Wie das Einrenken funktioniert

Chirotherapie: Nach einem Knacks gesund?

Dr. med. Emmerich Verderber

Es sieht für manche nach Gewaltanwendung aus, wenn Chirotherapeuten, mehr oder weniger eng verschlungen mit dem Patienten, dessen Körperteile drehen und biegen oder ruckartig an Gelenken dehnen. Und gelegentlich klingt es auch gefährlich: „Knacks“. Doch oft stellt sich danach sofortige Besserung ein. Und daher gehen viele Patienten, vor allem bei Rückenschmerzen oder ischiasartigen Beschwerden zum „Einrenken“, auch wenn die Therapeuten dieses Wort heute nicht mehr so gerne verwenden.

Was mir geholfen hat

Fit im Alter mit basischer Kost und Reiki

In ihren ersten 50 Lebensjahren war Helga Schaerf ständig krank. Als Kind waren es entzündete Mandeln, dann eine infektiöse Hepatitis, später Verdauungsprobleme und eine chronische Leber- und Milzentzündung. Mit 40 Jahren wog sie noch 43 Kilogramm. Heute mit 68 ist sie gesund wie nie zuvor – mit basischer Kost und Reiki.
Aus der ärztlichen Praxis

Schwellung unter der Zunge gebannt

Dr. med. Karl-Heinz Friese

Marita Nicolaus (Name von der Redaktion geändert) rutschte unruhig auf Ihrem Stuhl hin und her. „Können Sie sich bitte die Schwellung unter meiner Zunge anschauen? Seit einer Woche kann ich kaum noch anständig schlucken!“ Als ich die angegebene Stelle untersuchte, fiel mir ein etwa walnußgroßer Tumor links unter der Zunge auf. Er war auch von außen gut erkennbar und schimmerte bläulich. Ich drückte vorsichtig mit dem Finger darauf. Das Gewebe war prall elastisch. Die Dreißigjährige knetete nervös die Finger. „Mal … weiterlesen

Dr. med. Rainer Matejka

Naturheilärztlicher Rat – Fettleber und Venenleiden

Seit 11 Jahren habe ich (weiblich) eine leichte Fettleber. Die erhöhten Leberwerte gingen auch nach der Gallenoperation nicht zurück. Der Gamma-Wert als wichtigster Anzeiger für die Leberbelastung liegt mit 45 bis 53 U/l im oberen Bereich. Blutsenkung und Cholesterinwert sind ständig leicht erhöht. Auch habe ich inzwischen mehrere Venenoperationen hinter mir, und seit geraumer Zeit heilen meine Wunden sehr schleppend. Besteht ein Zusammenhang zwischen Leber, Venen und Wundheilung? Antwort des Autors: Aus meiner Sicht ist es nicht ungewöhnlich, daß nach einer Gallenoperation die Leberwerte erhöht bleiben. Bitte lassen Sie demnächst bei einer Blutuntersuchung auch den leberspezifischen GLDH-Wert kontrollieren. Falls er erhöht sein sollte, spricht dies für einen Stau in den Gallenwegen. Mit Erdrauch-Präparaten oder der javanischen Gelbwurz lassen sich die Gallenwege dann gezielt entlasten. Auch die leichte Fettleber könnte Ursache für die erhöhten Werte sein. Eine Mariendistel-Kur über einige Wochen, z. B. mit Silymarin® 140 Stada oder Silibene® 140 nach Dosierungsempfehlung, könnte die Leber entlasten. Sechs bis acht Wochen später müßte bereits eine positive Wirkung über eine Blutanalyse nachweisbar sein. Alternativ möchte ich Ihnen zu einer Behandlung mit dem homöopathischen Präparat Chelidonium D4 oder Hepeel® raten.
Psychoneuroimmunologie

Das Immunsystem als Spiegel der Seele

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Die Zusammenhänge zwischen Gehirn, Psyche und Immunsystem sind spannend wie ein Krimi: Wußten Sie etwa, daß Ihre inneren Bilder und Vorstellungen mit den „Killerzellen“ der Immunabwehr kommunizieren? Die Psychotherapie nutzt diese Mechanismen und setzt bestimmte Verfahren beispielsweise bei Krebserkrankungen ein, um das Immunsystem gezielt zu stärken.

