Norsan
Wege aus dem seelischen Tief

Altersdepressionen sind kein Schicksal

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Wer bin ich schon? Wozu tauge ich noch? Was darf ich erwarten? Wenn ältere Menschen sich diese existentiellen Fragen stellen und der Lebensabend von Vereinsamung oder schmerzlichen Verlusten geprägt ist, dann hat sie sich unbemerkt eingeschlichen – die Altersdepression. Die besondere Problematik: viele ältere Menschen werden mit ihren depressiven Störungen nicht ernst genommen. Denn Altersdepressionen sind oft atypisch – jedoch in aller Regel heilbar.

Expektorantien (Hustenlöser)

Dr. med. Volker Schmiedel

Der Name Expektorantien leitet sich vom lateinischen „ex pectus“ ab – also aus der Brust heraus. Darunter verstehen wir Mittel, die festsitzenden Schleim in den Bronchien lösen, so daß er besser abgehustet werden kann. Im Gegensatz dazu stehen die Antitussiva, die eigentlichen Hustenmittel. Diese lindern und unterdrücken den Hustenreiz (z. B. Codein). Neben zahlreichen pflanzlichen Mitteln, wie Efeu, Eukalyptus oder Thymian werden chemische Substanzen wie Acetylcystein, Carbocystein sowie Bromhexin und Ambroxol zur Förderung des Auswurfs eingesetzt. Im folgenden soll Ambroxol … weiterlesen

10 Tips, die nicht jeder kennt

So machen Sie Ihre Abwehrwinterfest

Dr. med. Rainer Matejka

Der Herbstbeginn fordert unseren Organismus heraus, Wetterumschwünge machen uns zu schaffen, und wieder einmal fragen sich viele: „Wie kann ich mich vor Erkältungen schützen?“ und meinen damit: „Was soll ich einnehmen?“ – Die Antwort vieler Ärzte und Apotheker lautet: „Ganz einfach: Echinacea, Zink und Vitamin C“. Doch es gibt andere, sicher ebenso effektive und teilweise kostenfreie Maßnahmen zur Vorbeugung und Selbsthilfe.

Psychosomatik in der Diskussion

„Kurze Klinik-Aufenthalte bringen gute Ergebnisse“

Naturarzt-Interview mit Dr. med. Christian P. Dogs

Kaum einer bestreitet heute, daß Seele (Psyche) und Körper (Soma) zusammenhängen. Doch die Disziplin der Psychosomatik ist sehr wohl umstritten. Dies mag mit der in vielen Kliniken praktizierten Art von Psychosomatik zu tun haben. Deutschland verfügt zwar über mehr psychosomatische Krankenhausbetten als der Rest der Welt (zusammengenommen!) – die Therapieerfolge sind dagegen häufig eher bescheiden. Chefredakteur Dr. med. Rainer Matejka befragte dazu Dr. med. Christian Peter Dogs, ärztlicher Direktor einer Klinik für Psycho- somatik, Psychotherapeutische Medizin und Naturheilverfahren.

Aufmerksamkeitsschwache und hyperaktive Kinder

Zappelphilipp: weder genial noch gestört, aber hilfsbedürftig

Dr. med. Rainer Schmidt-Fuchs

In den letzten Jahren sind das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) und die Hyperkinetische Störung (HKS) verstärkt in das Blickfeld der Mediziner und Psychiater, aber auch der betroffenen Familien gerückt. Die griffigen Diagnosen weckten Hoffnungen auf eine erfolgreiche Behandlung von Kindern mit zu kurzen Aufmerksamkeitsspannen. Doch diese Entwicklung löste viele emotional geführte Diskussionen aus: Zeigen die betroffenen Kinder vielleicht nur eine „Verhaltensauffälligkeit“? Sind es verkannte Genies oder gehört ihr Verhalten noch in die Bandbreite des Normalen? Müssen wir diese Kinder überhaupt therapieren oder … weiterlesen

Wildfrüchte des Herbstes

Erkältungen vorbeugen mit wilden Früchten

Brigitte Walde-Frankenberger

Wenn die Tage spürbar kürzer werden, beginnt die Hoch-Zeit der Wildfrüchte. Brombeere, Schlehe, Holzapfel, Holunder und Hagebutte wachsen dann im Überfluß in freier Natur und bieten einen unübertroffenen Vitamin-C-Reichtum. Das Sammeln wirkt nicht nur auf die Seele gut, sondern ist auch Grundlage ganz besonderer Speisen, Säfte und Heilmittel.

Schnarchen kann gefährlich sein

Bei Müdigkeit und Erschöpfung an Schlafapnoe denken!

