Norsan
Aus der naturheilkundlichen Praxis

Rheumatherapie – ganz ohne Chemie

Verena Rosar, Heilpraktikerin

Dass die damals 55-jährige Doris Esser (Name geändert) wegen starker Gelenkschmerzen in die Praxis kam, ist nun schon fünf Jahre her. Über bildgebende Verfahren und Laborunter­suchungen war bereits im Vorfeld eine entzündlich-rheumatische Erkrankung (chronische Polyarthritis) diagnostiziert worden. „Vor allem das rechte Knie ­bereitet mir große Probleme“, berichtete sie.

Naturheilärztlicher Rat

Eierstockzysten

"Ich bin 45 Jahre alt und habe immer wieder Beschwerden mit wechselseitigen Zysten an den Eierstöcken, eine sogenannte Follikelpersistenz. Das bedeutet, dass die Eizelle über den Termin des Eisprungs hinaus im Eierstock erhalten bleibt und den Hormonzyklus stört. Die Folgen können krankhafte Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut oder Zysten­bildungen mit ab­normen Blutungen sein. Außerdem wurde ein erhöhter Östrogenwert festgestellt. Im Moment werde ich mit Hormonen ­be­handelt. Gibt es auch ­hormonfreie Behandlungs­möglichkeit meiner Follikelpersistenz?" Als erstes darf ich Ihnen eine Erklärung für die Entstehung Ihrer immer wiederkehrenden Eierstockzysten geben: Mit dem Älterwerden reicht der hormonelle Impuls für den Eisprung aufgrund einer natürlichen Ermüdung der Organe zunehmend nicht mehr aus. In einem solchen Fall eines nicht gesprungenen Eis wird auch kein Gelbkörperhormon ausgeschüttet, was zur Folge hat, dass relativ zu viel Östrogen produziert wird. Diese hormonelle Konstellation, die für Frauen zwischen Mitte dreißig und den eigentlichen Wechseljahren charakteristisch ist, bewirkt Wassereinlagerungen nicht nur in Brüsten, Beinen und Bauch, sondern auch in einem "persistierenden Follikel". Die meisten so entstandenen Zysten (der lateinische Begriff "cystis" bedeutet Blase) werden vom Körper resorbiert oder platzen, ohne dass man davon etwas mitbekommt. Ist dies nicht der Fall, können sie eine erhebliche Größe erreichen und bei bestimmten Bewegungen Schmerzen verursachen. Damit einher gehen oft Blutungsstörungen, Schmier- oder Dauerblutungen, die manchmal nur durch Hormongaben oder Ausschabungen zu stoppen sind. Alternativ könnte man versuchen, durch die Gabe eines Mönchspfefferpräparates wie Agnolyt® oder Agnucaston® in der zweiten Zyklushälfte das fehlende Gelbkörperhormon auszugleichen. In einigen Fällen hilft schon, wenn durchgehend eine nierenstärkende Teemischung aus Goldrute, Brennessel und Ackerschachtelhalm getrunken wird, die den Körper dabei unterstützt, weniger Flüssigkeit einzulagern. Auch feuchtwarme Heilerde-Umschläge auf dem Unterbauch können einerseits die Beschwerden mildern und andererseits die Eierstöcke zum Hormonausgleich anregen, indem sie die Durchblutung der Eierstöcke verstärken. Um ohne große Schwankungen in der neuen Lebensphase anzukommen, helfen dem Körper in der Zeit der hormonellen Umstellung beckenbetonte Bewegungen, wie sie mit Bauchtanz, Yoga (Luna Yoga, Hormon-Yoga) oder Qi-Gong ausgeübt werden. Im Sinne eines Zusammenspiels von Körper und Geist könnte es sich auch lohnen, mit Hilfe innerer Bilder etwaigen Zusammenhängen mit der momentanen Lebenssituation auf die Spur zu kommen. Aus meiner Erfahrung lassen sich innere Bilder als Kraftquelle in Heilungs- und Entfaltungsprozessen positiv nutzen. Manchmal setzt der Körper Signale, damit seine "Besitzerin" sich bestimmten – manchmal auch unliebsamen – Themen stellt oder sich nur einfach besser um sich kümmert.

