Was mir geholfen hat

Vegetarische Kost heilte Entzündungen

Franz Mayer (Name geändert)
Gemüse der Saison

Franz Mayer (Name geändert) war in jungen Jahren eine „richtige Fleischkatze“. Je größer die Portion umso besser. Als Dreißigjähriger erlitt der Landwirt mit Schweinemastbetrieb einen Zusammenbruch, in dessen Folge eine Unverträglichkeit auf Zucker und tierisches Eiweiß festgestellt wurde. Er wurde Vegetarier und gesund wie nie.

Nach einer schweren Grippeerkrankung erlitt ich als Dreißigjähriger einen gesundheitlichen Zusammenbruch. Ich war aufgeschwemmt, hatte Atemprobleme, starke Rheuma- und Gelenkschmerzen sowie hohe Entzündungswerte im Blut. Eine zunächst vermutete Herzerkrankung konnten die Ärzte erfreulicherweise ausschließen, dafür bestätigten sie anhand des Pricktestes auf der eingeritzten Haut des Unterarmes einen schweren Heuschnupfen sowie eine Unverträglichkeit auf tierisches Eiweiß und Zucker.

Vegetarisches Futter – besseres Fleisch

Es war mir sofort klar: Ich musste mich künftig anders ernähren. Dass die tägliche Nahrung großen Einfluss auf die Gesundheit ausübt, hatte ich auf unserem Hof bei den Schweinen längst beobachtet. Wenn ein Schwein mit Schlachtabfällen (Tiermehl, 2001 nach BSE verboten) gefüttert wurde, tropfte Gewebewasser aus der aufgehängten Schweinehälfte. Wurde das Tier mit Getreide ernährt, so war das Fleisch fest und die Wirbelsäule „trocken“. Es lief kein Saft hinunter. Wenn sich die Ernährung beim Schwein so offensichtlich auf die Fleischqualität auswirkte, so musste das ja auch auf die Muskeln und Gelenke beim Menschen Einfluss nehmen.


Aus der ärztlichen Praxis

Mit Pflanzenkraft Cholesterin senken

Peter Emmrich, Biologe und Chemiker, Facharzt für Allgemeinmedizin
Artischocken

„Ich muss etwas tun“, stellte Heinz H., ein 64-jähriger Rentner,
bei der ersten Konsultation fest. „Meine Blutfettwerte sind viel
zu hoch und im Verlauf der letzten Jahre kontinuierlich gestiegen.
Abnehmen muss ich auch.“

Bei der ersten Routineuntersuchung wurden folgende,
für den Blutfett- und Zuckerstoffwechsel
relevanten Werte ermittelt:

Gesamtcholesterin: 372 mg/dl
Triglyzeride: 179 mg/dl
HDL: 39,2 mg/dl
LDL: 298 mg/dl
LDL geteilt durch HDL: 7,6
Glukose: 117 mg/dl
HbA1c: 6,3

Dabei unterscheidet man das „Eiweißgebundene Blutfett“ (= Cholesterin) von den freien Blutfetten (= Triglyzeride). Das Cholesterin lässt sich wieder in zwei Gruppen teilen, nämlich in das „gefäßschützende“ HDL und das „gefäßschädigende“ LDL. Ein HDL-Wert von mehr als 70 mg/dl schützt die Gefäße vor Ablagerungen, auch wenn dabei der Gesamtcholesterinwert über der Norm von 200 mg/dl liegen kann. Darüber hinaus ist die Betrachtung des Quotienten aus LDL und HDL wichtig. Liegt dieser deutlich unter 3, ist die Gefahr, an einer arteriosklerotischen Gefäßveränderung („Gefäßverkalkung“) zu erkranken, verringert. Bei Herrn H. befanden sich sämtliche Cholesterinwerte in einem ungünstigen Bereich.


