Norsan
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa besser im Griff

Dr. med. Volker Schmiedel

Die eigentlichen Ursachen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) sind bisher nicht bekannt. Zu den Faktoren, die eine Rolle spielen, gehören offenbar die Darmflora ebenso wie die Ernährung – zwei Ansatzpunkte für die Behandlung. Allerdings: Vor der Therapie kommt die Diagnose. Dabei führt die ganzheitliche Diagnostik manchmal zu überraschenden Erkenntnissen.

Analog-Käse, Klebeschinken, "Frischmilch" ...

Erkennen Sie die ­Verbrauchertäuschung!

Dipl. oec. troph. Stephanie Kissing

Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht ein neuer Lebensmittelskandal ans Tageslicht kommt und der Verbraucher erfährt, wie sehr er von den Lebensmittelkonzernen getäuscht wird: Letztes Jahr waren Analog-Käse und wochenlang haltbare „Frischmilch“ in vieler Munde. Neuerdings hört man von Klebeschinken, bei dem Fleischteile mit Enzymen zusammen­geklebt werden, und Speiseeis, bei dem zunehmend Milchfett durch billigeres Pflanzenfett ersetzt wird.

Übungen statt Medikamente

Mit Yoga die Hormone locken

Sigrid Molineus, Heilpraktikerin

Yoga regt die Vitalität an und reguliert das vegetative Nervensystem. Aber es kann mehr als nur die alltäglichen Verspannungen zu beheben: In Indien wird in Krankenhäusern schon lange die Wirkung von Yoga studiert und einige Yogaschulen bieten therapeutisches Yoga zur Behandlung verschiedener Krankheiten an. Mit der in Brasilien erprobten hormonellen Yoga-Therapie lassen sich unter anderem Wechseljahresbeschwerden lindern.

Fruchtshakes aus dem Kühlregal

Smoothies – die ganze Frucht in flüssiger Form

Dr. rer. nat. Bettina Pabel

Sämige Fruchtsäfte haben seit ein paar Jahren unter dem Fantasie­namen „Smoothies“ Einzug in die Kühlregale gehalten. Die Kombination aus Frucht(püree) und Saft bietet intensiven, frischen Geschmack und ist im Alltag durchaus praktisch. Doch sollte man beim Kauf ein paar Dinge beachten. Oder selbst zum Mixer bzw. Pürierstab greifen.

Sprachverlust nach Schlaganfall

So finden Sie die Sprache wieder

Bianca Orth, Logopädin und Heilpraktikerin

Wenn sich ein Schlaganfall in der linken Hirnhälfte ereignet, dann ist auch das Sprachzentrum in unterschiedlichem ­Ausmaß betroffen. Der Verlust der Sprechfähigkeit ist meist eine Katastrophe für Betroffene und Angehörige. Mit viel Übung und Disziplin kann man das Sprechen und Verstehen jedoch oft wieder neu lernen.

Worauf es in der Reha ankommt

Wieder fit nach dem Schlaganfall

Rainer Pflaum

Bei der Behandlung eines Schlaganfalls kommt es vor allem darauf an, in einer spezialisierten Klinikabteilung möglichst früh mit der Therapie zu beginnen, und danach in einer Reha-Klinik verloren gegangene Fähigkeiten wieder zu erlernen. In vielen Fällen können andere Gehirnzellen die Funktion der abgestorbenen Zellen übernehmen, wenn sie entsprechend trainiert werden.

Strategien gegen den vernichtenden Kopfschmerz

Migräne: Erfolg mit ganzheitlicher Therapie?

Naturarzt-Interview mit Priv.-Doz. Dr. med. habil. Konrad Taubert

Ungefähr zwölf Millionen Menschen in Deutschland sind von Migräne betroffen, darunter dreimal so viele Frauen wie Männer. Der heftige, oft von Übelkeit und Erbrechen begleitete, halbseitige Kopfschmerz kann bis zu drei Tage andauern. Viele Patienten haben nach jahrelangem Leidensweg resigniert. Privatdozent Dr. Taubert erklärt im Interview, warum und wie auch in schwierigen Fällen Besserung möglich ist.

