Eine vollwertige Diät

Übergewicht: Wirkt Trennkost Wunder?

Ursula Summ

Vor mehr als 20 Jahren suchte Ursula Summ verzweifelt nach einer Diät gegen ihr extremes Übergewicht – und fand sie. Mit der Hayschen Trennkost nahm sie innerhalb eines Jahres um 30 Pfund ab. Aber auch ihre rheumatischen Schmerzen, Gicht, offene Hautallergie an den Händen und im Gesicht verschwanden, und ihre entzündete Bauchspeicheldrüse rebellierte nicht mehr. Heute ist sie Deutschlands Kochbuch-Autorin mit der höchsten Auflage. Für den Naturarzt schreibt sie, wie Trennkost funktioniert und warum sie so gesund ist.

Das Reibesitzbad nach Kuhne

Mit kaltem Wasser die Verdauung anregen und Entzündungen ableiten

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

„Wenn die Lebenskraft im Körper überhaupt wieder gehoben werden soll, so kann das nur durch ein Mittel geschehen, das die Verdauung bessert. Das sind aber neben naturgemäßer Kost die ableitenden Bäder.“ So die Worte von Louis Kuhne (1835-1901). Das Reibesitzbad ist ein wesentliches Element seines Heilsystems. Es wird zwar mittlerweile nur noch selten angewandt, aber die Wiederentdeckung lohnt – nicht nur bei Verdauungsproblemen dürfte es ein Versuch wert sein.

Pu-Erh, Lapacho und Roiboosh-Tee

Die Exoten kommen

Dipl. oec. troph. Ulrike Berges

Die Zeiten, als von einem Tee lediglich erwartet wurde, daß er schmeckt, sind endgültig vorbei. Heute muß ein Tee schon mindestens zur „Wellness“ beitragen, um die Teetasse zu erobern. So mancher Tee soll sogar noch viel mehr können: schlank machen, die ewige Jugend zurückholen, Falten glätten, gegen Akne-Pickel oder zu hohen Cholesterinspiegel helfen. Immer mehr verschiedene exotische Teesorten werben um die Gunst unserer Gaumen. Die drei „roten Exoten“ Pu-Erh, Lapacho und Roiboosh-Tee nehmen wir hier genauer unter die Lupe.

Wolle, Seide und Baumwolle

Natürliche Kleidung – Schutz für die Haut

Anne Biwer

Billigtextilien haben ihren Preis: menschenunwürdige Arbeitsbedingungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter, langfristige Belastung des Bodens mit Pestiziden, mögliche gesundheitliche Folgen für den Endverbraucher. Ein Kleidungsstück aus Naturfaser hat auch seinen Preis, ist aber keine Wegwerfmode. Wolle, Seide, Kamelhaar, Baumwolle: Anne Biwer beschreibt den Stoff, aus dem natürliche Kleider sind. Und sie sagt, woran der Käufer eine gute Qualität erkennt.

Die neuen Risiken unserer Ernährung

Was die Industrie uns auftischt

Volker Angres

Viele Menschen, die unter diffusen Beschwerden leiden – zum Beispiel Müdigkeit, Unkonzentriertheit oder Verdauungsstörungen – kommen nicht auf die Idee, daß ihre Probleme mit der Nahrung zu tun haben könnten, genauer gesagt: mit dem Geschmack ihrer industriell hergestellten Lebensmittel. Aromastoffe – und andere Zusatzstoffe – können richtig krank machen. Aber das ist nicht die einzige Gefahr, die droht, wenn wir uns der Diktatur des Geschmacks und den Plänen der Lebensmittelindustrie unterwerfen.

Wirrwarr um Nahrungsergänzungsmittel

Hans Heinrich Jörgensen

Warum darf eine englische Vitaminkapsel hierzulande gehandelt werden, eine gleiche aus Deutschland stammend nicht? Warum darf ein Mittel für Gesundheit, aber nicht gegen Krankheiten werben? Beim Thema Nahrungsergänzungsmittel scheiden sich die Gesetzgeber vor allem an der Frage: Arznei- oder Lebensmittel? Hersteller und Konsumenten sind gleichermaßen verwirrt. Um im Dickicht gesetzlicher Regelungen und werbewirksamer Versprechungen durchzublicken, empfiehlt der Autor Verbrauchern vor allem zweierlei: Produkte kritisch zu prüfen und den Geldbeutel nicht zu schnell zu öffnen.

