Norsan
Von Nebenwirkungen und falschen Erwartungen

Zu viel des Guten: Krank durch Medikamente

Christian Zehenter, Heilpraktiker

Ob Blutdruck-, Beruhigungs-, oder Schmerzmittel, Säureblocker oder Cholesterinsenker: Deutschland gehört zur Weltspitze beim Medikamentenverbrauch. Über 100.000 Tabletten schluckt jeder durchschnittlich im Lauf seines Lebens. Die meisten davon machen uns nicht gesünder. Denn nur selten werden Wechsel- und Nebenwirkungen, Nutzen oder Dauer der Therapie wirklich überprüft.

Was mir geholfen hat

Mit „Schmauen“ zu einem neuen Lebensgefühl

Irene Schwierczek plagten ständige Magen- und Darmprobleme, als sie im Fernsehen eine Anregung zur Technik des genussvollen Schmeckens und intensiven Kauens bekam. Innerhalb weniger Monate war sie geheilt. Außerdem reduzierte sie – ganz nebenbei – dauerhaft ihr Gewicht. Mit Genuss praktiziert sie seit zehn Jahren diese Esskultur.

Aus der ärztlichen Praxis

Nach Gürtelrose: Schmerz mit Homöopathie vertrieben

Dr. med. Sebastian Boekels

Gabi F., eine sympathische 42-jährige Frau, stellte sich wegen ihrer Gesichtsneuralgie vor. „Seit eineinhalb Jahren quäle ich mit damit herum“, berichtete sie. „Am Anfang hatte ich eine Gürtelrose auf der rechten Stirnhälfte. Das war furchtbar schmerzhaft, aber die Bläschen und Krusten an der Haut heilten schnell ab. Doch die Schmerzen sind geblieben.“ Sie nehme deshalb ein Schmerzmittel und ein Antidepressivum ein. Mit den Medikamenten gehe es einiger­maßen – schmerzfrei sei sie aber fast nie. Sie leide unter den Nebenwirkungen, vor … weiterlesen

Ernährung bei Verstopfung

Den Darm beleben mit Ballaststoffen und Co

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Man spricht (meist) nicht darüber, denn das Thema Verstopfung zählt nach wie vor zu den Bereichen, bei denen Mensch sich peinlich berührt fühlt. Dabei nimmt die Funktion des Darmes eine äußerst wichtige Rolle ein, ­sowohl bei der Aufspaltung der Nahrung als auch für Immunsystem und Gemüt. Bei Darmträgheit leidet nicht nur das körperliche, sondern auch das seelische Wohlbefinden.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Achtung Kiefergelenk: Folgenreiche Störungen

Christian W. Engelbert, Arzt

Wer denkt bei Schulter-, Rücken- oder Knieschmerzen schon an das Kiefer­gelenk? Tatsächlich können ungleiche Bisshöhen, z. B. durch neuen Zahnersatz, eine zu hohe Füllung oder unbemerktes nächtliches Zähne­knirschen, die Körperstatik aus dem Lot bringen. Wenn der Körper die Störung nicht mehr ausgleichen kann, treten Symptome auf. Bedenkt man diese Zusammenhänge, lassen sich selbst hartnäckige Beschwerden oft ­erfolgreich behandeln.

Naturheilkundlicher Rat

Hohe PSA-Werte bei chronischer Prostata-Entzündung

Antwort von Dr. med. Rainer Matejka

Seit Jahren spüre ich (67 Jahre) hin und wieder ein leichtes Ziehen mit Druckempfindlichkeit am linken Hoden. Vor allem belasten mich aber die schlechten PSA-Werte. Vor sieben Jahren habe ich erstmals den Prostataspezifischen Antigen-Wert (PSA-Wert) messen lassen, der Prostataveränderungen anzeigt. Er lag danach fünf Jahre lang im Normbereich. Dann schnellte er plötzlich auf 12,7 hoch. Gleichzeitig wurde eine bakterielle Belastung der Spermien mit Staphylococcus aureus und Enterokokken festgestellt. Mein Urologe verschrieb mir ein Antibiotikum und der PSA-Wert sank auf 10,29. … weiterlesen

Pfefferminze

Ein erfrischendes Kraut für Salate, Süßes und Soßen

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Nach der griechischen Mythologie war Minthe die Tochter des Flussgottes Kokytos. Hades, der Gott der Unterwelt, verliebte sich in sie und erregte damit den Zorn der Göttin Persephone; diese zerriss Minthe aus Eifersucht in Stücke. Hades verstreute die Teile, aus denen dann Pfefferminzpflanzen hervorwuchsen, auf einem sonnigen Berg östlich von Pylos in Messenien.