Anämien durch Eisen- oder Vitaminmangel

Blutarmut: Wenn es am Lebenssaft fehlt

Dr. med. Sebastian Boekels

Blässe und Müdigkeit sind die klassischen Anzeichen einer Anämie, bei der Organe und Gewebe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. ­Eine Blutuntersuchung gibt schnell Aufschluss, ob dem Körper Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure fehlen. Liegen Mangelzustände vor, reicht es nicht aus, diese Substanzen zu ergänzen. Eine gründliche Suche nach den Ursachen muss erfolgen.

Vorbeugung und Behandlung der koronaren Herzkrankheit

Schützen Sie Ihre Herzkranzgefäße!

Dr. med. Rainer Matejka

Unter einer koronaren Herzkrankheit, kurz KHK, versteht man eine Verkalkung der Herzkranzgefäße, also der Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Die Folgen können dramatisch sein, schlimmstenfalls droht ein Herzinfarkt. Dabei hat es jeder selbst in der Hand: Eine Änderung des Lebensstils wirkt oft wesentlich besser als eine medikamentöse Therapie, wie bereits im „Deutschen Ärzteblatt“ berichtet wurde.

Was mir geholfen hat

Mit Osteopathie verschwanden die Migräne-Anfälle

Jeden Tag liegen etwa 300.000 Menschen mit ­Migräne im Bett, stellt die Schmerzklinik Kiel fest. Eva Voss ­(Name geändert) gehörte fast fünfzig Jahre dazu. Sie ging nie zum Arzt. Als auch ihr Sohn darunter litt, suchte sie medizinische Hilfe und fand diese – besonders für sich selber.
Gesundheitliche Gefahren durch Haarfärbemittel

Haarfarbe gegen die „Altersweißheit“?

Anita Kraut, Heilpraktikerin

Vom dichten Haarkleid unserer Vorfahren ist uns nur ein kleiner Schopf geblieben. Und um dieses kleine Haarbüschelchen auf unserem Haupt wird ein wahrer Kult betrieben. Wörtlich zum Haareraufen sind aber viele Methoden der Pflege und Fürsorge, der Verschönerung und Veränderung der durchschnittlich 110.000 Hornfäden auf unserem Haupt. Gerade beim Färben gelangt oft ein üppiger Chemiecocktail auf Haar und Kopfhaut.

Wetterfühligkeit: Anpassung an äußere Reize verbessern

Keine Angst mehr vor dem Wetterumschwung!

Dr. med. Andreas Weiß

Wetterfühligkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Millionen Menschen klagen bei Wetterumschwung über Kopfschmerzen, Müdigkeit, ­Schwindel und ähnliche Symptome. Es handelt sich bei den Betroffenen weder um eingebildete Kranke noch um Simulanten, wohl aber um sensiblere ­Naturen, die mehr als andere für ihre Anpassungsfähigkeit tun müssen.

Rosmarin: Muntermacher für Herz und Kreislauf

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Wer an den nadelförmigen Blättern des Rosmarins reibt und seinen intensiven, strengwürzigen Geruch einatmet, spürt die Wirkung unmittelbar: Ein Duft, der wach macht und die Sinne klärt! Benediktinermönche brachten den Strauch nach Mitteleuropa und bauten ihn im 8. Jahrhundert auf Anordnung Karls des Großen in Klostergärten an. Bis heute schätzen wir seine rasche Hilfe bei Kreislaufschwäche und Durchblutungsstörungen.

Brombeere

Stachelige Schönheit mit verlockendem Aroma

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Brombeersträucher wachsen auf der gesamten nördlichen Halbkugel. Die zu den Rosengewächsen gehörende Brombeere (Rubus fruticosus) mit den dunklen Sammelfrüchten stammt jedoch ursprünglich aus Nordamerika und den eurasischen Wäldern. Für den Garten gibt es Züchtungen ohne Dornen, die aber nicht so aromatisch schmecken wie die Wildbeeren. Brombeersträucher haben keine einheitliche Blütezeit. Sie blühen von Mai bis in den Winter. Man findet im Sommer an einem Strauch gleichzeitig Blüten, reife und unreife Beeren. Die Haupterntezeit ist August und September.