Naturheilkundlicher Rat

Scheideninfekte: Rückfall verhindern

Antwort von: Heide Fischer, Ärztin

Vor zwei Monaten behandelte ich ein Jucken in der Scheide mit Meerrettichsaft und der Einnahme von Tabletten, die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich enthalten. Nach ers-ten Verbesserungen kam der Juckreiz drei Wochen später verstärkt zurück. Die Frauenärztin diagnostizierte eine Pilzinfektion mit Candida albicans, die mit Nystatin behandelt wurde. Auch danach waren die Beschwerden 14 Tage später wieder da, der Pilz nach wie vor aktiv. Wie kann ich einen erneuten Rückfall vermeiden?

Immer wiederkehrende Vaginalinfekte, wie Sie es erleben, sind leider ein häufiges Phänomen. Hier hilft die Erkenntnis von Claude Bernard (1813–1878) weiter, einem Bakteriologen der ersten Stunde. Er sagte: „Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles.“ Wenn man sich bei der Behandlung von Infekten, und damit eben auch von Scheideninfekten, zu sehr auf die Keimabwehr konzentriert und das Milieu außer Acht lässt, ist der Behandlungserfolg oft nur ein kurzfristiger.


Was mir geholfen hat

Makrobiotische Kost und Schüßler-Salze halfen bei Hepatitis

Birgit Schuster
Ingwer

Dauermüdigkeit, Appetitmangel und gelbgefärbte Augen führten bei Birgit Schuster zur Diagnose Hepatitis A. Aufgrund der nachlässigen Behandlung in der Klinik verlangte sie die Entlassung und suchte Rat bei ihrer Internistin. Diese empfahl eine „Leberdiät“, die eine naturheilkundlich versierte Bekannte engagiert und mit Erfolg ausarbeitete.

Im Jahr 2005 fühlte ich mich mit meinen 45 Jahren uralt. Ich war dauermüde, litt unter Kopfschmerzen und Appetitmangel, dann färbten sich Augen und Haut gelb. Innerhalb kürzester Zeit nahm ich fünf Kilo ab und bestand nur noch aus Haut und Knochen. Mein Hausarzt wies mich sofort in die Klinik ein, wo eine „akute Hepatitis A“ diagnostiziert wurde. Sämtliche Leberwerte waren stark erhöht und wiesen auf Zerstörungsprozesse in der Leber hin. Da der Gallenfarbstoff Bilirubin von meiner Leber nicht mehr richtig ausgeschieden werden konnte, lagerte sich das gelbe Abbauprodukt aus dem Blutfarbstoff Hämoglobin in Haut und Augen ab. Es war ein Rätsel, wo ich mir diese „Urlaubshepatitis“ daheim eingefangen hatte.

Ingwer-Leberwickel leitete Heilung ein

In der Klinik fühlte ich mich nicht wohl und von den Ärzten alleingelassen. Nach drei verzweifelten Tagen verlangte ich die Entlassung und übernahm die geforderte Eigenverantwortung. Nun suchte ich den Rat einer Internistin: „Was kann ich selbst tun?“ „Ruhe und eine Leberdiät, doch bin ich keine Diätspezialistin“, meinte sie. Ich wandte mich an eine naturheilkundlich versierte Bekannte. „Gib mir einen Tag Zeit, damit ich in meinen Büchern recherchieren kann“ – und schon am nächsten Morgen stand sie mit einem gut gefüllten Gemüsekorb und einem Behandlungsplan vor der Tür.


Naturheilkundlicher Rat

Zu wenig weiße Blutkörperchen

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Mein Sohn (31 Jahre) hat seit mehreren Jahren Probleme mit einem zu niedrigen Anteil an weißen Blutkörperchen (Leukozyten), unserer wichtigen „Blutpolizei“. Zurzeit liegt der Wert bei 2.900 Leukozyten pro Mikroliter Blut. Normal wären bei Erwachsenen 4.000 bis 10.000 Leukozyten pro Mikroliter. In den vergangenen zwei Jahren lagen die Werte in einem ähnlich niedrigen Bereich. Vor drei Jahren war bei einer Darmgrippe der Wert mit 3.500 Leukozyten/µl etwas höher. Seine Ärzte empfehlen eine regelmäßige Überwachung. Ich bitte um Ihre Einschätzung, ob hier ein ernsthafteres Problem vorliegt. Gibt es Naturheilverfahren, um die weißen Blutkörperchen zu erhöhen?