Heide Fischer, Ärztin

Apfel

Das Beste steckt unter der Schale

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die heutigen Kultursorten des Apfels (Malus domestica) entstanden im Laufe von Jahrtausenden aus Kreuzungen europäischer und asiatischer Wildformen. Dieses Rosengewächs ist mit mindestens 20.000 Sorten weltweit der am meisten verbreitete Obstbaum. Die ersten frühen Äpfel kommen in Deutschland im August auf den Markt, dann folgen bis in den April nach und nach die anderen Sorten. Durch moderne Lagertechniken und Importe aus Übersee bekommt man Äpfel heute das ganze Jahr über.

Was mir geholfen hat

Fit mit 91 Jahren durch Mäßigkeit und „fünf Tibeter“

Wilhelm Fiebiger musste mit 74 Jahren nochmals ein neues Leben beginnen. ­Bewusst richtete er es auf Naturnähe, ­Gesundheit sowie geistige Beweglichkeit aus. Heute mit 91 Jahren ist er ­körperlich und geistig topfit – ganz ohne Tabletten. Er verrät, was ihn so rege hält: Ernährung, Tiefatmung und die "fünf Tibeter".
Trinkwasserqualität und Trinkwasseraufbereitung

Mehr als nur Geschmacksache

Christoph Wagner, Heilpraktiker

Die Belastung des Trinkwassers mit Schadstoffen wird immer wieder diskutiert. Der Geschmack allein verrät leider nicht genug über die Wasserqualität. Und bei der Suche nach Informationen gerät man schnell an „Berater“, die in erster Linie verkaufen wollen: Mineralwasser oder Aufbereitungsgeräte. Doch wir sollten uns bei dem, was wir täglich zu uns nehmen, weder auf den eigenen Glauben noch auf das Geschäftsgeheimnis von anderen verlassen.

Colon-Hydro-Therapie

Effektive Darmspülung wirkt auf den ganzen Körper

Dr. med. Rainer Matejka

Chronische Krankheiten lassen sich oft erst heilen, wenn auch der Darm mitbehandelt wird. Als eine der ersten Maßnahmen steht in der Naturheilkunde daher häufig die gründliche Darmspülung auf dem Programm, die bereits vor Jahrtausenden wesentlicher Bestandteil medizinischer Behandlungen war. Eine moderne und sehr effektive Form der Darmreinigung ist die Colon-Hydro-Therapie.

Naturheilärztlicher Rat

Entzündung der ­Gallenwege

"Unser Sohn (31 Jahre) bekam im Alter von 18 Jahren eine Colitis ulcerosa. Sowohl schulmedizinische als auch naturheilkundliche Behandlungen blieben erfolglos. Schließlich wurde der Dickdarm entfernt. Etwa zur selben Zeit war sein ganzer Körper aufgrund einer Entzündung der Gallengänge (primär sklerosierende Cholangitis) mit einem Hautausschlag übersät. Mit Hilfe eines Kontrastmittels wurden Gallengänge und Bauchspeicheldrüse nun alle zwei Jahre geröntgt (ERCP) und die Gallenwege geweitet. Aktuell steigen die Leberwerte immer weiter an und der behandelnde Arzt empfiehlt, dass unser Sohn auf die Warteliste für eine Lebertransplantation gesetzt wird, da chronische Entzündungen zur Krebs­erkrankung führen können. Derzeit nimmt er das ­Gallensäurepräparat Ursofalk®. Er ernährt sich sehr gesundheitsbewusst – Kaffee, Alkohol und Zigaretten sind tabu. Sehen Sie eine Möglichkeit, die Lebertransplantation hinauszuzögern oder zu verhindern?"

