Aus der ärztlichen Praxis

Nasenbeinbruch heilte schneller mit Homöopathie

Dr. med. Karl-Heinz Friese

Es passierte – wie so oft – an einem Samstag. Ein Wort gab das andere, der Alkohol tat ein Übriges und schon war der zwanzigjährige Fabian W. (Name von der Redaktion geändert) in eine Prügelei verwickelt, bei der ihm vor allem mit Fäusten auf den Kopf eingeschlagen wurde. Seine Nase begann schon während der Schlägerei zu bluten, was danach noch etwa eine halbe Stunde anhielt. Platzwunden hatte er zwar keine, es ließen sich aber mehrere „Treffer“ in Form von kleineren blauen Flecken im Gesicht erkennen. Äußerlich war die Nase gerade geblieben. Trotzdem war Fabian W. besorgt und begab sich in ein Krankenhaus, wo er geröntgt wurde. Danach kühlte man die Nase mit Eis. Auf dem Röntgenbild erkannte der behandelnde Arzt eine kleine Fissur – ein Zeichen für einen Bruch. Das Nasengerüst hatte sich aber zum Glück nicht verschoben. Nach der Erstversorgung entließ man ihn nach Hause.


Naturheilkundlicher Rat

Harmlose Mittel bei Osteoporose?

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Ich bin 72 Jahre alt und leide an Osteoporose. Da ich vor 25 Jahren Brustkrebs hatte, darf ich keine Östrogen-Hormone einnehmen, die eine Osteoporose aufhalten könnten. Bisphosphonate vertrage ich nicht. Ich nehme lediglich Kalzium (400 mg) und Vitamin D (500 I.E.). Mein Orthopäde hat mir nun Protelos® 2g empfohlen. Doch die möglichen Nebenwirkungen machen mir Angst. Dann nannte er mir noch Forsteo®-Spritzen, die ich 18 Monate lang jeden Tag spritzen müsste und die insgesamt 18.000 Euro kosten würden. Können Sie mir harmlosere Mittel empfehlen?


Naturheilkundlicher Rat

Verdickte Gebärmutterschleimhaut

Antwort von: Verena Rosar, Heilpraktikerin

Meine Frauenärztin stellte bei mir (52 J.) eine übermäßig verdickte Gebärmutterschleimhaut fest – eine „Endometriumhyperplasie“. Diese soll wegen eines erhöhten Krebsrisikos abgebaut werden – durch Abbluten oder eine Ausschabung. Zum Abbluten soll ich nun sechs Tage lang ein Gestagenpräparat einnehmen und, um das „Gewebe weich zu machen“, östrogenhaltige Vaginalzäpfchen. Letztere sollten allerdings laut Beipackzettel nicht bei Endometriumhyperplasie angewendet werden. Gibt es eine naturheilkundliche Alternative?


Was mir geholfen hat

Mutmaßliche Borreliose: Wilde Karde milderte Gelenkschmerzen

Josef Müller (Name geändert)

Hinter den Gelenkschmerzen von Josef Müller (Name geändert) wurde zunächst Rheuma vermutet. Ein Bluttest lenkte den Verdacht auf Borreliose. Anti-biotika halfen nicht, jedoch eine langwierige Karden-Behandlung, heiße Bäder und Beinwell-Öl.

Unbemerkt hatte mich wohl vor Jahren eine Zecke gebissen und dabei Borrelia-burgdorferi-Bakterien übertragen. Im Herbst 2005 meldeten sich erstmals Schmerzen mit Schwellungen an diversen Gelenken. Mein Arzt äußerte den Verdacht auf Rheuma. Im Februar 2006 wurden dann Borreliose-Antikörper im Blut festgestellt.


Aus der ärztlichen Praxis

Netzhaut stabil dank Akupunktur und HOT

Dr. med. Brigitte Schüler

Mit ihrer Arbeit als Laborantin war Karin M. (Name von der Redaktion geändert) so richtig zufrieden. Obwohl die 52-jährige mit minus 2,0 Dioptrien auf beiden Augen leicht kurzsichtig war, machte ihr die viele Bildschirmarbeit nichts aus. 2008 allerdings entwickelte sich ein Grauer Star, der mit einer Operation behoben werden sollte. So kam es, dass sie sich im Herbst des Folgejahres im Abstand von einem Monat erst das linke und dann das rechte Auge behandeln ließ. Bei schwerer Kurzsichtigkeit wäre das OP-Risiko erhöht gewesen, in ihrem Fall aber schien alles Routine – dachte sie.


