Mit Akupunktur gezielt behandeln

Zwölf wichtige Punkte der Schmerztherapie

Christian W. Engelbert, Arzt

Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse einer Studie zur Wirksamkeit der Akupunktur (Gerac-Studie) zeigten, daß Akupunktur Rücken- und Knieschmerzen deutlich besser linderte als die Standardtherapie. Für manche überraschend war allerdings die Tatsache, daß die Gruppe, die eine Scheinakupunktur bekam, bei der die Nadeln also bewußt an „falsche“ Stellen gesetzt wurden, fast in gleichem Ausmaß davon profitierte wie die Gruppe, bei der die vorgeschriebenen Punkte verwendet wurden. TCM-Therapeuten wundern sich darüber nicht. Ihrer Ansicht nach ist die Körperoberfläche von Hunderten von Akupunkturpunkten übersät.

Gallensteinen vorbeugen

Nicht warten bis der Stein sich meldet!

Josef Karl, Heilpraktiker

Gallensteine sind Wohlstandsprobleme: Bei 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung in westlichen Industrieländern bilden sie sich im Laufe des Lebens. Die Mehrheit der Betroffenen merkt davon nichts. Eine Unverträglichkeit fettreicher Speisen kann zwar ein Indiz sein, dies wird aber häufig übersehen. Wenn Gallensteine sich erst in Form einer Gallenkolik bemerkbar machen, hilft oft nur noch der Chirurg. Was tun, damit es nicht soweit kommt?

Anthroposophisch ergänzte Medizin bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Darmentzündungen mit (Heil-)Kunst kurieren

Prof. Dr. med. Volker Fintelmann

Schwere oder häufige Durchfälle über einen langen Zeitraum, manchmal schubweise, oft mit Blut im Stuhl, starke Bauchschmerzen, eventuell Fieber … Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) äußern sich massiv und erfordern in vielen Fällen eine schulmedizinische Therapie. Doch je länger die Krankheit andauert, desto mehr wünschen sich die meisten Betroffenen eine sanftere oder ganzheitliche Behandlung. Die anthroposophische Medizin bietet eine solche Therapie: nicht das eine „Supermedikament“, mit dem sich Kortison & Co. sofort ersetzen ließen, aber ein bewährtes Gesamtkonzept.

Bauchspeicheldrüsenschwäche

Wenn das Essen wie Blei im Magen liegt …

Dr. med. Volker Schmiedel

… steckt nicht selten die Bauchspeicheldrüse dahinter. Mit dem Älterwerden und bei fettreicher Ernährung verliert sie immer mehr an Leistungsfähigkeit und kann ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr genug Verdauungsenzyme produzieren. Eiweiße und Fette wandern unverdaut in tiefere Darmabschnitte, wo sie Blähungen, Schmerzen, Durchfälle und Völlegefühl hervorrufen können. Gleichzeitig gehen mit den unverdauten Fetten wertvolle Vitamine und Mineralien verloren. Wer unerklärlich heftig auf fettes Essen reagiert, sollte daher an die Bauchspeicheldrüse denken.

Müssen Sie aufstehen, bevor der Wecker klingelt?

Nächtlicher Ärger mit der Blase

Dr. med. Rainer Matejka

Ein- bis zweimal pro Nacht auf Toilette zu gehen, gilt noch als normal. Doch mit der Blase kann man nicht diskutieren. Das merkt jeder, den der Harndrang mehrmals pro Nacht aus dem Bett treibt und ihm am Ende gar den Schlaf raubt. Das Problem kann man umgehen, indem man die Ursache des nächtlichen Wasserlassens herausfindet und behebt. Manchmal liegt es nur am Trinkverhalten, es kann aber auch eine ernstzunehmende Erkrankung wie Herz- oder Nierenschwäche dahinterstecken.

Fluorid in Zahnpasta, Tabletten und Nahrungsmitteln

Müssen wir alle fluoridiert werden?

