Oft übersehen: Zahnersatz als Ursache für Allergien

Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

Wer die mittleren Lebensjahre ohne Anzeichen einer Allergie überschritten hat, meint zumeist, dass es ihn nicht mehr „treffen“ kann. Das erweist sich als Trugschluss, denn die Zahl der „Späteinsteiger“ in die Allergie nimmt zu. Das sind Menschen, die nie Beschwerden hatten und plötzlich ohne erkennbaren Grund allergisch reagieren. Die Spurensuche endet oft auf dem Zahnarztstuhl: Zahnersatz in Form von Füllungen, Kronen und Implantaten kann Allergien auslösen. Doch es gibt Möglichkeiten, für den Patienten verträgliche Materialien zu finden.

Naturheilkunde in Akutkliniken

„Im Prinzip reicht die Einweisung des Hausarztes“

Naturarzt-Interview mit Privatdozent Dr. med. Rainer Brenke

In vielen Rehakliniken wird Naturheilkunde betrieben, dagegen ist dies in den „normalen“ Krankenhäusern – den Akutkliniken – die Ausnahme. Es gibt nur wenige dieser Einrichtungen, die sich die Naturheilkunde ausdrücklich auf die Fahnen schreiben. Dr. med. Rainer Brenke, Chefarzt der Abteilung für Naturheilverfahren an der Hufeland-Klinik Bad Ems, ist Sprecher der „Arbeitsgemeinschaft für Naturheilverfahren im Akut- krankenhaus“, die es seit 2001 gibt. Mit ihm sprach Naturarzt- Chefredakteur Dr. med. Rainer Matejka.

Amaranth

Das vergessene Korn der Mayas

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Amaranth-Pflanze (Amaranthus spec.) stammt ursprünglich aus Mexiko und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die Gattung umfasst etwa 60–70 Arten, die auf allen Kontinenten wachsen. Da Amaranth nicht wie andere Brot-Getreidearten zu den Gräsern gehört, wird die Pflanze daher als Pseudo-Getreide oder Körnerfrucht bezeichnet. In vielen Regionen nutzt man Amaranth auch als Blattgemüse. In Deutschland war er vor allem als Zierpflanze (Gartenfuchsschwanz) und Ackerunkraut bekannt.

Heuschnupfen anthroposophisch behandeln

Sich besser abgrenzen mit Quitte und Zitrone

Werner Schmötzer, Heilpraktiker

Wenn die Nase läuft, die Augen schwimmen, alle Schleimhäute aufquellen und Pollen „schuld“ daran sind, nennt man es Heuschnupfen. Die Grenzziehung zwischen innen und außen ist nicht mehr in der Weise gewahrt wie beim gesunden Organismus. Die anthroposophische Medizin behandelt dies mit ganz eigenen Arzneien, die sonst in der Naturheilkunde keine Rolle spielen. Allerdings ist es mit den Medikamenten allein oft nicht getan.

Wegweiser zur gesunden Ernährung

Lebensmittelpyramiden verstehen und nutzen

Dipl. oec. troph. Stephanie Fromme

Vielleicht haben Sie sie schon einmal gesehen: Bunte Bildchen von Lebensmitteln, angeordnet in Pyramidenform. Dem Verbraucher sollen solche Darstellungen die Auswahl ernährungsphysiologisch wertvoller Lebensmittel erleichtern. Verwirrend ist nur, dass man verschiedene Pyramiden mit unterschiedlichen Inhalten findet: z. B. stehen Brot und Nudeln mal unten, mal mehr in der Spitze. Ratlosigkeit und Verunsicherung sind vorprogrammiert.

