Norsan
Ernährung aus elektrochemischer Sicht

Gute Lebensmittel spenden mehr Elektronen

Prof. Dr. Manfred Hoffmann

In Obst und Gemüse aus biologischem Anbau „steckt auch nicht viel anderes“ als in konventionell erzeugtem. Dieses Argument gegen Bio-Lebensmittel stützt sich auf die traditionelle chemische Analyse der Nährstoffe. Doch elektrochemische Methoden kommen zu anderen Ergebnissen. Demnach kommt es nicht nur darauf an, welcher Nährstoff in einem Lebensmittel steckt, sondern auch, in welchem Umfang es uns Konsumenten als „Elektronenspender“ dienen kann. Diese Erkenntnisse erklären, was es mit den vielzitierten „Antioxidantien“ auf sich hat. Und sie führen uns zu einer besseren … weiterlesen

Zunehmen kann schwierig sein...

Untergewichtig trotz voller Teller

Dr. med. Rainer Matejka

Übergewicht wird zu Recht als Krankheitsquelle angesehen, Untergewicht jedoch fast als Schönheitsideal. Dabei bringt beides gravierende Probleme mit sich – und ist alles andere als gesund. Entgegen der allgemeinen Auffassung sind viele Menschen zu dünn und haben auch bei normalem oder sogar reichlichem Essen größte Schwierigkeiten, nicht abzumagern. Oft stecken eine entsprechende Veranlagung, Nahrungsmittelintoleranzen, Darmentzündungen oder eine Schilddrüsenüberfunktion dahinter. Aber auch Streß und Nervosität können zu Untergewicht führen.

MCT-Lebensmittel

Können Fette schlank machen?

Dipl. oec. troph. Elisabeth Dietz

Fett macht fett. Diese ebenso schlichte wie bewiesene Erkenntnis der Ernährungslehre klingt absolut und ernüchternd. Sollte es nicht möglich sein, fetthaltige Lebensmittel zu entwickeln, die nicht dick machen, die vielleicht sogar beim Abnehmen helfen? Mit den MCT-Fetten hat die Industrie auf dieses Bedürfnis geantwortet. Angeblich lassen sie Pfunde dahinschmelzen und verhindern, daß diese überhaupt erst entstehen. Bei näherer Untersuchung zeigt sich, daß sich MCT-Fette zwar für bestimmte Zwecke, jedoch in keinem Fall zum Abnehmen eignen.

Vegetarisches Festmenü

Die Feiertage in Ruhe genießen

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Festtage sind Oasen in der Hektik des Alltags, Pausen der Ruhe und Erholung. Wenn es draußen kalt wird, kann man es sich drinnen um so gemütlicher machen. Ein schmackhaftes Essen und ein gutes Glas Wein halten Leib und Seele zusammen, auch dann, wenn man auf das traditionelle Weihnachtsgeflügel und üppige, kalorienhaltige Neujahrsmenüs mit vielen Gängen verzichtet.

Naturheilärztlicher Rat

Gastritis und Reizdarm

Dr. med. Rainer Matejka

Wegen eines extrem langen Darms leide ich seit meiner Kindheit an Verdauungsproblemen. Vor einem Jahr bekam ich heftige Bauchschmerzen, litt unter Durchfällen und schied teilweise unverdaute Nahrung aus. Der Arzt diagnostizierte eine Gastritis. Mit der Einnahme von Protonenpumpenhemmern beruhigte sich die Entzündung zwar, doch ich litt weiterhin unter Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen. Nun lautete die Diagnose „Reizdarm“. Der Arzt vermutete eine Gluten-Unverträglichkeit. Monatelang ließ ich glutenhaltige Nahrungsmittel weg, doch das half nichts. Ein Bluttest bestätigte eine Allergieneigung auf Penizillin und verschiedene … weiterlesen

Insulinresistenz: Der Teufelskreis des Altersdiabetes

Insulinresistenz: Der Teufelskreis des Altersdiabetes

Dr. med. Volker Schmiedel

Beim Zuckerkranken richtet sich die ganze Aufmerksamkeit in Diagnostik und Therapie auf den hohen Blutzucker. Dieser ist jedoch nur ein Symptom, nicht die Ursache der Erkrankung. Eine wesentlich bedeutsamere Rolle bei der Zuckerkrankheit spielt nämlich das Insulin. Hiervon hat der Zuckerkranke mit Altersdiabetes (Diabetes Typ II) – entgegen der Erwartung – meist nicht zuwenig, sondern zuviel.

