Rote Bete

Die Knolle bringt nicht nur Farbe ins Essen

eingetragen in: Bewusst Ernähren | 0
Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Rote Bete (Beta vulgaris) ist eine Kulturform der Gemeinen Rübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris) und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Die süß-aromatisch, leicht erdig schmeckende Rübe führte in der Küche als sauer eingelegte Konserve lange ein Schattendasein. Allenfalls als Zugabe regionaler Spezialitäten wie Labskaus in Nord- und Borschtsch in Ost-Europa war sie bekannt. Erst in den letzten Jahren kam sie wieder zu allgemeinen Küchenehren und gilt inzwischen roh und gekocht als Delikatesse.

Die Rote Bete ist eine zweijährige krautige Pflanze. Im ersten Jahr werden die Rübe und eine Blattrosette ausgebildet, im zweiten Jahr ein bis zu 1,5 Meter hoher Stängel mit Blütenstand. Je nach Aussaatzeitpunkt und Sorte sind die Rüben nach drei bis vier Monaten ab circa Juli/August erntereif. Die Ernte kann sich bis kurz vor den ersten Frost erstrecken. Es gibt nicht nur rote, sondern auch gelbe und weiße Sorten, die milder und süßlicher schmecken. Die Blätter der Rüben sind essbar und können wie Spinat oder Mangold zubereitet werden. Ungekochte Rote Bete halten sich in Papier eingeschlagen im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche. Bereits gekochte Knollen am besten luftdicht verpacken und dann ebenfalls im Kühlschrank aufbewahren und möglichst am nächsten Tag verzehren, z. B. in Butter gebraten, mit Salz, Pfeffer und frischer Petersilie gewürzt. Die Knollen dürfen vor dem Kochen nicht angeschnitten werden, denn sonst bluten sie aus und verlieren ihre rote Farbe. Lassen Sie also die Stielansätze und die Wurzeln an der Rübe. Die sauber gewaschenen Roten Bete in einem Topf ganz mit Wasser bedeckt je nach Größe in etwa 20 bis 50 Minuten gar kochen. Dann mit kaltem Wasser abschrecken und schälen. Zum Einfrieren eigenen sich nur gegarte Rüben, denn frische werden beim Auftauen sehr weich und sind dann schlecht zu verarbeiten.

Zu dem leicht erdigen Geschmack von Roter Bete passen frische Kräuter wie Dill, Petersilie, Schnittlauch und Kerbel. Auch Kümmel, Nelken, Zitrone und Meerrettich eignen sich. Leicht exotisch schmeckt das Gemüse mit Ingwer, Kreuzkümmel oder Koriander …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 11/2019