Schluß mit dem Fleisch-Mythos!

So ißt Mann gesund

Prof. Dr. rer. nat. Claus Leitzmann

Beim „starken Geschlecht“ dominiert nach wie vor der Mythos Fleisch: Auf die Frage, welche Speisen zu ihren Lieblingsgerichten zählen, nennen Männer bei 19 von 20 Gerichten solche mit Fleisch. Frauen bevorzugen dagegen eher vegetarische Speisen – und tendieren insgesamt zu einer gesünderen Ernährung. Doch auf den Tisch kommt in der Regel, was der Mann sich wünscht, mitunter zum Nachteil für die Gesundheit der ganzen Familie.

Heilpflanzen bei Männerleiden

Wenn der Strahl schwächer wird …

Dr. med. Dr. rer. nat. Bernhard Uehleke

Die Prostata umschließt unterhalb der Blase als walnußgroße Drüse die Harnröhre des Mannes. Diese anatomische Struktur erklärt, warum sich Prostataprobleme häufig als Beschwerden beim Wasserlassen äußern: Wächst die Drüse, wird die Harnröhre eingeengt. Verschiedene Heilpflanzen haben sich zumindest bei den einfachen Fällen bewährt.

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. med. Karin Kraft

Mehr Naturheilkunde im Medizinstudium?

Prof. Dr. med. Karin Kraft

Die Universität Exeter (England) veranstaltet regelmäßig eine der bedeutendsten Konferenzen zur Komplementärmedizin – siehe unser Interview mit dem Lehrstuhlinhaber Edzard Ernst in der Ausgabe 10/2002. Am Rande des jüngsten Symposiums Ende vergangenen Jahres traf Naturarzt-Chefredakteur Dr. med. Rainer Matejka Frau Prof. Dr. Karin Kraft, die auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Universität Rostock berufen wurde. Sie sprachen über die Bedeutung der Naturheilkunde im Medizinstudium an deutschen Universitäten.

Enzyme: Heilmittel aus Ananas und Pankreas

Dr. med. Rudolf Inderst

Enzyme sind „Biokatalysatoren“, die im Organismus biochemische Reaktionen ermöglichen oder beschleunigen. Von den Tausenden unterschiedlichen Enzymen nutzt die Schulmedizin einige im Körper vorkommende vor allem zu diagnostischen Zwecken, zum Beispiel wenn sie die „Leberwerte“ bestimmt und daraus Rückschlüsse zieht. Doch in den vergangenen 100 Jahren haben medizinische Pioniere entdeckt, daß Enzyme, die aus Pflanzen und aus tierischen Organen gewonnen werden, auch Heilmittel für den Menschen sein können.

Sanfte Mittel bei Schmerzen

Schmerz lass nach!

Dr. med. Franz-Anselm Graf von Ingelheim

Schmerz ist eigentlich ein sinnvolles biologisches Signal: er warnt und schützt uns. Leider trifft dies für die meisten länger andauernden, aber auch wiederkehrenden Schmerzen nicht zu. Also versucht man, die Schmerzen zu unterdrücken – der Schmerzmittelkonsum nimmt zu. Nebenwirkungen werden oft unwissentlich in Kauf genommen. Pflanzliche und homöopathische Mittel bieten eine Alternative, sie müssen jedoch gut gewählt sein. Schmerz entsteht ursprünglich im Körpergewebe.

Ausleitungsverfahren bei Rheuma

Lieber Blutegel oder Kantharidenpflaster als eine Operation

Norbert Haberhauer

Von Schmerz und Bewegungseinschränkung geplagte Rheumapatienten suchen nicht selten einen naturheilkundlichen Therapeuten auf, teils weil die Maßnahmen der Schulmedizin nur kurzfristig greifen, teils weil die Betroffenen Angst vor eventuellen operativen Eingriffen haben. Zwar handelt es sich dann oft schon um fortgeschrittene Stadien, die es den Therapeuten nicht leicht machen. Doch es gibt auch in solch schwierigen Fällen noch Aussicht auf Hilfe durch klassische „Ausleitungsverfahren“.