Dr. med. Volker Brauner

Beim Schnarchen vibriert der gesamte Rachenraum. Wer stark schnarcht, läuft Gefahr, daß die Schlundmuskulatur vollständig erschlafft und in sich zusammenfällt. Dann ist der Rachen verschlossen und Atmen wird unmöglich. Mediziner nennen dies eine „obstruktive Apnoe“, zu deutsch: ein Atemaussetzer durch Enge im Rachen. Das Problem ist keineswegs harmlos, Herz und Kreislauf können Schaden nehmen. Oft ist die Apnoe Ursache von Müdigkeit, Leistungsabfall, auch von Depressionen. Und dennoch wird sie bei der Diagnostik dieser Beschwerden häufig „vergessen“.

Wunden und Blessuren im Alltag

Hausmittel bei kleinen Verletzungen

Dr. med. Burkhard Flechsig

Wer kennt das nicht: Freunde sind zum Essen eingeladen, man beeilt sich bei den Vorbereitungen – und schon hat man sich geschnitten. Blut tropft aus dem Finger. Meist muß man bei solchen Bagatellverletzungen nicht gleich die Krankenhausambulanz aufsuchen, sondern kann sich mit einigen Hausmitteln selbst helfen.

Weintrauben

Süße und entschlackende Beeren

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Der Weinstock (Vitus vinifera) gehört zur Familie der Rebengewächse. Vermutlich hat sich die heutige Kulturrebe aus einer Wildart entwickelt, die in den Kaukasusländern angesiedelt war. Heute werden Weintrauben in den gemäßigten Zonen bis in die Subtropen auf allen Erdteilen angebaut. Von der Gesamtproduktion werden gut 80 Prozent zu Wein gekeltert, 15 Prozent frisch verzehrt und der Rest zu Rosinen getrocknet. Aus den Kernen wird das edle, hocherhitzbare Traubenkernöl gepreßt.

Trotz Streß im Beruf gesund essen

Dipl. oec. troph. Ursula Lenz

Geschafft – ein Arbeitstag ist zu Ende! Jetzt die Beine hochlegen und sich bedienen lassen, das wünschen sich viele nach einem anstrengenden Tag. Doch der Magen knurrt, und auch der Partner oder andere Familienmitglieder freuen sich auf ein Essen. Da stellt sich die tägliche Frage: „Was koche ich auf die Schnelle?“

Homöopathie und Biochemie halfen bei Augenleiden

Peter Emmrich, Arzt

In einer hausärztlichen Praxis gibt es für den Praktiker oftmals Berührungen mit fachfremden Beschwerdebildern. So hatte ich die Begegnung mit dem 72jährigen Rentner Heinz M., welcher beim Autofahren häufig glaubte, die Windschutzscheibe sei schmutzig. Auch nach Reinigung derselben war sein „Blick“ nicht besser. Besonders nachts bei entgegenkommenden Fahrzeugen war es besonders schlimm, denn die Scheinwerfer blendeten sehr, weil die getrübte Linse das Licht unregelmäßig streut. In diesem Fall handelt es sich um den grauen Star, den Altersstar.

Zähneziehen war das A und O bei der Ausheilung

Ein Brennen in der Brust, Unverträglichkeit von Fettem und Süßem, Würgereiz, Magen- und Darmkrämpfe erschöpften die Lebenskraft von Rolf Mast. Zusehends magerte er ab. Die Diagnose im Krankenhaus: „verschleppter Virusinfekt“. Ein Heilpraktiker endeckte Probleme mit der Bauchspeicheldrüse. Doch letztlich half der Zahnarzt.

Wenn das Sehvermögen nachläßt

Makuladegeneration rechtzeitig erkennen

Dr. med. Reinhard Küstermann

Schäden mikroskopisch kleiner Strukturen verursachen bei immer mehr Menschen über 50 Jahren und jedem dritten 80jährigen eine zentrale Netzhautzerstörung (Makuladegeneration), die zu einer erheblichen Verschlechterung des Sehvermögens führen kann. In den Industrienationen ist die altersbezogene Makuladegeneration (AMD) bereits für ein Drittel der gesetzlich anerkannten Erblindungen verantwortlich. Lebensführung, rechtzeitige Diagnose und eine Kombination verschiedener Therapien entscheiden über den weiteren Erkrankungsverlauf.