Was mir geholfen hat

Hartnäckiger Schulterschmerz mit Tai Chi geheilt

Kordula Braun war es nicht möglich, das Garagentor mit dem rechten Arm zu öffnen. Schulter und Arm schmerzten zu sehr. Ihr Hausarzt verschrieb Krankengymnastik, die Physiotherapeutin riet zu Tai Chi – mit Erfolg. Anstelle der Schulterschmerzen gehört nun diese meditative Gymnastik seit drei Jahren zu ihrem täglichen Leben.

Jahrelang behinderten und quälten mich Schmerzen im rechten Schultergelenk sowie im rechten Arm. Ich konnte den Arm nicht nach hinten bewegen. Drehte ich ihn im Schlaf ungeschickt, war ich sofort hellwach vor Schmerzen. Als sie unerträglich wurden, ging ich endlich zum Arzt.

Weibliche und männliche Medizin ist nicht das gleiche

Der kleine Unterschied ist doch viel größer

Dipl. biol. Susanne Kudicke

Seit Jahrhunderten beschäftigt die Menschheit die Frage, warum Frauen und Männer so verschieden sind, aber die Medizin tat bis vor kurzem so, als würde sie diese Frage nichts angehen. Im letzten Jahrzehnt hat die Forschung allerdings gezeigt, daß Frauen und Männer sich nicht nur in ihren Organfunktionen von Grund auf unterscheiden, sondern auch Krankheiten und Kranksein unterschiedlich erleben.

Heiserkeit

Finden Sie Ihre Stimme wieder

Dr. med. Karl-Heinz Friese

Heiser sind wir sehr häufig, meistens verschwindet die Stimmstörung aber rela-tiv schnell wieder und hat banale Gründe, zum Beispiel eine Erkältung. Die Ursache liegt immer im Hauptorgan der Stimmbildung, dem Kehlkopf mit den Stimmbändern. Wenn diese anatomisch ver-ändert sind bzw. nicht richtig schwin-gen, wird die Stimme heiser. Gründe dafür gibt es viele, und es bestehen erhebliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Heilpflanzen bei Husten und Schnupfen

Gegen jede Erkältung ist ein Kraut gewachsen

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

In der kalten Jahreszeit machen sich – mitunter trotz gesunder Lebensweise – zum unpassendsten Zeitpunkt Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen, Mattigkeit und teilweise Fieber breit. In 95 Prozent aller Fälle werden diese Erkältungskrankheiten durch Viren verursacht. Antibiotika bleiben somit wirkungslos und verzögern im Gegenteil noch die Heilung. Pflanzliche Arzneimittel haben daher mit Abstand die Nase vorn: Sie wirken je nach Mittel abwehrstärkend, schleimlösend, hustenstillend oder entzündungslindernd, und dies weitgehend ohne Nebenwirkungen.

Wie wirkt das? Antidiabetika

Sulfonylharnstoffe

Dr. med. Volker Schmiedel

Naturheilkundlich orientierte Patienten stehen schulmedizinischen Arzneimitteln oft skeptisch gegenüber. Andere Kranke haben eher übersteigerte Erwartungen. Viele Vorurteile beruhen auf mangelnder Information. Um hier Klarheit zu schaffen, stellen wir in loser Folge die am häufigsten verordneten Arzneimittel vor. Diesmal:

