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Wie Geisteswissenschaft Naturheilkunde "übersetzt"

Medizin nicht nur als Mittel und Methoden verstehen

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. Hartmut Schröder

Schulmedizin und Naturheilkunde reden häufig aneinander vorbei. Hat dieses Missverständnis mit sprachlichen Schwierigkeiten zu tun? Bedarf es einer „Übersetzung“? Kann die Naturheilkunde nur bestehen, wenn sie naturwissenschaftlich wird bzw. sich so aufführt? Der Sprachwissenschaftler Prof. Hartmut Schröder beschäftigt sich am „Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften“ der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit solchen Fragen.

Wechseljahresbeschwerden

Sanfte Hilfe für die neue Lebensphase

Dr. med. Ulrike Keim

Bei einem Drittel aller Frauen entwickeln sich leichte, bei einem weiteren Drittel heftige Beschwerden in den Wechsel­jahren. Stimmungsschwankungen kommen häufig vor, aber auch Antriebslosigkeit, Reizbarkeit und Konzentrations­störungen, Schwindel bis hin zu Depressionen. Am häufigsten sind jedoch Hitzewallungen und Schweißausbrüche.

Zehn Tipps bei zu viel Luft im Bauch

„Über Blähungen spricht man nicht …“

Marianne Porsche-Rohrer, Apothekerin und Heilpraktikerin

Kaum ein anderes Beschwerdebild ist so kontinuierlich über alle ­Altersstufen – vom Säugling bis zum Greis – vertreten wie ­Blähungen. Dennoch ist es für viele Menschen ein Problem, ihre ­Symptome zu ­benennen. Blähungen zu haben schickt sich nicht, und vielen Patienten ist die Frage nach Blähungsbeschwerden ­peinlich. ­Dabei liefern die Details wichtige Hinweise für Diagnose und Therapie.

Naturheilkundlicher Rat

Ernährung nach Gallenoperation

Dr. med. Rainer Matejka

„Welche Nahrung und Vitamingaben empfehlen Sie einem 50-jährigen Mann, dem vor vier Wochen wegen Gallensteinen die Gallenblase entfernt wurde?“ Die Galle spielt für die Fettverdauung eine wichtige Rolle. Mit Entfernung der Gallenblase wird lediglich das Reservoir der Gallenflüssigkeit entfernt. Galle wird weiterhin gebildet. Die Nahrung sollte sich nach Ihrer individuellen Bekömmlichkeit richten. Bei „schlechten“ Fetten (insbesondere Trans­fetten) ist natürlich Zurückhaltung angezeigt. Gallepatienten haben häufig Probleme mit Hülsenfrüchten, Kohl und Wirsing. Auch Obst mit Schale wird meist nicht gut vertragen.

Orthomolekulare Medizin

Nahrungsergänzung: Wie nützlich sind ­Vitamine & Mineralien?

Dr. med. Volker Schmiedel

Kaum ein Zweig der Medizin polarisiert Therapeuten und Patienten so stark wie die orthomolekulare Medizin, also die Therapie mit den richtigen Nährstoffen: Für die einen sind Nahrungsergänzungen ein Segen, ohne den heute keiner mehr leben kann. Für die anderen sind sie im besten Falle überflüssig, möglicherweise sogar schädlich. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

Was mir geholfen hat

Fasten beruhigte den Ischias-Nerv

Während eines Trainingslaufes meldete sich bei Karin Pfeiffer der Ischias-Nerv mit Schmerzen. Die Hobby­sportlerin fand die Ursache selbst heraus: ein sogenanntes Musculus-piriformis-Syndrom. Gezielte Dehnübungen, Magnesiumgaben und eine Heilfastenkur mit täglichen Wanderungen lockerten den Muskel und beruhigten den Nerv.
Aus der ärztlichen Praxis

Fersensporn: Therapie mit ­Homöopathie und Akupunktur

Dr. med. Domenica Engelhardt

Stefanie K. hatte sich den Ostermorgen so schön vorgestellt: Sie war gerade dabei aufzustehen, während ihre Familie noch schlief. Da durchfuhr sie ein stechender Schmerz. Der erste Fuß, den sie vors Bett setzte, tat so höllisch weh, dass sie nicht einmal auftreten konnte.

