Was mir geholfen hat

Osteoporose – Knochenfestigkeit durch Vitamin D

Edith A. Leppla

Rückenschmerzen führten bei Edith A. Leppla erst nach einem monatelangen Leidensweg zur Entdeckung eines Wirbelbruchs und dann zur Diagnose einer Osteoporose. Nachdem eine naturheilkundlich orientierte Ärztin einen Mangel an Vitamin D feststellte, konnte sie mit einer erfolgreichen Behandlung die Knochenstabilität deutlich erhöhen.

Die dauerhaften Rückenprobleme begannen gegen Ende des langen Winters 2013. Ein heftiger Schmerz schoss in meine Lendenwirbel, als ich mich beim Zähneputzen etwas eilig unter den Wasserhahn beugte. Derlei kam schon früher vor. Meist halfen dann Yoga-Dehnübungen, manchmal auch Ruhe auf einem Heizkissen. Dieses Mal konnte ich mir nicht helfen. Ein Orthopäde diagnostizierte einen Beckenschiefstand und behob ihn gleich mit chiropraktischen Griffen. Die Schmerzen behandelte er mit Lasertherapie. Das energiereiche Licht soll die Durchblutung anregen und dadurch einen Heil- und Regulationsreiz setzen. Ich verspürte keine Wirkung und beließ es bei einer Sitzung.


Naturheilkundlicher Rat

Erhöhter Leberwert nach Herz-Op

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Seit einer großen Herzoperation vor acht Jahren ist der Gamma-GT-Wert der Leber zu hoch. Direkt nach dem Eingriff stieg der Wert auf 102 U/l und blieb sechs Jahre lang auf diesem Niveau. In dieser Zeit wurde ich erstmals wegen intermittierendem Vorhofflimmern mit zwischenzeitlichem Sinusrhythmus mit dem Antiarrhythmikum Flecainid und dem Blutverdünner ASS behandelt. Nach einer schweren Erkrankung vor eineinhalb Jahren wurde die Medikation umgestellt auf das Blutverdünnungsmittel Marcumar sowie den Betablocker Metoprolol. Als Nebenwirkung entwickelten sich Unterschenkel-Ödeme, weshalb ein Diuretikum dazugenommen wurde. Seit dieser Medikamentenumstellung liegt der γ-GT-Wert dauerhaft bei 202 U/l. Die anderen Leberwerte sind im Normbereich. Wie muss ich den seit der Herzoperation ständig erhöhten Leberwert einordnen?

Das Enzym Gamma-Glutamyl-Transferase (γ-GT) ist der empfindlichste Leberwert, der am schnellsten reagiert, wenn einem eine „Laus über die Leber läuft“. Dass die γ-GT nach einer Operation vorübergehend ansteigt, kommt sehr häufig vor, da die Narkosemittel die Leber erheblich belasten, genauso wie zusätzliche Medikamente. Sie nehmen gleich drei Mittel ein, die „auf die Leber gehen können“. Das Marcurmar ist hier noch das harmloseste und lässt die Leberenzyme nur manchmal ansteigen. Sowohl bei Flecainid als auch bei Metoprolol kommt dies schon öfter vor. Wenn bei Ihnen jetzt ein Sinusrhythmus vorliegt, bräuchten Sie kein Marcumar mehr. Ist der Sinusrhythmus über mehrere Monate stabil, könnte auch einmal in Absprache mit dem Kardiologen ein Auslassversuch von Flecainid unternommen werden. Liegt jedoch ein dauerhaftes Vorhofflimmern vor, so brauchen Sie zwar Marcumar zur Gerinnungshemmung und Metoprolol zur Frequenzkontrolle, aber Flecainid könnte abgesetzt werden, da das Ziel des stabilen Sinusrhythmus dann ja trotz der Einnahme nicht erreicht wurde. Egal wie, mindestens ein Medikament könnte überflüssig sein. Besprechen Sie das bitte mit Ihrem Kardio-logen, welche Medikamente Sie wirklich unbedingt benötigen – alle drei zusammen scheinen jedenfalls keinen Sinn zu machen.