Naturheilärztlicher Rat

Morbus Raynaud

Seit gut drei Jahren leide ich unter Morbus Raynaud. Meine Finger werden ab und zu wachsweiß und eiskalt. Dabei schmerzen sie sehr und lassen sich kaum noch bewegen. Besonders stark leide ich bei Kälte, selbst wenn ich Thermohandschuhe trage. Aber auch in gut beheizten Räumen oder im Hochsommer stellen sich die Probleme manchmal ein. Mein Arzt hat mir nun zu einem milden Blutdruckmittel – einem Calciumantagonisten – geraten, damit sich die Gefäße weit- stellen. Da mein Blutdruck mit 90/55 mm Hg schon recht niedrig ist, sehe ich in einer solchen Behandlung wenig Sinn. Können Sie mir einen anderen Behandlungsweg aufzeigen? Beim Morbus Raynaud handelt es sich um eine Verkrampfung der Gefäße. Dazu kommt es besonders bei Kälteeinwirkung. Morbus-Raynaud-Patienten sind daher sehr kälteempfindlich. Wichtig für eine wirkungsvolle Vorbeugung ist die gute Durchwärmung des Körpers. Bevor man bei kaltem Wetter aus dem Haus geht, kann ein ansteigendes Armbad sehr hilfreich sein. Dazu taucht man beide Unterarme in ein mit warmem Wasser gefülltes Waschbecken und läßt heißes Wasser dazu laufen, wodurch sich die Wassertemperatur langsam erhöht – je nach Erträglichkeit auf etwa 40 bis 42 Grad. Parallel dazu empfehle ich ansteigende Fußbäder, die sehr bequem auch in einer Schiele-Fußbadewanne, in der sich das Wasser thermostatgesteuert bis auf über 40 °C erwärmt, genommen werden können. Als Medikament zum Entkrampfen der Gefäße hat sich Magnesium in hoher Dosierung von täglich etwa 300 bis 600 Milligramm bewährt. Die geeignete Dosierung können Sie über den Stuhlgang regeln. Es sollte zunächst soviel Magnesium eingenommen werden, daß der Stuhlgang etwas dünner wird. Anschließend reduziert man die Dosis soweit, daß sich der Stuhlgang gerade noch formt. Ihr Arzt riet Ihnen zur Einnahme eines Calciumantagonisten als mildes Blutdruckmittel. Ein Calciumantagonist ist kein Gegenspieler des Calciums, sondern verhindert nur den raschen Einstrom von Calcium in die Muskelzelle. Dieser ist für die Muskelkontraktion erforderlich. Calciumantagonisten verhindern daher eine zu starke Tätigkeit der glatten Gefäßmuskulatur. Sie bewirken auf diese Weise eine Gefäßerweiterung und als Folge eine Blutdrucksenkung (wichtigste Indikation, s. auch Naturarzt 7/2004), aber auch eine verbesserte Durchblutung der Gefäße, was beim Morbus Raynaud erwünscht ist. Magnesium wird auch als natürlicher Calciumantagonist bezeichnet. Es wirkt an den Gefäßzellen ähnlich und eignet sich besonders bei einer Neigung zu Gefäßkrämpfen, ohne die Nebenwirkungen eines Blutdruckmittels zu besitzen. Magnesium senkt den Blutdruck nur sehr diskret. Sollten Sie mit diesen Maßnahmen nicht zurechtkommen, ist noch ein Therapieversuch mit hochdosiertem Vitamin B3 (Nicotinamid) gerechtfertigt. Vitamin B3 erweitert die Gefäße und sollte in der Dosis von täglich dreimal 200 Milligramm Nicotinsäureamid eingenommen werden, zum Beispiel dreimal eine Tablette Nicotinsäureamid 200 mg Jenapharm® oder Nicobion®, versuchsweise über einen Zeitraum von einem Monat. Wenn Sie auf diese Therapie ansprechen und die Beschwerden nach dem Absetzen wieder auftreten, ist gegebenenfalls auch an eine Dauertherapie zu denken. Die hier vorgestellten Fälle beruhen auf speziellen Leseranfragen. Die genannten ergänzenden Therapievorschläge können nur allgemeinen Charakter haben. Der "Naturheilärztliche Rat" ersetzt nicht Untersuchung, Anamnese und Therapie durch einen naturheilkundlich tätigen Arzt. n
Wie geopathische Belastungen uns schaden können

Von Wasseradern und Benkerstreifen

Lutz Stark

„Erdstrahlen“ sind ein umstrittenes Thema, nicht nur in der Naturheilkunde. Etliche Menschen sind fest davon überzeugt, daß diese Reizzonen – gemeint sind „Wasseradern“ und ähnliche unsichtbare Phänomene – höchst gefährlich seien. Infektanfälligkeit, Wirbelsäulenprobleme, Unfruchtbarkeit, Depressionen und selbst Krebs: Es gibt fast kein Gesundheitsproblem, das nicht darauf zurückgeführt wird. Andere Menschen belächeln derartige Behauptungen und tun sie als esoterische Spinnerei ab. Was ist wirklich dran an den sogenannten Erdstrahlen?

