Naturheilkundlicher Rat

Herzinfarkt-Nachbehandlung

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Vor zwei Monaten wurde ich (69 J., männlich) mit einem Angina-pectoris-Anfall, Übelkeit und kalten Schweißausbrüchen von meiner Familie sofort in die Notaufnahme der nahegelegenen Klink gebracht. Die Ärzte diagnostizierten einen Herzinfarkt der Vorderwand. Ich bekam Blutverdünnungsmittel und drei Stents zur Aufdehnung der entsprechenden Gefäßengstellen. Eine Woche später wurde ich entlassen mit der Verordnung folgender Medikamente: niedrig dosierter Betablocker, ein Blutfettsenker, dazu Medikamente gegen die Gefahr einer Blutgerinnung, die ich aufgrund der Stents ein Jahr verstärkt einnehmen soll. Außerdem nehme ich ein Kaliumpräparat zur Stabilisierung des Herzrhythmus sowie Kalzium Brause und 1000 Einheiten Vitamin D gegen meine Osteoporose. Was kann ich begleitend naturheilkundlich tun?


Aus der ärztlichen Praxis

Ganz nebenbei waren die Gallensteine verschwunden

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Der 58-jährige Helge B. hatte seit mehr als 15 Jahren Gallensteine, die ihm jedoch keine Beschwerden bereiteten. Bei einer Routineuntersuchung hatte sie sein früherer Hausarzt gefunden und ihn davon in Kenntnis gesetzt. Eine weitere Behandlung war jedoch unnötig gewesen, da die Steine Herrn B. nicht weiter störten.

Seit einigen Wochen nun litt er unter stark juckendem Hautausschlag. Der Hautarzt hatte ihm Kortison-Salbe verschrieben, die aber keine Wirkung gezeigt hatte. Daher suchte er nach einer naturheilkundlichen Alternative. Beide Streckseiten der Arme, der Schultergürtel sowie beide Pobacken und Oberschenkel waren uncharakteris-tisch gerötet (Erythem), geschwollen (ödematöse Plaques) und juckten brennend bis schmerzhaft. Daneben traten vereinzelt Bläschen auf, die in den letzten Tagen immer größer geworden waren. Da er sich häufig kratzen musste, gingen manche davon auf, und es bildeten sich Krusten. Auch fiel ein sehr weicher Stuhl auf, der einem Fettstuhl glich. Die Symptome deuteten auf eine „Dermatitis herpetiformis Duhring“ hin, die im Zusammenhang mit Zöliakie auftritt. Nach einer Entlastung des Bindegewebes heilt sie meist ab, kann aber auch chronisch über Jahre und Jahrzehnte wiederkehren, wobei in den meisten Fällen die Intensität nachlässt.


Naturheilkundlicher Rat

Knötchenflechte an den Händen

Antwort von: Anita Kraut, Heilpraktikerin

Ich bin 50 Jahre alt und leide unter Lichen ruber planus, der Knötchenflechte. An den Handgelenken habe ich stark juckende, rötliche Papeln und auch vier Fingernägel sind betroffen. Die Nägel sind längsgerillt, etwas verdünnt, eingesunken und neigen zum Splittern. Zur Behandlung hat mir mein Hautarzt Kortison empfohlen. Sehen sie eine alternative Therapiemöglichkeit?


Was mir geholfen hat

Drei geschädigte Bandscheiben – ohne OP im Griff

Hans Gattinger

Das Röntgenbild zeigt drei geschädigte Lendenwirbel-Bandscheiben, eine davon ist kaum mehr sichtbar. 22-jährig erlitt Hans Gattinger den ersten Bandscheibenvorfall. Es sollten viele weitere folgen. Schließlich fand er eine nachhaltige Lösung für sein Dauerproblem: Stärkung der Wirbelmuskulatur und vegetarische Kost.


