Wirsingkohl

Der winterliche Vitaminspender

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Wirsingkohl gehört zur botanischen Familie der Kreuzblütler (bot.: Cruciferae oder Brassicaceae) und ist sehr eng mit dem Weiß- und dem Rotkohl verwandt. Die gekrausten Blätter bilden wie beim Weißkohl je nach Sorte runde, ovale oder spitz zulaufende Köpfe aus. Wirsing hat praktisch das ganze Jahr Saison. Ab Mai bekommt man den zarten und milden Sommerwirsing, der nicht lange gelagert werden kann und nur eine kurze Garzeit benötigt. Der Herbst- oder Dauerwirsing hat einen großen geschlossenen Kopf mit kräftigen, stark gewellten … weiterlesen

Lebenskunst

Optimisten leben länger

Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Die Frage nach dem „Glück“ treibt die Menschen um. Worin besteht es? Wie kann es erreicht werden? Und warum sind Menschen unter gleichen äußeren Bedingungen dennoch nicht gleichermaßen glücklich? Das Leben, das wir unser „eigenes“ nennen, wird bestimmt von Faktoren, auf die wir häufig kaum Einfluß haben, von Mächten, die nach Belieben mit uns umzuspringen scheinen. Gleichwohl wird dieses Leben, unabhängig von allen scheinbaren Zwängen, irgendwann zu unserem eigenen – spätestens am letzten Tag.

So beruhigen Sie Ihr Schreikind

Babys schreien niemals um ihre Eltern zu ärgern

Andrea Breiding, Ärztin

Manchmal ist es zum Verzweifeln: Ohne erkennbaren Grund schreit manches Kind in einem fort, tags wie nachts. Die Eltern fühlen sich abwechselnd erschöpft, schuldig oder angegriffen – und übertragen unmerklich ihre Unruhe auf das Kind: ein Teufelskreis. Doch mit einigen aktiven Veränderungen kann sich das Kind möglicherweise schon in wenigen Wochen beruhigen und erholen – und mit ihm die Eltern.

Frühlingsbote mit heilsamer Wurzel

Schlüsselblume vertreibt den Husten

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Die heilsamen Eigenschaften stecken vor allem in der Wurzel: Mit ihren Seifenstoffen löst die Schlüsselblume zähflüssigen Schleim in den Atemwegen. Husten bessert sich, und auch eine entschlackende und aufhellende Wirkung wird ihr zugeschrieben. Da es sich um ein Primelgewächs handelt, wird die Schlüsselblume auch schlicht als Primel und ihre Wurzel als Primelwurzel bezeichnet – ein ideales Heilmittel bei Erkältung, geeignet für Aufgüsse, Sirup und sogar Schlafkissen.

Aus der ärztlichen Praxis

Verzicht auf Milch beendete chronischen Schnupfen

Dr. med. Markus Gaisbauer

Als die 28jährige Claudia Bertram meine Praxis betrat, hörte ich bereits an ihrer Stimme, worin ihr Problem bestand. „Meine Nase ist dauernd verstopft“, klagte sie. „Ich brauche mindestens vier bis fünf Päckchen Papiertaschentücher am Tag. Was kann ich nur tun?“. Seit Jahren schon litt sie unter wässrigem Schnupfen, der frühmorgens begann und den ganzen Tag andauerte. Sämtliche HNO-ärztlichen Behandlungen hatten keine Besserung gebracht. „Noch nicht einmal die Operation an der Nasenscheidewand hat geholfen“. Die Situation änderte sich auch in der … weiterlesen

Dr. med. Volker Schmiedel

Naturheilärztlicher Rat – Chronische Bronchitis

Chronische Bronchitis Seit vielen Jahren leide ich an einer chronischen Bronchitis. Ich bekam mehrmals Antibiotika und verschiedene Medikamente zum Sprühen und Inhalieren. Leider verschlimmerte sich die Erkrankung mit starker Schleimbildung immer mehr. Der Schleim wird außerdem zunehmend zäher. Das hervorstechende Symptom scheint bei Ihrer Bronchitis die überaus starke Schleimbildung zu sein. Ist schon an eine Erbkrankheit, die mit einem Alpha-l- Antitrypsin-Mangel einhergeht, gedacht worden? Man kann sie mit einem einfachen Bluttest diagnostizieren. Alpha-l-Antitrypsin ist ein eiweißspaltendes Enzym, welches bei einem nachgewiesenen Mangel von außen zugeführt werden kann. Meist klingen die Beschwerden dadurch schnell ab.
Was mir geholfen hat

