Rote Johannisbeere

Gesunde Beeren mit feiner Säure

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Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) oder Garten-Johannisbeere gehört zur Familie der Stachelbeergewächse. In Österreich und Südtirol heißt sie Rote Ribisel. Die Früchte wachsen an ein bis zwei Meter hohen Sträuchern ohne Stacheln am ein- und mehrjährigen Holz. Die grünlich-gelben oder auch rötlich gefärbten Blütentrauben erscheinen im April/Mai.

Die Erntezeit der saftigen und säuerlichen Beeren beginnt Ende Juni und dauert bis Ende August. Ihren Namen haben sie vom Johannistag (24. Juni), um den herum die frühesten Sorten reif werden. Je länger die Beeren am Strauch hängen, desto reifer werden sie. Weiße Johannisbeeren sind eine Farbvariante der roten Beeren. Sie schmecken meist süßer als diese.

Die Johannisbeere gedeiht in fast ganz Europa und wird seit dem 15. Jahrhundert kultiviert. Es gibt in Zentraleuropa auch eine wildwachsende Variante. Sie ist sehr selten in Auwäldern, Schluchten, Gebüschen und an Bachläufen anzutreffen. Ihre Beeren sind klein, und sie bildet Kriechsprosse aus.

Die Früchte der Garten-Johannisbeere werden meist roh verzehrt oder zu Saft, Gelee und Süßspeisen verarbeitet. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Roten Grütze. Ihre feine Säure harmoniert mit Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen. Lecker schmecken Johannisbeeren auch gebacken in einem süßen Soufflé, einem Auflauf, in Muffins oder in einem Pfannkuchenteig. Wenn Sie Saft oder Gelee herstellen, können Sie Rispen und Stiele ruhig mitkochen, sie enthalten reichlich Gerbsäure und geben darum viel Aroma …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 6/2019