Norsan
So entwickelte sich der moderne Bio-Garten

Wie die „Spinner“ hoffähig wurden

Dr. rer. agr. Brunhilde Bross-Burkhardt

Aus heutiger Sicht sieht es so aus, als hätte es biologischen Anbau schon immer gegeben. Die Entwicklung fing jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg klein an. Einige Vorreiter brachten den biologischen Anbau gegen große Widerstände in der Öffentlichkeit voran. Gartenbesitzer, die ihren Garten biologisch ohne „Spritzmittel“ und „Kunstdünger“ bewirtschafteten, wurden nämlich bis in die 1980er-Jahre als „Spinner“ bezeichnet und waren in der Gesellschaft Außenseiter.

Chirurgie: Über Sinn und Häufigkeit von OPs

In der Medizin gibt es wenig Objektives

Naturarzt-Interview mit Dr. med. Bernd Hontschik

Wenn Patienten „Schulmedizin“ hören, denken sie sofort an Medikamente und vielleicht die damit verbundenen Risiken. Die Pharmaindustrie hat bekanntlich einen schlechten Ruf. Demgegenüber steht die Chirurgie manchmal wie mit weißer Weste da und wird am ehesten mit den Errungenschaften der modernen Medizin assoziiert, auf die natürlich niemand mehr verzichten möchte. Was ist richtig und falsch an diesen Vorstellungen? Der Naturarzt sprach darüber mit Dr. med. Bernd Hontschik, seit 30 Jahren Chirurg, der allerdings der üblichen Praxis seiner Branche kritisch gegenübersteht

Vom Tafelbesteck über Textilien bis zur Infektabwehr

Mit Silber erfolgreich im Kampf gegen Keime

Christoph Wagner, Heilpraktiker

Die Verwendung von Silberbesteck dürfte nicht nur mit dem edlen Glanz des Metalls zu tun haben. Vielmehr war die keimhemmende Wirkung des Silbers seit der Antike bekannt. So bewahrte man Vorräte in Silberbehältern auf. Üblich war noch bis ins 19. Jahrhundert, Silbermünzen in Wasserbehälter oder Milchkrüge zu legen. In den vergangenen Jahren sind mehr und mehr Silber-Anwendungen in Hygiene und Medizin festzustellen. Und „kolloidales Silber“ scheint eine moderne Volksmedizin zu sein. Im Übrigen keinesfalls eine deutsche Kuriosität.

Was mir geholfen hat

Nach Herzinfarkt – Wertschätzung fürs eigene Leben

Astrid Dauster

Astrid Dauster wurde nach einem schweren Herzinfarkt ins Leben zurückgeholt. Es lagen jede Menge Stress und Leid hinter ihr. Sie spürte, wie ihr Seelenschmerz auch den Körper miterfasste. Als „medizinisches Wunder“ überlebte sie den Infarkt und schätzt ihr Leben als wertvolles Geschenk. Nie mehr will sie sich „treten“.

Naturheilkundlicher Rat

Herzinfarkt-Nachbehandlung

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Vor zwei Monaten wurde ich (69 J., männlich) mit einem Angina-pectoris-Anfall, Übelkeit und kalten Schweißausbrüchen von meiner Familie sofort in die Notaufnahme der nahegelegenen Klink gebracht. Die Ärzte diagnostizierten einen Herzinfarkt der Vorderwand. Ich bekam Blutverdünnungsmittel und drei Stents zur Aufdehnung der entsprechenden Gefäßengstellen. Eine Woche später wurde ich entlassen mit der Verordnung folgender Medikamente: niedrig dosierter Betablocker, ein Blutfettsenker, dazu Medikamente gegen die Gefahr einer Blutgerinnung, die ich aufgrund der Stents ein Jahr verstärkt einnehmen soll. Außerdem nehme ich … weiterlesen

Aus der ärztlichen Praxis

Ganz nebenbei waren die Gallensteine verschwunden

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Der 58-jährige Helge B. hatte seit mehr als 15 Jahren Gallensteine, die ihm jedoch keine Beschwerden bereiteten. Bei einer Routineuntersuchung hatte sie sein früherer Hausarzt gefunden und ihn davon in Kenntnis gesetzt. Eine weitere Behandlung war jedoch unnötig gewesen, da die Steine Herrn B. nicht weiter störten. Seit einigen Wochen nun litt er unter stark juckendem Hautausschlag. Der Hautarzt hatte ihm Kortison-Salbe verschrieben, die aber keine Wirkung gezeigt hatte. Daher suchte er nach einer naturheilkundlichen Alternative. Beide Streckseiten der Arme, … weiterlesen

Aufmerksamkeitsstörung aus ganzheitlicher Sicht

AD(H)S: Meist lässt sich eine Ursache finden

Dr. med. Silvia Franz

Hinter der Abkürzung ADHS verbirgt sich die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, die im Kindesalter beginnt und mit einer gestörten Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität einhergeht. Wenn die Hyperaktivität keine Rolle spielt, sondern das Aufmerksamkeitsdefizit im Vordergrund steht, spricht man von ADS, wobei die Grenzen verschwimmen. Nach derzeitigem Wissenstand sind vielfältige Ursachen dafür verantwortlich. Dementsprechend gibt es vielfältige Therapieoptionen, die weit über die Verabreichung von Medikamenten hinausgehen.

