Honig: Zucker oder Heilmittel?

Dipl. oec. troph. Ursula Lenz

Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch die süßen Wintervorräte der Bienen. Der griechische Arzt Hippokrates empfahl um 400 v. Chr. Honig als Heilmittel sowie zur Leistungssteigerung olympischer Athleten. Bis ins Mittelalter war er das einzige bekannte Süßungsmittel für Speisen und Getränke. Hinsichtlich der gesundheitlichen Effekte ist zu bedenken: Einerseits verleihen die wertvollen Inhaltsstoffe dem Honig antibiotische Eigenschaften, andererseits besteht er zu drei Vierteln aus purem Zucker.

Mit zwei, drei Pickeln schon "entstellt"?

Haut und Selbstwertgefühl sind untrennbar verbunden

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. med. Uwe Gieler

In der Embryonalentwicklung haben Haut, Nerven und Gehirn das gleiche Ursprungsgewebe, deshalb besteht das ganze Leben lang eine enge Verwandtschaft zwischen ihnen. Gefühle werden über die Haut sichtbar: Man errötet vor Scham oder Wut, man wird bleich vor Schreck. Umgekehrt ruft die Berührung der Haut Gefühle hervor. Wie eng ist die Beziehung zwischen Haut und Psyche bei Hauterkrankungen? Der Naturarzt befragte zu diesem Thema Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Autor des Buches „Die Sprache der Haut“. Prof. Gieler arbeitet zum … weiterlesen

Meßbare Erfolge durch Beckenbodentraining – nicht nur für Frauen!

Selbsthilfe bei Harninkontinenz

Privatdozent Dr. med. Rainer Brenke

Früher waren der Beckenboden und damit zusammenhängende Probleme wie die Harninkontinenz ein Tabuthema. Mittlerweile hat ein Großteil der Frauen gelernt, offener mit dem Thema umzugehen. Dies führt auch dazu, daß eine einfache Methode zur Vorbeugung und Therapie immer mehr Interesse findet: das Beckenbodentraining. Mehrmals pro Woche ein paar Minuten trainieren, und schon bald stellen sich erste Erfolge ein. Jetzt müssen nur die Männer noch nachziehen in puncto Offenheit, denn auch ihnen kann, z. B. bei Problemen nach einer Prostata-Operation, mit … weiterlesen

Angina pectoris richtig einschätzen

Trotz Brustenge – Kopf hoch und leben!

Hans-Heinrich Jörgensen, Heilpraktiker

Wenn Sie Ihre Reiseverbindungen danach aussuchen, möglichst viel Zeit zum Umsteigen zu haben … Und wenn Sie dann Bahnsteig 12 schließlich erreichen und mit einem Gefühl, als zerreiße es Ihnen die Brust, in den Sessel des ICE fallen … – spätestens dann sollten Sie einmal einen Kardiologen aufsuchen. Angina pectoris, zu deutsch: Brustenge, heißt diese Krankheit, bei der das Herz nicht mehr genügend Sauerstoff bekommt und vor Schmerz aufschreit. Die Angina pectoris kann Warnsignal vor einem Herzinfarkt sein. Sie bedeutet … weiterlesen

Vegetarismus nicht für jedermann ideal

Schlanke Typen stärken mit tonisierender Aschner-Kost

Dr. med. Rainer Matejka

Der Sinn einer vegetarisch betonten Vollwertkost soll hier nicht in Zweifel gezogen werden. Aber es gibt auch Menschen, vor allem eher schlanke Konstitutionstypen, für die sich diese Kostform weniger gut eignet. Manche von ihnen haben sich sicher schon gewundert, daß sie trotz Roh-kost und Vollkorn nicht zu Kräften kommen. Der Wiener Arzt Bernhard Aschner wußte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts Rat.

Wie liest man Zutatenlisten?

Tücken und Lücken der Kennzeichnung

Dipl. oec. troph. Stephanie Kissing

Die Zutatenliste von Lebensmitteln scheint eine einfache Sache zu sein: Darauf steht, was darin steckt. Doch verbirgt sich zwischen den Zeilen manchmal mehr Information, als man auf den ersten Blick vermutet. Die tatsächlich relevanten Zutaten werden nämlich nicht selten verschleiert. Aber auch mengenmäßig unbedeutende Bestandteile können problematisch sein. Um im „Lebensmittel-Dschungel“ als mündiger Verbraucher zu bestehen, lohnt es sich, das Einmaleins der Lebensmittelkennzeichnung zu beherrschen.

