Norsan
"Grübelitis" mit Achtsamkeit im Griff

Lassen Sie Ihre Sorgen davontreiben

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Wer sich unablässig den Kopf zerbricht, sich sorgt und aus dem Grübeln nicht mehr herauskommt, kann an Körper und Seele erkranken. Zudem geht wertvolle Lebenszeit verloren. Doch der Teufelskreis aus sich verselbständigenden Gedanken und Unwohlsein lässt sich durchbrechen: Probieren Sie es mit dem Weg des Loslassens, unterstützt von ebenso einfachen wie effektiven Übungen der Achtsamkeit, und gelangen Sie wieder zu mehr Lebensfreude.

Kopfschmerzen bei Kindern sind Warnsignale

Leidet die Seele, schmerzt der Kopf

Dr. med. Wolfgang Vogelsberger

Die Zahlen sind alarmierend: In Deutschland hat jedes zweite Schulkind gelegentlich Kopfschmerzen. Tritt der Kopfschmerz wiederholt auf, muss er behandelt werden – sonst drohen chronische Schmerzen. Meist sind es psychische Auslöser wie Überforderung und Konflikte in der Familie, die Kindern „Kopfzerbrechen“ bereiten.

Prostatabeschwerden mit Heilpflanzen behandeln

Hüter der Wasserwege

Margret Rupprecht, Heilpraktikerin

Bei der gutartigen Prostatavergrößerung sind Heilpflanzen die Mittel der ersten Wahl. Ihre Verwendung beruht zum Teil auf jahrhundertealten Erfahrungen. Zwar können sie weder die Ursache der Prostatavergrößerung bekämpfen, noch die Prostata wieder verkleinern, die typischen Beschwerden beim Wasserlassen sowie Entzündungen werden jedoch wirkungsvoll beeinflusst.

Prämenopause

Hormonelle Balance wieder herstellen

Marianne Krug, Ärztin

Die „Menopause“, also das Ausbleiben der Regelblutung, kennen viele. Von der „Postmenopause“ haben manche auch schon gehört – doch bei dem Begriff „Prämenopause“ fragt sich sicher manche Frau, was das nun wieder sei. Die Prämenopause beginnt bereits zehn bis zwanzig Jahre vor der Menopause. Neben einer Vielzahl von Beschwerden wie Gewichtszunahme oder Reizbarkeit zeigt sie sich durch typische hormonelle Veränderungen. Werden diese nicht erkannt und wahllos Hormone gegeben, beginnt für die Betroffenen häufig ein unnötiger Leidensweg.

Problem Haarausfall

Wenn es auf dem Kopf licht wird

Anita Kraut, Heilpraktikerin

Seit jeher gilt volles, kräftiges Haar als Ausdruck von Schönheit und Vitalität. Jede(r) möchte es haben, doch die Realität auf deutschen Köpfen sieht anders aus: Besonders Männer, aber auch viele Frauen, leiden unter Haarausfall. Entsprechend groß ist der Markt an Medikamenten, „Wässerchen“ und Therapieansätzen, welche die Haarpracht zurückbringen sollen. Doch was hilft aus ganzheitlicher Sicht wirklich?

Über den Nutzen von Mikronährstoffpräparaten

Wozu brauchen wir Nahrungsergänzung?

Naturarzt-Interview mit Prof. Dr. Andreas Hahn

Jeder dritte Deutsche verwendet Nahrungsergänzungsmittel. Gerade besser gebildete, gesundheitsbewusste Menschen greifen häufig zu den Präparaten, die keine Medizin sind, aber doch ein Mehr an Gesundheit versprechen … Der Naturarzt sprach darüber mit dem Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Hahn von der Universität Hannover.

Avocado

Die Butter des Waldes

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Avocado stammt aus Südamerika und wurde wegen ihres hohen Fettgehalts dort „Butter des Waldes“ genannt. Mit der Eroberung Mexikos durch die Spanier kam die Frucht auch nach Europa. Es gibt circa 400 Sorten. Die Schale kann mehr oder weniger glänzen, glatt, rau oder runzlig, grün, violett bis fast schwarz sein. Es gibt längliche und rundliche Formen, große oder kleine Früchte. Das beste Aroma soll die Sorte „Hass“ besitzen, eine gelbfleischige, kleine Frucht mit runzliger, fast schwarzer Haut.

