Naturheilkundlicher Rat

Hallux-Valgus-Operation mit gestörter Wundheilung

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Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. Sportwiss. Christoph Raschka

Um mit meinen 67 Jahren wieder besser gehen und bequeme Pumps tragen zu können, ließ ich meinen Hallux valgus vor einigen Wochen durch eine Operation korrigieren. Die OP verlief zufriedenstellend, doch die Wunde will nicht abheilen. Mein Arzt hat mich angeleitet, die offene, nässende Stelle zweimal täglich mit einer neuen Wundauflage zu versehen. Dennoch kann ich keinen Fortschritt sehen. Was kann ich tun, um meinen Körper beim Heilungsprozess zu unterstützen?

Der Hallux valgus kennzeichnet eine Schiefstellung der großen Zehe – deshalb auch „schiefer Zeh“ oder Ballenzeh genannt. Der Schaden tritt schon im Großzehengrundgelenk auf, was aus einer Abweichung des ersten Mittelfußknochens resultiert. Diese wiederum wird durch einen Spreizfuß verursacht, bei dem die Mittelfußknochen auseinanderweichen, anstatt nach vorne zu zeigen. Mit seinem Köpfchen wandert der erste Mittelfußknochen zum Fußinnenrand (d. h. beim rechten Fuß wandert das Köpfchen nach links).

Die massive Vorfußverbreiterung erschwert, das beklagen auch Sie, passende Schuhe zu finden. Vom Hallux valgus sind ein Viertel der Bevölkerung betroffen, dabei zehnmal häufiger Frauen als Männer. Als Auslöser dieser Fehlstellung gelten unter anderem genetische Faktoren, wie (altersbedingte) Bindegewebsschwäche, längere Großzehen, sowie Rheuma und Übergewicht. Verstärkt wird sie durch falsches Schuhwerk, d. h. hochhackige, zu enge und/oder spitz zulaufende Schuhe …

Den Artikel zu dieser redaktionellen Einleitung finden Sie in der Naturarzt-Druckausgabe 11/2018