Dr. med. Volker Schmiedel

Selbsthilfe bei Darmträgheit

Einlauf bringt den Darm in Schwung

Dr. med. Mattias Tschannen

Nicht nur im Krankenhaus gelten Einläufe als effiziente Methode der Darmentleerung, z. B. vor manchen operativen Eingriffen und bei Verstopfung. Dort werden sie in der Regel vom Pflegepersonal durchgeführt. Ein Einlauf hilft aber auch zu Hause bei trägem Darm und wird zur regelmäßigen Darmreinigung beim Fasten empfohlen. So mancher scheut sich jedoch, diese „Prozedur“ an sich selbst durchzuführen. Dabei ist es mit den modernen Einlaufgeräten ganz einfach – und im Gegensatz zu Abführmitteln weiß man, wann der Einlauf wirkt.

Was mir geholfen hat

Hausgeburt: Mut wurde belohnt

Die Geburt eines Kindes ist für die Eltern ein tiefes gemeinsames Erlebnis von größter Bedeutung. Manfred Bruer erlebte als engagierter Vater die Geburt seines Sohnes im Krankenhaus und die Geburt seiner Tochter im trauten Heim mit. Trotz seiner vielen Zweifel um die Sicherheit kommt er zu dem Schluss: "Das Wagnis der Hausgeburt lohnt sich". Er möchte Mut zur Geburt in den eigenen vier Wänden machen.
Sodbrennen

Die Verdauung beginnt im Mund

Prof. Dr. med. Peter W. Gündling

Es ist der sprichwörtliche Dauerbrenner unter den Erkrankungen: Sodbrennen, bei dem es zu einem Reflux (Rückfluss) des sauren Magen­inhaltes in die Speiseröhre kommt. Dagegen ­werden standardmäßig Säureblocker verordnet. Und das oft auf Dauer – nach der Devise: ­ „Da kann man nichts machen“. Man kann schon: Mit einfachen naturheilkundlichen ­Maßnahmen lässt sich meist eine rasche Bes­serung und sogar vollkommene Beschwerdefreiheit erzielen.

Aus der ärztlichen Praxis

Ein besonderer Fall: Krebs nur mit Mistel besiegt

Dr. med. Karl-Heinz Friese

Vera F., eine 60-jährige, lebhafte, schlanke und sehr elegant wirkende Frau, kam wegen einer plötzlich aufgetretenen linksseitigen Stimmbandlähmung in meine Sprechstunde. Aufgrund des gelähmten Stimmbandes war sie äußerst heiser. Die Untersuchung zeigte zudem auf der linken Seite stark vergrößerte Halslymphknoten, die recht verbacken waren. Schock: Trotz gesunder ­Lebensweise Krebsdiagnose

Was macht die mediterrane Küche aus?

Gesund schlemmen wie am Mittelmeer

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Sie heißt zwar Mittelmeer- oder Kretadiät, aber mit dem, was wir normalerweise unter dem Begriff „Diät“ verstehen, hat diese genussvolle Ernährungsweise nichts zu tun. Mit der mediterranen Kost kann man schlemmen und sich gleichzeitig gesund ernähren. Oder läuft Ihnen bei dem Gedanken an einen gegrillten, mit aromatischen Kräutern gewürzten Fisch, dazu einen mit Olivenöl angemachten Salat, etwas knuspriges Brot und ein Glas Rotwein nicht auch das Wasser im Mund zusammen?

Ganzheitliche Ausleitung von Quecksilber

Amalgam-Sanierung: nicht einfach „drauflos“

MR Dr. med. Rainer Wander

Eine Amalgamsanierung umfasst mehr als nur die Entfernung der quecksilberhaltigen Zahnfüllungen. Vielmehr gilt es, eine möglichst große Menge des Giftes auszuleiten – aber auch nicht zuviel auf einmal und nicht ohne naturheilkundliche Vorbereitung des Organismus.

Amalgam: Wie gefährlich ist es wirklich?

„Es traut sich keiner den Mund aufzumachen“

Naturarzt-Interview mit Dr. med. Joachim Mutter

Früher schlug die Diskussion um Quecksilber­amalgam hohe Wellen. In jüngster Zeit ­haben hierzulande Behörden und Wissenschaftler einmal mehr „Entwarnung“ für den Zahnfüllstoff gegeben. Amalgam-Kritiker ­sehen darin eine ­gefährliche Verharmlosung. Der Naturarzt sprach mit dem Amalgam-­Experten Dr. med. ­Joachim Mutter von der Universität Freiburg.