Blumenkohl

Eßbare Blüten aus der Dunkelheit

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Kohl gehört mit seinen zahlreichen Kulturformen zur Familie der Kreuzblütler, die vielfach scharfe, schwefelartige, leicht flüchtige Öle enthalten, die Appetit und Verdauungssäfte anregen. Blumenkohl wird wegen seines Wohlgeschmacks und seiner guten Bekömmlichkeit sehr geschätzt. Man ißt den fleischigen, noch nicht voll entwickelten Blütenstand mit den zahllosen Röschen. Aus dem Freiland ist er in Deutschland vom Frühjahr bis zum späten Herbst erhältlich, in Regionen mit mildem Winterklima auch im Winter. Bis zur Ernte werden die weißen Blütenstände entweder mit Folie oder … weiterlesen

Infektion durch Zeckenbiß

Borreliose therapieren: Geht es ohne Antibiotika?

Naturarzt-Experten beziehen Stellung

In den letzten Jahren ist ein drastischer Anstieg der Borreliose zu verzeichnen. Der Erreger wird durch Zecken übertragen. Die Krankheit macht sich im Anfangsstadium zum Teil wie ein banaler Infekt mit Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und leichtem Fieber bemerkbar, sie kann daher übersehen oder verwechselt werden. Unter Fachleuten werden Diagnose und Therapie der Borreliose kontrovers diskutiert. Die Naturarzt-Redaktion bat drei praktische Ärzte um Stellungnahmen. Alle drei sind überzeugte Naturheilkundler. Dennoch gehen auch hier die Meinungen teilweise deutlich auseinander, vor allem … weiterlesen

Natürliche Angstlöser und Antidepressiva

Heilpflanzen gegen Angst und Depression

Prof. Dr. med. Karin Kraft

Die Neigung zu Angst und Depression wird überwiegend vererbt. Allerdings führt das Zerfallen einer lebendigen, tragfähigen und sozialen Gemeinschaft zu einer ständigen Zunahme dieser Krankheiten. Während bei vielen Patienten die Symptome hartnäckig geleugnet werden, erhalten andere voreilig chemische Medikamente, trotz meist bescheidener Ergebnisse. Eine Handvoll Heilpflanzen hat sich bei leichten bis mittelschweren Depressionen und Angststörungen als wirksame Alternative erwiesen.

Wenn das Knie rebelliert – die häufigsten Ursachen

Dr. med. Andreas Weiß

Am Anfang steht häufig eine lapidare Bewegung beim Geschirreinräumen, ein falscher Schritt beim Wandern, ein Sturz beim Skifahren oder das lange Knien bei der Gartenarbeit: Plötzlich rebelliert das Knie mit starken, stechenden Schmerzen, mitunter auch Schwellung und Wärme. Was kann dahinterstecken und vor allem: Was tun? Wer einige Grundregeln kennt, kann dem Knieproblem rasch begegnen – oder es von vornherein vermeiden. Drei Ursachen sind für die meisten akuten Knieschmerzen verantwortlich.

Was mir geholfen hat

Vermeintliche MS verschwand nach Zahnsanierung

Zahnmetalle und Holzschutzmittel verursachten wohl die seltsamen Krankheitssymptome der Marathonläuferin Karin Pfeiffer-Stolz. Leichte Lähmungen lenkten den Verdacht auf Multiple Sklerose. Eine Kortison-Stoßtherapie verschlimmerte alles. Dies war Anlaß für die Sportlerin, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen – mit Erfolg.
Manie, das Gegenstück der Depression

Übermütige Stimmung mit tragischen Folgen

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Immer gut drauf, strotzend vor Energie und neuen Ideen – das soll krankhaft sein? Wenn man dabei keine anderen Menschen beeinträchtigt oder schädigt, dann sind das sicher wünschenswerte Eigenschaften. Allerdings gibt es auch Zustände des Hochgefühls, bei denen eine Grenze überschritten wird. Sie wirken auf Außenstehende absolut befremdlich und können großes Unheil anrichten.

Ursachen und Folgen von Übersäuerung

„Von Migräne bis Rheuma: Entsäuerung wirkt Wunder“

Naturarzt-Interview mit Dr. med. Michael Worlitschek

Sauer macht krank. Das gilt mittlerweile fast als Allgemeinplatz unter Gesundheitsbewußten. Allerdings, bei den Details scheiden sich die Geister: Was macht uns eigentlich sauer – Fleisch, Zucker, Getreide, Obst oder Streß? Und was können wir dagegen tun? Naturarzt-Chefredakteur Dr. med. Rainer Matejka sprach darüber mit Dr. med. Michael Worlitschek. Er beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema und gilt unter Ärzten als Pionier im Kampf gegen Übersäuerung.