So werden Sie Furunkel und Karbunkel los

Dr. med. Franz-Anselm Graf von Ingelheim

Für die Betroffenen ist der Leidensdruck hoch, wenn sich z. B. nach der Rasur eine dicke, zunächst rote, später eitrige Pustel auf der Wange zeigt. Oder wenn das Sitzen zur Qual wird, weil eine Eiterbeule das Gesäß erwischt hat. Furunkel – so die medizinische Bezeichnung – sind nicht nur schmerzhaft, bei falscher Behandlung können die eitrigen Geschwüre sogar eine Blutvergiftung auslösen. Treten sie wiederkehrend auf, kann dies Zeichen einer ernst zu nehmenden Störung des Organismus sein.

Auf die Qualität kommt es an

Energie pur aus Trockenobst

Dr. rer. nat. Bettina Pabel

Wer sich die sprichwörtlichen Rosinen aus dem Kuchen pickt, sucht sich damit das besonders Gute heraus. Ebenso wie andere Trockenfrüchte stecken die kleinen Kraftpakete voller Nährstoffe. Dörrobst ergänzt eine vollwertige Ernährung und bietet sich besonders im Winter als leckere Alternative zu Importobst an. Das Angebot an Trockenfrüchten ist groß und vielfältig geworden – neben Apfelringen und Backpflaumen bereichern Exoten wie Mango und Ananas das Sortiment.

Schulter-Arm-Syndrom

Mit richtiger Diagnose dem Schmerz auf der Spur

Hans-Heinrich Jörgensen, Heilpraktiker

Verschleiß der Halswirbel, Angina pectoris oder Rotatorenmanschettenriss – so unterschiedlich lauten die Diagnosen, wenn man mit Schmerzen im Schulter-Arm-Bereich zum Arzt geht. Denn die Beschwerden können auf Störungen an der Halswirbelsäule, in der Schulter oder im Arm beruhen. Das Röntgenbild führt oft auf die falsche Fährte. Sorgfältige Untersuchung und detektivisches Gespür des Behandlers sind deshalb gefragt.

Lassen Sie sich nicht verrückt machen

Allergietests – was bringen sie wirklich?

Dr. med. Rainer Matejka

So mancher Patient, bei dem eine Allergie vermutet wird, sieht sich nach diversen Testdurchgängen mit dem Problem konfrontiert, dass er fast nichts mehr essen darf. Und was der eine als Nickelallergie diagnostiziert, kann bei dem nächsten zu einer Hausstaubmilbenallergie mutieren. Allergiediagnostik erfordert sorgfältige Anamnese, genaues Beobachten und gehörige Skepsis gegenüber dem Testergebnis. Sonst geschieht es leicht, dass der Patient im Diagnosedschungel verloren geht.

Was mir geholfen hat

Nächtliche Unruhe nach Schlaganfall mit TCM geheilt

Nach der Hirnblutung war nichts mehr so wie vorher. Trotz Daueranschlüssen für künstliche Ernährung und Harnableitung wollte Inge Simon (Name geändert) ihren Mann bei sich zu Hause haben. Hier war er plötzlich jede Nacht sehr unruhig. Neurologische Medikamente halfen nicht, jedoch zwei Akupunktursitzungen.
Dr. med. Rainer Matejka

Naturheilärztlicher Rat – Entzündung durch Vitamin E?