Was mir geholfen hat

Neuraltherapie und Zahnziehen lösten Sehproblem

Eva Schröder (Name geändert)
Akupunktur im Gesicht

Eva Schröder (Name geändert) sah ihre Umgebung zunehmend dunkler und farbloser. Sie wandte sich an ihre Ärztin, eine Neurochirurgin mit Akupunktur-
Erfahrung in der Augenheilkunde. Diese entdeckte zu Beginn der Behandlungsserie zwei tote Zähne, die als Störfelder wirkten. Die mußten raus – und siehe da: Die Sicht wurde wieder klarer und bunter.

Da ich auf meinem rechten Auge immer unklarer sah und meine Umgebung wie durch Schleier schleichend dunkler und farbloser wurde, ging ich zum Augenarzt. Eine Vene sei verstopft, das verbrauchte Blut könne nicht mehr richtig abfließen, die Zufuhr von frischem Blut sei blockiert. Da könne er nichts machen.

Augenakupunktur spürte Störfeld auf

Sofort dachte ich an meine Ärztin, eine Neurochirurgin, die sich auch auf Akupunktur in der Augenheilkunde spezialisiert hat. Sie sieht Augenerkrankungen aus ganzheitlicher Sicht. Das heißt, dass solche Erkrankungen durch Störungen oder Fehlfunktionen anderer Organe mitverursacht werden können, denn alle Organe stehen miteinander in Beziehung. Mit ihrer speziellen Augenakupunktur soll sich nicht nur die Durchblutung und Nährstoffversorgung des Auges verbessern lassen, sondern auch der Energiefluss ausgeglichener werden, was sich heilend auf den vegetativen Bereich auswirkt. Ich las, dass ihre Methode auf den Erfahrungen der beiden dänischen Mediziner Prof. Dr. John Boel und Dr. Freddy Dahlgren beruht, dazu traditionelle chinesische und koreanische Punkte sowie auch die Schädel-Akupunktur nach Yamamoto und andere mehr miteinbezieht. Das alles ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln, doch ich wollte einen Behandlungsversuch wagen und bekam auch sofort einen Termin.

Foto: Shutterstock/Andrey Popov


Aus der ärztlichen Praxis

Massage entspannte Karpaltunnel

Dr. med. Ernst Schrott
Hände mit Punkten

Die 47-jährige Marion R. (Name von der Redaktion geändert) litt seit Monaten unter schlimmen Schlafstörungen. Der Grund waren Schmerzen an beiden Händen, die mitunter in den ganzen Arm bis zur Schulter ausstrahlten, begleitet von unangenehmen Missempfindungen in den Händen: Ameisenlaufen, Nadelstiche oder Brennen in den Fingerspitzen. Die ersten drei Finger beider Hände waren taub, so dass ihr oft Gegenstände aus der Hand fielen. Am schlimmsten waren die Beschwerden aber nachts. Die Patientin musste die Hände dann ausschütteln, um sich Linderung zu verschaffen, was nur kurze Zeit half und ihr letztlich einen erholsamen Schlaf verwehrte.

Die Untersuchung ergab ein Karpaltunnelsyndrom: eine verringerte Empfindungsfähigkeit der ersten drei Finger und der Hälfte des vierten Fingers. Noch war es zu keinem Schwund des Daumenballenmuskels gekommen. Das wäre Zeichen einer länger bestehenden Schädigung des Media-nusnervs gewesen. Dieser Nerv verläuft durch einen Kanal, der von der Handwurzel und einem Band (Ligamentum carpi transversum) gebildet wird. Beim Karpaltunnelsyndrom ist der Nerv an dieser Stelle eingeengt, gereizt oder geschädigt.

Grafik: Schrott


Was mir geholfen hat

Feldenkrais bei Nachsorge von Hirntumor-OP

Lieselotte Euler
Frau mit Rollator redet mit Arzt

Ein leichtes „Nachschleppen“ des rechten Beines machten der bewegungsfreudigen Lieselotte Euler Angst. Schließlich offenbarte eine Kernspinaufnahme die Ursache: ein Hirntumor (Meningeom) drückte auf das Bewegungszentrum. Nach der OP war das Bein gelähmt. Doch mit Feldenkrais-Lektionen kam die Beweglichkeit wieder voll zurück.

Foto: Fotolia/WavebreakMediaMicro


Aus der ärztlichen Praxis

Energiegewinn mit Blattgrün

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin mit den Zusatzbezeichnungen Homöopathie, Naturheilverfahren, Chirotherapie, Akupunktur und Sportmedizin.