In den vergangenen Jahren ist mir aufgefallen, dass die Zahl der Menschen, bei denen man im Rahmen routinemäßiger Blutkontrollen erniedrigte oder grenzwertig niedrige weiße Blutkörperchen entdeckt, gestiegen ist. Ich habe keine wissenschaftlichen Arbeiten oder Statistiken darüber gelesen, ob dies auch im Allgemeinen so zutrifft. Fragt man die betroffenen Patienten, was bisherige Behandler, etwa Hausärzte oder Internisten dazu gesagt haben, bekommt man meist die Antwort: „Nichts“.


Aus der ärztlichen Praxis

Creme-Kur gegen Neurodermitis

Dr. med. Ella Neumann
Stiefmütterchen

Notfallmäßig stellte ein Vater seine 9-jährige Tochter Sophie (Name geändert) in der Sprechstunde vor. „Vor ein paar Tagen kam es bei Sophie zu einem extremen Neurodermitis-Schub“, berichtete er. Das wurde sehr nüchtern erzählt, und das Mädchen saß ganz entspannt dabei, was den Eindruck erweckte, als sei alles halb so wild. Ein Infekt war vorher nicht aufgetreten, und es hatte keine Änderungen beim Essen oder Trinken gegeben. So war ich natürlich auf den Befund gespannt.

Ich habe selten so einen massiven Schub gesehen. Das Kind war vom Hals bis zu den Knöcheln feuerrot. Die Haut war schuppig, nässend, teils wieder krustig und verschorft. Zudem war sie flächig ekzematös befallen. Wir Hautärzte nennen solch einen Befund Erythrodermie.


Was mir geholfen hat

Neuraltherapie bei Schmerzen ohne Befund

Diagnosehinweisschild

Urplötzlich auftretende Schmerzen in der linken Leiste ließen bei Ingrid Hansen zunächst einen Nierenstein, dann ein entzündetes Darmdivertikel vermuten. Der niedrige Entzündungsmarker sowie eine Ultraschall- und Kernspinuntersuchung konnten die Schmerzen nicht erklären. Dennoch wurde sie von ihrer dreiwöchigen Qual erlöst – durch eine neuraltherapeutische Behandlung.

Im Oktober 2013 bekam ich plötzlich Schmerzen in der linken Leiste, die sich von Stunde zu Stunde verschlimmerten und nach oben in die Hüfte ausstrahlten. Ich vermutete sofort einen Nierenstein, da mir im Alter von 18 Jahren bereits ein Harnstein entfernt werden musste. Unverzüglich suchte ich eine urologische Praxis auf. Mit Hilfe von Ultraschall fand die Ärztin tatsächlich einen kleinen Stein im linken Nierenbecken, der aber als Schmerzursache nicht in Frage kam.

Kein Arztbefund bot Hinweis auf Ursache

Mein Hausarzt vermutete daraufhin ein entzündetes Darmdivertikel – eine Ausstülpung der Dickdarmwand – und ließ den sensiblen Entzündungsmarker C-reaktives Protein (CRP) bestimmen. Der Wert lag unter der Nachweisgrenze und konnte damit die vermutete Entzündung nicht bestätigen. Nachmittags hatte ich einen Termin bei meiner Gynäkologin, die per Ultraschall eine kleine Zyste am linken Eierstock entdeckte. Aber auch diese konnte nicht die Ursache der Schmerzen sein. Nun bat ich einen Orthopäden um Hilfe. Die Untersuchung des Hüftbereichs brachte keinen erklärenden Befund. Trotz des niedrigen Entzündungswertes im Blut hielt er ein gereiztes Divertikel für wahrscheinlich. Mein Hausarzt verschrieb mir daraufhin das entzündungshemmende Mittel Mesalazin.


