucht nach Orientierung und Vertrauen. Heilung beginnt dort, wo Angst und Ohnmacht allmählich Zuversicht weichen. Es ist ein Prozess des Annehmens und des bewussten Weitergehens. Schritt für Schritt, der eigenen inneren Kraft entgegen.

Was mir geholfen hat

Bindehautentzündung: Vorsicht vor Zugluft!

Fahren mit offenem Verdeck ist für Janina S. (Name von der Redaktion geändert) das Größte. Deshalb ist die Enttäuschung umso größer, als sie sich ausgerechnet durch das Fahren mit ihrem Cabriolet eine Entzündung der Bindehaut zuzieht. Doch ihr Hausarzt weiß Rat: Eine zarte, kleine Blüte lindert die Symptome, und ein Augenschutz beim Autofahren lässt die Freude am Fahrtwind im Sommer wieder aufleben.

Aus der naturheilkundlichen Praxis

Brechdurchfall: So hilfreich kann Traubenzucker sein

Marianne Porsche-Rohrer, Apothekerin und Heilpraktikerin

Brechdurchfall ist für Kinder und Eltern gleichermaßen qualvoll. Damit hat die 3-jährige Lena leidvolle Erfahrungen gemacht. Sie litt vor Monaten unter einem Magen-Darm-Infekt, der zunächst harmlos schien, sich aber binnen weniger Stunden extrem steigerte. Weder Kapseln für den Darm mit dem Hefe­stamm Saccharomyces boulardii noch Zäpfchen gegen den Brechreiz mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat konnten wirken, weil alles sofort wieder ausgeschieden wurde. Schließlich war das Kind ganz apathisch, und die Haut fühlte sich schlaff und trocken an. Eine Fahrt in die … weiterlesen

Naturarzt-Check

Sensibler Bauch oder Histaminintoleranz?

Christian Zehenter, Medizinjournalist

Bauchschmerzen und andere Beschwerden nach dem Essen deuten nicht unbedingt auf einen sensiblen Magen oder Darm, sondern vielleicht auf Histaminunverträglichkeit hin. Wird das Amin im Darm nicht abgebaut, wirkt es im Körper als Entzündungsbotenstoff. Dieser kann diverse Symptome verursachen – von Durchfall und Ausschlag bis Kopfschmerz, Müdigkeit und Atembeschwerden.

Seelenschau: Sturmernte

Ein letzter Sommer der Unschuld?

Mika Schöberl, Heilpraktiker

Die Luft steht. Seit Tagen keine Bewegung, nur diese dumpfe Schwüle, die auf Schultern und Schläfen drückt. Im Garten blühen die Rosen ihren zweiten Schub, während am Horizont etwas Dunkles wächst. Sommergewitter kündigen sich nicht an. Sie sind einfach da.

Gemmotherapie

Der Mammutbaum

Dipl. Biol. Peter Emmrich M. A., Facharzt für Allgemeinmedizin

Wir tauchen ein in die Welt der Knospenmedizin, auch Gemmotherapie genannt. Die Therapie mit Präparaten aus frischen Pflanzenknospen geht zurück auf den belgischen Arzt und Homöopathen Dr. med. Pol Henry (1918 – 1988). Nachdem wir uns in Naturarzt 1/2026 mit der Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum) beschäftigt haben, gilt unser Augenmerk heute dem Mammutbaum, einem der wichtigsten Mittel der Gemmotherapie bei Erschöpfung.

Entspannung statt Nabelschau

Finalgegner Ego

Christian Zehenter, Medizinjournalist

Vor welchen Aufgaben wir auch stehen: Unseren größten Widersacher führen wir meistens selbst im Gepäck: das Ego. Identifizieren wir uns zu sehr damit, verengt es den Fokus auf Schmerzvermeidung und Lustgewinn bis hin zum Egokult. Doch wenn wir die Vorstellung eines absoluten Egos überwinden, können wir einen Raum innerer Freiheit betreten. Dieser wirkt sich heilsam auf alle Vorhaben und Beziehungen aus.