Christian Zehenter, Heilpraktiker

Fluorid begegnet den meisten Menschen täglich in der Zahnpasta. Viele wollen darüber hinaus über fluoridiertes Speisesalz oder Fluortabletten ihren Zähnen – oder denen ihrer Kinder – etwas Gutes tun. Doch das gesunde Gebiß, welches das Fluorsalz verleihen soll, läßt häufig auf sich warten. Durch das Verschlucken bereits relativ kleiner Mengen Zahnpasta kann es zudem zu einer Überdosierung mit ernsthaften Problemen kommen. Bis heute wird Fluorid nicht nur als Kariesprophylaxe, sondern auch als Pestizid gegen Insekten und Nagetiere verwendet.

Anregungen aus der klassischen Naturheilkunde

Bitte die Milz nicht links liegen lassen

Christoph Wagner, Heilpraktiker

In der modernen Medizin gilt die Milz als nicht lebensnot-wendig und findet daher selten besondere Beachtung. Für die traditionelle Heilkunde war sie dagegen ein Zentralorgan, und etwas von diesem Respekt hat sich in einigen naturheilkundlichen Richtungen bis heute erhalten oder wurde wiederbelebt. Praktische Erfolge – z. B. bei der Behandlung von Erschöpfungszuständen und Immunschwäche nach stärkeren Infektionskrankheiten – deuten darauf hin, daß es sich lohnt, die Milz nicht links liegen zu lassen.

Deutscher Naturheilbund startet Pilotprojekt

Gesunde Kinder – unsere Zukunft

Bewegungsmangel und falsche Ernährung, aber auch Streß, sind gravierende gesundheitliche Risikofaktoren – und zwar zunehmend bereits im Kindesalter. Der Deutsche Naturheilbund (DNB) hat nun im Rahmen seiner Initiative "Gesunde Kinder – unsere Zukunft" ein größeres Pilotprojekt mit Kindergärten und Grundschulen im süddeutschen Raum auf den Weg gebracht. Es wurde Anfang Juli in Bad Hindelang der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ab September soll im Oberallgäu und Unterallgäu bei Kindern, Eltern und Erziehern das Interesse an einem gesunden Lebensstil geweckt werden. Dafür wurden in den beiden Landkreisen, die sich gemeinsam als „Gesundheitsregion Allgäu“ profilieren, jeweils drei Kindergärten und drei Grundschulen ausgewählt. Für die Kinder sind Spaß am Kochen und Essen, Freude an Spiel und Bewegung geplant – denn mit erhobenem Zeigefinger oder Hinweis auf Krankheitsrisiken wird man bei ihnen nichts erreichen. Eltern und Erzieher sollen in Workshops und auf Informationsabenden aufgeklärt … weiterlesen

Zahngesunde Ernährung

Karies hat drei Namen: Sauer, süß und klebrig

Dr. oec. troph. Claudia Müller

Kein Zweifel: Zucker zerstört die Zähne, indem er sich im Mund zu Säure umwandelt, den Zahnschmelz zerfrißt und kariesfördernde Bakterien ernährt. Weniger beachtet wird jedoch, daß Säuregehalt und „Bißfestigkeit“ der Nahrungsmittel über die Zahngesundheit ebenso entscheiden. Der Verzicht auf Süßigkeiten allein sorgt daher noch lange nicht für ein makelloses Gebiß.

Mais

Süßes Korn aus der neuen Welt

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Der Mais (Zea mays) ist eine uralte südamerikanische Kulturpflanze. Bereits vor rund 4600 Jahren kultivierten und züchteten die Mayas im westlichen Tiefland von Guatemala über 80 verschiedene Maissorten. Kolumbus brachte 1493 die ersten Maiskörner aus Kuba mit nach Spanien. Mittlerweile wird Mais in Amerika, Mittel- und Südeuropa sowie Israel angebaut.