Tinnitus-Therapie

Retraining vertreibt das Ohrgeräusch

Lutz-Michael Schäfer

Als Tinnitus bezeichnet man alle Formen von Ohrgeräuschen, die ein Mensch hört, ohne daß ein äußeres Schallsignal vorliegt. Man kann ohne Übertreibung sagen, daß es sich dabei mittlerweile um ein Volksleiden handelt: Rund jeder siebte Erwachsene in Deutschland kennt das Problem. Die Suche nach Pillen blieb ohne Erfolg. Doch durch Gewöhnung kann das störende Ohrgeräusch „verschwinden“. Behandlungskonzepte, die auf dieser Erfahrung beruhen, werden unter dem englischen Begriff „Retraining-Therapie“ zusammengefaßt.

Wechseljahre

Alternativen zur Hormontherapie

Dr. med. Volker Schmiedel

Die Hormonersatztherapie (HET) für Frauen in und nach den Wechseljahren ist in Verruf gekommen, weil sie das Auftreten von Erkrankungen wie Brustkrebs oder Herzinfarkt offenbar eher begünstigt als verhindert (siehe dazu den ersten Teil dieses Beitrags im Novemberheft). Eine solche risikobehaftete Therapie wird überflüssig, wenn es mit naturheilkundlichen Methoden gelingt, die Beschwerden auf ein erträgliches Maß zu lindern.

Diagnose Krebs

Den eigenen Weg finden und ihn dann auch gehen

Dr. med. György Irmey

Der Kampf gegen den Krebs wird nicht nur mit Medikamenten entschieden. Die psychische Stabilität der Betroffenen – Patienten und Angehörige – gehört zu den wesentlichen Faktoren der Heilung. Einige psychologische Verfahren haben sich bewährt: Visualisieren, Farbatmung, NLP und andere. Prinzipiell kann jeder sie erlernen. Lernen müssen die Betroffenen dabei auch, auf ihre eigene Stimme zu hören und ihren eigenen Weg zu gehen.

Schnarchen – Wege zur stillen Nacht

Dr. rer. nat. Peter Spork

Schnarchen kann jeder: leicht den Mund öffnen, Zunge nach hinten nehmen, Rachenmuskulatur entspannen und stetig einatmen. Sofort erzeugen Gaumensegel und Rachenwand das typische Geräusch, mit dem schon Kinder anderen vorgaukeln wollen, sie würden tief und fest schlafen. Doch Schnarchen ist weitaus mehr als ein akustisches Schlummer-Symbol: Es ist Schlafstörung, Lärmbelästigung und Gesundheitsgefahr in einem.

Atemübungen für Gesunde und Kranke

Lernen Sie, Ihren Atem zu regulieren

Petra Kirchner, Physiotherapeutin

„Richtig atmen“ – gibt es das überhaupt? Der Körper regelt doch je nach Gesundheitszustand das Atemmuster selbst. Andererseits kennen wir auch schlechte Angewohnheiten, wenn wir zum Beispiel unter Streß die Luft anhalten („Pressen“), was Lunge und Herz-Kreislauf-System schädigen kann. Oder wenn wir den Bauch beim Einatmen einziehen. Viele merken es nicht einmal. Daher beginnt das „richtige Atmen“ mit einer besseren Wahrnehmung

Dickdarmkrebs mit Ernährung vorbeugen

Dr. med. Petra Bracht

Für viele Krebsarten ist inzwischen ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Tumorentstehung nachgewiesen, besonders deutlich für den Dickdarmkrebs. Er gehört zu den häufigsten Krebsarten in modernen westlichen Industriegesellschaften. Umgekehrt heißt das: Mit gesunder Ernährung kann effektiv vorgebeugt werden. Lesen Sie, worauf Sie besonders achten müssen.

Grüner Star: Meist geht’s nicht ohne Tropfen

Dr. med. Reinhard Küstermann

Beim „grauen Star“ (medizinisch: die Katarakt) trübt sich die Linse, aber was passiert eigentlich beim „grünen Star“ (Glaukom)? Landläufig setzt man ihn mit erhöhtem Augeninnendruck gleich, was nicht ganz richtig ist. Die Krankheit wird vielfach unterschätzt: Sie gehört zu den häufigsten Ursachen von Erblindung.