Naturheilkundlicher Rat

Kräftezehrende Verdauungsstörung

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Seit langer Zeit leide ich unter Bauchschmerzen und Magendrücken, besonders nach dem Essen. Ich fühle mich für mein Alter von 48 Jahren sehr erschöpft, bin immer sehr blass und wiege nur noch 50 Kilogramm bei einer Größe von 1,65 m. Eine Magen- und Darmspiegelung blieb ohne Befund, auch meine Blutwerte sind unauffällig. Jetzt habe ich mich an einen Heilpraktiker gewandt. Er rät zunächst zu einer Stuhluntersuchung. Was halten Sie davon?

Sie sprechen mehrere Problembereiche an, die möglicherweise miteinander zusammenhängen. Sollten Sie unter einer Verdauungsstörung leiden, so nehmen Sie Fette, aber auch darin gelöste Vitamine nicht in ausreichendem Maße auf. Mineralstoffe und Spurenelemente können mit den unverdauten Fetten Seifen bilden, die dann ebenfalls nicht resorbiert werden. So kommt es bei einer massiven Verdauungsstörung trotz guter Nahrungszufuhr zu Untergewicht, Blässe durch Eisenmangel und Erschöpfung durch fehlende Nahrungsenergie und dem Mangel an verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen, wie Sie das bei sich schildern.


Aus der ärztlichen Praxis

Hartnäckiger Fersenschmerz – stilles Wasser kann helfen

Dr. med. Sebastian Boekels

Markus S., ein vielbeschäftigter Geschäftsmann und Familienvater im Alter von Anfang 40, beklagte Schmerzen in beiden Fersen. „Das hat schon vor Monaten angefangen. Zunächst ganz leicht, jetzt aber richtig heftig. Ich habe einiges versucht: Akupunktur und Schmerzmittel, aber ohne anhaltende Besserung. Dreimal täglich nehme ich ein Basenpräparat. Das hat aber nur wenig genutzt.“ Er berichtete von Anlaufschmerzen, also einem Schmerz, der beim ersten Auftreten entstehe, vor allem nach längeren Ruhephasen. Bei längerem Gehen lasse der Schmerz deutlich nach.


Was mir geholfen hat

Mit Osteopathie erfolgreich gegen Rückenschmerzen

Dirk Zwiener

Rückenschmerzen machten Dirk Zwiener vom gefragten Fußtherapeuten zum gepeinigten Patienten. Eine Heilpraktikerin behandelte ihn mehrfach mit Stoßwellen. Wenige Stunden später waren die Schmerzen zurück. Dann vermutete eine Osteopathin Spannungen in der Leber, und nach nur einer Behandlung war er frei von Schmerzen.


Naturheilkundlicher Rat

Polyneuropathie an Füßen und Waden

Antwort von: PD Dr. med. habil. Rainer Brenke

Meine 75-jährige Lebensgefährtin leidet seit 11 Jahren an Polyneuropathie. Füße und Waden fühlen sich taub und pelzig an und schmerzen. Eine Ursache für die Nervenschädigung wurde nicht gefunden. Sie bekam ein Medikament aus Uridinmonophosphat, Vitamin B12 und Folsäure verschrieben, das die körpereigenen Reparaturvorgänge bei geschädigten Nerven unterstützen soll. Dazu wurden reines Vitamin B12, Magnesium und ein Schmerzmittel verordnet. Seit zwei Jahren nimmt sie auch homöopathische Heilmittel. Bisher trat keine Besserung ein. Können Sie uns weiterhelfen?


Was mir geholfen hat

Lebensfreude und Goldmedaille trotz Starkstromunfall

Wolfgang Sacher

Als Wolfgang Sacher 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking im Radsport Gold holte, war er Deutschlands berühmtester Behinderten-Sportler. Aber zunächst zerplatzten alle seine Lebensträume, als er 1982 im Alter von 16 Jahren beim übermütigen Spiel mit Kumpels in ein Starkstromfeld geriet.