Aus der ärztlichen Praxis

Gesunder Schlaf durch Schüßler-Salz

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Die 44jährige Rosalia Sommer wirkte sehr erschöpft. „Ich kann einfach nicht richtig schlafen. Dabei bin ich so müde!“ berichtete sie. „Außerdem ist mein Bauch ständig gebläht. Wenn ich nur eine Kleinigkeit esse, bläht er sich auf wie eine Kugel. Ich bin schon von Pontius zu Pilatus gelaufen, und keiner konnte mir helfen.“ Sie hatte verschiedene Fachärzte aufgesucht, deren laborchemische Untersuchungen ohne Ergebnis geblieben waren. Auch eine Magen- und Darmspiegelung brachte keinen Befund. „Die Blähungen können jederzeit auftreten, egal, was ich … weiterlesen

Reflexzonentherapie am Fuß

Sanfter Griff bringt Lymphe zum Fließen

Hanne Marquardt, Heilpraktikerin

Ein gestörter Lymphfluß ist an vielen Gesundheitsproblemen beteiligt. Hier hilft nicht nur die Lymphdrainage, sondern auch eine Behandlung der Lymphe über die Reflexzonen der Füße. Sie baut Stauungen auf verschiedenen Ebenen ab. Hanne Marquardt, die sich sehr um die Reflexzonentherapie in Europa verdient gemacht hat, entwickelte eine spezielle Technik dafür.

Vitamine von A bis K: Wirkungen und Mangelsymptome

Vitaminmangel als Übeltäter entlarven?

Dr. med. Volker Schmiedel

Klassische Vitaminmangelkrankheiten wie Rachitis (Vitamin D) oder Skorbut (Vitamin C) sind hierzulande selten geworden. An deren Stelle treten jedoch teilweise diffuse chronische Symptome. Einen Vitaminmangel als Ursache dafür zu erkennen, ist nicht einfach. Dr. med. Volker Schmiedel gibt einen Überblick über mögliche Mangelerscheinungen und berichtet, wie er es in der Praxis mit der „Vitaminfahndung“ hält.

Zehn Übungen für die Wirbelsäule

So bleibt Ihr Rücken beweglich

Rainer Pflaum

Die Funktionstüchtigkeit der Wirbelsäule hängt unter anderem von einem ausreichenden Bewegungsangebot ab. Ohne entsprechende Reize verkümmern ihre Bauteile. Spätestens ab dem 25. Lebensjahr, wenn das Wachstum der Wirbelsäule beendet ist, sollten Sie daher für ausreichende Bewegung sorgen, vor allem dann, wenn Ihr beruflicher Alltag von sitzenden Tätigkeiten geprägt ist. Ein gezieltes Training beugt nicht nur Rückenschmerzen vor, sondern heilt vorhandene Störungen in jedem Lebensalter.

Aus der ärztlichen Praxis

Kneipp-Therapie hilft hohen Blutdruck senken

Dr. med. Lutz Koch

Bis Mitte der achtziger Jahre galten Bluthochdruck und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems als typische Männerkrankheiten. Die statistischen Zahlen sprechen heute allerdings eine andere Sprache: Seit einigen Jahren haben Frauen die Männer im Hinblick auf die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar überholt. Herz und Kreislauf von Frauen bleiben zwar länger stabil und anpassungsfähig, aber ab dem sechsten Lebensjahrzehnt ändert sich dies sprunghaft.

Abhängigkeit kommt schleichend

Letzte Runde: Alkohol als Suchtmittel erkennen

Christian Zehenter, Heilpraktiker

Als Kulturdroge ist Alkohol schon lange akzeptiert: Das älteste erhaltene Bierrezept verfaßten die Sumerer im 3. Jahrtausend vor Christus, während in China bereits Reiswein gebraut wurde. Doch die Grenze verschwimmt zwischen gelegentlichem heiteren Alkoholgenuß und regelmäßigem Entlastungstrinken, zwischen harmlosen und gefährlichen Mengen, zwischen Gemütlichkeit und Sucht. Mit unbedenklichen Alkoholmengen und der eigenen Suchtgefährdung verschätzen sich viele Menschen komplett.