Frühkindliche Bindungen und wie sie uns prägen

„Die“ Stellschraube der Psychosomatik

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Die Bindungserfahrungen unserer ersten Lebensphase prägen uns ein ­Leben lang. Sie haben nicht nur Auswirkungen auf das spätere Beziehungs­verhalten, sondern auch auf die Stressanfälligkeit – und somit auf unsere Gesundheit. Die gute Botschaft der psychosomatischen Medizin lautet aber, dass frühe problematische Bindungserfahrungen durch korrigierende ­Einwirkung moderner Psychotherapie verändert werden können!

Vielseitige Kurkuma – von Leber-Galle-Störung bis Krebs

Westliche Medizin ­entdeckt die Gelbwurz

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Es gibt wenig andere Arzneipflanzen, die in den letzten Jahren so intensiv erforscht wurden wie die Gelbwurz – sie ist international als ­Heilpflanze anerkannt. In unserem Kulturkreis wird Kurkuma bislang vor allem als galle­förderndes Mittel bei Verdauungsbeschwerden angewendet. In ­jüngerer Zeit mehren sich aber wissenschaftliche Beweise für krebs­hemmende und antientzündliche Eigenschaften.

Zur Geschichte der Naturheilkunde

„Viele Ansätze sind heute Allgemeingut“

Naturarzt-Interview mit Dr. med. Uwe Heyll

Vor 200 Jahren entdeckte der schlesische Bauer Vinzenz Prießnitz die Heilkraft des Wassers und legte damit den Grundstein für die Naturheilkunde. Vor 150 Jahren gründeten seine Nachfolger die Zeitschrift „Der Naturarzt“. Und vor 100 Jahren befand sich die naturheilkundliche Bewegung auf ihrem zahlenmäßigen Höhepunkt. Hat die heutige Naturheilkunde noch etwas mit den ursprünglichen Idealen zu tun? Naturarzt-Redakteur Chris­toph Wagner sprach mit Dr. med. Uwe Heyll, der ein Standardwerk zur Geschichte der Naturheilkunde verfasst hat.

Wir wirkt das?

Harnsäuresenker – Gichtmittel Allopurinol

Dr. med. Volker Schmiedel

Naturheilkundlich orientierte Patienten stehen schulmedizinischen Arzneimitteln oft skeptisch gegenüber. Andere Kranke haben eher übersteigerte Erwartungen. Vorurteile beruhen auf mangelnder Information. Um hier Klarheit zu schaffen, stellen wir in loser Folge häufig verwendete Arzneimittel vor. Diesmal: Allopurinol, ein Medikament zur Vorbeugung gegen Gichtanfälle.

Teufelskreis chronischer Schmerz

Wenn der Schmerz zum Feind wird

Dr. med. Andreas Weiß

Dauern Schmerzen über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten an, obwohl die auslösende Ursache erfolgreich behandelt wurde, hat sich ein chronisches Schmerzgeschehen entwickelt. Es handelt sich um ein eigenständiges Krankheitsbild, bei dem sich Nervenimpulse verselbstständigen und kontinuierlich Schmerzen melden. Hilfe finden Betroffene durch ein mehrstufiges Behandlungskonzept, das Schmerzmittel, physikalische Therapie und psychologische Verfahren einschließt.

Gestörte Barrierefunktion der Darmschleimhaut

Durchlässige Darmwand ­überfordert Organismus

Dr. med. Dipl.-Biol. Roland Werk

Die Darmwand bildet eine Grenze zwischen Außenwelt und Organismus. Sie sorgt normalerweise dafür, dass nichts Schädliches ins Körperinnere gelangt. Durch vielerlei Einflüsse kann diese Barriere durchlässig werden, was sich auf Stoffwechsel, Immunsystem und andere Körperfunktionen negativ auswirken kann.