Was mir geholfen hat

Schafgarbenbäder gegen Myom

Heftige Kreuzschmerzen trieben Christel Zeise während der Ferien in die Frauenarztpraxis. Der Arzt diagnostizierte ein Myom und riet zur möglichst raschen Operation. "Nicht in den Ferien" dachte sie und zog ihr Heilkräuterwissen heran. Täglich nahm sie nun ein Schafgarbenbad. Die Schmerzen verschwanden, und nach zehn Bädern war das Myom enorm geschrumpft. Eine Operation wurde überflüssig.

Meine Kreuzschmerzen wurden immer stärker. Wenige Tage später konnte ich kaum noch gehen. Dabei waren wir gerade im Urlaub am Bodensee. Ich ging dort zum Arzt, der ein großes Myom in der Gebärmutter feststellte. „Angesichts der Größe des Myoms und der Beschwerden, die es verursacht, ist eine Operation schnellstens geboten.“, meinte er.

Naturheilärztlicher Rat

Neurodermitis

Unser fünf Monate alter Sohn Nicklas hat seit seiner sechsten Lebenswoche im Gesicht kleine Bläschen, mal stärker, mal schwächer ausgeprägt. Später kam Juckreiz hinzu. Leider konnte ich nicht voll stillen. Könnten das Anzeichen einer Neurodermitis sein? Auch mein Mann leidet unter trockener Haut.

In der Tat könnte es sich um eine Neurodermitis handeln. Da Ihr Mann unter trockener Haut leidet, ist eine Veranlagung naheliegend. Möglicherweise hat auch der Umstand, daß Sie nicht voll stillen konnten, dazu beigetragen. Als Auslöser für einen Neurodermitisschub gelten allergische Faktoren, z. B. bestimmte Nahrungsmittel. Reaktionen darauf können noch bis zu drei Tage später auftreten. Häufige Auslöser sind Zitrusfrüchte, Getreide oder Nüsse. Vermeiden Sie beim künftigen Zufüttern Kuhmilch und sämtliche Produkte daraus, zumindest während des ersten Lebensjahres. Bevorzugen Sie … weiterlesen

Handreflexzonenmassage

Den Körper über die Hände behandeln

Johanna Enache-Wigger

Unbewußt hat sicher jeder schon einmal von der Handreflexzonenmassage Gebrauch gemacht: Beim Nachdenken zupft man gerne an den Fingerkuppen oder reibt bei Anspannung mit dem Daumen der einen über die Handfläche der anderen Hand. Eine regelmäßige Behandlung der Reflexzonen kann Krankheiten vorbeugen. Die Medizin allerdings hat die Hände in Bezug auf die Reflexzonen lange Zeit unterschätzt. Sie eignen sich jedoch genauso für eine Reflexzonenmassage wie die Füße und sind für eine Selbstbehandlung besser erreichbar.

Zehn Minuten am Tag bereichern 24 Stunden

Mit Yoga zur Besinnung kommen

Erika Stolze

Yoga hat eine fünftausendjährige Geschichte. Es stammt aus dem „alten Indien“, einer ehemaligen Hochkultur. Ungefähr zweihundert Jahre vor Christus entstanden die noch heute praktizierten Übungen des Hatha-Yoga. Dessen Körper- und Atemübungen zeichnen sich vor allem durch ihre Ganzheitlichkeit aus. Sie wirken nicht nur auf den Körper, sondern auch auf Seele und Geist. Yoga ist mehr als nur das Ausführen einer Methode. Es kann, wenn mit innerer Anteilnahme geübt wird, zu einer inneren Verwandlung führen. Man dringt in die stillen Bereiche … weiterlesen

Zwangsstörungen – wo beginnt die Krankheit?