Aus der ärztlichen Praxis

Schlafentzug regulierte gestörten Nachtschlaf

Dr. med. Volker Brauner

Eine 46-jährige Musikerin suchte mich wegen Durchschlafstörungen auf. Ich hatte den Eindruck, ihr Problem könne mit dem Tod ihrer Mutter zusammenhängen und plante eine psychosomatisch ausgerichtete Akupunktur.
Die chinesische Pulsdiagnose ergab einen Mangelzustand im Bereich des Herzfunktionskreises, was gut zu passen schien. Also wählte ich Punkte, um das Herz zu stärken und konnte feststellen, wie der Puls an der entsprechenden Taststelle am linken Handgelenk wieder kräftiger wurde.


Was mir geholfen hat

Heilfasten löste das Hörproblem

Christian Piepers

Die Lehrerin von Christian Piepers benachrichtigte die Eltern, da der achtjährige Zweitklässler nicht mehr gut hörte. Der HNO-Arzt entdeckte neben Nasenpolypen eine große Rachenmandel, die auf das Mittelohr drückte und das Gehör beeinträchtige. Ein OP-Termin wurde wegen Christians starker Erkältung abgesagt. Stattdessen ging die Familie zum Heilfasten, was das Hörproblem ohne Skalpell löste!


Aus der ärztlichen Praxis

Ayurveda beendete Schwindelanfälle

Dr. med. Ernst Schrott

Die 60-jährige Hilde S. (Name geändert) litt im Juni 2011 während eines Urlaubs unter heftigen, akuten Schwindelerscheinungen mit Taubheitsgefühl im linken Arm und war dabei zusammengebrochen. Die Ärzte vermuteten einen Schlaganfall, was sich aber nicht bestätigte. Die Beschwerden besserten sich zwar, klangen aber nicht völlig ab. Zurück in Deutschland kam sie Mitte Juli zu uns in die Praxis.


Naturheilkundlicher Rat

Kalte Knoten in der Schilddrüse

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Vor einigen Jahren entdeckte ich eine Schwellung am Hals. Mit Hilfe von Ultraschall bestätigte der Endokrinologe mehrere Knoten in der Schilddrüse. Ein Szintigramm zeigte, dass es sich um kalte Knoten handelt. Bis jetzt wachsen sie stetig. Seit Monaten bin ich heiser, und der Arzt schlug einen chirurgischen Eingriff vor. Das möchte ich auf keinen Fall und wünsche ein homöopathisches Medikament, um meine Schilddrüse zu behandeln. Können Sie mir dazu ein Mittel empfehlen? Ich habe ein paar Monate lang Jodid eingenommen, doch die Knoten haben sich dabei vermehrt.


Naturheilkundlicher Rat

Analekzem auf der rechten Seite

Antwort von: Anita Kraut, Heilpraktikerin

Seit über einem Jahr habe ich ein Analekzem auf der Innenseite meiner rechten Pobacke. Die betroffene Region ist tiefrot und nässt zuweilen. Die linke Seite ist nicht betroffen. Das Ekzem ist zeitweise mit starkem Juckreiz verbunden, dem ich mich nur bedingt widersetzen kann. Der Proktologe sieht die Behaarung als Ursache, weshalb ich eine professionelle Haarentfernung in Betracht ziehe. Selbstverständlich achte ich auf Hygiene und wechsle häufig die Unterwäsche. Ich ernähre mich seit zehn Jahren vegan, meide Weißmehl, esse kaum Süßigkeiten, kaufe Gemüse und Obst im Bio-Laden, rauche nicht, trinke keinen Alkohol und treibe mehrmals in der Woche Sport. Die Schulmedizin riet mir zu Kortisonsalbe. Außer einem homöopathischen Komplexmittel nehme ich aber nur Sitzbäder mit Haferstroh. Leider haben die Maßnahmen bisher nichts genutzt.


Aus der ärztlichen Praxis

Orchester auf Tournee: fit durch Homöopathie

Christian W. Engelbert, Facharzt für Allgemeinmedizin und Rettungsmedizin mit Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren und Akupunktur.

