Woran erkennt man eine gute Apotheke?

„Ein Schild macht noch keine Beratung“

Naturarzt-Interview mit Apotheker Dr. rer. nat. Ralf Schabik

Auf dem Apothekenmarkt vollziehen sich seit einigen Jahren tief greifende Veränderungen, die auch für die Patienten Konsequenzen haben. Die Entwicklungen sind teilweise durchaus paradox. Einerseits wird beispielsweise die Apotheke offenbar zunehmend als Ersatz für die Arztpraxis genutzt. Andererseits kann man beim Lebensmitteldiscounter eine Reihe an Medikamenten bekommen, ebenso im Internet. ­Naturarzt-Redakteur Christoph Wagner sprach mit dem Apotheker Dr. rer. nat. Ralf Schabik.

Fasten und Wandern – eine wirksame Kombination

Wieder mehr Energie durch Fastenwandern

Dipl. oec. troph. Ralf Moll

Viele Menschen fühlen sich im Alltag schlapp und haben wenig Energie. Andere plagen Darmprobleme, Sodbrennen, Kopfschmerzen, Allergien oder Gelenkschmerzen. Eine Kombination aus Fasten und Wandern, zwei für sich allein schon wirksamen Naturheilmethoden, füllt die ­Akkus wieder auf und vertreibt viele Zipperlein und Krankheiten.

Ordnungstherapie bei Erschöpfung

Lebensrhythmus aus dem Takt

Prof. Dr. med. Karin Kraft

Die Lebensvorgänge unseres Organismus verlaufen rhythmisch und werden durch „innere Uhren“ ­gesteuert. Ein ungestörter Schlaf-Wach-Rhythmus stimmt „im Schlaf“ die Koordination der bio­logischen Rhythmen harmonisch ab und sorgt für Wohlbefinden und Gesundheit. Wenn Stress und Erschöpfung krank machen, helfen Maßnahmen der Ordnungs­therapie, wieder „in den Takt“ zu kommen.

Fastenbrechen: ein wichtiger Teil der Fastentherapie

Wie geht es weiter nach dem Fasten?

Dipl. oec. troph. Peter Faulstich

Laut dem bekannten Schriftsteller George Bernhard Shaw „kann jeder Dumme fasten, aber nur ein Weiser kann das Fasten richtig abbrechen“. Bewusst erlebte Abfastentage, die Zeit, Ruhe und Geborgenheit benötigen, sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Fastenkur. Üppige, fettreiche, schwer verdauliche Speisen führen dagegen zu Beschwerden, weil die Verdauung erst wieder in Gang kommen muss.

Was mir geholfen hat

Rote Bete gegen Blutarmut in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft von Irene Unfried begann ohne Probleme. Im sechsten Monat jedoch sanken die Hämoglobinwerte ab und sie bekam frühzeitig Wehen. Im Krankenhaus wurden ihr Eisenpräparate gegeben, aber die Werte erhöhten sich nicht. Die werdende Mutter und ihr Ehemann suchten andere Lösungen und fanden die Rote Bete. Nachdem meine erste Schwangerschaft ohne Komplikationen verlaufen ist, war mir auch diesmal nicht bange. In den ­ers­ten fünf Monaten fühlte ich mich sehr wohl. Dann sanken die Hämoglobinwerte (Hb) bei der Schwangerschaftsvorsorge von Mal zu Mal ab. Ich wurde müde und bekam auch noch vorzeitige Wehen, weshalb ich letztlich bis zur Geburt im Krankenhaus bleiben musste.
Aus der ärztlichen Praxis

Tinnitus: Ohrgeräusche nur die Spitze des Eisbergs

Dr. med. Bernharda Schinke

Frau Beate M., 40 Jahre alt, klagte seit etwa zwei Wochen über ein lautes ­Rauschen im rechten Ohr. Besonders nachts sei es die Hölle. Seit Tagen hatte sie kein Auge zugetan. Sie wirkte müde und erschöpft. Ihr Vater war vor drei Monaten verstorben, und nun hatte sie als einzige Tochter neben der Versorgung der eigenen Familie und ihrem Beruf noch vieles zu regeln. Das hatte sie viel Kraft gekostet. Außerdem beherrschte sie die Angst, dass das Ohrgeräusch (Tinnitus) andauern könne. … weiterlesen

Naturheilkundlicher Rat

Individuelle ­Bluthochdruck-Behandlung

Dr. med. Rainer Matejka

„Seit einigen Jahren liegt bei mir (63 Jahre, männlich) ein essenzieller Bluthochdruck vor. Ich versuchte ihn mit homöopathischen Komplexmitteln zu senken, jedoch erfolglos. In Absprache mit meinem Hausarzt begann ich vor sieben Monaten eine schulmedizinische Behandlung mit zwei verschiedenen Blutdrucksenkern. Mit einigen Ausrutschern hat sich mein erhöhter Blutdruck unter dieser Medikation stabilisiert. Zur Herzstärkung nehme ich täglich 450 mg eines Weißdornpräparates. Außerdem liegt bei mir eine Hashimoto-Thyreoiditis vor, eine durch eine Autoimmunerkrankung entzündete Schilddrüse mit Unterfunktion, weshalb ich auch regelmäßig … weiterlesen