Was mir geholfen hat

Mit Hypnose weg von der Zigarette

Rauchen paßte nicht in den gesundheitsbewußten Lebensstil von Petra Schumacher-Hendus. Einerseits schwor sie auf Homöopathie, andererseits rauchte sie täglich mehr als eine Schachtel Zigaretten. Als im Freundeskreis viele zu Nichtrauchern wurden, versuchte auch sie nach 20 Raucherjahren den Abschied von der Zigarette. Die medizinische Hypnose half ihr dabei dauerhaft – mit nur einer einzigen Sitzung. Zwanzig Jahre lang gehörte eine gefüllte Zigarettenschachtel zur Standardausrüstung meiner Handtasche. In unserem Freundeskreis war der blaue Dunst immer dabei. Auch gemeinsam mit meiner Schwester rauchte ich bei unseren vielen schönen Gesprächen eine Zigarette nach der anderen.
Rote Bete

Erdiger Geschmack aus tiefroter Wurzel

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Die rote Bete (Beta vulgaris) entstand durch Züchtung aus der Runkelrübe. Sie wird heute in Europa großflächig kultiviert. Nach der Ernte geht ein Großteil der Rüben an die Lebensmittelindustrie, die den roten Farbstoff mit einer E-Nummer versehen hat und ihn als natürliches Färbemittel verwendet – beispielsweise bei der Zubereitung von Speiseeis oder Milchprodukten. Auch Stoffe werden mit Betanin (E 162) gefärbt.

Mit chinesischer Medizin gut in die neue Lebensphase

Wechseljahre ohne Hormone bewältigen

Dr. rer. nat. Christian Schmincke

Jede Frau erlebt die Wechseljahre anders: Manche merken gar nichts, andere plagen sich mit vielerlei Beschwerden. Hormone, früher das Allheilmittel für diese Zeit, sind – zu Recht – in Verruf geraten. Die traditionelle chinesische Medizin bietet alternative Behandlungsmöglichkeiten. Zwar existiert in der klassischen chinesischen Medizinliteratur diese „Krankheit“ nicht. Europäische TCM-Praktiker entwickelten jedoch moderne und wirksame Therapiekonzepte auf der Basis des chinesischen Krankheitsverständnisses.

Wie wirkt das

Antacida

Dr. med. Volker Schmiedel

Naturheilkundlich orientierte Patienten stehen schulmedizinischen Arzneimitteln oft skeptisch gegenüber. Andere Kranke haben eher übersteigerte Erwartungen. Viele Vorurteile beruhen auf mangelnder Information. Um hier Klarheit zu schaffen, stellen wir in loser Folge die am häufigsten verwendeten Arzneimittel vor. Diesmal geht es um Medikamente, die Magensäure neutralisieren.

Was die Obst- und Gemüse-Kampagne verspricht

„5 am Tag“: Bescheiden – aber besser als nichts

Christoph Wagner, Heilpraktiker

Wer viel Grünzeug und natürlich Buntes ißt, lebt gesünder und länger. Dafür gibt es eine Fülle wissenschaftlicher Belege. Diese Erkenntnisse haben jedoch die Ernährungsgewohnheiten der meisten Deutschen noch nicht nachhaltig verändert: Es wird vor allem zu wenig Gemüse gegessen. Seit einigen Jahren läuft die Kampagne „5mal am Tag Obst und Gemüse“, von der die Betreiber behaupten, sie sei mittlerweile die populärste Ernährungskampagne. Grund genug, die Sache etwas genauer zu betrachten.

Pflanzliches Antibiotikum von der Wiese

Spitzwegerich lindert Husten und Juckreiz

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Der Spitzwegerich gehört zu den häufigsten einheimischen Heilkräutern. Seine Blätter enthalten eine Kombination von Heilstoffen, die in vielseitiger Hinsicht auf die Bronchien wirken: reizmildernd, entzündungswidrig, lungengewebsfestigend und antibakteriell. Er ist ein ideales Hustenmittel, wird aber auch äußerlich angewandt: Mangels Antibiotika therapierten viele Ärzte im Zweiten Weltkrieg infizierte Wunden mit Zubereitungen aus Spitzwegerich.

Gesundheit aus dem Meer: Mehr Fisch auf den Tisch?

