Thrombose im Auge: Sehkraft gerettet!

Dr. med. Jürgen Freiherr von Rosen

Markus Runge war 42 Jahre alt und kerngesund. Deswegen traf es ihn auch wie aus heiterem Himmel, als er eines Morgens auf dem rechten Auge kaum noch etwas sehen konnte. Er glaubte zunächst an einen Zufall. Als sich aber auch nach einer halben Stunde nichts geändert hatte, wurde er unruhig und suchte noch am gleichen Vormittag einen Augenarzt auf. Dieser stellte eine Zentralvenenthrombose des Auges fest. Diese Erkrankung ist gefährlich, da sie dauerhaft die Sehfähigkeit beeinträchtigen und sogar zur Erblindung … weiterlesen

Auberginen

Der Geschmack entsteht beim Kochen

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Heimat der Aubergine (Solanum melongena) ist wahrscheinlich Westindien. Heute wird sie nahezu in allen tropischen Ländern, aber auch in gemäßigten Klimazonen, angebaut, z. T. auch im Gewächshaus. Die asiatische Stammform war ursprünglich gelb oder weiß und nur hühnereigroß. Daher heißt sie in manchen Gegenden auch Eierfrucht. Heute habe Auberginen meistens eine purpur-violette Farbe und eine längliche, keulenartige oder rundliche Form. Es gibt aber auch weiße und gelbe Früchte. Das Gemüse ist mit Tomate, Kartoffel und Paprika verwandt, denn es … weiterlesen

Erkrankungen des Augenlids

Gersten- und Hagelkorn natürlich behandeln

Dr. med. Brigitte Schüler

Viele Menschen haben es schon einmal erlebt: Plötzlich schmerzt ein Augenlid aus unerklärlicher Ursache, es schwillt an, ist rot, druckempfindlich und jeder Lidschlag tut weh – ein Gerstenkorn entsteht. Diese akute Entzündung wird, schon aufgrund des ähnlichen Namens, oft mit dem Hagelkorn verwechselt. Dieses bereitet zwar meist keine Schmerzen, kann aber bis zu kirschgroß werden und heilt nicht so leicht ab wie das Gerstenkorn. Doch gegen beide sowie die recht häufig auftretende chronische Lidrandentzündung ist mehr als nur ein Kraut … weiterlesen

Naturheilkundlicher Rat – Blähungen

"Seit fast einem halben Jahr leide ich unter starken Blähungen, öfter mit Durchfall verbunden. Da ich aufgrund verschiedener Atemwegsinfekte mehrfach Antibiotika einnehmen musste, könnte darin die Ursache liegen. Ich habe es schon erfolglos mit Bittertropfen versucht. Können Sie mir ein Mittel empfehlen?" Blähungen sind ein "Riesenthema" (siehe zahlreiche Naturarzt-Artikel). Die Mehrheit der mir näher bekannten "Fälle" sind aber auf Ernährungsfehler und/oder psychische Belastung zurückzuführen. Übrigens bleibe ich meist selbst dann bei dieser Arbeitshypothese, wenn andere Therapeuten schon diverse Diagnosen gestellt haben. Dazu zählt für mich (meist) auch der Pilzbefund nach Antibiotika-Einnahme. Das A und O für eine gesunde Darmflora und problemfreie Verdauung ist eine bekömmliche Nahrung! Ich würde Ihnen empfehlen, versuchen Sie es zunächst mit weichgekochtem Vollkornreis oder Hirse (viel Wasser, lange Kochzeit, gerne auch im Drucktopf) plus gedünstetem Gemüse. Und von dieser meist sicheren Grundlage aus – oft zeigt sich innerhalb weniger Tage Besserung – gehen Sie dann weiter. Zucker meiden! Medikamente können auf dieser Basis hilfreiche Akzente setzen. Die Homöopathie kennt etliche "Blähungsmittel": Nux vomica hilft oft, wenn die Blähungen stressbedingt sind (man muss aber auch selbst am Stress etwas ändern wollen), Lycopodium bei Völlegefühl selbst nach kleinsten Essensmengen (hier könnte eine Galleproblematik vorliegen, siehe Naturarzt 3/2007 und 11/2002). Mit Carbo vegetabilis, homöopathisch, habe ich noch niemand durchschlagend helfen können, dafür jedoch mit Birkenkohle (Carbo betulae) in pflanzlicher Form. Die Kombination aus absorbierender Kohle plus beruhigender Kamille in Birkenkohle comp. (Weleda) bringt kurzfristig Entlastung; dies ist allerdings keine Dauerlösung. Da Bittertropfen bei Ihnen nichts gebracht haben, wäre ein Versuch mit Bolus alba comp. Pulver (Wala) angezeigt, zumal Sie auch an Durchfall leiden. Dabei wird die unmittelbare Hilfe für Magen und Darm (mittels Heilerde plus Anis, Kümmel, Kamille) mit Anregung der Oberbauchorgane (Enzian) verbunden. Dieses Mittel eignet sich für eine längere Kur. Der "Naturheilkundliche Rat" ersetzt nicht den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker.
Eine Entgegnung auf die Thesen Dr. Bollands