Dr. med. Andreas Weiß

Naturheilärztlicher Rat – Leistenschmerzen

Leistenschmerzen Vor einem halben Jahr verspürte ich erstmals ein starkes Ziehen in der rechten Leiste, das auch nach meiner Leistenbruchoperation noch häufig auftritt, besonders, wenn ich das Bein anhebe. Hin und wieder schmerzen zusätzlich Kreuzbein, Lendenwirbelsäule, Ischiasnerv und Knie, seltener die Hüfte. Verschiedene Ärzte stellten verschiedene Diagnosen. Können Sie mir zu mehr Klarheit verhelfen, welche Behandlung oder welche Medikamente helfen können? Ich (männl.) bin 72 Jahre alt und schlank. ! Soll eine Behandlung erfolgreich sein, muß eine eindeutige Diagnose vorausgehen. Aus meiner Sicht kommen für Ihre Beschwerden mehrere Ursachen in Frage. Wie Ihre verschiedenen Ärzte vermuten, können Ihre Leistenschmerzen sowohl von der Lendenwirbelsäule als auch von Hüftgelenk oder Kreuzdarmbeingelenk herrühren. Daß Sie starke Schmerzen beim Anheben des Beines verspüren und es dabei knackt, spricht für eine Blockierung im Kreuzdarmbeingelenk. Diese tritt oft in Zusammenhang mit Hüft- oder Lendenwirbelsäulenerkrankungen auf. Die Ursache hierfür ist eine gestörte Muskelbalance im unteren Rücken, die zur Überdehnung der Bänder und zur Verspannung der Muskeln führt. Ihrem mitgeschickten Röntgenbefund zum Becken entnehme ich, daß zwischen Kreuzbein und Lendenwirbelsäule höchstwahrscheinlich Abnutzungserscheinungen an Knochen, Bandscheiben und den kleinen Wirbelgelenken zu sehen sind. Solche Verschleißerscheinungen treten meist nicht isoliert auf, so daß sicherlich auch die "höhergelegenen Etagen" der Lendenwirbelsäule Veränderungen aufweisen. Abnutzungsveränderungen, insbesondere der Bandscheiben, können zu Schmerzen führen, die in Leiste und Bein ausstrahlen. Eine gezielte Untersuchung der Lendenwirbelsäule mit Hilfe von Röntgenaufnahmen oder Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) könnte zu mehr Klarheit verhelfen. Die Ergebnisse der Kernspintomographie der Hüfte sprechen für eine Knochendurchblutungsstörung mit beginnendem Untergang des Knochengewebes. Eine solche Hüftkopfnekrose führt ebenfalls zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Ich empfehle Ihnen, den Verlauf der Hüftkopfnekrose erneut in einem Kontroll-MRT überprüfen zu lassen. In einem frühen Stadium kann sie durchaus wieder abheilen – meist unter Entlastung des Gelenks etwa mit Unterarmgehstützen. Schreitet die Erkrankung jedoch fort, werden Sie leider um eine Operation nicht herumkommen. Unbedingt sollte dabei gleichzeitig die Lendenwirbelsäule mituntersucht werden, um ein eventuell zusätzliches Bandscheibenproblem in diesem Bereich auszuschließen. Manchmal hat man nämlich "Läuse und Flöhe" gleichzeitig. Eine Behandlung des Kreuzdarmbeingelenks schadet auf keinen Fall. Eine lokale Wärmetherapie mit Heizkissen, Fango- oder Moorpackungen sowie eine tiefenerwärmende Elektrotherapie z. B. mit Interferenzstrom können helfen. Aber auch Krankengymnastik mit Dehnung der Muskulatur kann die Schmerzen lindern. Manchmal wirken lokale, an das Kreuzdarmbeingelenk gesetzte Spritzen mit Lokalbetäubungsmittel sehr gut. Nehmen Sie möglichst nur kortisonfreie Schmerzmittel ein. Eine gute Alternative sind pflanzliche Medikamente wie Phytodolor® Tropfen oder homöopathische Mittel wie Zeel® und Guajacum®. Sinnvoll kann dazu eine ergänzende Behandlung mit Teufelskralle sein, z. B. Harpagophytum-Hevert® oder Allya®. Liegt tatsächlich eine Hüftnekrose vor, rate ich zur Einnahme von Antioxidantien, welche die Entzündung eindämmen: Vitamin C (2x täglich 1/4 TL), Vitamin E (täglich 800 bis 1200 IE über einen Monat, dann auf 400 IE pro Tag reduzieren), Selen (täglich 100 µg) und Zink (täglich 20 mg).
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