Zucchini

Kleiner Kürbis: unreif schmeckt er besser

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Vor nicht allzu langer Zeit waren sie in Deutschland völlig unbekannt, heute gehören sie zu unserem Gemüserepertoire selbstverständlich dazu: Zucchini. Das Wort bedeutet „kleiner Kürbis“ und stammt vom italienischen Wort für Kürbis „Zucca“ ab. Zucchini (Curcubita pepo var. giromontiina) werden halbreif geerntet und sind das ganze Jahr erhältlich. Aus heimischem Anbau bekommt man sie von Mitte Juni bis Oktober.

Eine unterschätzte sexuell übertragbare Krankheit

Risiko Chlamydien: Infektion mit Folgen

Dr. med. Domenica Engelhardt

Infektionen mit dem Bakterium „Chlamydia trachomatis“ gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Beinahe ein Drittel der jungen erwachsenen Frauen sind Trägerinnen von Chlamydien, die im Falle einer chronischen Infektion zu Eileiterverklebungen und damit zu Unfruchtbarkeit führen können. Da die Infektion oft symptomlos verläuft, können nur spezielle Tests für Klarheit sorgen.

Auswirkung von Chemo- und Strahlentherapie reduzieren

Ernährungstipps für Krebspatienten

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Vitalstoffreiche, vollwertige Ernährung mit hohem Gehalt an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen ist eine wichtige Basis für Gesundheit und Krankheitsvorbeugung. Bei einer Krebserkrankung können aber die üblichen Therapien und ihre Nebenwirkungen vorübergehend einige Besonderheiten bei der Speisenauswahl und -zubereitung erforderlich machen.

Leberentzündungen naturheilkundlich behandeln

Chronische Hepatitis: Stärken Sie die Leber!

Dr. med. Hartmut Dorstewitz

Infektionen mit Hepatitis-B- und -C-Viren sind häufig Ursache für chronische Lebererkrankungen. Mittlerweile verfügt die Schulmedizin über ausgefeilte diagnostische Verfahren, die genaue Auskünfte über Schwere und Verlauf der Erkrankung geben. Die Erfolge der schulmedizinischen Standardtherapien bleiben aber bei chronischen Krankheitsverläufen oft hinter den Erwartungen zurück. Mit naturheilkundlichen Behandlungen können die Therapieergebnisse verbessert werden.

Eine besondere homöopathische Arznei

Okoubaka: eine ­Rinde für alle Fälle?

Christoph Wagner, Heilpraktiker

Okoubaka, die homöopathische Aufbereitung ­einer afrikanischen Baumrinde, hat ihren Platz schon in vielen Hausapotheken gefunden. Das Anwendungsspektrum ist breit und reicht von Magen-Darm-Störungen über Vergiftung bis zu Hautausschlägen und wiederkehrenden Infekten. Auch gegen Müdigkeit und Leis­tungsschwäche wird Okou­baka eingesetzt.

Was mir geholfen hat

Salmonellen mit Komplikationen – Papaya heilte

Eine gesellige Einkehr an einem heißen Sommertag endete für Marion Schmid mit einer Salmonellen­infektion. Komplikationen wie eine entzündete Leber, Hautentzündungen sowie ein Pilzbefall verhinderten monatelang die Gesundung – bis zuckerfreie basische Kost und Papayas Heilung brachten.
Verdauung im Takt: nur mit gesunder Bauchspeicheldrüse

Pankreas braucht Unterstützung

Dr. med. Rainer Matejka

Eine funktionierende Bauchspeicheldrüse ist für die Verdauung und Nährstoffaufnahme von großer Bedeutung. In den letzten Jahren konnte vermehrt ein Trend zu verdeckten Funktionsstörungen beobachtet werden: eine leichte Unterfunktion ohne erkennbare Ursache, meist mit normalen Enzymwerten im Blut. Oder eine geringfügige Reizung mit nur wenig erhöhten Blutwerten. Wird die Drüse eine Zeit lang unterstützt, kann sie sich mitunter wieder erholen.

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