Aus der ärztlichen Praxis

Offenes Bein: Homöopathie bewahrte vor Amputation

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin mit den Zusatzbezeichnungen Homöopathie, Naturheilverfahren, Chirotherapie, Akupunktur und Sportmedizin

Die 87-jährige Ragnhild H. (Name von der Redaktion geändert) wurde 2008 im Rollstuhl in das Sprechzimmer geschoben. An der rechten Wade hatte sich ein Unterschenkelgeschwür entwickelt. Die Untersuchungsberichte der orthopädischen und chirurgischen Fachärzte bestätigten eine weit fortgeschrittene Gefäßverengung mit teilweisen arteriellen Gefäßverschlüssen im rechten Unterschenkel. Wenn bisherige Maßnahmen wie Antibiotika, um die Infektion in Schach zu halten, nicht mehr wirken würden, müsse eine Amputation in Betracht gezogen werden. Das wollte man in der Familie auf alle Fälle umgehen.

Als erstes musste die lokale Entzündung abheilen. Zu diesem Zweck kam die sogenannte „Schlüren-Spritze“, benannt nach dem Reutlinger Gynäkologen Erwin Schlüren (1917–1997), zum Einsatz (siehe auch Naturarzt-Artikel „Mittelohrentzündung trotz Komplikationen homöopathisch geheilt“ in Ausgabe 4/2014). Diese Komposition aus drei homöopathischen Mitteln setzt sich je nach Seite, an der die Erkrankung zum Ausbruch kommt, unterschiedlich zusammen. Liegt sie rechts, kommt neben Echinacea und Pyrogenium das Mittel Crotalus zum Einsatz, liegt sie links, wählt man stattdessen Lachesis. In diesem Fall befand sich die Wunde an der rechten Wade.


Was mir geholfen hat

Fibromyalgie – mit Schüßler-Salzen aus Schmerzmartyrium

Karin Böhme gehört zu den zahlreichen Patienten in Deutschland mit einer Fibromyalgie-Diagnose. Ursachen und erfolgreiche Therapien der schmerzhaften Faser-Muskelerkrankung sind noch nicht geklärt. Karin Böhme wurde mit Medikamenten „zugedröhnt“, fand dann aber einen eigenen Weg aus den Schmerzen.

Im Jahr 2000 begann für mich als 40-jährige eine schlimme Leidenszeit mit wandernden Muskelschmerzen im ganzen Körper, Steifigkeit im Lenden- und Halswirbelbereich, glühenden Füßen, Kopfweh und chronischer Müdigkeit. Ein Rheumafaktor war nicht nachweisbar.


Naturheilkundlicher Rat

Nächtlicher Harndrang stört den Nachtschlaf

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Da mir die urologische Schulmedizin nicht weiterhelfen kann, wende ich mich an Sie, in der Hoffnung, dass ich über die Naturheilkunde Erleichterung erfahre. Wegen meines Harndrangs muss ich jede Nacht zwischen 22.00 Uhr und 6.30 Uhr vier- bis fünfmal zur Toilette. Dabei kann ich jeweils nur 50 bis 80 ml Urin lassen. Wegen der gestörten Nachtruhe habe ich nun Schlafprobleme. Der Urologe vermutete als Ursache des nächtlichen Harndrangs eine verengte Harnröhre. So wurde vor sechs Monaten bei einer Prostataoperation auch eine Blasenhalsschlitzung vorgenommen. Ich bin inzwischen 78 Jahre alt, und es besteht aktuell keine Blasenverengung.

Die Ursachen Ihrer Beschwerden können mit Harnröhre, Prostata und der Blasenmuskulatur ursächlich in Verbindung stehen. Mit der Operation wurde vermutlich versucht, eine gutartig vergrößerte Prostata zu verkleinern. Ganz offensichtlich lag im Blasenausgangsbereich bis zur Operation eine Verengung vor. Haben Sie darüber hinaus schulmedizinische Medikamente eingenommen? Meist wird in solchen Fällen die Substanz Tamsulosin eingesetzt, die den Harnabfluss erleichtern soll. Auch Mittel zur Kräftigung des Blasenmuskels kommen dabei in Frage.