Steckrübe

Ein Alleskönner im Kochtopf

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Seit dem „Steckrübenwinter“ 1917/1918 hat die Steckrübe (Brassica napus ssp. ­Rapifera) einen schlechten Ruf, obwohl sie damals wesentlich dazu beitrug, den Hunger der Bevölkerung zu stillen. ­Damals wurde alles Mögliche aus ihr hergestellt, z. B. auch Brot, Marmelade, Makronen, Sauerkraut und sogar Kaffee­ersatz.

Sanddornöl, Arganöl und Traubenkernöl

Exotische Gourmet-Öle für Küche und Heilkunde

Kyra Hoffmann-Nachum, Heilpraktikerin

Noch nie war die Auswahl an Pflanzenölen in unseren Breiten so vielfältig. Immer exotischere Öle erobern die Regale von Supermärkten, Naturkostläden und Reformhäusern. Nicht nur Feinschmecker auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen interessieren sich für die Exoten, auch für Naturheilkundler gibt es einiges zu entdecken, denn viele der Öle werden in ihren Herkunftsländern traditionell als Heil­mittel eingesetzt.

Gutartige und bösartige Gammopathien

Was bedeutet die „Zacke“ bei den Immunglobulinen?

Dr. med. Rainer Matejka

Eine „Gammopathie“ wird oft zufällig bei Routineuntersuchungen festgestellt: Die Anzahl einzelner Immunglobuline (Antikörper) im Blut ist stark erhöht. Das Phänomen findet sich gehäuft bei älteren Patienten. Meist haben die Betroffenen keine Beschwerden. Da aber zunächst gutartige Fälle sich nach einigen Jahren, wenn auch eher selten, bösartig entwickeln können, muss die Gammopathie im Auge behalten werden.

Selbsthilfegruppen

Zwischen Beliebigkeit und Rettungsanker

Christian Zehenter, Heilpraktiker

Millionen Menschen stehen – durch eigene Krankheit oder die ihrer Partner gefordert – vor Problemen, die sie und ihr privates Umfeld überfordern und nicht mehr von der Gemeinschaft aufgefangen werden. Ob seelische Belastung, Krebs oder Autoimmunerkrankung: Selbsthilfegruppen können wesentlich zur Bewältigung beitragen, wenn das richtige Angebot gefunden und auf Mindeststandards geachtet wird.

Rauchen, Passivrauchen, Nichtraucherschutz

„Rauchstopp lohnt zu jedem Zeitpunkt!“

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. med. Ingeborg Aßmann

Unter den regelmäßigen Naturarzt-Lesern wird es nicht viele Raucher ­geben. Doch jeder hat Freunde, Bekannte, Verwandte oder Kollegen, die rauchen. Viele von uns sind außerdem jahrelang bei öffentlichen Ver­anstaltungen, in Gaststätten oder auf Zugfahrten „zugequalmt“ worden. Und manche, die heute gesund leben, haben früher geraucht. Insofern lohnt es sich, auch in dieser Zeitschrift das Thema immer wieder zu beleuchten. Naturarzt-Redakteur Christoph Wagner sprach mit der Kardiologin Prof. Ingeborg Aßmann, Präsidentin der Nichtraucher-Initiative.

Wie wirkt das?

Cromoglycinsäure

Das älteste Antiallergikum "Mastzellen" in unserem Körper haben nichts mit dem Anlegen von Fettdepots zu tun, wie der Name vielleicht vermuten ließe, sondern sind eine bestimmte Sorte von weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie schütten unter bestimmten Bedingungen Histamin aus – einen Botenstoff, der an allergischen Reaktionen beteiligt ist. Maßnahmen, die geeignet sind, die Histaminfreisetzung zu verringern, wirken darum anti-allergisch. Die Substanz Cromoglycinsäure (auch Cromoglicinsäure geschrieben) ist ein solcher "Mastzellenstabilisator", der ­his­taminabhängige allergische Reaktionen verhindert oder zumindest abschwächt. In der Medizin werden Salze dieser ­Säure eingesetzt (Cromoglycat), dabei meist das Natriumsalz (Dinatriumcromoglycat = DNCG). Unter diesen Namen würde man die Substanz auf der Medikamentenpackung erkennen. Die Präparate­namen enthalten häufig entweder ­"cromo", "crom" oder DNCG (z. B. Cromo­Hexal, CromLind, Allergocrom, DNCG iso).