Was Fukushima für uns (nicht) bedeutet

Unnötige Strahlenlast in der Medizin reduzieren

Beim Stichwort „Strahlenbelastung“ denkt man derzeit sofort an die ­Folgen der Atomkatastrophe von Japan. Hierzulande sind allerdings ­andere Strahlungsquellen bisher deutlich gravierender. Besonders die durch medizinische Diagnostik ständig zunehmende Belastung wird ­häufig unterschätzt. Manch einer fürchtet Verstrahlung durch die 9000 km entfernte Reaktorkatastrophe in Fukushima, zögert jedoch nicht, eine Ganzkörper-CT als „Gesundheitsvorsorge“ durchzuführen. Anderere vermeiden dagegen aus Angst vor Strahlenbelastungen dringend notwendige ­Röntgenbilder, die wesentlich weniger Belastung bedeuten. Die Naturarzt-Redaktion hat aus aktuellem Anlass Informationen zusammengestellt, die eine Orientierung ermöglichen: … weiterlesen

Tamoxifen & Co bei Brustkrebs

Antihormontherapie: Schaden und Nutzen besser abwägen

Claus Witteczek, Arzt

Die Antihormontherapie (AHT) nach der Operation ist inzwischen Standard in der Behandlung von Brustkrebs. Oft gehen damit aber eine Verschlechterung der Lebensqualität und möglicherweise sogar Gesundheitsrisiken einher. Außerdem können sich Resistenzen entwickeln. Daher suchen immer mehr betroffene Frauen nach biologischen Alternativen zur AHT.

Pro und Contra Jodierung

Jodierte Nahrungsmittel kritisch betrachtet

Dr. rer. nat. Bettina Pabel

Um den Jodmangel in unserer Nahrung zu beheben, wurde in vielen ­Ländern per Gesetz die Verwendung von jodiertem Speisesalz vorgeschrieben. In Deutschland hat sich die freiwillige Verwendung durchgesetzt. Seitdem wird dieses Thema zwischen Jodgegnern und Jodbefürwortern heftig diskutiert. Nach gut 20 Jahren ist es an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen und sich zu fragen, wie es um die Jodversorgung der Bevölkerung steht und inwieweit auch ein Zuviel an Jod der Gesundheit schadet.

Franz Schönenberger – ein Klassiker der Naturheilkunde

Vom Volksschullehrer zum Professor für Naturheilkunde

Dr. med. Jürgen Rohde

Vor 150 Jahren gründeten die Nachfolger des Wasser­heilers Vincenz Prießnitz die Zeitschrift „Der Wasserfreund“, aus der zwei Jahre später „Der Naturarzt“ hervorging. ­Einer, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts besondere Verdienste um die Zeitschrift erwarb, war Franz Schönenberger (1865–1933): der erste Professor für Naturheilkunde in Deutschland. Er führte von 1907 an für mehr als 25 ­Jahre den „Naturarzt“. Sich als Naturheilkundler unter Schulmedizinern zu behaupten war damals kein ­Vergnügen.

Wie können wir unser Immunsystem fördern?

„Sport ist Mord, aber: anders als Sie denken!“

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck

Das Immunsystem umfasst wesentlich mehr als nur die Infektabwehr: ­Allergien, Krebs, Autoimmunerkrankungen … Was können wir im Alltag tun, um seine Funktionsfähigkeit zu stärken und uns vor den berüchtigten Zivilisationskrankheiten zu schützen? Naturarzt-Redakteur Christoph ­Wagner sprach mit Prof. Dr. Gerhard Uhlenbruck, bekannt als Immun­biologe, aber auch für seinen Humor und seine Aphorismen.

Für Stoffwechsel, Blase und Prostata

Mit der Brennnessel Medikamente sparen

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Wer der Brennnesselpflanze bisher keine Beachtung schenkte, lässt sich hier vielleicht eines Besseren belehren: Von der Wurzel- bis zur Blattspitze besitzt die Pflanze eine enorme Heilkraft. Zum Beispiel bietet sie Hilfe bei Blasen- und Prostataleiden, und sie wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe machen sie außerdem zu einem idealen Begleiter der Frühjahrskur. Und keine Angst vor den Brennhaaren: Sie werden bei der Zubereitung unwirksam.