Wenn Zwänge das Leben beherrschen

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Fast jeder kennt sie, die harmlosen Alltagszwänge. Kinder versuchen, nicht auf die Striche zwischen den Fußbodenplatten zu treten. Wir erledigen Dinge immer in derselben Reihenfolge, sehen zweimal nach, ob der Herd ausgeschaltet ist, oder müssen dreimal auf Holz klopfen, damit kein Unglück passiert. Darin liegt noch kein Krankheitswert. Wenn die Zwänge allerdings überhand nehmen und ein normales Leben unmöglich machen, wird es Zeit, etwas dagegen zu tun.

Mit Hirtentäschel steht die Blutung

Mit Hirtentäschel steht die Blutung

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Wer seine Vorzüge nicht kennt, der geht meist achtlos am Hirtentäschel vorbei. Das zierliche Kraut wächst fast überall und wird leicht übersehen. Zu Unrecht, denn die Blattrosetten der Pflanze machen geschmacklich dem Feldsalat Konkurrenz. Zudem leisten ihre Samen in der Frauenheilkunde, besonders bei übermäßigen Monatsblutungen, und zur Blutstillung bei Nasenbluten wertvolle Dienste.

Richtig trainieren: aufbauen statt ermüden

Das kleine 1 x 1 des Freizeitsports

Christian Zehenter, Heilpraktiker

Mit über 40 Millionen Freizeitsportlern jeden Alters gibt es in Deutschland mehr Sporttreibende als Erwerbstätige. Laufen, (Nordic) Walking und Fitneßtraining stehen dabei besonders hoch im Kurs. Die meisten Freizeitsportler trainieren jedoch unwissentlich zu hart und zu unvorbereitet – und tun damit ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit nicht immer etwas Gutes. Wie Sie als Freizeitsportler oder Einsteiger den Sport richtig anpacken können und sich dabei wirklich wohlfühlen, leistungsfähiger und gesünder werden, ergibt sich aus wenigen, aber wichtigen Grundregeln.

Krankmacher ausschalten – Blutgefäße schützen

Sechs Pflanzen gegen die Arteriosklerose

Prof. Dr. med. Karin Kraft

Eine Arteriosklerose entwickelt sich bei jedem von uns im Laufe des Lebens. Die meisten Menschen können aber sehr viel tun, um ihr Fortschreiten zu verlangsamen. Voraussetzungen dafür sind Nichtrauchen, normales Körpergewicht und eine gesunde, abwechslungsreiche Nahrung. Darüber hinaus kennen wir einige Heilpflanzen, die nachweislich gegen Arteriosklerose wirken und den Verlauf der Erkrankung entscheidend beeinflussen können.

Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen

Senken Sie Ihr Homocystein

Dr. med. Karl-Heinz Ricken

Seit vielen Jahrzehnten stehen die Folgeerkrankungen der Arterienverkalkung wie Herzinfarkt und Schlaganfall in der Statistik der Todesursachen an erster Stelle. Sie sind auf eine Schädigung der Blutgefäße durch Rauchen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, Streß und Bewegungsmangel zurückzuführen. Allerdings wurden auch Fälle beobachtet, bei denen keiner dieser Risi-kofaktoren vorlag. Inzwischen hat man einen weiteren Risikofaktor entdeckt: Homocystein, das für etwa 10 Prozent des Gesamtrisikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich gemacht wird.

Das Beingeschwür beginnt oft mit Venenschwäche

Mit Bewegung und Druck das offene Bein heilen

Dr. med. Franz-Anselm Graf von Ingelheim

In Deutschland leiden über eine Million Menschen an offenen Beinen. Diese schwer heilenden, tiefen Wunden an den Unterschenkeln oder Füßen nennt man Ulcus cruris. Was vielleicht als unbeachtete Krampfader begann, endet als übelriechende, offene Wunde, die sich manchmal jahrelang nicht schließt. Oft haben betroffene Patienten einen langen Leidensweg mit erheblicher Einschränkung der Lebensqualität hinter sich. Mit einer fachgerechten Behandlung ist aber auch diesen Menschen zu helfen.

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