Schlaganfall: Restlähmung mit Naturheilmitteln bekämpft

Dr. med. Bernd Döring

Der rüstige 62jährige Herr Zander (Name geändert) war leicht übergewichtig. Er fühlte sich nie richtig krank, obwohl er unter Bluthochdruck litt, der medikamentös behandelt wurde. Auch seine Cholesterinwerte waren deutlich erhöht. Den flüchtigen wiederkehrenden Taubheitsgefühlen in der rechten Körperhälfte, die ihn während der vergangenen Monate immer wieder überfielen, schenkte er leider wenig Beachtung. Er erkannte darin nicht die Vorboten eines drohenden Schlaganfalls. Der traf ihn wirklich wie ein „Schlag“ in den späten Nachmittagsstunden des 1. Juli 2001.

Bauchschmerzen und Dauerhusten über Darm geheilt

Ellen Haas (Name geändert)

Ellen Haas (Name geändert) konnte ihren Unterricht oft nur mühsam zu Ende bringen. Ihre schlimmen Bauchschmerzen und der quälende Reizhusten hingen mit ihren Darmentzündungen zusammen. Acht Jahre lang nahm sie ununterbrochen Cortison und Entzündungshemmer. Hilfe brachte schließlich die Stärkung Ihres Immunsystems.

Blähungen? Schon an die Galle gedacht?

Dr. med. Volker Schmiedel

Die Galle bezeichnet nicht jene Blase unterhalb der Leber, sondern die Flüssigkeit darin. Für die Verdauungsarbeit im Darm ist sie unentbehrlich. Wer „zuviel Galle hat“ (im übertragenen Sinn), gilt als Choleriker. Aber was passiert, wenn wir zu wenig davon produzieren? Häufig quälen die Betroffenen heftige Blähungen. Lesen Sie, was sonst noch passieren kann, wenn zu wenig Galle gebildet wird, wie Sie und der Arzt dies erkennen, und was die Naturheilkunde an erfolgreichen Verfahren bietet.

Wie funktioniert unsere Atmung?

Dr. med. Volker Brauner

Die Lunge versorgt den Körper mit Sauerstoff. Aber sie schützt uns auch vor schädlichen Einflüssen der Umgebungsluft. Und sie kann uns seelische Prozesse ins Bewußtsein bringen: Der Atmungsvorgang stellt eine Schnittstelle zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein dar. Die Atmung schwingt mit dem Auf und Nieder des menschlichen Gefühls mit. Anders als Herz, Niere und andere Organe ist die Atmung der willentlichen Beeinflussung zugänglich. Aber wie funktioniert sie?

Chronische Bronchitis

Wie Sie den gefährlichen Dauerhusten vertreiben

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

„Wer lange hustet, lebt lange.“ Wahr ist an diesem unsinnigen Slogan nur soviel: Viele haben sich an ihren Dauerhusten so gewöhnt, daß sie ihn für den Normalzustand halten und ignorieren. Das kann gefährlich sein, denn er ist das Leitsymptom für eine chronische Bronchitis. Und diese zählt zu den wichtigsten Ursachen von Frühinvalidität. Dabei läßt sie sich gut in den Griff bekommen. Die richtige Therapie beruht vor allem auf nicht-medikamentösen Maßnahmen.

Leben mit Parkinson

„Wie eine Kaffeetasse, die einen Sprung hat“

Annette Vorpahl

Parkinson? Ist das ansteckend? Gudrun Schwab kennt alle Vorbehalte gegenüber der Krankheit. Sie teilt das Schicksal der Betroffenen: Weil die Symptome für jedermann sichtbar sind – durch körperliches Zittern, schwankenden Gang, leise Sprache – wird sie immer wieder darauf angesprochen. „Verkriechen oder kämpfen?“ Diese Frage hat die heute 60jährige längst für sich entschieden. Sie setzte die für Parkinson beste Therapie konsequent in die Tat um. Und das bewahrte sie bis heute vor dem Rollstuhl. Immerhin seit mehr als 20 Jahren…

Spinat

Der fleischige Blattgenuß

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Der Spinat (Spinacia oleracea) zählt zu den Gänsefußgewächsen. Vermutlich stammt er aus dem Orient und gelangte im Mittelalter nach Deutschland. Je nach Mundart nennt man ihn auch Baenet, Binatsch, Binetsch, Spennat oder Spinez. Spinat wird für die Herbsternte im Spätsommer ausgesät und steht ab Oktober bis in den beginnenden Winter hinein frisch zur Verfügung. Durch seine Unempfindlichkeit gegenüber Kälte kann er im März bereits wieder ausgesät und ab Mai geerntet werden.

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