Aus der ärztlichen Praxis

Homöopathie heilte Blasenentzündung

Dr. med. Domenica Engelhardt

Frau H. freute sich auf das verlängerte Wochenende mit ihrem Mann. Die Kinder waren bei den Großeltern untergebracht, das Romantik-Hotel gebucht, und sie hatten endlich drei Tage Zeit für sich, um auszuleben, was im Alltag immer viel zu kurz kam: Zärtlichkeit und Intimität.

Die Belastung für ihre Beziehung war derzeit hoch. Ihre beiden kleinen Kinder forderten rund um die Uhr viel Zuwendung, so dass kaum Zeit für den Partner blieb. Doch nun genossen sie schon den ersten Abend bei einem anregenden Candlelight-Dinner. Die Lust auf mehr wurde im Hotelzimmer ausgelebt.


Was mir geholfen hat

Nasenpolypen – Basenkost ohne Milch löste Problem

Leo Mandelartz

Leo Mandelartz litt seit seiner Jugend unter Nasenpolypen. Wenn sie abgeschält waren, wuchsen schnell neue nach. Ein beruflicher Einschnitt inspirierte ihn zu einer naturheilkundlichen Neuorientierung. Er experimentierte neben seiner Heilpraktiker-Ausbildung mit diversen Ernährungsformen – und entdeckte dabei „seine Heilkost“.


Aus der ärztlichen Praxis

Ohrakupunktur aktivierte Wachkoma-Patienten

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. Sportwiss. Christoph Raschka

Die Eltern zwei verschiedener Wachkoma-Patienten eines Fachpflegezentrums trugen eines Tages den Wunsch an mich heran, ihre (erwachsenen) Kinder mit Ohrakupunktur zu behandeln, um auch alternative Therapiemöglichkeiten auszuschöpfen.

Mit Wachkoma ist dabei das neurologische Beschwerdebild des Apallischen Syndroms gemeint, das durch schwerste Hirnschädigungen hervorgerufen wird. Hiervon sind größere Bereiche des Großhirns betroffen, während die Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben, die unter anderem für das vegetative Nervensystem sowie Teile der Gefühlswelt und der Sinneseindrücke zuständig sind. Die Patienten haben zwar die Augen geöffnet, zeigen aber so gut wie keine Reaktionen.


Naturheilkundlicher Rat

Verkalkte Herzkranzgefäße

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Aufgrund verkalkter Herzkranzgefäße bekam ich (74 J., männlich) im Oktober 2009 zwei Bypässe gelegt. Eigentlich soll ich zur Blutverdünnung ASS (Acetylsalicylsäure) nehmen, vertrage es aber wegen meines Magens nicht. Eine chronische Gastritis und Darmpolypen werden seit Jahren überwacht. Die verordneten Magenschutzpräparate setzte ich bald wieder ab, denn mir schien, dass sie mir mehr schaden als nutzen. Ich habe nie geraucht, kaum Alkohol getrunken und mich vernünftig ernährt. Trotzdem leide ich unter massiver Arterio-sklerose am Herzen. Ich wiege nur 60 Kilogramm bei einer Körpergröße von 174 cm. Außer meinen beiden Blutdrucksenkern nehme ich täglich ein B6-B12-Folsäure- sowie ein Weißdornpräparat.


Naturheilkundlicher Rat

Schmerzen durch Verengung des Spinalkanals

Antwort von: Dr. med. Andreas Weiß

Mein Mann ist vor zwei Jahren vom Pferd gefallen und erlitt einen Oberschenkelhalsbruch. Nach der Operation erfolgten die üblichen Reha-Maßnahmen, dann noch einige Zeit Krankengymnastik. Trotzdem leidet er immer unter „Nervenschmerzen“ im Hüftbereich und im Rücken. Eine Computertomographie zeigte eine Spinalkanal-Verengung, die angeblich schon länger bestand – ohne Schmerzen zu bereiten. Seit ein paar Monaten sind die Schmerzen extrem stark und strahlen bis zum Knie aus. Akupunktur, manuelle Therapie und eine Variante der Magnetfeldtherapie brachten bisher keinen Erfolg. Seit 14 Tagen benötigt er täglich ein Schmerzmittel, um für ein paar Stunden schmerzfrei zu sein. Wegen eines chronischen Leberschadens ist allerdings eine Dauerbehandlung mit Schmerzmitteln problematisch. Unser Arzt rät zur Anlage eines Schmerzdepots. Was halten Sie davon? Was könnte mein Mann sonst noch unternehmen, um seine Schmerzen loszuwerden – möglichst ohne weitere Operation?