Dr. med. Volker Schmiedel

Pro und Contra Zink: Paracelsus hatte recht

Dr. med. Dietrich Göthel

Jeder von uns braucht Zink, denn das Spurenelement ist an nahezu allen Lebensvorgängen beteiligt. Kann man deshalb die vorsorgliche Einnahme von Zink empfehlen? Die Frage wird kontrovers diskutiert. Während die Zinkgabe etwa bei Erkältungen und anderen Infektionen, Neurodermitis oder Wundheilungsstörungen in der Naturheilkunde durchaus üblich ist, gibt es auch Kritiker entsprechender Nahrungsergänzung. Das Bundesamt für ­Risikobewertung warnte vor einiger Zeit, zuviel Zink könne unter anderem zu Kupfermangel und gestörter Blutbildung führen.

Anti-Aging? Gegen Kosmetik und Laborkosmetik!

Altern ist doch keine Krankheit …

Hans-Heinrich Jörgensen, Heilpraktiker

Möglichst alt werden, ohne dabei zu altern – ein weit verbreiteter Wunsch, mit dessen Verheißung trefflich Geschäfte gemacht werden. Die meisten teuer erkauften Hoffnungen bleiben jedoch Schall und Rauch. Naturarzt-Autor Hans-Heinrich Jörgensen, mit 76 Jahren auch nicht mehr der Jüngste und bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, nimmt verschiedene Auswüchse von Jugendwahn und Anti-Aging, die auch in der Naturheilkunde um sich greifen, aufs Korn.

Gesundheitsvorsorge mit langer Tradition

Abhärtung – wieder aktuell

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Abhärtende Maßnahmen stabilisieren die Gesundheit auf vielfältige Art und Weise, am offensichtlichsten ist die verringerte Anfälligkeit gegenüber grippalen Infekten. Der gezielte Einsatz von Wärme- und Kältereizen kann durch körperliche Aktivität, angepasste Bekleidung, vernünftig dosierte Sonnenbestrahlung und gesunde Ernährung ergänzt werden. Bei der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Methoden sollte man immer bedenken, dass alles, was man „für die Gesundheit“ tut, dann besonders wirksam ist, wenn es auch Spaß macht.

Reisekrankheit, Durchfall, Erbrechen …

Homöopathie: So bleibt der Hund gesund

Sabina Thiemeyer

Wer selbst gute Erfahrungen mit naturheilkundlichen Behandlungen gemacht hat, wünscht häufig auch für seinen vierbeinigen Begleiter eine „sanfte Therapie“. Besonders die Homöopathie erfreut sich bei Tierhaltern und Tierärzten wachsender Beliebtheit. Kleinere Beschwerden im Alltag kann man durchaus selbst behandeln, anhaltende Probleme gehören aber in die Hände eines homöopathieerfahrenen Tierarztes oder eines Tierhomöopathen.

Allergische Hauterkrankungen: Vier Naturarzt-Experten geben Rat

Allergie: Nicht nur die Haut behandeln

Was haben Feuerwehr und Immunsystem gemeinsam? Wenn es brennt, muss das Feuer gelöscht werden. Wie eine Feuerwehr funktioniert auch das Immunsystem bei einer akuten Entzündung oder einer Infektion. Rückt aber die körpereigene Feuerwehr schon wegen eines harmlosen Kaminfeuers aus, dann sprechen wir von einer Allergie. Das Immunsys­tem ist „fehlprogrammiert“ und wehrt Stoffe ab, die normalerweise ­niemanden krank machen. Der Naturarzt bat vier Experten um ganzheitlichen Rat bei allergischen Hauterkrankungen.

Naturheilkundlicher Rat

Kindliches Immunsystem

Dr. med. Domenica Engelhardt

„Unser Enkelsohn ­erkrankte im Alter von sechs Monaten lebensgefährlich und wurde im Krankenhaus mit Antibiotika-Infusionen behandelt. Seitdem leidet er häufig unter Hus­ten, Schnupfen und Durchfall. Wir befürchten, dass seine Schwester Keime aus dem Kindergarten mitbringt. Wie können wir sein Immunsystem stärken?“ Um eine stabile Gesundheit zu erlangen, muss ein Kind Krankheiten durchmachen. Dadurch wird das Immun­sys­tem geschult. Man weiß, dass Kinder, die im Baby- und Kleinkindalter vielfach Infekte durchgemacht haben, dadurch einen bestimmten Schutz gegen Allergien erwerben. Acht bis zehn … weiterlesen

Was mir geholfen hat

Fersensporn über Halswirbel und Hüfte behandelt

Eine Röntgenaufnahme bestätigte den Fersensporn und erklärte die Schmerzen beim Gehen. Gabi Amschler nahm entzündungs­hemmende Mittel, trug Schuheinlagen, ließ sich mit Stoss­wellen behandeln – es half nichts. Eine Heilpraktikerin entdeckte die Ursache und somit den erfolgreichen Behandlungsweg: die Stellung des Beckens. Bei jedem Tritt schmerzte meine Ferse und ich hatte das Gefühl, als trete ich auf einen Reißnagel! Mein Orthopäde vermutete einen Fersensporn und fand auch prompt diesen kleinen Kalkdorn auf dem Röntgenbild, dort wo die Achillessehne mit dem Fersenbein … weiterlesen

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