Beinwell-Bäder verhinderten Zehenamputation

Eva Mayr (Name geändert) neigt zu Durchblutungsstörungen. Dies wurde nicht gleich erkannt, als der rechte kleine Zeh zunehmend schmerzte, sich dicke Hornhaut bildete und das Gewebe schwarz wurde. Der Arzt riet zur Amputation, doch Umschläge und Bäder mit der Beinwellwurzel machten das Skalpell überflüssig.

Aus der ärztlichen Praxis

Narben-Entstörung heilte Magenbeschwerden aus

Dr. med. Sonja Reitz

Der etwa 60jährige Helmut Klein (Name geändert) klagte seit Monaten über starke Oberbauchschmerzen. Eine Magenspiegelung hatte ein Magengeschwür ergeben, Darmspiegelung und die Blutwerte waren unauffällig. Wegen Befalls mit Helicobacter-Bakterien nahm er schulmedizinische Magensäureblocker in Kombination mit zwei Antibiotika (Tripletherapie), die zwar die Infektion beseitigten, aber einen Blähbauch verursachten. Auch nach mehreren Wochen hatte er jedoch noch Schmerzen an einem bestimmten Punkt im rechten Oberbauch. Sie quälten ihn so, daß er deswegen nachts kaum schlafen konnte und schon nach fünf Stunden … weiterlesen

Dr. med. Rainer Matejka

Naturheilärztlicher Rat – Unruhe nach Schlaganfall

Mein 75jähriger Vater erlitt vor vier Monaten einen schweren Schlaganfall. Er ist seither rechts komplett gelähmt, kann kaum sprechen, versteht jedoch alles. Er ist nachts sehr unruhig und bekommt Beruhigungsmittel, die aber nicht richtig helfen. Können Sie mir Möglichkeiten aus der Naturheilkunde nennen, die meinem Vater mehr nächtliche Ruhe schenken? !Oft reagieren ältere Schlaganfallpatienten paradox auf beruhigende Medikamente. Nicht nur chemische, sondern mitunter auch pflanzliche Präparate bewirken manchmal genau das Gegenteil und provozieren Unruhezustände. Die Medikamente, die Ihr Vater derzeit bekommt, dürfen Sie aber nur Schritt für Schritt in Absprache mit seinen Ärzten absetzen. Ich rate Ihnen, naturheilkundliche Methoden begleitend dazu zu nehmen und erst wenn diese eine positive Wirkung zeigen, die schulmedizinischen Medikamente langsam zu reduzieren. Dabei denke ich zuerst an den Einsatz von Ginkgo. Dessen Wirkstoffe stärken den Gehirnstoffwechsel. Bekannte Ginkgo- Präparate heißen Tebonin® forte als Tropfen oder Tabletten, Ginkgobil®-Dragees, Rökan®Lösung oder Gingium®. Empfehlenswert ist auch eine Kombination von Ginkgo mit dem herzstärkenden Weißdorn und Mistel (Cefavora®). Nächtliche Unruhe beruht nämlich mitunter auf einer Mangeldurchblutung des Gehirns, so daß durchblutungssteigernde Mittel den Schlaf fördern können. Homöopathische Beruhigungsmittel zeigen nach meiner Erfahrung meist nicht die erwünschte Wirkung, wenn zuvor chemische Medikamente eingesetzt wurden. Von sonst wirkungsvollen pflanzlichen Beruhigungsmitteln wie etwa Baldrian, Hopfen, Johanniskraut oder Melisse erwarte ich bei Ihrem Vater nur mäßigen Erfolg. Einen Versuch wert wäre aber die Verwendung von Sedativum®-Hewert (Ampullen). Dieses Präparat enthält einen Stoff, der ursprünglich als Antiallergikum eingesetzt wurde. Als Nebenwirkung hat es einen gewissen dämpfenden Effekt. Ich kann mir vorstellen, daß dieses Medikament in der beschriebenen Situation eventuell besser wirkt als die üblichen Beruhigungs- und Schlafmittel. Auch mit Reflex-Therapien liegen bei Schlaganfallpatienten erfreuliche Ergebnisse vor. Geeignet sind nach meiner Erfahrung vor allem die Fußreflexzonen-Massage und die Akupunktur. Auch an die Aroma-Therapie ist zu denken. Mit viel Geduld, Zuversicht und Ruhe kann Ihre Familie gemeinsam mit Ihrem Vater peu à peu Verbesserungen seines Zustandes erreichen, doch ist davon auszugehen, daß nicht alle Funktionen wieder zurückkommen. Was Sie vor allem berücksichtigen sollten: Jeder Schlaganfallpatient macht generell eine Wesensänderung durch, die sich nicht nur in einer labilen Stimmungslage, sondern in den vegetativen Funktionen bemerkbar macht. Deshalb brauchen Sie für Ihren Vater sehr viel Verständnis und Geduld.
Vom Säuerling bis zum Sulfatwasser