Möhren

Süßes Lieblingsgemüse für Gaumen und Auge

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Namen Möhre, Karotte, Mohrrübe oder Gelbe Rübe bezeichnen alle das gleiche, nämlich eine Gemüsepflanze (Daucus carota ssp. sativus) aus der Familie der Doldenblütler. Außer im Winter wird sie zu jeder Jahreszeit geerntet: Zarte Früh- oder Bundmöhren mit Kraut im Frühling, Sommer- oder Waschmöhren (sie werden vor dem Verkauf entlaubt und in einer Waschstraße gereinigt) ohne Grün im Sommer und Frühherbst, Spät- oder Lagermöhren im Spätherbst.

Frisch und gesund aus dem Garten

(K)ein bitteres Vergnügen: Appetitanreger Gemüse

Dipl.-Ing. agr. Brunhilde Bross-Burkhardt

Bitterstoffe in Kräutern und Gemüse sind gesund: Sie regen Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse an, verhelfen zu gutem Appetit und wirken überdies immunstärkend. Einige Gemüse- und Kräuterarten aus der Familie der Korbblütler enthalten besonders viel von dem „gesunden Bitter“. Artischocken und Zichoriensalate lassen sich im eigenen Garten anbauen. Löwenzahn, Wegwarte und weitere Wildgemüse findet man auf der Gartenwiese oder in der freien Natur.

Sinnvolle Diagnostik bei Mikrohämaturie

Unsichtbares Blut im Urin – was steckt dahinter?

Dr. med. Rainer Matejka

Das Symptom ist gar nicht selten: Im Rahmen einer routinemäßigen ­Urin­untersuchung wird eine geringfügige Blutbeimengung festgestellt. Mit bloßem Auge ist sie nicht erkennbar. Was tun bei einer derartigen „Mikrohämaturie“? Einfach ignorieren, wenn sonst nichts Auffälliges zu finden ist? Kontrollieren? Wie weit muss die Diagnostik getrieben ­werden?

Alternative Süßungsmittel: Nicht automatisch gesünder

Zucker bleibt Zucker … oder: Weniger ist mehr!

Dr. oec. troph. Claudia Müller

Süße begleitet die Menschheit bereits seit Jahrtausenden – ob in Form von Kuchen und Desserts, heißen Getränken oder Milchprodukten. Zum Süßen muss es nicht der weiße Haushaltszucker sein. Der Handel bietet eine ganze Reihe „alternativer“ Süßungsmittel wie Honig, Fruchtdicksäfte, Ahornsirup oder Agavendicksaft. Doch sind sie auch eine gesündere Alternative?

So finden Sie Ihre individuelle Diät

Bekömmliche Ernährung für Reizdarm-Patienten

Dipl. oec. troph. Kirsten Jänisch-Dolle

Ein Reizdarm kann die Lebensqualität der Betroffenen empfindlich beeinträchtigen. Bauchkrämpfe, Blähungen, Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung – 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden dauerhaft unter diesen Beschwerden. Zwar gibt es keine allgemeingültige „Reizdarm-Diät“, dennoch sollten Betroffene ihre Ernährungsgewohnheiten unter die Lupe nehmen.

Wie Geisteswissenschaft Naturheilkunde "übersetzt"

Medizin nicht nur als Mittel und Methoden verstehen

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. Hartmut Schröder

Schulmedizin und Naturheilkunde reden häufig aneinander vorbei. Hat dieses Missverständnis mit sprachlichen Schwierigkeiten zu tun? Bedarf es einer „Übersetzung“? Kann die Naturheilkunde nur bestehen, wenn sie naturwissenschaftlich wird bzw. sich so aufführt? Der Sprachwissenschaftler Prof. Hartmut Schröder beschäftigt sich am „Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften“ der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit solchen Fragen.

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