„Bei Vollwertkost gibt es keine Gluten-Intoleranz“

Ilse Gutjahr-Jung, Dr. med. Jürgen Birmanns

In der Januar-Ausgabe veröffentlichte der Naturarzt ein Interview mit Dr. med. Axel Bolland zu der Frage: „Machen uns Müsli, Brot und Nudeln krank?“ Bolland vertritt die These, dass – weit über den engen Kreis der Zöliakiepatienten hinaus – eine große Zahl von Menschen (80 Prozent) das Gluten, Klebereiweiß verschiedener Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen, Grünkern, Gerste), nicht verträgt. Er ist überzeugt, diese krankheitsfördernde Gluten-Intoleranz sei angeboren. Dazu erhielt die Redaktion eine Stellungnahme der „Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V.“, die sich auf … weiterlesen

Was mir geholfen hat

Yoga schenkte Energie und Ruhe für den Neuanfang

Plötzlich allein mit drei kleinen Kindern und massiven Rückenproblemen fand die junge Sportlehrerin Roswitha Maria Gerwin vor 35 Jahren erstmals Zugang zu Yoga. Sie wurde nicht nur ihre Schmerzen los, sondern gewann die Zuversicht, ihr Leben und die riesige Verantwortung zu meistern. Yoga wurde letztlich zu Beruf und Berufung.
Selbstheilung als Fundament der Medizin

Heilkraft unserer Natur – was ist das eigentlich?

Prof. Dr. med. Karl Pirlet und Dr. med. Monika Pirlet-Gottwald

Seit Jahrtausenden weiß jeder Arzt, jeder Gesunde, jeder Kranke, dass es eine Kraft in uns gibt, die uns heil hält und die uns auch wieder heil werden lässt. Doch weder Medizin noch Naturwissenschaften haben bisher sagen können, welcher Art diese lebens- und gesundheitserhaltende Kraft in uns ist. Prof. Karl Pirlet hat nach vielen Jahren der Beschäftigung mit der Physiologie (Wärmehaushalt, Herz, Kreislauf, Atmung, Molekularbiologie) eine Erklärung gefunden: im Kernprozess aller lebenden Systeme, im Innenleben einer jeden Zelle.

Mittelalterliche Heilkunde neu entdeckt

Was lernen wir von der Klostermedizin?

Naturarzt-Interview mit Dr. Johannes G. Mayer

Hätte man vor einigen Jahren in einer städtischen Fußgängerzone nach dem Begriff „Klostermedizin“ gefragt, so wäre das Ergebnis wohl überwiegend Achselzucken gewesen. Vielleicht hätte der ein oder andere Passant auf „Klosterfrau Melissengeist“ oder „Hildegard von Bingen“ getippt. Mittlerweile ist Klostermedizin fast populär geworden. Dass in den mittelalterlichen Schriften Schätze zu entdecken sind, gilt vielen Laien als sicher. Allerdings, so leicht ist das Geschäft des Schatzsuchers nicht! Die Naturarzt-Redaktion sprach mit Dr. Johannes G. Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin an der … weiterlesen