Brennende Aphthen, schmerzender Soor

So heilt die Mundschleimhaut

Dr. med. Bernharda Schinke

Über den Mund nehmen wir die Nahrung auf, und wir brauchen ihn zum Sprechen, Lachen und Küssen. Wenn aber durch Pilzbesiedlung oder Aphthen die Mundschleimhaut schmerzt und das Essen wie Feuer auf der Zunge brennt, sind wichtige Lebensbereiche beeinträchtigt. Die Mundschleimhaut spiegelt außerdem den Allgemeinzustand des Menschen wider und gibt Hinweise auf Darmgesundheit und Stoffwechsel.

Naturheilärztlicher Rat – Geschwächtes Immunsystem

"Mein sonst recht gesunder und sportlicher Ehemann (54 J.) erkrankte an einer schweren Lungenentzündung. Selbst nach mehrwöchiger Antibiotikabehandlung im Krankenhaus blieb die Temperatur bei knapp 38 °C. Enorm hohe CRP-Werte (C-reaktives Protein) im Blut wiesen auf eine starke Entzündung hin. Zwei tote Zahnwurzeln mit Entzündungsherden wurden als Ursache vermutet und wenig später herausoperiert. Schließlich zeigte das Röntgenbild der Lunge Entzündungsherde, die auf eine "atypische Pneumonie" hindeuteten. Antikörper der "Chlamydia pneumoniae" im Blut bestätigten den Verdacht. Erneut bekam mein Mann ein Antibiotikum. Das Fieber stieg trotzdem auf 39 °C, und es setzte ein kräftiger Durchfall ein. Mein Mann verfiel zusehends und bat, die Medikamente abzusetzen. Danach besserten sich Durchfall und Temperatur. Die Kieferwunden sind komplikationslos verheilt, Herz und Lunge inzwischen ohne Befund. Allerdings hat sich der Stuhlgang verändert. Er ist breiig, stinkt und tritt häufiger auf. Wie kann mein Mann einer erneuten Chlamydien-Infektion vorbeugen, und wie kann er seinen Stuhlgang wieder normalisieren?" Ursprünglich vermutete man, dass Chlamydien von papageiähnlichen Vögeln verbreitet werden. Die Erkrankung wurde deshalb Psittakose (= Papageienkrankheit) genannt. Offenbar können auch Tauben eine Rolle spielen. Neben der Chlamydia pneumoniae, von der Ihr Mann heimgesucht wurde, gibt es auch die Chlamydia trachomatis und Chlamydia psitaki. Bei einer Infektion sind immer die oberen Luftwege betroffen, häufig mit der Folge einer Lungenentzündung. In der Naturheilkunde gehen wir davon aus, dass ein Ausbruch der Erkrankung immer von einer schwachen Abwehrlage abhängt. Es ist denkbar, dass sich die Chlamydien bei Ihrem Mann durch eine geschwächte Immunabwehr, beispielsweise durch seine Zahnherde, so stark vermehren konnten, dass er krank wurde. Zur Vorbeugung empfehle ich eine allgemeine Stärkung des Immunsystems (siehe Naturarzt 10/2004: "So machen Sie Ihre Abwehr winterfest"). Wie Sie selbst recht gut wissen, ist dies etwa mit Sport, kalten Güssen und Tautreten, vitamin- und mineralstoffreicher Kost mit viel Gemüse und Obst sowie ausreichend Schlaf zu erreichen. Recht gut bewähren sich auch homöopathische Mittel (Engystol®) oder pflanzliche Arzneimittel mit den Inhaltsstoffen der Kapuzinerkresse und der Meerrettichwurzel (Angocin®). Wie Sie die Verdauungsbeschwerden beschreiben, denke ich an eine Behandlung mit Myrrhinil-intest®, einem Myrrhenpräparat. Es hilft, einen breiigen Stuhl etwas einzudicken und dämpft gleichzeitig das Wachstum der unerwünschten Erreger. Nach einigen Wochen ist es ratsam, auf die Gabe von Darmbakterien umzusteigen. Die Verdauungs- und Stuhlprobleme bei Ihrem Mann sehe ich als Folge der zurückliegenden Antibiotikabehandlungen. Diese Medikamente können neben den Krankheitserregern auch die erwünschten Darmbakterien zerstören. Hilfe wird ihm ein Wiederaufbau der Darmflora bringen. Eine mikrobiologische Stuhlanalyse sollte zunächst klären, welche Schädigungen vorliegen. Je nach Resultat kann man gezielt mit mikrobiologischen Präparaten die Darmflora wiederaufforsten. Wir setzen meist abgeschwächte Colibakterien ein, wie beispielsweise Rephalysin® oder Pro-Symbioflor®. Einige Wochen später, in der zweiten Stufe, wird eine Kombination aus Bifido-Keimen und Milchsäurebakterien gegeben, wie etwa Probiotik pur® oder Biocult comp.® (siehe Naturarzt 9/2006: "So funktioniert die Darmsanierung"). Will man die Darmflora bereits während einer Antibiotikabehandlung schützen, so bieten sich dafür gesunde Hefen in Form von Saccharomyces boulardii an. Bewährte Präparate heißen Yomogi® oder Perocur® forte. Eine homöopathische Behandlung kann bei Ihrem Mann ebenfalls sinnvoll sein. Ich denke dabei sowohl an die gezielte Stärkung seines Verdauungstraktes als auch an eine Nachbehandlung möglicher Antibiotikaschäden. Auf alle Fälle sollten Sie sich hier in die Hände eines erfahrenen Homöopathen begeben. Ergänzend sind Aufbauspritzen mit Mineralstoffen und Vitaminen sinnvoll. Diese regen die Durchblutung an, aktivieren den Stoffwechsel und "möbeln" insgesamt auf. Sinnvoll ist es, die Mineralstoffgaben mit Vitamin-C-Injektionen zu kombinieren. Je nach Dosierung hat Vitamin C auch einen antientzündlichen Effekt. Die hier vorgestellten Fälle beruhen auf speziellen Leseranfragen. Die genannten ergänzenden Therapievorschläge können nur allgemeinen Charakter haben. Der "Naturheilärztliche Rat" ersetzt nicht Untersuchung, Anamnese und Therapie durch einen naturheilkundlich tätigen Arzt.
Vorsicht mit Bier und Fleisch!