Aufstrich mit Schafstopfen und Walnüssen

Zutaten für 4 Portionen: 250 g Schafstopfen (Quark) oder milder Schafskäse   4 EL kaltgepreßtes Olivenöl eine Handvoll frischer Brunnen- oder Gartenkresse   1 EL grobgehackte Walnüsse Meersalz, Pfeffer aus der Mühle Zubereitung: Schafstopfen und Olivenöl mit Hilfe einer Gabel in einer Schüssel zerdrücken. Falls der Aufstrich zu dick ist, etwas Milch oder Wasser untermischen. Kresse und Nüsse unterrühren und gut abschmecken. Tip: Bei wilder Kresse ist es empfehlenswert, nur die Blätter und nicht die Stiele zu verwenden

Drei Wege zur Gemüse-Apotheke

Christoph Wagner

„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“ Fast 2500 Jahre ist er alt, der Rat des Hippokrates. Befolgt wird er schon lange nicht mehr. Zwar entdeckt die Wissenschaft seit einigen Jahren die medizinische Wirkung von Gemüse ganz neu. Doch man braucht keine Phantasie, um sich vorzustellen, worauf das hinauslaufen wird: „Eure Heilmittel sollen die neuen Nahrungsergänzungsmittel sein.“ Brokkoli & Co in Pillenform, natürlich 100fach konzentriert. Der Naturarzt hält dagegen und lädt dazu ein, die eigene … weiterlesen

Gichtanfall

Plötzlich schmerzt der Zeh

Dr. med. Rainer Matejka

Ursache eines Gichtanfalles ist die Ablagerung von Harnsäurekristallen im Gelenk. Der Harnsäurespiegel im Blut gilt bei Männern als normal, wenn er unter sieben Milligramm pro Deziliter liegt, bei Frauen unter 5,7. Erhöhte Werte führen nicht unbedingt zu Beschwerden. Andererseits können selbst bei normalen Werten Gichtanfälle auftreten. Wird allerdings bei einer Laboruntersuchung ein zu hoher Wert festgestellt, sollte das ein Warnsignal sein, endlich seine Ernährungsgewohnheiten zu ändern.

Bewusstsein

Zwischen Technik und Natur

Astrid Meyer

Nicht allein Bevölkerungs- und Verkehrsdichte sind die Gründe für die lauter gewordene Welt, auch durch die Technik veränderte Gewohnheiten und Lebensweisen zählen dazu. Briefliche Mitteilungen sind den gesprochenen gewichen, Lesen wird im Vergleich zu fertiger Unterhaltung kleingeschrieben. Zeiten, in denen nicht gesprochen wird, werden immer seltener, neigen zum Verdacht geistiger Leere. Das Verhältnis zwischen Gespräch und Ruhe ist verschoben. Technik verändert das Lebenstempo mit unterschiedlichen Nebenwirkungen. Wir können die Zeit nicht zurückdrehen, die Entwicklung nicht aufhalten, doch ein zuträgliches Verhältnis … weiterlesen

Birke

Regt die Nieren an, hilft bei Rheuma

Ursel Bühring

Das helle Blattgrün der Birke symbolisiert wie kein anderer Baum den sehnsüchtig erwarteten Frühlingsbeginn. Die rautenförmigen Blätter des „Nierenbaums“ stecken voller Heilkräfte. Ihre Inhaltsstoffe regen die Nierenfunktion an und führen zu vermehrter Wasser- und Salzausscheidung. Birkenblättertee und -saft haben sich vor allem bei Blasen-entzündungen, rheumatischen Erkrankungen und Hautleiden bewährt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für eine Frühjahrskur.

Magnetfeldtherapie

Zweifelhafte Anziehungskraft

Dr. rer. nat. Wiebke Rögener-Schwarz

Der positive Einfluß der Magnetfeldtherapie auf das Knochenwachstum ist unbestritten. Darüber hinaus soll sie aber auch bei Rheuma, Prostatabeschwerden, Migräne, Schmerzen und vielem mehr helfen. Hersteller bieten magnetische Stühle zur Bekämpfung von Rückenschmerzen, Amulette gegen Depressionen und Einlegesohlen für die Verdauung an. Alles Humbug? Ein Überblick über Angebote, Indikationen, Erfahrungen und wissenschaftliche Nachweise.

Gartenkresse

Scharfes Entschlackungsmittel

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) gehört zur Familie der Kreuzblütler. Von ihr existieren verschiedene glatt- und krausblättrige Sorten. In verwilderter Form findet man sie auf Gras- und Schuttplätzen. Gärtner kultivieren die Kresse von März bis September als Salat- und Gewürzpflanze im Freiland. Im Winter kann man den Samen an einem hellen Platz, beispielsweise auf der Fensterbank, zum Keimen bringen. Dazu werden feuchtes Filterpapier oder Watte auf einen Teller gelegt und mit den Samen bestreut. Voraussetzung für das Wachstum ist, daß die … weiterlesen