Ein Mittel gegen chronische Entzündungen

Vielversprechendes Weihrauchharz

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

In der traditionellen indischen Ayurveda-Medizin wird Weihrauch seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet. Hierzulande kennt man ihn eher von religiösen Ritualen oder als Geschenk der Heiligen Drei Könige. Seit den 1980er Jahren interessieren sich aber auch westliche Wissenschaftler für seine Heilwirkungen und kamen in ihren Studien zu bemerkenswerten Ergebnissen, vor allem bei chronischen Entzündungen wie Rheuma, Asthma und Morbus Crohn.

Arthrose – wie Sie den Verschleiß aufhalten

Dr. med. Andreas Weiß

Die Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Circa 6 Millionen Bundesbürger leiden darunter, vor allem an den Knie-, Hüft-, Finger- sowie den kleinen Wirbelgelenken. Jeder Mensch kann früher oder später betroffen sein, denn alle Körperzellen unterliegen im Laufe des Lebens einem natürlichen Verschleiß. Im Alter nimmt daher die Häufigkeit der Arthrose zu. Mit viel Bewegung und richtiger Ernährung kann man jedoch gegensteuern.

Mehr Vitalstoffe, weniger Medikamente!

Rheuma

Dr. med. Volker Schmiedel

Unter Rheuma versteht man ziehende, reißende oder fließende Schmerzen am Muskel- und Skelettsystem. Dahinter verbergen sich die verschiedensten Krankheiten. Medizinisch korrekt heißt es daher: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Bei den entzündlichen Formen, wie chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew oder der Arthritis bei Schuppenflechte, handelt es sich um ein Autoimmungeschehen, bei dem Abwehrzellen körpereigenes Gewebe angreifen. Die eigentliche Ursache ist zwar noch nicht geklärt, trotzdem gibt es erfolgreiche Behandlungsstrategien.

Koriander: Gewürzkraut und Verdauungshilfe

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Im alten China glaubte man, dass der Verzehr von Korianderfrüchten Unsterblichkeit verleihe. Schon vor 3500 Jahren verwendeten die Ägypter die zerstoßenen Früchte bei Schlaflosigkeit, Verstopfung und auch als luststeigerndes Mittel. Heutzutage verwendet man das frische Kraut, die getrockneten Früchte und ätherisches Korianderöl in der Küche und als Arznei. Kraut und Früchte schmecken jedoch völlig unterschiedlich.

Die 7 besten Übungen fürs Knie

Bloß nicht in die Knie gehen!

Rainer Pflaum

Es gibt kein Lebensalter, das vor Kniebeschwerden schützt: Jung und alt kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen jederzeit treffen. Manchmal, etwa beim Sport, kommen die Beschwerden plötzlich, mitunter stellen sie sich aber aufgrund von Verschleiß auch schleichend ein und werden immer schlimmer. Ganz gleich, wie es passiert: Unsere Beweglichkeit ist empfindlich eingeschränkt. Mit kniegerechtem Verhalten und einfachen Übungen kann man effektiv vorbeugen und leichte Beschwerden wieder in den Griff bekommen.

Naturarzt-Check

Sind Ihre Augen noch gesund?

Mit dem Sehen orientieren wir uns in der Welt und erhalten mehr Eindrücke als mit allen anderen Sinnen zusammen. Funktioniert die Sehfähigkeit, denken wir nicht weiter darüber nach. Erst wenn die so selbstverständliche Fähigkeit nachlässt, werden wir uns der Bedeutung dieses Sinnes bewusst. Neben Kurz- und Weitsichtigkeit sowie dem normalen altersbedingten Nachlassen der Sehkraft gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die sich durch zum Teil nur sehr diskrete Sehstörungen ankündigen und deshalb häufig unbemerkt bleiben. Ab dem 45. Lebensjahr steigt das Risiko für bestimmte Erkrankungen – deshalb sollte man ab diesem Alter besonders aufmerksam sein und die Warnsignale kennen. Machen Sie den Test!
Tibetische Medizin