Gicht im Griff mit der richtigen Ernährung

Dipl. oec. troph. Stephanie Fromme

Wen nachts plötzlich unerträgliche Schmerzen in einem dick geschwollenen, geröteten und heißen Gelenk aus dem Schlaf reißen – meist ist der große Zeh betroffen –, der erleidet wahrscheinlich einen akuten Gichtanfall. Dahinter stecken winzige, nadelspitze Harnsäurekristalle. In den Gelenken abgelagert, können sie akute Entzündungen hervorrufen. Die Therapie lässt sich auf eine einfache Formel bringen: mehr pflanzliche Lebensmittel essen, weniger Fleisch, und Finger weg vom Alkohol.

Was schützt Frauen vor der koronaren Herzkrankheit?

Mit Bewegung gegen Bauchfett und Herzenge

Prof. Dr. med. Karin Kraft

In Deutschland verstirbt mehr als jede zweite Frau an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dennoch werden diese Erkrankungen, insbesondere der Herzinfarkt, allgemein als eher männliches Problem eingestuft. Aufgrund der zunehmend ungünstigeren Risikoverteilung ist aber auch beim weiblichen Geschlecht mit einem immer früheren Krankheitsbeginn von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu rechnen.

Was mir geholfen hat

Ingwer belebte Körper und Geist

Elisabeth Bauer ist 83 Jahre alt und fühlt sich wohler und geistig beweglicher als vor zwanzig Jahren. Sie ist überzeugt "Ingwer hat mein Leben neu aktiviert. Er hat meinen Körper gereinigt von den jahrelang eingenommenen Psychopharmaka, Beruhigungs-, Rheuma- und Herzmitteln." Sie genießt die Weisheit des Alters und sieht inzwischen die schicksalsreiche Lebenslinie als Quelle ihres reichen Innenlebens.
Ordnungs- und Regulationstherapie machen's möglich

Migräne ist heilbar

Dr. med. Rainer Matejka

Bei der Behandlung von Zivilisationserscheinungen wie beispielsweise Übergewicht, erhöhtem Blutdruck oder gestörtem Fettstoffwechsel, haben sich schulmedizinische und naturheilkundliche Auffassungen durchaus angenähert: Der Wert gesunder Lebensführung wird von niemandem mehr in Frage gestellt. Bei anderen Krankheitsbildern scheinen die Gegensätze zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde – auf den ersten Blick – nach wie vor gravierend. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Migräne.

