Heidelbeere

Aromatische Wildfrucht färbt Zunge und Zähne

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Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), auch Blaubeeren genannt, gehören in die Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Diese Sommerbeeren schmecken nicht nur köstlich, sondern besitzen aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe gesundheitsförderndes Potenzial.

Ihre Heimat liegt in den gemäßigten und nordischen Zonen von Eurasien. Die 10 bis 60 cm hohen Zwergsträucher blühen ab April/Mai und tragen von Juli bis in den September schwarzblaue, circa einen Zentimeter große Früchte, die im reifen Zustand blaugrau bereift sind. Sowohl in der Schale als auch im Fruchtfleisch befinden sich die farbgebenden Anthocyane, sodass sie durch und durch blau sind, und beim Verzehr auch Zunge und Zähne färben. Die aromatischen Beeren wachsen in Deutschland vor allem im Bayrischen Wald und in der Oberpfalz, aber auch in anderen lichten Wäldern und Heiden mit saurem Boden. Zum Sammeln nehmen Sie am besten einen Korb oder kleinen Eimer, keinesfalls eine Plastiktüte. Die Beeren beginnen darin schnell zu faulen.

Die häufig im Supermarkt erhältlichen Kulturheidelbeeren wurden aus der Amerikanischen Heidelbeere (Vaccinium corymbosum) und anderen nordamerikanischen Arten um 1900 gezüchtet. Ihr Fruchtfleisch ist hell und erzeugt im Mund keine Blaufärbung. Die Kulturheidelbeeren sind zwar wesentlich größer und länger lagerfähig als echte Heidelbeeren, schmecken aber weit weniger aromatisch als die Wildfrüchte …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 7/2019