Seit etwa vier Jahren nehme ich für meine Gelenke regelmäßig Vitamin E ein. Es hat mir auch geholfen, nur bekam ich in regelmäßigen Abständen Venenentzündungen. Teilweise sind sie so schmerzhaft, dass ich nicht mehr gehen kann. Kein Arzt fand die Ursache heraus. Kürzlich las ich, dass man von Vitamin E Venenentzündungen bekommen kann. Wie soll ich mich künftig verhalten? Ich muss gestehen, auch ich habe noch nicht gehört, dass Vitamin E Venenentzündungen auslösen soll. Bei Ihnen könnten auch andere Ursachen mitspielen. Anlass für eine Venenentzündung gibt meist eine ungünstige Zusammensetzung des Blutes, indem es zu dick oder auch übersäuert ist. Um dies abzuklären, sollten Sie Ihr Blut auf den Hämatokrit- und Fibrinogen-Wert hin untersuchen lassen. Es erscheint auch sinnvoll, z. B. über die Laborwerte CRP (C-reaktives Protein) und ASL (Antistreptolysin-Titer), abzuklären, ob chronische Entzündungen in Ihrem Körper bestehen. Bei einer Abweichung dieser Werte von der Norm sollte Ihr Arzt entsprechende therapeutische Gegenmaßnahmen einleiten. Ich könnte mir vorstellen, dass sich bei Ihnen "entsäuernde" Maßnahmen günstig auf die Venenentzündung auswirken: basische, vegetarisch betonte Kost und dazu Basenpulver wie Neukönigsförder Mineraltabletten®, Basentabs®Pascoe, MeineBase® oder Basosyx®. Außerdem empfehle ich, die Vitamin-E-Dosis auf täglich 200 IE zu reduzieren. In verschiedenen Studien wurde herausgefunden, dass bei entzündlichen Erkrankungen bereits 200 IE einen guten Heileffekt haben, vorausgesetzt, man nimmt gleichzeitig täglich 200 mg Vitamin C dazu ein. Bei ausschließlicher Verwendung von Vitamin E scheint dieses selbst zum aggressiven freien Radikal zu werden. Dies wäre auch eine mögliche Erklärung, falls Vitamin E tatsächlich Venenentzündungen begünstigen sollte. Um das Vitamin E davor zu schützen, gibt man Vitamin C dazu. Heute gilt als Standard: Vitamin E und C immer zusammen nehmen. Der "Naturheilärztliche Rat" ersetzt nicht den Besuch bei einem naturheilkundlich tätigen Arzt.

Gürtelrose ohne Folgen abgeheilt

Dr. med. Reza Schirmohammadi

im Bereich der Brust- oder Lendenwirbelsäule auf, einseitig oder selten beidseitig. Schulmedizinisch wird sofort mit antiviralen Medikamenten, Schmerz- und Beruhigungsmitteln behandelt. Oft gelingt es so, die Erkrankung zu verkürzen und zu beherrschen, so dass der Patient schon bald beschwerdefrei ist. Die Schmerzen können aber auch unerträglich werden und allen starken Schmerzmitteln trotzen.

Signaturenlehre nach Paracelsus

Was verrät uns die Pflanzengestalt?

Margret Rupprecht, Heilpraktikerin

Um die Heilwirkung einer Pflanze zu erkennen, wurde in Zeiten, als es noch keine Laboranalysen und Doppelblindstudien gab, vom Äußeren auf das Innere geschlossen: von Merkmalen wie Gestalt, Farbe, Geruch, Standort über das Wesen auf die Wirkung. Dieser alte Weg der Heilpflanzenerkenntnis wird Signaturenlehre genannt. Darauf beruhte nicht nur das Heilwissen der Kelten und Germanen, sie spielt auch in der jahrtausendealten Medizin der Chinesen, Inder und Tibeter eine Rolle und fand Eingang in die anthroposophische Medizin.

Natürliches Anti-Aging

Älter werden ohne sich alt zu fühlen

Christian W. Engelbert, Arzt

Dass im Alter die Gelenke schmerzen, die Gliedmaßen steifer werden und die „Pumpe“ schwächelt, halten viele für unabwendbares Schicksal. Das Altern wird als Belastung empfunden – für den Betroffenen selbst, aber auch für die Allgemeinheit. Keiner möchte daher alt sein, aber trotzdem ist ein langes Leben für viele erstrebenswert. Grund genug, Strategien zu entwickeln, um die Jahre im höheren Alter bei guter Gesundheit genießen zu können.