Heiko P. (Name von der Redaktion geändert), ein 17-jähriger Oberstufenschüler, klagte darüber, sich seit geraumer Zeit unerklärlich schlapp zu fühlen. Morgens kam er nicht richtig in die Gänge, und alle bisher durchgeführten Untersuchungen erbrachten keinen richtungsweisenden Befund. Bei genauer Nachfrage stellte sich jedoch heraus, dass er vor etwa sechs Monaten unter einer viralen Infektion mit Kopf- und Gliederschmerzen gelitten hatte. Nach ungefähr einer Woche und ein paar Tabletten Paracetamol war aber scheinbar alles wieder im „grünen“ Bereich.

Nach seinen Essgewohnheiten befragt, meinte er, Gemüse und Salat seien „uncool“ – er wolle doch als Mann den Tieren das Futter nicht wegfressen. Heiko hatte Heißhunger auf Fleisch. Nebenbei merkte er an, täglich zwei bis drei Liter zu trinken. Davon bestand jedoch mindestens die Hälfte aus Cola- und Energy-Drinks. Nach dem Sport gab es Mineralwasser und ab und zu mit Kumpels ein Bierchen. Heiko war mit 188 cm und 67 Kilo gerade so an der Grenze zum Untergewicht.


Naturheilkundlicher Rat

Knochenmarksschädigung bei Vitamin-B12-Mangel

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Vor einem Jahr wurde bei meinem Mann (55 Jahre) eine Knochenmarkschädigung (myelodysplastisches Syndrom = MDS) mit Knochenmarksfibrose festgestellt. Ich vermute, dass die Krankheitsursache mit einem lange andauernden Vitamin-B12-Mangel zusammenhängt. Kann es sein, dass dieser langjährige Mangel das Knochenmark geschädigt hat? Mit einem lebensbedrohlich niedrigen Hämoglobinwert (Hb) wurde mein Mann kürzlich in die Klinik ein-geliefert. Zudem bestand ein erheblicher Vitamin-B12-Mangel. Seit drei Monaten bekommt er Vitamin-B12-Spritzen. Da der Hb-Wert kaum gestiegen ist, erhält er wöchentlich ein bis zwei Bluttransfusionen, die ihn sehr belasten und den Eisenwert (Ferritin) in die Höhe treiben. Die Ärzte möchten ihn mit Chelaten senken, wir befürchten die möglichen Nebenwirkungen (Nierenschock). Lässt sich ein Knochenmark auch auf naturheilkundliche Weise regenerieren? Können die Vitamin-B12- Gaben überdosiert werden?


Naturheilkundlicher Rat

Tipps gegen Divertikulitis und Verstopfung

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Seit meinem siebzigsten Lebensjahr leide ich (weibl., 73 Jahre) an einem Darmvorfall. Vergeblich wurde in den vergangenen drei Jahren versucht, ihn operativ zu beheben, da ich keine Narkose vertrage. Außerdem wurden zahlreiche Ausstülpungen in der Darmwand, sogenannte Divertikel, entdeckt. Mein Darm lässt sich nur „bröckchenweise“ entleeren, weshalb ich täglich zwei bis drei Stunden auf der Toilette verbringe. Diese lange geknickte Haltung führt oft zur Verkrampfung im Unterleib. Ich bin für jeden Rat dankbar, der die Zeit für den Stuhlgang abkürzt.

Bevor Sie einen Rat für besseren Stuhlgang bekommen, zunächst zum Thema Divertikel: Diese Ausstülpungen in der Darmwand – meist am Ende des S-förmigen Dickdarmabschnittes – bereiten in der Regel keine Beschwerden und werden wie bei Ihnen häufig zufällig bei einer Darmspiegelung oder Computertomographie entdeckt. Sie sind in unserer Industriegesellschaft weit verbreitet. So sind etwa ein Drittel aller 60-jährigen und zwei Drittel der über 85-jährigen Menschen davon betroffen. Ursächlich werden genetische Faktoren und eine ballaststoffarme Ernährung vermutet. Nachgewiesen ist, dass Vegetarier seltener eine Divertikulose aufweisen als Fleischesser.


