Erdnuss

Die „himmlische Speise“ reift in der Erde heran

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Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Erdnuss (Arachis hypogaea) wächst nicht wie die meisten Nüsse an einem Baum, sondern an einer einjährigen krautigen Pflanze. Sie ist botanisch gesehen auch keine Nuss, sondern ein Mitglied der Familie der Schmetterlingsblütler und somit eine Hülsenfrucht. Darauf weist auch der englische Trivialname peanut (zu deutsch „Erbsennuss“) hin. Und als zusätzliche Besonderheit wachsen die Früchte unterirdisch. Nach der Befruchtung neigen sich die Blütenstiele zur Erde herab und drängen die an der Spitze sitzenden Schoten ins Erdreich. Dort reifen die Früchte 5 – 8 cm unter der Oberfläche heran. Die Schalen nehmen die Farbe des Bodens an, z. B. bei Sandboden ockergelb, bei humusreichem Boden dunkler.

Ursprünglich eine Andenbewohnerin, breitete sich die Erdnuss über Mittel- und Südamerika aus und gelangte über den Sklavenhandel auf den afrikanischen Kontinent. Die Inkas verehrten sie als „Himmlische Speise“ und benutzten sie sogar als Kaffee- oder Kakaoersatz. Heute wird sie in China, Indien, USA sowie einigen südamerikanischen und afrikanischen Ländern angebaut …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 1/2020