Zitronenmelisse

Küchenkraut für neuen Mut und Lebenskraft

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Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Ursprünglich aus dem Orient stammend war die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) eine typische Bauerngartenpflanze und ist auch heute noch in vielen Gärten oder auf Balkonen anzutreffen. Das Kraut bildet einen bis zu 80 cm hohen üppigen Strauch. Zwischen Mai und August blüht es mit kleinen, weißen bis rosafarbenen Blüten, die bei Bienen ausgesprochen beliebt sind. Die krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler kann 25 bis 30 Jahre alt werden. Ihr Duft erinnert an Zitronen, ebenso der Geschmack aller Pflanzenteile.

Der Gattungsname Melissa taucht bereits im Kräuterbuch des Dioskurides und in der Naturalis Historia von Plinius dem Älteren auf. Die als melissophyllon beschriebene Pflanze leitet sich vom griechischen meli-teion = Zitronenmelisse ab, das mit meli = Honig zusammenhängt. Der Name bezieht sich auf die Nutzung als Bienenweide. Officinalis bedeutet offizinell, also als Arznei verwendet. Geerntet werden die Blätter kurz vor der Blüte – am besten bei kühlem trockenem Wetter zur Mittagszeit. Dann ist der Gehalt an ätherischem Öl am höchsten. Beim Trocknen geht einiges von Aroma und Heilkraft verloren. Man kann die Melisse in Essig oder Öl einlegen oder einfrieren. 100 g frische Blätter in einen Liter Essig geben und 14 Tage ziehen lassen. Der Essig bekommt einen angenehmen Zitronengeruch …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 4/2018