Ergotherapie bei ADHS

Die Kompetenz für den Alltag stärken

Britta Winter, Ergotherapeutin

Ergotherapie gehört neben der medikamentösen Therapie zu den häufigsten Behandlungsverfahren bei ADHS und zählt nach Elternurteil zu den hilfreichsten Maßnahmen. Zudem steht Ergotherapie in der Regel ohne lange Wartezeiten zur Verfügung. In den letzten Jahren gibt es überdies Erkenntnisse, dass ergotherapeutische Maßnahmen nicht nur die Alltagsbewältigung verbessern, sondern sogar die Kernsymptomatik der ADHS positiv beeinflussen und den Bedarf an Psychostimulanzien reduzieren können.

Aufmerksamkeitsstörung aus neurobiologischer Sicht

AD(H)S: Reparaturdenken führte auf die falsche Spur

Prof. Dr. Gerald Hüther

Das klassische Reparaturdenken in der Medizin hat dazu geführt, dass sich die Bemühungen zur Erforschung der Aufmerksamkeitsdefizit-Störung eher auf die Behandlung der vermeintlich angeborenen Stoffwechselstörung konzentriert hat als auf die Möglichkeit, durch vorbeugende Maßnahmen die Entstehung dieser Verhaltensstörung zu verhindern. Der bekannte Hirnforscher Prof. Gerald Hüther stellt hier einen völlig anderen Denkansatz vor.

Verstopfung – mehr als nur eine Befindlichkeitsstörung

Mit Geduld und Gelassenheit zu normalem Stuhlgang

Dr. med. Rainer Matejka

Die in Zivilisationsgesellschaften weit verbreitete Verstopfung hängt zum großen Teil mit der heutigen Lebensweise zusammen, vor allem mit fehlender Bewegung und denaturierten Nahrungsmitteln. Wenn sie lange besteht, ist sie auch nicht so leicht zu beheben. Aber mit Training, der richtigen Ernährung und viel Durchhaltevermögen gelingt es, den Darm wieder flott zu bekommen.

Große Persönlichkeiten der Medizin

Wer war eigentlich Galen?

Dr. med. Ulrike Keim

In seinem Haus in Pergamon erwacht Nikon Galenos aus einem schönen Traum. „Ich danke Euch Göttern, dass Ihr mir diese Verheißung geschickt habt. Ich werde handeln, wie Ihr mir im Traum befohlen. Mein Sohn Claudius wird Medizin studieren.“ Ganz benommen von seinem nächtlichen Erleben sucht Nikon seinen Sohn auf und berichtet von seinem Traum. Beide spüren den wichtigen Auftrag. Ein Auftrag, an den sich Claudius Galenos – alias Galen – während seiner Laufbahn als Arzt immer wieder erinnern wird: Denn … weiterlesen

Rhabarber (Rheum rhabarbarum)

Säuerliche Stiele aus dem Reich der Mitte

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Bereits vor 4000 Jahren wurde Rhabarber in China zu Heilzwecken kultiviert. Darmträgheit und sogar die Pest sollte er heilen. Von diesem medizinischen Rhabarber stammt unser heutiger Gemüserhabarber ab, der sich aber erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Europa verbreitete. Zuerst lernte man in England, die fleischigen Blattstiele als Gemüse zu nutzen. Rhabarber stammt aus der Familie der Knöterichgewächse, zählt zu den Gemüsen, wird aber meist als Frucht zubereitet. Im Frühjahr wachsen aus dem Wurzelstock die bis 60 … weiterlesen

Wie Ernährung die Haut(erkrankungen) beeinflusst

Wahre Schönheit kommt von innen

Dr. oec. troph. Edmund Semler

In den letzten Jahren sind in den Medien vermehrt Begriffe wie „Beauty Food“, „Skin Food“ oder „Nutricosmetics“ aufgetaucht, welche auf einen engen Zusammenhang zwischen Ernährung und Haut hinweisen. Tatsächlich wird unser Hautbild nicht nur von äußeren Faktoren, sondern maßgeblich auch von innen her beeinflusst. Naturheilkundler und Vollwertköstler haben dies schon länger so gesehen, auch viele von Hautkrankheiten Betroffene erfahren das immer wieder. Unter Medizinern ist es allerdings noch eine Minderheit, die diese Erkenntnisse teilt und nutzt.