Ohrakupunktur bei Heuschnupfen

Nadeln im Ohr gegen die Allergie

Dr. med. Hartmut Dorstewitz

Nicht selten kommen schon an sonnigen Januartagen Patienten mit typischen „Heuschnupfen“-Beschwerden in die Sprechstunde. Sie sind oft sehr erstaunt, wenn der Arzt die Diagnose bestätigt: Es handelt sich um eine Allergie auf die Pollen des ersten Frühblühers, nämlich der Hasel. Fast nahtlos geht es dann bis Ende Mai mit Erle, Pappel, Weide und Birke weiter. Danach kommen die Gräser, später Getreide, im Frühherbst die Kräuterpollen – und schließlich ab der Heizperiode hat die Hausstauballergie Hochkonjunktur. Mit der Therapie sollte man … weiterlesen

Neurodermitis

Das Hautleiden mit Ernährung bessern

Dr. med. Rainer Matejka

Die Naturheilkunde betrachtet Neurodermitis nicht als Hauterkrankung, sondern als Hinweis auf einen überlasteten Stoffwechsel und ein gestreßtes Immunsystem. In der Ernährung als Quelle für Allergene liegt daher ein naheliegender Therapieansatz. Dabei muß der Neurodermitiker längst nicht auf alle tierischen Nahrungsmittel verzichten und nur bestimmte Obstsorten meiden. Lesen Sie, wie eine einfach zusammengestellte Kost hilft, die Entzündungsreaktionen zu mindern.

Asthma: Es geht auch ohne Kortison

Dr. med. Michael Schreiber

Asthma bronchiale ist eine häufige Erkrankung, und sie tritt in westlichen Gesellschaften immer häufiger auf. Luftschadstoffe scheinen nur einer von mehreren ursächlichen Faktoren zu sein. Auch Ernährungsgewohnheiten und zunehmender Streß spielen offenbar eine Rolle. Die konventionelle medizinische Behandlung – mit Kortison, Theophyllin oder Beta-Mimetika – ist für viele Betroffene und Ärzte unbefriedigend, zumindest als Dauerlösung. Sie läßt sich durch eine umfassende naturheilkundliche Therapie in vielen Fällen reduzieren oder gar komplett ersetzen.

Wasserkefir gegen Darmprobleme

„Ich wünsche Ihnen 50 weitere gesunde Jahre“, sprach die Gratulantin und schenkte Hans Knaus (Name geändert) ein Marmeladenglas, das mit Kefir, einer weißlich-durchsichtigen, unförmigen, gekörnten Masse gefüllt war. Dazu reichte sie eine Anleitung, auf der Pflegebedingungen und mögliche Heilwirkungen dieses Hefe-Pilz-Gemisches erklärt waren. Sie wußte um die Darm-Probleme des Jubilars.

Lichtverschmutzung

Wenn die Nacht zum Tage wird

Dr. rer. nat. Andreas Hänel

Wann haben Sie das letzte Mal die Milchstraße gesehen? Der ungestörte Anblick des Sternenhimmels ist heutzutage nur noch weit ab von Städten möglich. Denn er versinkt im Meer der künstlichen Beleuchtung, bestehend aus Lichtreklame, Straßenlampen und Flutlichtern. Hierfür wurde der Begriff Lichtverschmutzung geprägt. Die Lichterflut der Städte beeinträchtigt sowohl Tiere als auch Menschen. Welche Ursachen der Lichtverschmutzung zugrunde liegen und was Sie selbst dagegen tun können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Dinkel

Ein wertvoller Verwandter

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Dinkel (Triticum spelta) zählt zu den Weizenarten. Wahrscheinlich gelangte das Getreide aus Asien über den Balkan nach Europa, wo er seit 3000 Jahren kultiviert wird. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts baute man ihn in Deutschland, vor allem in Schwaben, an. Danach verdrängte ihn der ertragreichere Weizen. Durch die Gesundheitsbewegung in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts erlangte das Getreide wieder an Bedeutung. Das „Schwabenkorn“ sieht schmaler und länglicher aus als das seines Verwandten. Eine schützende Hülle, die sogenannte Spelze, … weiterlesen

Jodierung von Lebensmitteln

Wo die Jod-Befürworter die Unwahrheit sagen

Edda Wolf

Seit einigen Jahren werden Bäcker, Metzger, Köche, Lebens- und Futtermittelhersteller aufgefordert, ihre Produkte zu jodieren. Für die Hersteller ist diese Maßnahme freiwillig – und steigert teilweise die Umsätze. Die Kunden dagegen können oft nicht mehr frei wählen, ob sie jodierte oder nicht-jodierte Produkte erwerben, da nur für abgepackte Lebensmittel eine Deklarationspflicht besteht. „Macht nicht’s“, sagen die Jodierungsbefürworter, „es kommt der Volksgesundheit zugute.“ In der Ausgabe 8/2002 veröffentlichten wir dazu in der Rubrik „Pro und Contra“ eine Auseinandersetzung zwischen Prof. Gerhard … weiterlesen

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