Antidepressivum ohne Nebenwirkungen

Die heilende Kraft des Singens

Wolfgang Bossinger, Diplom-Musiktherapeut

Machen sich Ihre Mitmenschen über Sie lustig, weil Sie gerne unter der Dusche oder in der Badewanne singen? Lassen Sie sich nicht beirren und singen Sie weiter, möglichst auch noch im Auto, zu Hause oder im Chor. Oder hat man Ihnen vermittelt, dass sie unmusikalisch sind und nicht singen können? Unsinn! Jeder Mensch ist musikalisch. Entdecken Sie die Freude am Singen. Es lohnt sich auch gesundheitlich: Gesang stärkt das Immun- und das Herz-Kreislauf-System.

Systemische Therapie

Perspektivwechsel in der Familie

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

In der systemischen Therapie wird der Mensch als Teil eines familiären Systems betrachtet, aus dem er seine Fähigkeiten und Stärken schöpft, das aber auch Ursache seiner Verhaltensauffälligkeiten sein kann. Die Familie ist jedoch nicht nur für das Verständnis der Probleme von Bedeutung, sondern sie verfügt auch über „Selbstheilungskräfte“, die mit Unterstützung eines Therapeuten mobilisiert werden können.

Heilmittel bei Erkältung, Fieber und Grippe

Die Linde lindert manches Leiden

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Viele Orte in Mitteleuropa haben eine Dorflinde, die traditionell das Zentrum des Ortes bildete und Treffpunkt für den Nachrichtenaustausch war. Die Blüten dieses für die Dorfgemeinschaft so zentralen Baumes haben in der Volksheilkunde eine lange Tradition. Bekannt ist die schweißtreibende Wirkung des Lindenblütentees, die Erkältungen rasch zum Verschwinden bringt. Doch die feinen Blüten entfalten noch weitere Heilwirkungen und lassen sich etwa als sanftes Beruhigungsmittel und bei Kopfschmerz einsetzen.

Wie Medikamente und Nahrungsmittel sich beeinflussen

Achtung Wechselwirkung!

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Dass es Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und bestimmten Nahrungsmitteln gibt, ist vielen Patienten nicht bewusst. Und nicht immer geben „Packungsbeilage und Arzt oder Apotheker“ geeignete Hinweise. Wer ahnt schon, dass bereits eine Tasse Kaffee mehr als üblich die Wirkung von Asthmamitteln erheblich steigern kann oder Milch manches Antibiotikum unwirksam macht? Unwissentlich passieren bei der Einnahme von Medikamenten häufig Fehler, die zu unerwünschten Nebenwirkungen führen oder die Wirkung der Arznei sogar verhindern.

Vielseitig, vollwertig, bedarfsgerecht

Zehn Tips für Ernährung bei Typ-2-Diabetes

Marita Schneider

Zur Zeit gehen Experten von 6 Millionen Deutschen mit Diabetes Typ 2 aus, in fünf Jahren rechnet man bereits mit 10 Millionen. Ursachen sind, neben einer genetischen Veranlagung, das durch Fehlernährung hervorgerufene Übergewicht und der Bewegungsmangel. Marita Schneider wurde vor Jahren selbst mit der Diagnose Diabetes konfrontiert und stellte ihre Ernährung radikal um. Heute hilft sie als Ernährungsberaterin Betroffenen mit alltagstauglichen Tips.

Überwinden Sie den inneren "Schweinehund"

Diabetes: gut motiviert die Chancen nutzen

Dr. med. Volker Schmiedel

Die Diagnose „Typ-2-Diabetes“ ist zunächst einmal deprimierend. Bedeutet sie doch, dass man sein Leben umkrempeln muss, wenn man eine Besserung erreichen will. Die Diagnose bietet jedoch auch eine große Chance: Allein mit mehr Bewegung und gesunder Ernährung können die meisten die Krankheit in den Griff bekommen. Und wer es schafft, seinen Lebensstil zu ändern, kommt besser die Treppen hoch, sieht besser aus, ist fitter und fühlt sich rundum wohler.

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