Naturheilkundlicher Rat

Chronische Darmentzündung – kollagene Colitis

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Vor knapp zehn Jahren – im Alter von 68 Jahren – begannen meine Darmprobleme mit einer Durchfallattacke, die schwer in den Griff zu bekommen war. Nach zwei Heilfastenkuren schien alles in Ordnung. Vor vier Jahren tauchte das Problem erneut auf. Ich nahm Kohle und Heilerde, was nur kurzfristig half. Vor acht Monaten wurde mit Hilfe einer Darmspiegelung die chronisch entzündliche Darmerkrankung „kollagene Colitis“ diagnostiziert. Ich bekam magensaftresistente Kortisonkapseln. Als ich nach sechs Monaten die Medikation ausschleichen wollte, erlebte ich einen massiven Rückfall. Der Arzt meinte, ich müsse ausprobieren, welche Dosis ich brauche. Gibt es dazu schon naturheilkundliche Erfahrungen in der Behandlung? Ich habe mich zu einer Heilfastenkur angemeldet, in der Hoffnung, dass sie mir wie vor neun Jahren hilft.

Bei der kollagenen Colitis handelt es sich um eine atypisch verlaufende chronische Entzündung im Dickdarm mit häufigen Durchfällen. Dabei ist eine dünne Membran unterhalb der Schleimhautzellen betroffen, so dass sie nicht immer bei einer Darmspiegelung allein, sondern oft erst durch die mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben entdeckt werden kann. Sie unterscheidet sich von den klassischen Darmentzündungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, wird aber konventionell genauso mit Kortison und dem entzündungshemmenden Arzneistoff Mesalazin behandelt. Die Ursache ist noch nicht sicher geklärt, wahrscheinlich liegt aber ebenfalls ein Autoimmunprozess zugrunde. Die kollagene Colitis gehört also im weitesten Sinne zu den rheumatischen Krankheiten.


Aus der ärztlichen Praxis

Abwehrschwäche mit Homöopathie abgewendet

Dr. med. Michaela Ludwig

Die 3-jährige Alina (Name von der Redaktion geändert) kam mit ihrer Mutter in die Sprechstunde, weil sie akut Fieber, Schnupfen und Ohrenschmerzen aufwies. Seit über einem Jahr litt sie an immer wiederkehrenden Infekten der oberen Atemwege, zuletzt im Verbund mit einer Mittelohrentzündung.

Alina hatte eine natürliche Geburt und konnte sechs Wochen teilgestillt werden. Seit der 6. Lebenswoche traten immer wieder trockene Ekzeme auf. Vor einem hal-ben Jahr wurde vom Kinderarzt eine Streptokokken-Infektion festgestellt: Scharlach. Daraufhin erhielt sie Antibiotika. Nach zwei Wochen erkrankte sie erneut und wieder wurden Streptokokken gefunden. Die Antibiotikagabe wiederholte sich. Dieser Kreislauf verlief über mehrere Wochen, das Kind erhielt fünf verschiedene Antibiotika und die symptomfreien Zeiten verkürzten sich zusehends. Sie litt unter Dauerschnupfen und war appetitlos. Der Stuhlgang war mehrmals täglich sehr breiig.


Was mir geholfen hat

Inkontinenz geheilt durch Training des Beckenbodens

Mit dem Ende der Periode begann bei Christel Helminski eine Harninkontinenz. Ihre Frauenärztin empfahl eine Hormonbehandlung. Nach ausgiebigem Abwägen suchte sie nach Alternativen und entschied sich für tägliches Beckenboden-Training – mit nachhaltigem Erfolg!


Naturheilkundlicher Rat

Arthrose durch angeborene Hüftfehlstellung

Dr. med. Andreas Weiß

Mein 25-jähriger Sohn leidet seit vier Jahren immer wieder unter Hüftschmerzen auf der rechten Seite. Schwimmen bringt ihm kurzzeitig Erleichterung. Die Magnetresonanztomographie (MRT) offenbarte nun eine fortgeschrittene Degeneration beider Hüftgelenke und ergab „einen CCD-Winkel beidseits von 143 Grad (sogenannte Coxa valga) mit deutlicher Verschmälerung des Gelenkspaltes im Sinne einer Arthrose“. Die Ärzte haben eine Operation zur Korrektur des CCD-Winkels empfohlen. Was bedeutet die-se Diagnose und gibt es Alternativen zur Operation?