„Psychosomatik“ vom Dach der Welt

Dr. med. Karl-Heinz Ricken

Die tibetische Medizin ist neben der traditionellen chinesischen Heilkunde (TCM) und der indischen Medizin (Ayurveda) das dritte asiatische Medizinsystem, dessen Grundlage die untrennbare Wechselbeziehung zwischen Körper, Seele und Geist bildet. Krankheit versteht der tibetische Arzt als ein Ungleichgewicht, das im wesentlichen durch psychische Faktoren bzw. „Geistesgifte“ verursacht wird. Trotz dieses „psychosomatischen“ Ansatzes spielen körperliche Funktionen und Beschwerden eine große Rolle in Diagnose und Therapie.

Tanztherapie

Tanzend die Gefühlswelt erkunden

Nicole Hartmann, Choreographin und Heilpraktikerin

Künstlerische Therapien, zu denen auch die Tanztherapie gehört, gewinnen zunehmend an Bedeutung, vor allem in der Behandlung von psychischen Störungen, Traumata oder in der Krebsnachsorge. Vor kurzem wurde an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg die erste deutsche Studie zur Wirksamkeit einer Tanztherapie nach Behandlung eines Krebsleidens durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass sich Wohlbefinden und Lebensqualität der teilnehmenden Frauen deutlich besserten.

Schmerzen, Verdauungsprobleme, trockene Augen, Migräne

Wenn die Galle „bockt“

Dr. med. Rainer Matejka

Versagt die Galle ihren Dienst, macht sich das durch eine Vielzahl unangenehmer Beschwerden wie quälenden Druck im Oberbauch oder Verstopfung bemerkbar. Denn die Gallenflüssigkeit ist im Darm für die Verdauung unentbehrlich. Nicht nur Gallensteine behindern den Abfluss des Verdauungssaftes, auch die kleinen Gallenwege können zum „Engpass“ werden. Diese Störung lässt sich mit den üblichen Untersuchungsmethoden kaum nachweisen – doch ohne Diagnose kann dem Patienten nicht geholfen werden. Die Naturheilkunde weiß Rat und kennt wirksame Mittel, mit denen man die Beschwerden … weiterlesen

Wie wirkt das

Metoclopramid

Dr. med. Volker Schmiedel

Naturheilkundlich orientierte Patienten stehen schulmedizinischen Arzneimitteln oft skeptisch gegenüber. Andere Kranke haben eher übersteigerte Erwartungen. Viele Vorurteile beruhen auf mangelnder Information. Um hier Klarheit zu schaffen, stellen wir in loser Folge die am häufigsten verwendeten Arzneimittel vor. Diesmal: Ein Medikament gegen Übelkeit …

Von Computerspielen bis Shopping – verkannte Süchte

Wenn Leidenschaft zur Sucht wird

Dipl.-Psych. Anna-Konstantina Richter

Fällt das Wort „Sucht“, denken wir meist an Alkohol-, Tabletten- oder Drogenabhängigkeit. Im Laufe der Zeit hat sich der Suchtbegriff jedoch auf weitere Verhaltensbereiche ausgeweitet. Immer mehr Menschen scheinen die unterschiedlichsten Tätigkeiten exzessiv zu betreiben. So wird zum Beispiel immer häufiger von Spielsucht, Kaufsucht, Sexsucht, Arbeitssucht oder Computersucht berichtet. Bei diesen Süchten spricht man von Verhaltenssüchten.

F. X. Mayr-Diagnostik: Den Darm als Krankheitsursache erkennen

Die Haltung zeigt die Störung an

Dr. med. Claudia Milz

Schon lange verlassen sich Ärzte nicht mehr nur auf ihre Sinne, sondern benutzen Geräte und Laboruntersuchungen zur Beurteilung des Gesundheitszustandes. Dem österreichischen Arzt F. X. Mayr standen Apparate noch nicht zur Verfügung. Er entwickelte Kriterien, nach denen man Verdauungsstörungen und ihre Folgen an äußerlichen Veränderungen des Körpers erkennen kann. Sie sind heute noch gültig.

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