Geschwollene Lymphknoten: Salbe ersparte das Skalpell

Peter Emmrich, Arzt für Allgemeinmedizin

In meiner Praxis stellen sich immer wieder Menschen vor, die am Körper eine Schwellung festgestellt haben und eine Abklärung wünschen. So auch die 14-jährige Tanja (Name geändert), die seit drei Wochen eine zunehmende Schwellung an der rechten Seite des Unterkiefers bemerkt hatte. Die Geschwulst war etwa 2 x 1 cm groß, schmerzlos und ließ sich gut verschieben. Wäre sie nicht verschiebbar, müsste man ein bösartiges Tumorgeschehen in Erwägung ziehen. So aber sprach alles für eine gutartige Geschwulst. Ein Lymphknoten hatte … weiterlesen

Brennende Aphthen, schmerzender Soor

So heilt die Mundschleimhaut

Dr. med. Bernharda Schinke

Über den Mund nehmen wir die Nahrung auf, und wir brauchen ihn zum Sprechen, Lachen und Küssen. Wenn aber durch Pilzbesiedlung oder Aphthen die Mundschleimhaut schmerzt und das Essen wie Feuer auf der Zunge brennt, sind wichtige Lebensbereiche beeinträchtigt. Die Mundschleimhaut spiegelt außerdem den Allgemeinzustand des Menschen wider und gibt Hinweise auf Darmgesundheit und Stoffwechsel.

Chronischer Juckreiz – was steckt dahinter?

Dr. med. Ella Neumann

Wer selbst nie unter starkem Juckreiz gelitten hat, wird nicht verstehen können, welche Qualen die betroffenen Patienten durchleben. Ständiger Juckreiz zerrt an den Nerven und stört die Nachtruhe. Nur Kratzen schafft für kurze Zeit ein wenig Erleichterung, verstärkt aber langfristig das Problem. Juckreiz, eigentlich ein Warnsignal unseres Körpers, ist Begleitsymptom bei verschiedenen Haut- und systemischen Erkrankungen, kann aber auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.

Unsere zweite Haut:

Textilien zum Wohlfühlen

Dr. rer. nat. Bettina Pabel

Mit steigenden Temperaturen erwacht die Lust auf leichte und farbenfrohe Kleidung. Über Herkunft und Herstellung von T-Shirt und Co. machen sich aber die wenigsten Menschen Gedanken. Um ein Kilo Baumwollfaser herzustellen, benötigt man z. B. bis zu 25.000 Liter Wasser, hauptsächlich zur Bewässerung der Pflanzen. Außerdem werden eine Menge Chemikalien eingesetzt, um bügelfreie, antistatische oder schmutzabweisende Produkte herzustellen. Davon werden 90 Prozent wieder ins Abwasser gespült, 10 Prozent verbleiben in der Faser.

Was schützt Frauen vor der koronaren Herzkrankheit?

Mit Bewegung gegen Bauchfett und Herzenge

Prof. Dr. med. Karin Kraft

In Deutschland verstirbt mehr als jede zweite Frau an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dennoch werden diese Erkrankungen, insbesondere der Herzinfarkt, allgemein als eher männliches Problem eingestuft. Aufgrund der zunehmend ungünstigeren Risikoverteilung ist aber auch beim weiblichen Geschlecht mit einem immer früheren Krankheitsbeginn von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu rechnen.

Pestwurz bei Migräne und Heuschnupfen

Der „breitkrempige Hut“ schützt vor Migräne

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

In vielen Heilpflanzenbüchern folgt alphabetisch auf die Passionsblume gleich Petersilie oder Pfefferminze. Die Pestwurz fehlt, obwohl sie nicht nur eine beachtliche Tradition vorweisen kann, sondern sich auch in modernen Studien behauptet hat. Vor allem ihre kurmäßige Anwendung zur Migräne-Prophylaxe hat sich bewährt. Daneben findet seit einiger Zeit auch der Einsatz bei Heuschnupfen Beachtung.

Ordnungs- und Regulationstherapie machen's möglich

Migräne ist heilbar

Dr. med. Rainer Matejka

Bei der Behandlung von Zivilisationserscheinungen wie beispielsweise Übergewicht, erhöhtem Blutdruck oder gestörtem Fettstoffwechsel, haben sich schulmedizinische und naturheilkundliche Auffassungen durchaus angenähert: Der Wert gesunder Lebensführung wird von niemandem mehr in Frage gestellt. Bei anderen Krankheitsbildern scheinen die Gegensätze zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde – auf den ersten Blick – nach wie vor gravierend. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Migräne.

Schlafstörungen: Überprüfen Sie Ihr Grundwissen!