Wir sind es gewohnt, Patienten in einer gut ausgerüsteten Praxis zu behandeln. Die medizinische Betreuung einer großen Gruppe auf einer Auslandsreise stellt aber andere Anforderungen an die Versorgung. Die Auswahl der mitgeführten Medikamente ist eingeschränkt und sollte individuelle Kombinationen effektiver Präparate möglich machen. Bei der ärztlichen Betreuung eines Symphonieorchesters aus Berlin auf dessen Tournee durch Japan konnten wir Erfahrungen sammeln, die für jede Behandlung außer Haus Anregungen geben können.


Was mir geholfen hat

Krankheit als Chance erlebt

Hanni Wagner

Hanni Wagner ist mit ihren neunzig Jahren erstaunlich gesund und körperlich sowie geistig sehr beweglich. Immer wieder muss sie hören Ja, das sind Ihre Gene. Hanni Wagner glaubt zwar an dieses kostbare Lebensgeschenk, doch ist sie zutiefst überzeugt, dass sie auch selbst für ihren guten Zustand ihren Beitrag geleistet hat. Nur über Krankheiten hat sie letztlich zu ihrem gesunden Lebensstil gefunden.


Naturheilkundlicher Rat

Parapsoriasis

Antwort von Dr. med. habil. Rainer Brenke unter Mitarbeit der Hautärztin Dr. med. habil. Angelika Brenke

Anhand einer Gewebeprobe wurde bei mir (67 Jahre, männlich) vor einem Jahr Parapsoriasis diagnostiziert. Die Hauterkrankung zeigt sich in großflächigen scharf begrenzten dunkelbraunen Flecken, die sich vom Handgelenk bis zum Oberarm erstrecken. Sie jucken nicht und bilden auch keine Schuppen. Eine Behandlung mit Kortisoncreme lehne ich grundsätzlich ab. Bei meiner Parapsoriasis bin ich ratlos, da ich keine Ursachen für die Erkrankung gefunden habe. Können Sie mir mehr darüber sagen?


Was mir geholfen hat

Mit Homöopathie und Propolis kam die Stimme zurück

Bis vor kurzem litt Gerold Baring-Liegnitz regelmäßig an Entzündungen der Luftröhre und des Kehlkopfes. Als seine Stimme komplett versagte, verschrieb ihm der Hals-Nasen-Ohren-Arzt ein Antibiotikum. Doch er suchte nach einem Therapieplan auf naturheilkundlicher Basis. Mit Erfolg: Die Stimme kam schnell zurück.


Aus der ärztlichen Praxis

Erschöpfung infolge eines Reizdarms

Dr. med. Bernharda Schinke

Die 26-jährige Astrid B. klagte über eine seit etwa zwei Jahren bestehende Müdigkeit und Erschöpfung. Zeitweise sei ihr ganz schwindelig. Sie arbeitete als Büroangestellte und mochte ihren Beruf. Auch privat schien es ihr gut zu gehen. Dennoch fühlte sie sich nun ihrem Alltag nicht mehr gewachsen.


Was mir geholfen hat

Vitamin-D-Mangel behoben – auch Allergien besser

Jahrelang suchte Ursula Dagmar Kastell nach den Ursachen ihrer Magenprobleme sowie des Anschwellens ihrer Hände, Füße und des Bauches. Tests bestätigten eine Allergie auf Gräserpollen und Roggen, auch auf unverträgliche Lebensmittel. Doch den Therapiedurchbruch brachte die Erkenntnis ihres extremen Vitamin-D-Mangels.


Aus der ärztlichen Praxis

Nosoden regulieren Abwehr nach Epstein-Barr-Infekt

Peter Emmrich

Der 34-jährige Tobias K. fühlte sich seit nahezu sechs Monaten schlapp und müde. In seinem Blut fand man erhöhte Epstein-Barr-Virus-Konzentrationen, was nicht ungewöhnlich ist, da in Westeuropa fast 95 Prozent der Menschen bis zum 30. Lebensjahr mit dem Virus infiziert sind und dessen inaktive Form nach der Ausheilung ein Leben lang in sich tragen.