Den eigenen Rhythmus beim Atmen finden

Helge Langguth, Heilpraktiker

Wir können ohne Nahrung mehrere Wochen überleben und ohne Flüssigkeit immerhin einige Tage – ohne zu atmen dagegen nur wenige Minuten. Doch die Atmung versorgt uns nicht nur mit Sauerstoff, sie beeinflußt auch maßgeblich unseren Lebensrhythmus und unser Lebensgefühl. Mit dem „richtigen“ Atmen haben sich viele Kulturen beschäftigt. In unserer technisch dominierten Welt existiert teilweise eine sehr einfache Vorstellung vom Atmen: Zu jeder Krankheit und jeder Beschwerde soll es eine passende Übung geben. Prof. Ilse Middendorf hat mit ihrer Atemtherapie … weiterlesen

Naturheilärztlicher Rat

Myom

Dr. med. Elke Tuschen-Bürger

Schon vor einigen Jahren wurde bei mir ein 2,5 cm kleines Myom in der Gebärmutter entdeckt. Ich litt immer wieder unter leichten Zwischenblutungen bei sonst regelmäßigem Zyklus. Nun kam es vor zwei Monaten zu einer starken, schmerzhaften Blutung. Mein Frauenarzt entdeckte, daß sich das Myom auf 4,5 cm vergrößert hatte. Ich bin noch nicht in den Wechseljahren. Seit 25 Jahren leide ich an einem Typ-1-Diabetes und spritze täglich Insulin. Vor 16 Jahren wurde meine Schilddrüse entfernt, so daß ich jeden … weiterlesen

Akne: Schonen Sie Ihre Haut

Dr. med. Ella Stancu

Die gewöhnliche Akne zählt bei Jugendlichen zu den häufigsten Hautkrankheiten. Sie entsteht aufgrund der hormonellen Umstellung während dieser Zeit. Ist dieser Prozeß vorbei, meist um das 25. Lebensjahr, verschwindet in der Regel auch die Akne von allein. Dennoch ist die Akne eine behandlungsbedürftige Hauterkrankung, die unbedingt in die Hände einer Fachkraft gehört.

Bierhefe

Vitaminschub aus den Tiefen des Braukessels

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Nachdem das Bier mit Malz und Hopfen gekocht, zur Gärung gebracht und gefiltert wurde, bleibt die Bierhefe in einer dunklen Masse zurück. Sie zählt zu den vitalstoffreichsten Lebensmitteln überhaupt und wird daher seit Jahrhunderten als Heilmittel gegen chronische Krankheiten verwendet. Das „Abfallprodukt“ mit dem nützlichen Pilz wird in alkoholfreier Form flüssig, als Flocken und Tabletten angeboten und sorgt bei Mangel oder Belastung für einen gesunden Stoffwechsel, nicht zuletzt durch eine ganze Palette an B-Vitaminen.

Finden Sie den richtigen Kurort!

Dr. med. Rainer Matejka

Das klassische Kurwesen, welches vor allem in den 80er und zu Beginn der 90er Jahre einen Höhepunkt erlebte, geriet in der Folgezeit ein wenig in Verruf. Es stand teilweise unter dem Verdacht, weitgehend gesunde Menschen würden sich einen kostenlosen Urlaub zu Lasten der Solidargemeinschaft gönnen. Zwar traf diese Unterstellung in vielen Fällen sogar zu. Gleichwohl hat auch in der heutigen Zeit die richtig angewandte und durchgeführte Kur – als Vorsorgemaßnahme oder zur Rehabilitation – durchaus ihren Sinn. Und das unabhängig … weiterlesen

Vorbeugung ist die bessere Medizin

Prävention – immer auf der Tagesordnung

Dr. rer. nat. Wiebke Rögener-Schwarz

Daß Vorbeugen besser ist als Heilen, kann als Binsenwahrheit gelten. Und doch erregten Präventionsprogramme der Krankenkassen vor einigen Jahren den Unmut der Gesundheitspolitiker. Allzu vieles schmückte sich ungeprüft mit diesem Schlagwort, und mit „Bauchtanz auf Krankenschein“ wollten die Kassen nur Kunden ködern, mutmaßte einst CSU- Gesundheitsminister Horst Seehofer. Und so wurden unter dem Protest vieler Experten die meisten Präventionsangebote der Krankenkassen 1996 ersatzlos gestrichen. Inzwischen steht Vorbeugung – zumindest verbal – wieder im Zentrum der Gesundheitspolitik.

Triglyceride – der heimliche Risikofaktor

Blutfette ohne Chemie in den Griff bekommen

Dr. med. Volker Schmiedel

Alle Welt spricht vom Cholesterin. Der Risikofaktor „Triglyceride“ wird dabei leicht vergessen. Triglyceride sind die eigentlichen Blutfette. Wir brauchen sie, da einige Fettsäuren genauso wie Vitamine lebensnotwendig sind. Zuviel davon kann aber auch schädlich sein.

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