Dipl. oec. troph. Stephanie Fromme

„Fisch ist gesund!“ Die einschlägigen Ratgeber sind sich darin einig und wollen Fisch mindestens einmal pro Woche auf dem Speiseplan sehen. Zugleich häufen sich die Nachrichten über Schadstoffe und Medikamentenrückstände in Fisch und Meerestieren. Umweltorganisationen prangern die Plünderung der Weltmeere an. Grund genug, einen kritischen Blick auf das zu werfen, was aus dem Meer so alles auf unserem Teller landet.

Tips für die kühle Jahreszeit

Jetzt kann der Herbst kommen!

Dr. med. Matthias Menschel

Ganz gleich, ob Sie zu den Menschen gehören, die es schon beim Gedanken an den Herbst fröstelt, oder ob Sie sich darauf freuen: Körper und Seele reagieren auf die natürlichen jahreszeitbedingten Änderungen und bereiten sich auf die kühle Zeit vor. Mit ebenso einfachen wie wirkungsvollen Mitteln können Sie den Wechsel sinnvoll begleiten.

Ist Ihre Schilddrüse noch gesund?

Dr. med. Rainer Matejka

Pro Jahr werden circa 120.000 Patienten an der Schilddrüse operiert, weil zu spät erkannt wurde, daß sie an einer Schilddrüsenkrankheit leiden. Je früher Knoten oder ein Kropf entdeckt werden, desto besser kann man gegensteuern und eine Operation hinauszögern oder sogar vermeiden. Dr. med. Rainer Matejka zeigt auf, welche Schilddrüsenkrankheiten hinter Symptomen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen stecken können.

COPD: Die chronische Bronchitis des 21. Jahrhunderts

Wenn Atemnot das Leben schwermacht

Dr. med. Volker Brauner

Was der Volksmund schlicht als chronische Bronchitis bezeichnet, ist im 21. Jahrhundert unter der Abkürzung „COPD“ angekommen. Immer häufiger begegnet man der Bezeichnung – und auch die Zahl der Betroffenen steigt. Die WHO befürchtet, daß chronische Erkrankungen der Atemwege weltweit bald an die dritte Stelle der häufigsten Todesursachen rücken. Was verbirgt sich hinter „COPD“? Und wie hilft man den Betroffenen?

Aus der ärztlichen Praxis

Lenas Weg aus der Neurodermitis

Dr. med. Rainer Schmidt-Fuchs

Lenas Mutter war verzweifelt: „Sehen Sie sich bitte mein Kind an. Ich kann kaum noch mit anschauen, wie sie sich dauernd kratzen muß!“ Lena, damals knapp dreieinhalb Jahre alt, wurde wegen einer mittelschwer ausgeprägten Neurodermitis vorgestellt. Das Kind und seine Eltern hatten während der letzten drei Jahre die verschiedensten Therapiewege verfolgt, jedoch stets mit nur kurzfristigem Erfolg. Eine Auslaßdiät von Milch und Milchprodukten, Eiern, Zucker, Nüssen und Fleisch brachte keine nachhaltige Besserung. Nahrungsmittelallergien wurden durch eine Blutuntersuchung ausgeschlossen. Lena entwickelte … weiterlesen

Wie funktionieren Schüßler-Salze?

„Die natürlichen Abläufe wieder in Gang bringen“

Naturarzt-Interview mit Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Seit Jahren schon findet die „Biochemie nach Dr. Schüßler“ wachsendes Interesse, vor allem auch unter Laien. In den Gesundheitsregalen des Buchhandels nehmen Laien-Ratgeber zu diesem Thema einen großen, immer noch wachsenden Platz ein. Und fast könnte man den Eindruck gewinnen: Egal welches Problem oder welche Krankheit – mit den zwölf Schüßler-Salzen ist alles in den Griff zu bekommen … Der Naturarzt befragte dazu Peter Emmrich: Biologe, Chemiker und Arzt, der über viel Erfahrung mit Schüßler-Salzen verfügt.