Was mir geholfen hat

Blutegel heilten Tennisarm nachhaltig aus

Jacqueline Bäuerle
Hand am Ellbogen

Nach monatelangem Ziehen, Stechen sowie „elektrisierenden Schmerzen“ im rechten Arm und erfolglosen Behandlungen mit schmerzstillenden Salben und Massagen stimmte Jacqueline Bäuerle einem Behandlungsversuch mit Blutegeln zu. Drei Tiere bissen sich fest und saugten am Ellbogen, was sie dauerhaft von den Schmerzen befreite.

Zunächst ging ein leichtes Ziehen vom rechten Ellbogen aus, bevor es zum Stechen und Dauerschmerz wurde. Ich entwickelte einen Tennisarm, wobei die gereizten Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur die Schmerzen auslösten. Zur Entlastung des Armes reduzierte ich mein intensives Fitness-Training. Trotzdem blieben die Schmerzen, die oft als „elektrische Schläge“ aus dem Ellenbogen kamen.

Cremes, Massagen Schiene … erfolglos

Mit schmerz- und entzündungslindernden Cremes rieb ich meinen Arm ein, was die Schmerzen nur vorübergehend milderte. Dazu schwand zunehmend die Muskelkraft im Arm, die ich bei meiner beruflichen Außendiensttätigkeit dringend benötigte. Krankengymnastik und Massagen sowie eine Muskelentlastung mit einer Ellenbogenspange besserten die Situation nicht wirklich.

Foto: Shutterstock/Melodia plus Photos


Aus der ärztlichen Praxis

Autovaccine stoppte Furunkelbildung

Dr. med. Bernharda Schinke, Praktische Ärztin
Globuli und Fläschchen

Der 32-jährige Michael M. war in den letzten zwei Jahren mindestens sechsmal wegen ausgedehnter Furunkelbildungen operiert worden. Auch hatte er mehrfach Antibiotika einnehmen müssen, weil sie sich entzündeten und an großen Lymphabflüssen lagen, so dass eine Blutvergiftung drohte. Er fühlte sich zunehmend schlechter und klagte über Blähungen und Durchfälle als Folge der Antibiotika. Nun war er sehr verzweifelt, weil sich schon kurz danach erneut äußerst schmerzhafte Furunkel gebildet hatten. Die Situation bedrückte ihn umso mehr, da er und seine Freundin bald heiraten wollten. Auch sein Arbeitsplatz bereitete ihm Sorge, denn er musste wegen Stellenabbaus um seine Existenz bangen. Wegen der Operationen war er häufig krankgeschrieben. Dies setzte ihn ungeheuer unter Druck.

Furunkel verlagern Gifte nach außen

Da Herr M. rauchte, erklärte ich ihm, dass ich ihm nur helfen könne, wenn er damit aufhört. Auch empfahl ich ihm, Schweinefleisch auf ein Minimum zu reduzieren. Der Körper möchte über Furunkel Gifte loswerden, so dass eine weitere Belastung absolut kontraproduktiv wäre. Er erklärte sich sofort bereit, keine Zigarette mehr anzurühren, denn das habe ihm bisher niemand so deutlich gesagt.

Foto: Fotolia/Wolfilser


Naturheilkundlicher Rat

Ernährung bei Speiseröhrenkrebs

Antwort von: Dr. med. Karl-Heinz Friese

Seit mehreren Jahren leide ich an Schwindel beim Aufstehen, beim Gehen, auch beim schnellen Bücken und Wiederaufrichten, nicht aber im Sitzen und Liegen. Schon dreimal musste ich deswegen den Notarzt bemühen. Es wurde die Diagnose „orthostatischer Schwindel“ gestellt, jedoch ohne Hinweis auf eine zielgerichtete Behandlung. Erst jetzt fand ich durch Zufall im Naturarzt darüber einen umfassenden Artikel. Mit meinen 88 Jahren treibe ich noch regelmäßig Wassergymnastik und Gerätesport. Vielleicht können Sie mir weitere Hinweise geben, wie ich diese hinderliche Begleiterscheinung in meinem noch aktiven höheren Lebensalter los bekommen kann.

Sie beschreiben einen typischen orthostatischen Schwindel. Die-se Diagnose wurde ja auch von mehreren Ärzten gestellt und ist vermutlich richtig. Ihren mitgeschickten Unterlagen entnehme ich, dass der Schwindel weder vom Ohr noch von der Halswirbelsäule kommt. Die Ursache liegt vielmehr in der Regelung des Blutdrucks, der mal erhöht und mal erniedrigt ist. Dies kommt im höheren Alter recht häufig vor.