Gesund bleiben mit Heilwasser

Dr. med. Rainer Matejka

Die Anwendung von Heilwasser zur gesundheitlichen Vorsorge oder auch als Trinkkur bei körperlichen Beschwerden geriet in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Vergessenheit. Aber Heilwässer wirken auf Stoffwechsel und Kreislauf, Nieren und Harnwege, Leber- und Gallenfunktion sowie Magen und Darm. Sie liefern dem Körper lebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, können Mangelzuständen vorbeugen oder bereits vorhandene Defizite ausgleichen. Probieren Sie doch auch einmal Heilwasser statt Abführ- oder Magenmittel.

Omega-3-Fettsäuren auf dem Speiseplan für Gelenke und Gefäße

Pflanzenöl und Seefisch stoppen die Entzündung

Dr. med. Volker Schmiedel

Gibt es richtiges und falsches Fett? Kann Fett sogar gesund sein? Tatsächlich kommt es nicht nur auf die tägliche Menge an, die wir essen, sondern vor allem auf die Mischung. Lösen bestimmte Fette Entzündungen aus, so wirken andere sogar entzündungshemmend. Besonders Omega-3-Fettsäuren helfen bei der Heilung von Rheuma, Asthma und Neurodermitis – und schützen auch das Herz.

Kribbeln und Schmerzen in der Hand

Karpaltunnelsyndrom: Nerv in der Klemme

Dr. med. Andreas Weiß

Es beginnt oft mit einem Kribbeln und Einschlafen der ersten drei Finger – vor allem nachts. Dazu kommen Schmerzen, die bis in die Schulter ziehen können. Wenn diese Symptome dauernd auftreten, ist es höchste Zeit, etwas zu unternehmen, denn wer ein sogenanntes Karpaltunnelsyndrom vernachlässigt, muß mit einer irreparablen Nervenschädigung rechnen. Durch frühes Handeln kann man die Beschwerden lindern und sich unter Umständen eine Operation ersparen.

Abnehmen – warum bleibt es oft ein Traum?

Naturarzt-Gespräch mit vier Experten

Abnehmen ist für einen Großteil derer, die es versuchen oder versucht haben, ein „Frust-Thema“. Das hat damit zu tun, daß sich viele Übergewichtige unrealistische Ziele stecken – und die „Abnehmindustrie“ diesen Trend massiv befördert: „Zehn Kilo in vier Wochen, kein Problem“. Von wegen! Für die meisten ist es ein Problem. Und auch jene, die kurzfristig die „Pfunde purzeln lassen“, haben langfristig oft wenig Erfolg. Aber ist Übergewicht wirklich „unheilbar“? Der Naturarzt bat vier Experten um Antworten.

Grauer Star

So behalten Sie den Durchblick

Dr. med. Reinhard Küstermann

Unscharfes, dumpfes Sehen, dazu Lichtempfindlickeit: Dies deutet auf einen beginnenden Grauen Star hin. Durch das Altern des Auges, aber auch durch Stoffwechselstörungen, zuviel Sonnenlicht und aggressive Substanzen im Körper werden die Abfallstoffe der Augenlinse nicht mehr schnell genug abgebaut. Sie wird trüb und taucht die Umwelt mehr und mehr in milchige Brauntöne. Meist folgt eine Operation. Jeder kann jedoch lange vorher dafür sorgen, daß der Graue Star gar nicht erst auftritt.