Sie können besser schlafen als Sie denken

Christoph Wagner, Heilpraktiker

In Umfragen gibt jeder zweite an, er leide unter Schlafstörungen. Die Zahl der tatsächlich schlafgestörten Patienten ist zwar deutlich geringer, doch immer noch hoch (etwa jeder siebte). Medikamente helfen nur den wenigsten wirklich, meist machen sie alles noch schlimmer. Was helfen würde wären Aufklärung und Anleitung zur Selbsthilfe. Dafür fehlt im medizinischen Alltag aber oft die Zeit. Hier erfahren Sie, was Sie wissen und beachten müssen.

Selbstheilung als Fundament der Medizin

Heilkraft unserer Natur – was ist das eigentlich?

Prof. Dr. med. Karl Pirlet und Dr. med. Monika Pirlet-Gottwald

Seit Jahrtausenden weiß jeder Arzt, jeder Gesunde, jeder Kranke, dass es eine Kraft in uns gibt, die uns heil hält und die uns auch wieder heil werden lässt. Doch weder Medizin noch Naturwissenschaften haben bisher sagen können, welcher Art diese lebens- und gesundheitserhaltende Kraft in uns ist. Prof. Karl Pirlet hat nach vielen Jahren der Beschäftigung mit der Physiologie (Wärmehaushalt, Herz, Kreislauf, Atmung, Molekularbiologie) eine Erklärung gefunden: im Kernprozess aller lebenden Systeme, im Innenleben einer jeden Zelle.

Koriander: Gewürzkraut und Verdauungshilfe

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Im alten China glaubte man, dass der Verzehr von Korianderfrüchten Unsterblichkeit verleihe. Schon vor 3500 Jahren verwendeten die Ägypter die zerstoßenen Früchte bei Schlaflosigkeit, Verstopfung und auch als luststeigerndes Mittel. Heutzutage verwendet man das frische Kraut, die getrockneten Früchte und ätherisches Korianderöl in der Küche und als Arznei. Kraut und Früchte schmecken jedoch völlig unterschiedlich.

Mittelalterliche Heilkunde neu entdeckt

Was lernen wir von der Klostermedizin?

Naturarzt-Interview mit Dr. Johannes G. Mayer

Hätte man vor einigen Jahren in einer städtischen Fußgängerzone nach dem Begriff „Klostermedizin“ gefragt, so wäre das Ergebnis wohl überwiegend Achselzucken gewesen. Vielleicht hätte der ein oder andere Passant auf „Klosterfrau Melissengeist“ oder „Hildegard von Bingen“ getippt. Mittlerweile ist Klostermedizin fast populär geworden. Dass in den mittelalterlichen Schriften Schätze zu entdecken sind, gilt vielen Laien als sicher. Allerdings, so leicht ist das Geschäft des Schatzsuchers nicht! Die Naturarzt-Redaktion sprach mit Dr. Johannes G. Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin an der … weiterlesen

Die 7 besten Übungen fürs Knie

Bloß nicht in die Knie gehen!

Rainer Pflaum

Es gibt kein Lebensalter, das vor Kniebeschwerden schützt: Jung und alt kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen jederzeit treffen. Manchmal, etwa beim Sport, kommen die Beschwerden plötzlich, mitunter stellen sie sich aber aufgrund von Verschleiß auch schleichend ein und werden immer schlimmer. Ganz gleich, wie es passiert: Unsere Beweglichkeit ist empfindlich eingeschränkt. Mit kniegerechtem Verhalten und einfachen Übungen kann man effektiv vorbeugen und leichte Beschwerden wieder in den Griff bekommen.

Ein Mittel gegen chronische Entzündungen

Vielversprechendes Weihrauchharz

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

In der traditionellen indischen Ayurveda-Medizin wird Weihrauch seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet. Hierzulande kennt man ihn eher von religiösen Ritualen oder als Geschenk der Heiligen Drei Könige. Seit den 1980er Jahren interessieren sich aber auch westliche Wissenschaftler für seine Heilwirkungen und kamen in ihren Studien zu bemerkenswerten Ergebnissen, vor allem bei chronischen Entzündungen wie Rheuma, Asthma und Morbus Crohn.

Naturarzt-Check

Sind Ihre Augen noch gesund?

Mit dem Sehen orientieren wir uns in der Welt und erhalten mehr Eindrücke als mit allen anderen Sinnen zusammen. Funktioniert die Sehfähigkeit, denken wir nicht weiter darüber nach. Erst wenn die so selbstverständliche Fähigkeit nachlässt, werden wir uns der Bedeutung dieses Sinnes bewusst. Neben Kurz- und Weitsichtigkeit sowie dem normalen altersbedingten Nachlassen der Sehkraft gibt es eine Reihe von Erkrankungen, die sich durch zum Teil nur sehr diskrete Sehstörungen ankündigen und deshalb häufig unbemerkt bleiben. Ab dem 45. Lebensjahr steigt das Risiko für bestimmte Erkrankungen – deshalb sollte man ab diesem Alter besonders aufmerksam sein und die Warnsignale kennen. Machen Sie den Test!