Kümmel, Fenchel und Anis

Heilsame Gewürze bei Husten und Blähungen

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Ihre Früchte sind sowohl in der Küche als auch in der Apotheke zu finden: Kümmel, Fenchel und Anis aus der Familie der Doldenblütler. Sie würzen Brot, Gebäck, Kohl, Fisch und Spirituosen. In Tee oder Salbe vertreiben ihre ätherischen Öle Blähungen, lösen zähen Hustenschleim und fördern die Milchbildung.

So hilft Naturheilkunde II: Unterschiede zur Schulmedizin

„Können Sie mir einen Spezialisten empfehlen?“

Christoph Wagner (Heilpraktiker), Naturarzt-Redaktion

„Sanft“ und „möglichst natürlich“ behandelt zu werden, ist der Wunsch vieler Patienten. Doch die Vorstellungen von einer solchen ­“alternativen“ Therapie sind stark geprägt vom schulmedizinischen Vorgehen. Deshalb kann der Rat aus der Naturarzt-Redaktion zu­-nächst durchaus für manchen Leser im wahrsten Sinne des Wortes „enttäuschend“ sein. Denn der Wert der naturheilkundlichen Therapie besteht nicht darin, dass er das schulmedizinische Konzept imitiert, sondern häufig in den Unterschieden zu dieser Standardtherapie.

So hilft Naturheilkunde I: Erfahrungen eines Arztes

Der Mensch gehört in den Mittelpunkt der Medizin

Christian W. Engelbert, Arzt

„Mit kleinen Wehwehchen und Befindlichkeitsstörungen kann man sich getrost einmal der sanften Medizin anvertrauen. Tritt dagegen eine ernste oder gar eine seltene Erkrankung auf, ist der Weg zum Spezialisten unvermeidlich.“ Dies glauben nicht nur eingefleischte Schulmediziner, sondern auch zahlreiche naturheilkundlich orientierte Patienten. Doch Naturheilkunde kann bei „richtigen Erkrankungen“ einiges erreichen, sofern sie mit Verstand und Erfahrung angewandt wird.

Therapie mit Hilfe des Unterbewusstseins

Mit Hypnose gegen Schmerz und Angst

Dr. med. Werner Frase

Hypnose? „Lieber nicht, da bin ich ja absolut hilf- oder gar bewusstlos und manipulierbar. Wer weiß, was da mit mir passiert, ohne dass ich mich wehren kann! Es soll ja sogar Missbrauch bis hin zu Verbrechen in Hypnose geben!“ So oder so ähnlich lauten Vorurteile gegenüber der Hypnose. Dabei stellt die therapeutisch angewandte Hypnose eine bei vielen Erkrankungen überaus wirksame und zudem vollkommen ungefährliche Behandlung dar.

Basilikum

Königliches Kraut vom Mittelmeer

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Pflanzengattung Basilikum (Ocimum) umfasst etwa 60 Arten aus der ­Familie der Lippenblütler, von denen einige Arten weltweit angebaut werden. Die bekannteste ist das in Mitteleuropa als Gewürz verwendete Basilikum (Ocimum basilicum). Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet „königlich“ (basilikos), was sich wahrscheinlich auf den würzigen, edlen Duft bezieht.

Rückstände in Obst und Gemüse:

Darauf sollten Sie beim Einkauf achten

Dipl. oec. troph. Stephanie Fromme

„Sport ist Mord und Gemüse ist giftig“ – mag mancher angesichts ­wiederholter Meldungen über Rückstände in Lebens­mitteln schließen. Spanischer Paprika fällt durch illegale Insektizide auf, Rucola aus ­Italien, Trauben aus der Türkei: belastet. Auch zu Johannisbeeren ­gibt’s fast durchweg Pestizide obenauf. Greenpeace warnt vor Gesundheitsrisiken, der zuständige Minister Horst Seehofer beschwichtigt. Der Verbraucher steht wieder einmal verunsichert zwischen den Fronten.

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