Geschwollene Lymphknoten: Salbe ersparte das Skalpell

Peter Emmrich, Arzt für Allgemeinmedizin

In meiner Praxis stellen sich immer wieder Menschen vor, die am Körper eine Schwellung festgestellt haben und eine Abklärung wünschen. So auch die 14-jährige Tanja (Name geändert), die seit drei Wochen eine zunehmende Schwellung an der rechten Seite des Unterkiefers bemerkt hatte. Die Geschwulst war etwa 2 x 1 cm groß, schmerzlos und ließ sich gut verschieben. Wäre sie nicht verschiebbar, müsste man ein bösartiges Tumorgeschehen in Erwägung ziehen. So aber sprach alles für eine gutartige Geschwulst. Ein Lymphknoten hatte … weiterlesen

Chronischer Juckreiz – was steckt dahinter?

Dr. med. Ella Neumann

Wer selbst nie unter starkem Juckreiz gelitten hat, wird nicht verstehen können, welche Qualen die betroffenen Patienten durchleben. Ständiger Juckreiz zerrt an den Nerven und stört die Nachtruhe. Nur Kratzen schafft für kurze Zeit ein wenig Erleichterung, verstärkt aber langfristig das Problem. Juckreiz, eigentlich ein Warnsignal unseres Körpers, ist Begleitsymptom bei verschiedenen Haut- und systemischen Erkrankungen, kann aber auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

Unsere zweite Haut:

Textilien zum Wohlfühlen

Dr. rer. nat. Bettina Pabel

Mit steigenden Temperaturen erwacht die Lust auf leichte und farbenfrohe Kleidung. Über Herkunft und Herstellung von T-Shirt und Co. machen sich aber die wenigsten Menschen Gedanken. Um ein Kilo Baumwollfaser herzustellen, benötigt man z. B. bis zu 25.000 Liter Wasser, hauptsächlich zur Bewässerung der Pflanzen. Außerdem werden eine Menge Chemikalien eingesetzt, um bügelfreie, antistatische oder schmutzabweisende Produkte herzustellen. Davon werden 90 Prozent wieder ins Abwasser gespült, 10 Prozent verbleiben in der Faser.

Pestwurz bei Migräne und Heuschnupfen

Der „breitkrempige Hut“ schützt vor Migräne

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

In vielen Heilpflanzenbüchern folgt alphabetisch auf die Passionsblume gleich Petersilie oder Pfefferminze. Die Pestwurz fehlt, obwohl sie nicht nur eine beachtliche Tradition vorweisen kann, sondern sich auch in modernen Studien behauptet hat. Vor allem ihre kurmäßige Anwendung zur Migräne-Prophylaxe hat sich bewährt. Daneben findet seit einiger Zeit auch der Einsatz bei Heuschnupfen Beachtung.

Schlafstörungen: Überprüfen Sie Ihr Grundwissen!

Sie können besser schlafen als Sie denken

Christoph Wagner, Heilpraktiker

In Umfragen gibt jeder zweite an, er leide unter Schlafstörungen. Die Zahl der tatsächlich schlafgestörten Patienten ist zwar deutlich geringer, doch immer noch hoch (etwa jeder siebte). Medikamente helfen nur den wenigsten wirklich, meist machen sie alles noch schlimmer. Was helfen würde wären Aufklärung und Anleitung zur Selbsthilfe. Dafür fehlt im medizinischen Alltag aber oft die Zeit. Hier erfahren Sie, was Sie wissen und beachten müssen.

Ratgeber Babyernährung: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Von Anfang an gesund ernährt

Dipl. oec. troph. Ursula Lenz

Neben liebevoller Fürsorge brauchen Babys im ersten Lebensjahr für eine gesunde Entwicklung eine speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Ernährung. Klar, dass die frischgebackenen Eltern hier alles richtig machen wollen. Gerade beim ersten Kind tauchen oft viele Fragen auf. Wann sind welche Lebensmittel geeignet, welche sind tabu? Wie gewöhnt man das Baby an feste Kost? Wie steht es mit Kuhmilch? Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Ernährungsfragen in den ersten 12 Lebensmonaten.

Auberginen

Der Geschmack entsteht beim Kochen

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Heimat der Aubergine (Solanum melongena) ist wahrscheinlich Westindien. Heute wird sie nahezu in allen tropischen Ländern, aber auch in gemäßigten Klimazonen, angebaut, z. T. auch im Gewächshaus. Die asiatische Stammform war ursprünglich gelb oder weiß und nur hühnereigroß. Daher heißt sie in manchen Gegenden auch Eierfrucht. Heute habe Auberginen meistens eine purpur-violette Farbe und eine längliche, keulenartige oder rundliche Form. Es gibt aber auch weiße und gelbe Früchte. Das Gemüse ist mit Tomate, Kartoffel und Paprika verwandt, denn es … weiterlesen

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