Synergieeffekte zwischen Biochemie und Phytotherapie nutzen

Schüßler-Salze und ­Heilpflanzen kombinieren

Marianne Porsche-Rohrer, Apothekerin und Heilpraktikerin

Im 19. Jahrhundert entdeckte der Oldenburger Arzt Dr. Wilhelm Schüßler ­(1821–1898) elf bzw. zwölf Mineralstoffe, die für das optimale Funktionieren des Organismus erforderlich sind. In homöopathischer Verdünnung, das heißt Potenzierung, regen sie die Zellen zur Selbstheilung an. In Kombination mit der richtigen Heilpflanze lässt sich die Wirkung noch verstärken.

Atemübungen für ein besseres Lebensgefühl

Schmerz und Stress einfach wegatmen

Rainer Pflaum

Wir atmen, ohne darüber nachzudenken, denn das Atmen wird, wie z. B. auch der Herzrhythmus, nicht von unserem Willen gesteuert. Und doch können wir ihn bewusst lenken, um innere Ruhe zu erlangen und uns auf eventuell bevor­stehende Belastung einzustimmen. Der Atem ist dabei nicht nur für Lunge und Atemwege bedeutsam, er spielt eine große Rolle für den gesamten Organismus – dies sollten wir uns durch tägliche Übung zunutze machen.

Rückenschmerz

Schmerzfrei durch gesunde Bewegung und Neuraltherapie

Dr. med. Rainer Wander

Rückenschmerzen betreffen 90 Prozent der Menschen mindestens gelegentlich, etwa 30 Prozent ­ständig, und sind für mehr als die Hälfte der Frühberentungen verantwortlich. Fehlbelastungen, hohe Muskelspannung oder Störfelder stören das Zusammenspiel der Wirbelsäule mit ihren Muskeln, Sehnen und Bändern, die sie aufrecht und dynamisch erhalten. In den meisten Fällen können gezielte ­Maßnahmen das Gleichgewicht wieder herstellen.

Naturarzt-Check

Wie ausgeprägt ist Ihr Humor?

Christian Zehenter, HP

Humor ist eine starke medizinische Kraft: Er reduziert die Ausschüttung von Stresshormonen und kurbelt die Produktion von Glücksbotenstoffen an, er entspannt, senkt den Blutdruck und ­aktiviert Abwehrzellen und Immunglobuline. Alles gratis und nebenwirkungsfrei für den, der ihn hat. Wie sind Sie damit ausgestattet? ­Humor hat nur wenig mit Komödien, Witzen und lustigen Erlebnissen zu tun, sondern eher mit einer augenzwinkernden Beziehung zu sich selbst und dem Leben. Machen Sie den Naturarzt-Check!

Neuralgien: Trigeminus & Co. beruhigen

So bekämpfen Sie die Schmerzattacken

Dr. med. Rainer Matejka

Neuralgie ist das medizinische Fachwort für meist anfallsweise auftretende oder auch dauerhaft bestehende Nervenschmerzen (von griechisch ­neuron „Nerv“ und algos „Schmerz“). Sie breiten sich im Versorgungsgebiet eines Nervs aus. Oft ist die Ursache unbekannt. Theoretisch könnte davon ­jeder Nerv betroffen sein, in der Praxis entwickeln aber nur wenige Nerven dieses Krankheitsbild.

Auge und Psyche – Sehen als seelischer Prozess

Augenerkrankungen: Die Psyche sieht mit!

Dr. med. René Woytinas

Zunehmend setzt sich in der Medizin wieder die gar nicht neue Erkenntnis durch, dass Körper und Seele eng miteinander verbunden sind und dass seelische Not zu körperlichen Krankheitssymptomen führen kann. Dies betrifft auch unsere Augen, wo Ängste und Stress Schäden hervorrufen können.

Aus der ärztlichen Praxis

Physiotherapie bremst Polyarthrose

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Elsa M. war eine 71-jährige, rüstige Rentnerin, die bisher kaum gesundheitliche Probleme gehabt hatte, jünger wirkte und noch sehr agil war. Ihre Vorgeschichte war unauffällig. „Meine Finger schmerzen so sehr“, klagte sie. „Ich kann sie kaum noch bewegen. Am schlimmsten ist es ausgerechnet an der rechten Hand.“ Besonders betroffen waren die Mittel- und Endgelenke. „Vor drei Jahren ging es los“, berichtete sie weiter. „Aber im letzten halben Jahr wurde es dann ganz schlimm.“ Vor allem der Mittelfinger der rechten Hand … weiterlesen

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