Vegetarisches Weihnachtsmenü

Genuß ohne Hektik

Peter Mayr, Diplom-Diätküchenmeister

Ein Weihnachtsmenü soll festlich sein. Dies geht auch ohne Fleisch, sofern das Menü gut zusammengestellt und festlich präsentiert wird. Zumal gute Stimmung an den Feiertagen bekanntlich weder vom Essen noch von Zahl und Größe der Geschenke abhängt. Eigentlich eine Banalität, und doch sind wir oft in der Vorweihnachtszeit Teilnehmer an der allgemeinen Rennerei um Zutaten und Präsente. Von der im Radio und in Kaufhäusern viel besungenen stillen Zeit ist wenig zu spüren. Und wenn es dann draußen endlich ruhiger wird, … weiterlesen

Wie wirkt das

Triptane

Dr. med. Volker Schmiedel

Naturheilkundlich orientierte Patienten stehen schulmedizinischen Arzneimitteln oft skeptisch gegenüber. Andere Kranke haben eher übersteigerte Erwartungen. Viele Vorurteile beruhen auf mangelnder Information. Um hier Klarheit zu schaffen, stellen wir in loser Folge die am häufigsten verordneten Arzneimittel vor. Diesmal handelt es sich um moderne Migränemedikamente.

Histamin-Intoleranz

Migräne und Asthma durch Wein, Käse & Co.

Dipl. oec. troph. Karin Possin

Kopfschmerzen, Hautausschlag, Asthma, Herzklopfen oder Durchfall nach dem Essen: Solche Beschwerden werden oft als Hinweis auf eine Allergie gedeutet. Doch wenn die Allergietests ohne Ergebnis bleiben und der Arzt nicht an eine mögliche Histamin-Intoleranz denkt, droht den Betroffenen dauerhaftes Leiden – und am Ende gar noch eine psychosomatische „Diagnose“. Letztlich hilft ihnen nur, die verschiedenen Auslöser in unserer Nahrung zu enttarnen und zu meiden.

Winterdepression? Daß ich nicht lache!

Gut gelaunt durch die kalte Jahreszeit

Dipl.-Psych. Anna Konstantina Richter

Bedeutet Winter für Sie Gemütlichkeit, Spaziergänge an klarer Luft, ein freier Kopf, Gemeinschaft und Unternehmungen im Schnee? Oder trauern Sie noch dem letzten Sommer nach und finden die Feuchtigkeit, Kälte und Dunkelheit zum Davonlaufen? Beide Sichtweisen treffen ohne Zweifel zu, vermitteln aber völlig verschiedene Strategien. Tatsächlich senkt das fehlende Sonnenlicht unsere Glückshormone und damit die Stimmung. Wer an sich selbst aber feststellt, daß mit dem Sonnenlicht auch seine gute Laune verschwindet, kann einiges für sich tun.

Pro und Contra: Ist Vieltrinken gesund?

Genug trinken mit Durst und Verstand

Christoph Wagner, Heilpraktiker

Wasser ist der wichtigste Nährstoff für den Organismus. In gesundheitsbewußten Kreisen weiß man das schon lange, hier herrscht weitgehend Einigkeit: Kinder trinken zu wenig, Erwachsene ebenso, und Senioren – erst recht! Doch beim Blick auf die Wasserbilanz unseres Körpers stellt sich die Frage: Müssen wir wirklich alle „saufen wie ein Loch“? Es gibt nämlich auch Kontraindikationen und Hinweise darauf, daß mehr als nötig nicht jene Effekte auslöst, die sich die Vieltrinker erhoffen. Außerdem spielt die Ernährung eine große Rolle.

Unverzichtbar in der Herztherapie

Mit Weißdorn lacht das Herz

Ursel Bühring, Heilpraktikerin

Der Weißdorn ist eine der wenigen Arzneipflanzen, der selbst die moderne naturwissenschaftliche Forschung eine sichere Wirksamkeit bescheinigt: Bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens im Alter, zur unterstützenden Behandlung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit hat sich die Pflanze bewährt. Weißdornpräparate üben eine umfassende Wirkung aus und sollten jede übliche Herztherapie ergänzen und verbessern.

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