Offensichtlich handelt es sich bei Ihrem Sohn um eine ererbte Störung bezüglich Form und Stellung des Oberschenkelknochens. Normalerweise bildet dieser ja mit dem kugelartigen Knochenende, dem Kopf, und der muldenförmigen Knochenregion am Darmbein, der Gelenkpfanne, das Hüftgelenk. Beide Knochenoberflächen sind mit einem 1 bis 2 mm dicken, glatten und harten Knorpel beschichtet, der die Gelenkflächen bildet. Im Zusammenwirken mit der Gelenkschmiere, die sich ölfilmartig über den Knorpel zieht, ermöglicht dies ein fast reibungsloses Aneinandergleiten.


Naturheilkundlicher Rat

Kalziumtabletten gegen den Knochenabbau?

Dr. med. Rainer Matejka

Seit vielen Jahren leide ich an rheumatoider Arthritis und nehme deshalb täglich Kortison ein. Da dies auf Dauer eine Osteoporose fördern kann, steuere ich seit längerer Zeit mit einer regelmäßigen Einnahme von Kalziumtabletten und Vitamin D dagegen. Außerdem ernähre ich mich vegetarisch vollwertig mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornerzeugnissen, Samen und Nüssen. Nun habe ich gelesen, dass sich durch eine zu hohe Kalziumeinnahme das Infarkt- und Schlaganfallrisiko durch die Ablagerung des Kalziums in den Gefäßen erhöhen würde. Wie ist Ihre Meinung?

Persönlich habe ich immer Zweifel an der Einnahme hoch dosierter Kalziumpräparate gehabt. Gleichwohl scheint mir das erwähnte Risiko einer Herzinfarkt- und Schlaganfallgefährdung allerdings übertrieben zu sein. Auch das früher behauptete Risiko einer Nierensteinbildung halte ich nicht eindeutig für belegt, da sich Nierensteine eher aus einer zu hohen Zufuhr von Oxalsäure – wie sie sich beispielsweise in Rhabarber befindet – entwickeln.

Hoch dosierte Kalziumtabletten sind oft nicht besonders gut bekömmlich und führen bei empfindlichem Verdauungstrakt zu Beschwerden bis hin zu Übelkeit. Ferner wirken sie „kompetitiv“ verdrängend auf andere Mineralstoffe. So wird vermutet, dass die Magnesiumaufnahme beeinträchtigt werden kann.


Was mir geholfen hat

Mit Homöopathie Fersensporn-Leiden endlich beendet

Füße im Gehen

Durch einen schmerzhaften Fersensporn war die sportbegeisterte Christel Helminski zwei Jahrzehnte lang geplagt und in ihrem Bewegungsdrang eingeschränkt. Orthopäden konnten ihr mit speziellen Schuheinlagen nur bedingt helfen. Völlig schmerzfrei wurde sie durch eine ganzheitliche Behandlung mit der klassischen Homöopathie.


Naturheilkundlicher Rat

Prostata-Karzinom

Dr. med. Rainer Matejka

Mein Urologe drängt mich zu einer Totaloperation der Prostata aufgrund eines Krebsbefundes. Ich habe keine Beschwerden. Mein PSA-Wert liegt derzeit bei 4,7. Wir ernähren uns gesund und sind mit unseren 60 Jahren sportlich noch sehr aktiv. Eine Operation möchte ich unbedingt vermeiden.