Naturheilkundlicher Rat

Verdauungsbeschwerden – oft ein Gallensäureproblem

Antwort von Dr. med. Volker Schmiedel

Aufgrund meiner ständigen Magenschmerzen, häufigen Blähungen, verbunden mit Verstopfung oder Durchfall, wurde ich gründlich untersucht. Magen und Darm waren bei der Spiegelung unauffällig. So wurde eine Fehlbesiedlung des Darmes vermutet, die durch diverse Tests bestätigt wurde. Nachdem ein Hefepräparat nicht half und die Situation sich verschlimmert hatte, bekam ich Antibiotika verordnet. Ich zögere noch mit der Einnahme und möchte Sie zuvor fragen, wie Sie meine Verdauungsprobleme sehen.

Aufgrund der Untersuchungen ist der Verdacht auf eine Fehlbesiedlung des Dünndarms ausgesprochen worden. In diesem Fall steigen Dickdarmbakterien in den Dünndarm auf, wo sie nicht hingehören. Früher habe ich in solchen Fällen ebenfalls antibiotisch behandelt – mit großartigen Erfolgen. Alle Patienten wurden innerhalb weniger Tage völlig beschwerdefrei! Das böse Erwachen kam etwa zwei Wochen nach Beendigung der Antibiose: Die Beschwerden waren genauso stark wie vorher – manchmal noch stärker, da die natürliche Darmflora auch noch geschädigt wurde. Die Dickdarmbakterien werden im Dünndarm zwar während der Behandlung zurückgedrängt, wandern danach aber wieder aus dem Dickdarm herauf, da die eigentliche Ursache natürlich nicht beseitigt wurde. Ich bin nach diesen ernüchternden Erfahrungen vollständig von dieser Therapie abgekommen.


Aus der ärztlichen Praxis

Knie überlastet: Akupunktur und Mikronährstoffe halfen

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. Sportwiss. Christoph Raschka

Die 25-jährige Birgit S. (Name geändert) wirkte müde und verdrießlich, aber auch ruhelos. Die Handballspielerin hatte nach einer längeren Pause vor acht Wochen wieder mit dem Leistungssport begonnen. Seit vier Wochen klagte sie nun über Schwäche, Schmerzen und Knacken in den Kniegelenken und zwar sowohl beim Treppab- und Bergabgehen als auch beim Hinsetzen und längeren Sitzen. Die Kniescheibensehnen würden sich steif, zerschlagen und wund anfühlen. Starke Beanspruchung, Kälte, Liegen und Sitzen verschlechterten die Beschwerden deutlich, Wärme und Sportmassagen dagegen linderten sie.


Was mir geholfen hat

Depressionen – Gespräche änderten die Sicht aufs Leben

Irene Kern (Name geändert) opferte sich für ihre Familie auf. Eigene Wünsche unterdrückte sie. Ihr Selbstbewusstsein schrumpfte im Laufe der Jahre. Mit Ermunterung der Freunde schuf sie sich Freiraum, fand einen Job. Bald verlangte sie die Scheidung. Es folgte ein depressiver Zusammenbruch – Anlass, ihr Leben aufzuarbeiten.


Naturheilkundlicher Rat

Häufige Angina – Mandeln entfernen?

Antwort von Dr. med. Karl-Heinz Friese

Meine Tochter ist zehn Jahre alt und litt in letzter Zeit wiederholt an Angina. Ihr ASL-Titer ist dauerhaft erhöht. Unser HNO-Arzt rät zur Entfernung der Mandeln. Gibt es Alternativen?

Zwar kann im Ausnahmefall eine Entfernung der Mandeln segensreich sein, es ist aber nach meiner Erfahrung sehr selten notwendig. Häufig kommt es danach zu anderen Infekten der Luftwege wie beispielsweise Asthma bronchiale. Außerdem bleiben nach der Entfernung Narben zurück, die als Störfelder wirken können, und es besteht die Gefahr einer Nachblutung. Daran stirbt derzeit noch jedes 6.000ste Kind!