Camellia sinensis

Schwarzer Tee ist entspannte Energie

Carlotta Lorenz, Heilpraktikerin

Wissen Sie, wie „Schwarzer Tee“ zu seinem Namen kam? Er heißt so, weil die aufbereiteten Teeblätter sehr dunkel, fast schwarz, sind. In Europa ist die dunkle Farbe der getrockneten Blätter ausschlaggebend für den Namen, in China geht man nach der Farbe des Aufgusses: Hier heißt er „roter Tee“ (Hong Cha), da der Aufguss eine rötlich-braune Farbe hat. Das und vieles mehr über Anbaugebiete, Inhaltsstoffe, Geschmacksnuancen sowie heilsame Wirkungen des Schwarzen Tees schreibt Heilpraktikerin Carlotta Lorenz.

Heidelbeeren

Ein Hauch von Wald auf dem Teller

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Heidelbeeren – je nach Landstrich und Mundart auch Blau-, Schwarz- oder Bickbeeren genannt – gehören zur Gattung Vaccinium innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse. In Europa wächst die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) wild in Wäldern, Moorlandschaften sowie der Heide. Im Erwerbsanbau wird meist die großfrüchtige Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum) verwendet. Botanisch handelt es sich um kleine Sträucher mit verholzenden Trieben. Die Wildbeeren haben ein stark gefärbtes Fruchtfleisch und auch ein intensiveres Aroma, Kulturheidelbeeren bleiben innen hell. Der typische blaue Farbton entsteht durch Anthocyane. … weiterlesen

Herzgesundheit

Herzrisiken erkennen und vermeiden

Dr. med. Rainer Matejka

Neben Bluthochdruck gilt vor allem ein hoher Wert an „schlechtem“ LDL-Cholesterin als Wegbereiter für Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit (KHK), Herzinfarkt und Herzschwäche. LDL soll also laut Leitlinie als Risikofaktor erster Ordnung unbedingt im Normalbereich sein. Welche Ansätze es gibt, um das individuelle Risikoprofil noch genauer zu bestimmen, erklärt Naturarzt-Chefredakteur Dr. med. Rainer Matejka. Zur Prävention bleiben klassische Naturheilverfahren (Bewegung, Ernährung, Entspannung, Pflanzenheilkunde) ganz weit vorne.

Unterschätzte Wirkung

Bitterstoffe: eine vergessene Kraft

Benjamin Hartlieb, Heilpraktiker und Osteopath

Schon Hippokrates empfahl bittere Kräuter zur Stärkung des Magens und Anregung der Verdauung. Wildkräuter, die unsere Vorfahren regelmäßig aßen, spielen heute kaum noch eine Rolle. Aus fast allen Kulturgemüsesorten haben wir einen Großteil ihrer natürlichen Bitterstoffe herausgezüchtet. Zu unserem Nachteil? Die moderne Forschung zeigt, dass Bitterstoffe an der Regulierung des Sättigungsgefühls, der Immunabwehr und möglicherweise an neurophysiologischen Prozessen beteiligt sind.

Globusgefühl

Ungebetener Gast: der Frosch im Hals

Dr. med. Natascha Friese, HNO-Ärztin

Haben Sie ihn schon einmal gespürt, Ihren Frosch im Hals? Er ist vor allem im Liegen präsent, dann drückt er Ihnen die Kehle zu und Sie haben vielleicht das Gefühl, nicht atmen zu können. Beim Schlucken spüren Sie einen Widerstand, egal ob Sie Tabletten oder ein Stückchen Kuchen in den Magen befördern wollen. Vielleicht spüren Sie auch Schleim im hinteren Bereich der Kehle? Den versuchen Sie ständig „wegzuräuspern“. Ihre Stimme ist oft belegt, vor allem, wenn Sie anfangen zu sprechen. … weiterlesen

1 2 3 4 5 211