Aus der ärztlichen Praxis

Homöopathie half dem Herzmuskel

Benjamin F. (Name von der Redaktion geändert)
Weißdornblüten

Benjamin F. (Name von der Redaktion geändert), ein 24-jähriger Leistungssportler, hatte sich im vergangenen Winter eine starke Virusgrippe zugezogen. Er lag ganze acht Tage mit hohem Fieber flach. An zwei Tagen litt er morgens unter einem sehr starken Schwindel, und sein Herz raste. Er fühlte einen Puls über 120/min. Normal ist eine Herzfrequenz in Ruhe von 60–80/min, aufgrund seines guten Trainingszustands hatte Benjamin F. normalerweise sogar einen Ruhepuls von 56/min.

Oft spürt man nur einen Leistungsknick

Herr F. ist ein erfolgreicher Leistungssportler. Fünf- bis sechsmal pro Woche trainiert er drei bis vier Stunden täglich. Sein großes Ziel ist es, in den Kader der Olympia-Mannschaft aufgenommen zu werden. Die Zeichen stehen gut. Aber im letzten Vierteljahr brachte er nicht mehr die gewohnte Leis-tung, obwohl er sich ansonsten wohlzufühlen schien. Seine Trainer standen vor einem Rätsel. Die beim Hausarzt routinemäßig durchgeführten Laboruntersuchungen zeigten keine signifikanten Veränderungen. Ein EKG wurde noch nicht veranlasst.

Foto: Klosterfrau Gesundheitsservice


Was mir geholfen hat

Schmerzfrei nach Laserbestrahlung des Blutes

Lieselotte Euler
Läuferin hält Hände an Knie

Starke rheumaartige Wanderschmerzen führten vor zwei Jahren bei Lieselotte Euler zum Verdacht einer Fibromyalgie – bis im Blut erhöhte Borreliose-Werte festgestellt wurden. Ohne Antibiotika, aber mit Nährstofftherapie und „Biologischer Lasertherapie“ stabilisierte sich das Immunsystem und die Schmerzen verschwanden.

Bis vor zwei Jahren war ich überwiegend gesund, befolgte als medizinisch ausgebildete Gesundheitsberaterin die Empfehlungen, die ich anderen Menschen gab. Dann kamen Schmerzen auf, die ich nicht einordnen konnte. Ich bin ein Bewegungsmensch, schlank, gelenkig, und war so vermessen zu glauben, dass dieser Zustand für immer anhält.

Der lange Weg zur richtigen Diagnose

Die Schmerzen waren ohne Schmerzmittel nicht auszuhalten, geschweige denn einzuordnen: sie wanderten! Mal schmerzte die Schulter, dann ein Arm, dann eine Wade, dann ein großer Zeh. Die Rheumawerte waren nicht erhöht. Es begann ein langer Weg zur richtigen Diagnose, zumal die Bemerkungen der mir nahestehenden Menschen nicht besonders hilfreich waren: „bei Deiner Ernährung, Deiner Beweglichkeit, Deiner geistigen Haltung!“ (Ich meditiere täglich und erlernte in einer 8-wöchigen Ausbildung die auf „Achtsamkeit basierende Schmerzreduktion“). In der Tat, ich war verzweifelt! Lungenentzündungen kamen hinzu mit antibiotischen Behandlungen, auch Verstopfungen – die Immunkraft lag darnieder.
Immer auf der Suche nach der Ursache, begann eine Ärzte-Odyssee. Teure Blutbilder, die keine Kasse bezahlt, brachten keine neuen Erkenntnisse. Nach vielen Leidensmonaten hörte ich von einem Ganzheitsmediziner in meiner Nähe. Ein neues Blutbild brachte Licht ins Dunkel: Zwei Borreliosewerte waren stark erhöht. Dabei konnte ich mich nicht erinnern, von einer Zecke gebissen worden zu sein, geschweige denn den typischen Hof mit Wanderröte um einen Zeckenstich gesehen zu haben. Außerdem waren wichtige Blutbestandteile zu niedrig, wie Vitamine der B-Gruppe, Q10, Vitamin D, Selen, Pantothensäure sowie die Energiebausteine Taurin, Gluthation-Na, L-Carnitin. Diese abweichenden Laborwerte wurden nach und nach mit insgesamt zehn „Power-Infusionen“ wieder auf Normalwerte gehoben.