Arthrose – wie Sie den Verschleiß aufhalten

Dr. med. Andreas Weiß

Die Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Circa 6 Millionen Bundesbürger leiden darunter, vor allem an den Knie-, Hüft-, Finger- sowie den kleinen Wirbelgelenken. Jeder Mensch kann früher oder später betroffen sein, denn alle Körperzellen unterliegen im Laufe des Lebens einem natürlichen Verschleiß. Im Alter nimmt daher die Häufigkeit der Arthrose zu. Mit viel Bewegung und richtiger Ernährung kann man jedoch gegensteuern.

Heubad bei Arthrose und Rheuma

Heublumen: Morphium der Kneipp-Therapie

Christian W. Engelbert, Arzt

Kein geringerer als der mit etlichen Gebrechen gepeinigte Ludwig van Beethoven bat seinen Bruder, einen Apotheker, regelmäßig um die Zusendung von Heublumen. Er bereitete sich daraus einen Sud zur Behandlung seiner Beinödeme (Wasseransammlung). Wie erfolgreich die Anwendungen waren, ist nicht überliefert. Wohl aber die Tatsache, dass die Behandlung mit Heu und Heublumen schon damals – wie auch heute – eine einfache, umfassende und höchst effektive Therapieform, vor allem bei Gelenk- und Muskelschmerzen, bedeutete.

Mehr Vitalstoffe, weniger Medikamente!

Rheuma

Dr. med. Volker Schmiedel

Unter Rheuma versteht man ziehende, reißende oder fließende Schmerzen am Muskel- und Skelettsystem. Dahinter verbergen sich die verschiedensten Krankheiten. Medizinisch korrekt heißt es daher: Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Bei den entzündlichen Formen, wie chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew oder der Arthritis bei Schuppenflechte, handelt es sich um ein Autoimmungeschehen, bei dem Abwehrzellen körpereigenes Gewebe angreifen. Die eigentliche Ursache ist zwar noch nicht geklärt, trotzdem gibt es erfolgreiche Behandlungsstrategien.

Ratgeber Babyernährung: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Von Anfang an gesund ernährt

Dipl. oec. troph. Ursula Lenz

Neben liebevoller Fürsorge brauchen Babys im ersten Lebensjahr für eine gesunde Entwicklung eine speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Ernährung. Klar, dass die frischgebackenen Eltern hier alles richtig machen wollen. Gerade beim ersten Kind tauchen oft viele Fragen auf. Wann sind welche Lebensmittel geeignet, welche sind tabu? Wie gewöhnt man das Baby an feste Kost? Wie steht es mit Kuhmilch? Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Ernährungsfragen in den ersten 12 Lebensmonaten.

Auberginen

Der Geschmack entsteht beim Kochen

Dipl.-Biol. Susanne Kudicke

Die Heimat der Aubergine (Solanum melongena) ist wahrscheinlich Westindien. Heute wird sie nahezu in allen tropischen Ländern, aber auch in gemäßigten Klimazonen, angebaut, z. T. auch im Gewächshaus. Die asiatische Stammform war ursprünglich gelb oder weiß und nur hühnereigroß. Daher heißt sie in manchen Gegenden auch Eierfrucht. Heute habe Auberginen meistens eine purpur-violette Farbe und eine längliche, keulenartige oder rundliche Form. Es gibt aber auch weiße und gelbe Früchte. Das Gemüse ist mit Tomate, Kartoffel und Paprika verwandt, denn es … weiterlesen

Eine Entgegnung auf die Thesen Dr. Bollands

„Bei Vollwertkost gibt es keine Gluten-Intoleranz“

Ilse Gutjahr-Jung, Dr. med. Jürgen Birmanns

In der Januar-Ausgabe veröffentlichte der Naturarzt ein Interview mit Dr. med. Axel Bolland zu der Frage: „Machen uns Müsli, Brot und Nudeln krank?“ Bolland vertritt die These, dass – weit über den engen Kreis der Zöliakiepatienten hinaus – eine große Zahl von Menschen (80 Prozent) das Gluten, Klebereiweiß verschiedener Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen, Grünkern, Gerste), nicht verträgt. Er ist überzeugt, diese krankheitsfördernde Gluten-Intoleranz sei angeboren. Dazu erhielt die Redaktion eine Stellungnahme der „Gesellschaft für Gesundheitsberatung GGB e.V.“, die sich auf … weiterlesen

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