Was mir geholfen hat

Nach Herzinfarkt – Wertschätzung fürs eigene Leben

Astrid Dauster

Astrid Dauster wurde nach einem schweren Herzinfarkt ins Leben zurückgeholt. Es lagen jede Menge Stress und Leid hinter ihr. Sie spürte, wie ihr Seelenschmerz auch den Körper miterfasste. Als „medizinisches Wunder“ überlebte sie den Infarkt und schätzt ihr Leben als wertvolles Geschenk. Nie mehr will sie sich „treten“.


Naturheilkundlicher Rat

Herzinfarkt-Nachbehandlung

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Vor zwei Monaten wurde ich (69 J., männlich) mit einem Angina-pectoris-Anfall, Übelkeit und kalten Schweißausbrüchen von meiner Familie sofort in die Notaufnahme der nahegelegenen Klink gebracht. Die Ärzte diagnostizierten einen Herzinfarkt der Vorderwand. Ich bekam Blutverdünnungsmittel und drei Stents zur Aufdehnung der entsprechenden Gefäßengstellen. Eine Woche später wurde ich entlassen mit der Verordnung folgender Medikamente: niedrig dosierter Betablocker, ein Blutfettsenker, dazu Medikamente gegen die Gefahr einer Blutgerinnung, die ich aufgrund der Stents ein Jahr verstärkt einnehmen soll. Außerdem nehme ich ein Kaliumpräparat zur Stabilisierung des Herzrhythmus sowie Kalzium Brause und 1000 Einheiten Vitamin D gegen meine Osteoporose. Was kann ich begleitend naturheilkundlich tun?


Aus der ärztlichen Praxis

Ganz nebenbei waren die Gallensteine verschwunden

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Der 58-jährige Helge B. hatte seit mehr als 15 Jahren Gallensteine, die ihm jedoch keine Beschwerden bereiteten. Bei einer Routineuntersuchung hatte sie sein früherer Hausarzt gefunden und ihn davon in Kenntnis gesetzt. Eine weitere Behandlung war jedoch unnötig gewesen, da die Steine Herrn B. nicht weiter störten.

Seit einigen Wochen nun litt er unter stark juckendem Hautausschlag. Der Hautarzt hatte ihm Kortison-Salbe verschrieben, die aber keine Wirkung gezeigt hatte. Daher suchte er nach einer naturheilkundlichen Alternative. Beide Streckseiten der Arme, der Schultergürtel sowie beide Pobacken und Oberschenkel waren uncharakteris-tisch gerötet (Erythem), geschwollen (ödematöse Plaques) und juckten brennend bis schmerzhaft. Daneben traten vereinzelt Bläschen auf, die in den letzten Tagen immer größer geworden waren. Da er sich häufig kratzen musste, gingen manche davon auf, und es bildeten sich Krusten. Auch fiel ein sehr weicher Stuhl auf, der einem Fettstuhl glich. Die Symptome deuteten auf eine „Dermatitis herpetiformis Duhring“ hin, die im Zusammenhang mit Zöliakie auftritt. Nach einer Entlastung des Bindegewebes heilt sie meist ab, kann aber auch chronisch über Jahre und Jahrzehnte wiederkehren, wobei in den meisten Fällen die Intensität nachlässt.


Naturheilkundlicher Rat

Knötchenflechte an den Händen

Antwort von: Anita Kraut, Heilpraktikerin

Ich bin 50 Jahre alt und leide unter Lichen ruber planus, der Knötchenflechte. An den Handgelenken habe ich stark juckende, rötliche Papeln und auch vier Fingernägel sind betroffen. Die Nägel sind längsgerillt, etwas verdünnt, eingesunken und neigen zum Splittern. Zur Behandlung hat mir mein Hautarzt Kortison empfohlen. Sehen sie eine alternative Therapiemöglichkeit?


Was mir geholfen hat

Drei geschädigte Bandscheiben – ohne OP im Griff

Hans Gattinger

Das Röntgenbild zeigt drei geschädigte Lendenwirbel-Bandscheiben, eine davon ist kaum mehr sichtbar. 22-jährig erlitt Hans Gattinger den ersten Bandscheibenvorfall. Es sollten viele weitere folgen. Schließlich fand er eine nachhaltige Lösung für sein Dauerproblem: Stärkung der Wirbelmuskulatur und vegetarische Kost.