Foto: Shutterstock/Kamil Macniak


Naturarzt-Check

Vitamine: Sind Sie gut versorgt?

Christian Zehenter, Heilpraktiker
Vitamin-Lebensmittel-Rad

Als Vitamine bezeichnet man Hilfsstoffe, die der Körper von außen benötigt, z. B. für Zellbildung, Muskelfunktion, Energie- oder Eiweißstoffwechsel. Untersuchungen sprechen dafür, dass immer mehr Menschen unter einem – häufig unerkannten – Vitaminmangel leiden. Wie steht es um Ihre Versorgung?

Foto: Shutterstock/mahmuttibet


Naturheilkundlicher Rat

Haarwurzel-Entzündung

Antwort von: Anita Kraut, Heilpraktikerin

Mein Mann leidet an einer Haarwurzel-Entzündung mit dem Verlust der Haare an manchen Stellen. Eine Blutuntersuchung ergab etwas erhöhte Zuckerwerte. Der Arzt verschrieb ihm zum einnehmen ein Tetracyclin-Antibiotikum zur Langzeittherapie. Außerdem empfahl er eine kortisonhaltige Lösung. Wir sind über diese Medikamente nicht begeistert und suchen nach einer naturheilkundlichen Alternative.

Eine Haarwurzel-Entzündung bedeutet, dass sich der Haarbalg (Haarfollikel) entzündet hat, in dessen Struktur die Haarwurzel befestigt ist. Übeltäter dafür ist oft das Bakterium Staphylococcus aureus, ein „Mitbewohner“ der normalen Hautflora. Das Bakterium scheidet Giftstoffe aus. Wenn diese in den Haarfollikel eindringen, entwickeln sich meist die mit Eiter gefüllten kleinen Bläschen, aus deren Mitte das Haar wächst.


Was mir geholfen hat

Bei Kalkschulter: Stoßwellen und Massagen

Anne Weiss (Name geändert)
Schultermassage Frau

In einer sehr intensiven Arbeitsphase am Computer entwickelten sich bei Anne Weissunerträgliche Schmerzen im rechten Arm. Zwei Orthopäden diagnostizierten als Ursache Kalkablagerungen und rieten zur Operation. Doch sie fand erfolgreiche Alternativen – mit Stoßwellen und Ayurveda-Massagen wurde sie völlig schmerzfrei.

Zunächst begann mein rechter Oberarm etwas zu spannen, schließlich schmerzte er stark, wenn ich etwa mit der Maus am Computer arbeitete. Und dabei hatten wir im Büro so viel zu tun! Ich rieb den Arm mit einer Sportsalbe ein und ließ ihn massieren – ohne Erfolg. Bald konnte ich meine Haare nicht mehr föhnen und mich nicht mehr ohne Hilfe ankleiden. Erst jetzt nahm ich mir die Zeit für einen Arztbesuch.

„Ich vermute bei Ihnen eine Schulterdachverengung durch Kalkablagerungen“, sagte der Orthopäde spontan, was die Röntgenaufnahmen bestätigten. Außerdem entdeckte er einen Riss in einer Sehne. Seine Meinung: „Um eine Operation werden Sie wohl nicht herumkommen.“ Sehr schnell fand er einen geeigneten Operationstermin. Irgendwie war ich geschockt und bat um Bedenkzeit.

Foto: Shutterstock/amelexa


Aus der ärztlichen Praxis

Gebärmuttermyome: OP vermieden

Heide Fischer, Ärztin und Mitbegründerin der Frauengesundheitszentren Heidelberg und Freiburg
Teetasse und Frauenmantel

Die 48-jährige Sabine L. (Name geändert) stand kurz davor, wegen massiver Menstruationsblutungen ihre Gebärmutter entfernen zu lassen. Das widerstrebte ihr aus tiefstem Herzen. Aber sie war derart anämisch (blutarm), dass sie ohne regelmäßige Eiseninfusionen ihren Alltag nicht mehr bewältigen konnte. Eine organerhaltende Hormonspirale kam wegen vieler Myome nicht in Frage. Blieb nur die Entfernung der Gebärmutter. Aber das wollte sie, wenn möglich, vermeiden.