Ernährung bei Nierenschwäche

Mehr Basen für die Nieren!

Dipl. oec. troph. Ralf Moll

Bei einer chronischen Nierenschwäche vermindert sich die Funktion der Niere stetig über einen längeren Zeitraum, bis sie ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Neben Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck sind auch die veränderten Ernährungsgewohnheiten hierfür verantwortlich zu machen: zu viel Säure, zu wenig Basen und Vitalstoffe. Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen lässt sich dieser Vorgang aber stoppen bzw. rückgängig machen.

Pastinaken

Eine Delikatesse vom Bauernmarkt

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Form der Möhre, die Farbe vom Sellerie und der Geschmack wie eine Mischung von beiden – so könnte man die Pastinake (Pastinaca sativa) beschreiben. Es handelt sich um eine 2-jährige Pflanze, die im ersten Jahr eine Rübe, im zweiten Jahr gelbe Blütendolden entwickelt. Die Wurzeln waren im Mittelalter sehr verbreitet und als Gemüse beliebt, wurden aber später im deutschsprachigen Raum von Kartoffeln und Karotten verdrängt. Verwildert findet man die Pflanze auch heute noch auf Wiesen, an Wegrändern und Straßen. … weiterlesen

Manche mögen‘s süß ...

Sind Stevia oder Erythrit gesunde Zuckeralternativen?

Dr. rer. nat. Bettina Pabel

Nach etlichen Jahren „Abstinenz“ haben sich 2011 einige große Medien wieder einmal kritisch mit dem Thema Zucker befasst. Dies hat das Bewusstsein für die Problematik wiederbelebt – und die öffentliche und individuelle Suche nach Alternativen gefördert. Zwei Stoffe machen derzeit verstärkt als Zuckeralternativen von sich reden: Erythrit (unter Markennamen wie Sukrin, Sucolin oder Neue Süße) und Stevia. Welche Vor- und Nachteile weisen sie auf?

Natur(heil)kosmetik von Kopf bis Fuß

Tipps für ganzheitliche und günstige Körperpflege

Marianne Porsche-Rohrer, Apothekerin und Heilpraktikerin

Ob wir uns wohlfühlen, lässt sich einerseits an unserem Äußeren erkennen, andererseits trägt ein gepflegtes Äußeres auch zu unserem Wohlgefühl bei. Eine „gepflegte äußere Erscheinung“ kann, z. B. bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz, von elementarer Bedeutung sein. Dazu brauchen wir jedoch keine teure Kosmetik. Mit dem richtigen Know-how und wenig Aufwand erreichen wir das auch ohne überteuerte Produkte.

Zehn Übungen für ein natürliches „Korsett“

Bauch- und Beckenmuskeln schützen vor Leistenbruch

Rainer Pflaum

Vor 100 Jahren konnte man einen Leistenbruch noch nicht erfolgreich operieren. Dies hat sich glücklicherweise gewandelt, Leistenbruch-OPs sind heute Routine. Allerdings hält die operierte Leiste nicht in jedem Fall: Man schätzt die Zahl der Rückfälle auf 10 bis 15 Prozent. Am besten ist es daher, dem Leistenbruch mit einem gestärkten Bauchdecken-Becken-Korsett vorzubeugen. Dazu bieten sich einfache und effektive Übungen an.

Chili-Wirkstoff Capsaicin erobert die Medizin

Scharfe Schote mit heilsamen Wirkungen

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Kochen Sie gern, auch exotisch oder scharf? Dann werden Sie Chili kennen. Die „rattenscharfe“ Schote aus der Familie der Nachtschattengewächse kam im 16. Jahrhundert aus Südamerika zu uns. Dort nutzt man das Paprikagewächs schon mehr als 6000 Jahre als Gewürz und als Heilpflanze. Die vielfältigen medizinischen Wirkungen der Chilischoten finden auch bei uns zunehmend Beachtung.

Diaphragma, Portiokappe und NFP

Natürliche Verhütung ohne Hormone

Heide Fischer, Ärztin

Noch in den 1970er Jahren nutzte die Mehrheit der niederländischen und skandinavischen Paare zur Verhütung Barrieremethoden wie Diaphragma oder Portiokappe, während in Deutschland und der Schweiz damals wie heute die gynäkologische Empfehlung entweder Pille oder Spirale lautete. Sollte die Pharmaindustrie mit ihren riesigen Werbeetats Einfluss auf das Empfehlungsverhalten von Ärzten haben? Mit individueller Beratung und Anpassung sind Portiokappe und Diaphragma sichere und unschädliche Verhütungsmittel. Auch die „natürliche Familienplanung“ (NFP) bietet gute Möglichkeiten.

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