Akute und chronische Leukämien

Der weiße Blutkrebs hat viele Gesichter

Dr. med. Rainer Matejka

Bei der Leukämie handelt es sich um eine Krebserkrankung der Blutzellen, bei der sich meist die weißen Blutkörperchen auf Kosten der anderen Blutbestandteile ungebremst vermehren. Als Folge treten Müdigkeit, Blässe und Herzklopfen sowie eine erhöhte Infekt- und Blutungsneigung auf. Jährlich erkranken etwa 11.800 Menschen in Deutschland an Leukämie, davon sind 600 Kinder. Es gibt verschiedene Formen der Leukämie, die nicht alle gleichermaßen bösartig sind. Dr. Rainer Matejka erläutert die Unterschiede.

Hypnosetherapie

Schmerz und Streß einfach vergessen

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Mit dem Begriff „Hypnose“ verbinden viele Menschen immer noch den Verlust der Selbstkontrolle und das Ausführen von Befehlen, wie es früher gerne in Unterhaltungsshows gezeigt wurde. Tatsächlich engt die therapeutische Hypnose unsere Aufmerksamkeit jedoch nur so weit ein, daß wir Anspannung, Unruhe oder Schmerzen „einfach vergessen“ können. Neue Kreativität und Vorstellungskraft werden freigelegt und die Konzentration gesteigert. Ideen und Lösungsansätze werden hervorgebracht. Viele Menschen wenden, ohne es zu wissen, die Selbsthypnose an – im negativen wie im positiven Sinne.

Blutwurz

Bittere Wurzel heilt Durchfall und Entzündung

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Die Pest wurde durch die Pflanze nicht gestoppt, wie man im 14. Jahrhundert gehofft hatte. Doch die Blutwurz (Tormentill, Aufrechtes Fingerkraut) bringt Entzündungen des Rachens und anderer Haut- und Schleimhautbereiche zuverlässig zum Abheilen und wurde durch ihren sehr hohen Gerbstoffgehalt zur wichtigsten Heilpflanze gegen Durchfälle. Der historische Heilspruch „Eßt Tormentill und Bibernell, so sterbts‘ net so schnell“ aus der Zeit der Durchfall-Epidemien („Ruhr“) war durchaus berechtigt.

Fenchel

Knackige Knolle als Gemüse und Salat

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Der Fenchel (Foeniculum vulgare) stammt aus der Familie der Doldengewächse, der auch Anis, Dill und Kümmel angehören. Der Gemüsefenchel, der in Afrika, Frankreich, Italien, im Orient und in Spanien ganzjährig angebaut wird, wurde aus dem wildwachsenden Gewürzfenchel gezüchtet. Bei uns wird Fenchel vorwiegend zwischen Herbst und Frühling angeboten und bereichert somit als vitaminreiches Wintergemüse unseren Speiseplan.

Fit und gesund mit Sauerkraut

Kräftiger Besen für Magen und Darm

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Die Deutschen haben nicht zu Unrecht bei ihren Nachbarn den Spitznamen „Krauts“ – sie sind tatsächlich die Weltmeister im Sauerkraut-essen! Dieses milchsauer vergorene Gemüse ist jedoch keine heimische Erfindung. Vor über 6000 Jahren bereiteten die Chinesen bereits Sauerkraut zu. Das Wissen über die Haltbarmachung von Gemüse durch milchsaures Einlegen reicht vermutlich bis in die Jäger- und Sammlerzeit zurück.

Bewußt ernähren

Mit guter Planung gelingt jedes Menü

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Wenn man für Freunde, Familie oder zu einem offiziellen Anlaß ein Menü zusammenstellen oder auch selbst zubereiten will, sollte man sich vorher ein paar Gedanken machen – und zwar nicht nur über die Auswahl der Gerichte. Was bei der Menüzusammenstellung besonders zu beachten ist, verrät Ihnen der Autor unserer monatlichen Küchenseiten.

Aus der ärztlichen Praxis

Neuraltherapie beseitigt Kloßgefühl im Hals

Lutz-Michael Schäfer, HNO-Arzt

Das Leben der etwa vierzigjährigen Patientin war bislang in geraden Bahnen ohne nennenswerte Erkrankungen verlaufen. Seit einigen Monaten quälte nun Frau Baumann (Name geändert) ein ständiges und nicht sicher zu diagnostizierendes Kloßgefühl im Hals (medizinisch Globus, manchmal auch „Globus hystericus“ genannt).

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