Myom verstärkt die Monatsblutung

Angefangen hatte alles vor ein paar Jahren. Ihre Blutung war unmerklich immer stärker geworden. Sie hatte das zunächst einfach hingenommen, bis sie merkte, dass sie morgens nur noch schwer aus dem Bett kam, immer blasser wurde, ihr gelegentlich schwarz vor Augen wurde und die Arbeit immer schwerer fiel. Sie suchte den Hausarzt auf, der feststellte, dass aufgrund der hohen Blutverluste der Eisenspeicher (Ferritin) absolut erschöpft war. Er riet zu einem Frauenarztbesuch und zu Eisen-Infusionen. Diese brachten zwar zeitweise ihre Kraft zurück, aber nach wenigen Zyklen stand sie wieder vor dem gleichen Problem.

Foto: Shutterstock/Heike Rau


Naturheilkundlicher Rat

Unverträglichkeit von Zahnfüllungen?

Antwort von: Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

Von der Hautklinik wurde mir eine Unverträglichkeit gegenüber Acrylaten, die sich wohl in jedem Kunststoff-Zahnfüllmaterial befinden, bestätigt. Ich habe im Frontzahnbereich bereits vier solcher Füllungen. Gibt es Ihres Wissens eine Alternative – außer Gold oder Keramik? Sollte ich aufgrund dieser belastenden Füllungen meinen Körper entgiften? Wenn ja, in welcher Form?

Sie haben Recht, Acrylate sind in zahlreichen Zahnersatzmaterialien enthalten. „Acrylate“ ist ein Sammelbegriff für Materialien mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Dazu gehören beispielsweise Methylmethacrylat (MMA), 2-Hydroxyethylmethacrylat (HEMA), Triethylenglycol-dimethacrylat (TEGDMA) oder Diurethandimetharylat (DUDMA). Die Acrylat-Zahnfüllung wird mit Licht bestrahlt, wodurch sich das Material vernetzt und hart sowie belastbar wird. Perfekt ausgehärtet gelten die Acrylate als gebunden. Nicht vernetzte Moleküle können allerdings mit dem Speichel ausgewaschen und verschluckt werden. Diese gelangen durch Resorption im Darm über den Blutkreislauf in den Körper. Sie können zu einer allergischen Reaktion führen.


Was mir geholfen hat

Rekonvaleszenz: Wieder fit nach Heilpilztherapie

Karin Böhme
Heilpilz Lackporling

Karin Böhme überwand die starken Muskelschmerzen ihrer Fibromyalgie mit Schüßler-Salzen, Natronbädern, Gesprächen, Qigong, Nordic-Walking und Trennkost. Es ist ihr nun gelungen, die weiterhin verbliebene Wetterfühligkeit und Schmerzsensibilität ebenfalls los zu werden – mit chinesischen Heilpilzen.

Mit konsequenter Anwendung verschiedener Schüßler-Salze und weiterer naturheilkundlicher Maßnahmen ist es mir gelungen, aus meinem von Schmerzmitteln, Kortison und Schlafmitteln betäubten Leben wieder „innerlich lebendig“ und weitgehend schmerzfrei zu werden (siehe Naturarzt 7/2014: „Fibromyalgie – mit Schüßler-Salzen aus Schmerzmartyrium“).

Foto: Myko Troph AG


Naturheilkundlicher Rat

Darm- und Gelenkprobleme – besteht ein Zusammenhang?

Antwort von: Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Um die Gesundheit meiner 18-jährigen normalgewichtigen Nichte mache ich mir zunehmend Sorgen. Seit fünf Jahren leidet sie unter Rückenschmerzen, vor zwei Jahren kamen Magen-Darm-Probleme mit Krämpfen, Übelkeit und Durchfällen dazu. Außerdem treten wechselnde Gelenkschmerzen auf. In ihrem 8. Lebensjahr wurde eine Allergie gegen verschiedene Pollen, Katzenhaare und Hausstaub diagnostiziert – und schon als sie drei Jahre alt war, veränderte und rötete sich ihre Haut an den Beugeseiten der Arme und Beine, außerdem bildeten sich damals Bläschen in ihren Handflächen.