Auch wenn der PSA-Wert noch nicht extrem hoch und der Anstieg um jährlich 0,5 nicht gewaltig ist – das Karzinom ist bei Ihnen nun einmal nachgewiesen. Trotzdem könnte man zunächst durch Kontrollen des PSA-Wertes alle drei Monate die weitere Entwicklung beobachten. Sollte der Wert nicht mehr nennenswert steigen, kann mit einer eingreifenden Therapie noch gewartet werden. In Deutschland neigt man heutzutage zur Radikaloperation. In den USA dagegen setzt man wenige Millimeter große, radioaktiv geladene Metallstifte („Seeds“) ein, um dort das entartete Gewebe zu zerstören. Von den Langzeitergebnissen her dürfte zwischen beiden Verfahren kein großer Unterschied bestehen, die Seeds haben wahrscheinlich weniger Nebenwirkungen.


Aus der ärztlichen Praxis

Suppenfasten senkte Bluthochdruck nachhaltig

Peter Emmrich

Oft wird nach naturheilkundlichen Möglichkeiten gefragt, effektiv den Blutdruck zu senken. Ich nenne dann meist das Suppenfasten nach Moll. Fasten ist schon vielfach wissenschaftlich untersucht worden. Die Zahlen sprechen für sich. Ich kann das Ergebnis anhand meiner Patienten bestätigen. Vorausgesetzt, es wird konsequent umgesetzt. Suppenfasten ist vor allem für Patienten geeignet, die empfindlich reagieren und leicht frieren, während andere eher von Früchte- oder Saftfasten profitieren (siehe hierzu auch den Naturarzt-Artikel „Typgerecht fasten“ in Ausgabe 3/2008).

Stellvertretend will ich den Fall des 44-jährigen Bauingenieurs Hubert G. schildern. Drei verschiedene Blutdruckmittel schluckte er täglich, ohne große Wirkung. Die Werte lagen in der Regel bei 160/95 mm Hg. Normal sind 120/80 mm Hg.


Naturheilkundlicher Rat

Unerfüllter Kinderwunsch

Antwort von: Verena Rosar, Heilpraktikerin

Mein Mann und ich wünschen uns möglichst bald ein Kind, da ich schon Mitte Dreißig bin. Mein Arzt hat eine Gelbkörperschwäche festgestellt. Die Abstände zwischen den Blutungen sind unregelmäßig, und auch Zwischenblutungen treten immer wieder auf. Wie kommt es zu einer Gelbkörperschwäche und wie kann ich die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen? Ich bin an alternativen Therapien interessiert, eine Behandlung mit chemischen Hormonpräparaten lehne ich ab.

Es ist gut möglich, dass Ihre Zyklusunregelmäßigkeiten durch ein hormonelles Ungleichgewicht hervorgerufen werden, das der Erfüllung des Kinderwunsches bisher im Wege stand. Der Gelbkörper entsteht nach dem Eisprung aus dem Eibläschen, das vorher die Eizelle umhüllt hatte und nach dem Eisprung im Eierstock verbleibt. Dieser Gelbkörper produziert das Progesteron, das für eine Schwangerschaft unverzichtbar ist. Wenn die Funktion des Gelbkörpers jedoch geschwächt ist, wird von diesem Hormon zu wenig ausgeschüttet.


Was mir geholfen hat

Langzeit-Kur mit Mutterkraut stoppte Migräneanfälle

Petra Krafsig (Name geändert)
Mutterkraut

Für Petra Krafsig war Kopfweh in jungen Jahren kein Thema. Doch mit etwa 30 bekam sie erste Migräneanfälle, die zunächst mit Stress und ihrer Periode, später auch mit Wetterwechsel zusammenhingen. Um Schmerzmittel zu meiden, suchte die vierfache Mutter Hilfe in der Naturheilkunde. Sie stieß dabei auf die erfreuliche Erfahrung einer Engländerin mit Mutterkraut, die sie nunmehr bestätigen kann.

Im Alter von 30 Jahren erlitt ich meine ersten Migräneanfälle. Es erwischte mich immer dann besonders heftig, wenn ich ein hohes Arbeitspensum zu bewältigen hatte. Dann musste ich mich mit einer Wärmflasche in ein ruhiges Zimmer zurückziehen. Erst allmählich ahnte ich einen Zusammenhang mit starkem Stress sowie auch der anstehenden Periode, da die Migräne mich meist an den Tagen vor den Tagen heimsuchte.