Sanddornbeeren

„Zitrone“ des Nordens mit viel Vitamin C

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Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Der anspruchslose Sanddornstrauch (Hippophaé rhammnides), ursprünglich aus Asien stammend, wächst in Mittel- und Nordeuropa. Als Pionierpflanze ist er an Meeresküsten, insbesondere zur Befestigung von Dünen, anzutreffen. Seitdem man festgestellt hatte, dass die Beeren im Vergleich zu Zitronen ein Vielfaches an Vitamin C enthalten, werden die Sträucher auch kultiviert z. B. in Ostdeutschland und Kasachstan. Die Früchte verarbeitet man in Nahrungsmitteln und Getränken sowie in Hautpflegeprodukten.

Die unter Naturschutz stehenden, dornenreichen Sträucher werden bis zu vier Meter hoch und bilden ein tiefes (bis 3 m), weitreichendes (bis 12 m in alle Richtungen) Wurzelsystem aus. Sie blühen von März bis Mai, bevor die silbrigen, weidenähnlichen Blätter kommen. Die Früchte werden von Ende August bis Anfang Oktober geerntet, z. B. indem man sie mitsamt den Zweigen abschneidet und dann auf eine weiche Unterlage fallen lässt, weil sie sehr leicht platzen. Bei späterer Ernte nehmen Säure- und Vitamin-C-Gehalt rapide ab. Dann werden die Beeren blass, riechen und schmecken ranzig. Sanddornbeeren sind etwa erbsengroß, oval, rot-orange oder gelb gefärbt. Rote Beeren enthalten wesentlich mehr Vitamin C als gelbe. Im Handel bekommt man keine rohen Früchte, man muss sie also selbst sammeln …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 9/2019