Kosmetik ohne teure Produkte

So bleibt die Haut gesund und schön

Dr. rer. nat. Bettina Pabel

Im Jahr 2005 gaben die Deutschen 11,1 Milliarden Euro für Kosmetika aus. Viele Produkte sind ihr Geld jedoch nicht wert. Mal zeigen sie nicht die versprochenen Wirkungen, mal enthalten sie sogar schädliche Inhaltsstoffe. Löbliche Ausnahme sind echte Naturkosmetika aus hochwertigen Rohstoffen. Aber sie haben oft einen hohen Preis. Die Alternative: selbstgemachte Kosmetik aus Pflanzen und Lebensmitteln.

Heilpflanzentee bei Verdauungsbeschwerden

Milde Arzneitherapie für Magen und Darm

Prof. Dr. med. Volker Fintelmann

In der Zeit der modernen Arzneimittelforschung erscheint die Therapie mit einem Arzneitee fast hoffnungslos überholt. Doch diese älteste Arzneiform hat auch heute noch ihre Berechtigung! Gerade bei häufigen Verdauungsproblemen wie Blähungen, Bauchkrämpfen oder Verstopfung bleibt der Heilpflanzentee das Mittel der ersten Wahl.

Dr. med. Rainer Matejka

Naturheilärztlicher Rat – Hashimoto-Thyreoiditis

Vor fünf Jahren erkrankte ich an der Hashimoto-Thyreoiditis. Das Hormon Thyreotropin (TSH) liegt mit einem Wert von 1,9 im Normbereich (zwischen 0,3 bis 4,0 mU/l) und ist mit meiner täglichen Einnahme von L-Thyrosin 75 recht gut eingestellt. Damit wird die zunehmende Unterfunktion der Schilddrüse ausgeglichen. Sorgen bereitet jedoch die Entzündungsaktivität, was sich an den hohen Antikörperwerten (Anti-TPO) von 3798 Einheiten pro Milliliter zeigt. Meine Stimmbänder werden zusehends angegriffen. Auf Anraten meiner Hausärztin soll ich nun ein leichtes Kortisonpräparat oder "Ibuprofen" einnehmen. Gibt es aus naturheilkundlicher Sicht andere Möglichkeiten, um den hohen Antikörperwert zu drücken? Die hohen Antikörpertiter sprechen für eine hohe Autoimmunaktivität. Bleibt diese bestehen, wird nach und nach Schilddrüsengewebe zerstört. Dann muß man die Zufuhr des Schilddrüsenhormons entsprechend anpassen. Vermeiden sollten Sie Jod, weil es den Autoimmunprozeß fördern kann. Geringe Mengen in der Nahrung können allerdings toleriert werden. In wissenschaftlichen Kreisen wird neuerdings das Spurenelement Selen als wirksames Mittel zur Senkung der Autoimmunaktivität diskutiert, allerdings in recht hohen Dosen. Ich möchte Sie deshalb zu einem Behandlungsversuch über mehrere Wochen mit 300 bis 400 µg Selen pro Tag ermuntern – allerdings nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wichtig: Bei dieser hohen Dosierung darf keine Nierenfunktionsstörung vorliegen. In diesem Fall müßte die Dosierung niedriger ausfallen. Aus der Erfahrungsheilkunde wissen wir, daß Enzyme antientzündlich wirken, wie zum Beispiel Regazym® plus oder Bromelain®-POS. Eine Parallelbehandlung mit Selen und Enzymen erscheint mir durchaus sinnvoll, zunächst für die Dauer von sechs bis acht Wochen. Dann sollte man die Antikörper erneut messen, um einen möglichen Behandlungserfolg zu überprüfen. Ein positiver Effekt ist außerdem mit hochdosiertem Vitamin C in Form von Infusionen zu erwarten (Vitamin C 7,5-Injectopas®). In dieser hohen Dosierung wirkt Vitamin C sowohl antientzündlich als auch antiallergisch. Meines Wissens gibt es zwar speziell keine Studien, die sich auf die Hashimoto-Erkrankung beziehen, dennoch gehe ich von dem erwünschten entzündungshemmenden Einfluß aus. Die hier vorgestellten Fälle beruhen auf speziellen Leseranfragen. Die genannten ergänzenden Therapievorschläge können nur allgemeinen Charakter haben. Der "Naturheilärztliche Rat" ersetzt nicht Untersuchung, Anamnese und Therapie durch einen naturheilkundlich tätigen Arzt.
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