Naturheilkundlicher Rat

Müdigkeit und schlechte Kondition – liegt es wirklich an der Schilddrüse?

Dr. med. Rainer Matejka

Mein Mann (56 Jahre) wird seit fünf Jahren wegen einer Schilddrüsenunterfunktion behandelt und nimmt die fehlenden Schilddrüsenhormone als Tabletten. Trotzdem ist er antriebslos, schnell erschöpft und schon nach einer kleinen Wanderung schweißgebadet. Leider ist mein Mann auch etwas übergewichtig. Die aktuellen Schilddrüsenwerte liegen im Normbereich. Sein großes Herz bringt nur eine verminderte Leistung. Er bekam deshalb zusätzlich einen ACE-Hemmer verordnet. Außerdem soll die Dosis der Schilddrüsenhormone erhöht werden. Wir bezweifeln jedoch, dass damit die Probleme gelöst werden können.


Was mir geholfen hat

Ayurvedische Babymassagen stärkten Kinder

Der Erstgeborene von Frau P. litt unter Schlafstörungen, der jüngere Bruder unter Koliken und Verdauungsproblemen. Eine Babymassage, deren Ursprung in der ayurvedischen Medizin liegt, verhalf den Kindern zu besserem Schlaf und geregelter Verdauung.

Naturheilkundlicher Rat

Entzündeter Intimbereich

Heide Fischer, Ärztin

„Wegen Blasen- und Genital­entzündungen bei trockener Scheide habe ich schon jede Menge Antibiotika-Behandlungen hinter mir. Seit ein paar Wochen habe ich Schmerzen im Bereich der Scheide. Die Diagnose: „Vulvovestibulitis“. Meine Gynäkologin empfiehlt mir Antidepressiva. Das kann’s doch nicht sein! Was raten Sie mir?“

Was Sie berichten, höre ich von vielen Frauen. Bei Antibiotikumgaben werden auch jene Bakterien in Darm oder Vagina beseitigt, auf die unser Körper angewiesen ist. Werden beispielsweise die Milchsäure-produzierenden Bakterien in der Scheide vernichtet, ist das gesamte Vaginalmilieu gestört und besonders Pilze können sich ungehindert ausbreiten…


Aus der ärztlichen Praxis

Stoffwechselkur beseitigte Ganzkörperschmerzen

Bertha S., eine 68 Jahre alte Dame, kam vor nahezu drei Jahren zur Behandlung, weil sie neben hohem Blutdruck unter erhöhten Cholesterinwerten, immer wiederkehrenden Herpesbläschen am Mund, einer Chlamydien-Infektion der Scheide sowie einer Fibromyalgie litt...

Naturheilkundlicher Rat

Fußheberschwäche durch Verengung im Rückenmarkskanal

"Mein rechtes Bein behindert mich beim Gehen, denn nach 10 bis 15 Minuten hängt der Fuß schlapp herunter und es entwickeln sich starke Krämpfe. Wenn ich mich dann zwei Minuten hinsetze, ist der Schmerz vorbei und ich kann wieder normal gehen, bis es von vorne losgeht. Mein Arzt spricht von einer Verengung im Rückenmarkskanal. Wie kann ich dieses lästige Problem in den Griff bekommen?" Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich auch von einer Engstelle (Stenose) des Rückenmarkskanales aus, die zur Lähmung des Fußhebermuskels führt. In diesem Spinalkanal verlaufen die zentralen Nervenleitungen des Körpers. Ein Druck auf die Nervenwurzeln kann zu Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder sogar einer Nervenlähmung führen. Die Auswirkungen dieser Nervenstörung sind ähnlich wie bei der "Schaufensterkrankheit", der allerdings eine arterielle Durchblutungsstörung zugrunde liegt, und die ebenfalls regelmäßige Pausen beim Gehen erfordert. Bei Ihrer nervenbedingten Symptomatik könnte man von einer "Schaufensterkrankheit des Wirbelkanals" sprechen.

Dr. med. Andreas Weiß


Was mir geholfen hat

Tumor am Auge –Ganzheitlicher Weg half unserem Sohn

Der Tumor hinter dem Auge wurde bei dem dreijährigen Jonas (Name geändert) sofort erkannt und behandelt, auch ein Rückfall und eine spätere Leu­k­ämie­erkrankung. Die Kombination von Schulmedizin mit alternativer Begleittherapie sowie die enorme Unterstützung durch das Umfeld förderten die Heilung. Jonas wurde gesund.

Aus der ärztlichen Praxis

Homöopathie gegen die Angst: Auswahl ­erfordert Geduld

Im Februar 2007 sucht mich die 24-jährige Marion Thaler (Name geändert) in meiner Praxis auf. Frau Thaler ist adrett und ordentlich gekleidet. Seit 2002 arbeitet sie als Finanzbeamtin. Sie habe schon seit der Kindheit viele Ängste.

Was mir geholfen hat

Mit Osteopathie verschwanden die Migräne-Anfälle

Jeden Tag liegen etwa 300.000 Menschen mit ­Migräne im Bett, stellt die Schmerzklinik Kiel fest. Eva Voss ­(Name geändert) gehörte fast fünfzig Jahre dazu. Sie ging nie zum Arzt. Als auch ihr Sohn darunter litt, suchte sie medizinische Hilfe und fand diese – besonders für sich selber.

Aus der ärztlichen Praxis

Fersensporn: Therapie mit ­Homöopathie und Akupunktur

Dr. med. Domenica Engelhardt

Stefanie K. hatte sich den Ostermorgen so schön vorgestellt: Sie war gerade dabei aufzustehen, während ihre Familie noch schlief. Da durchfuhr sie ein stechender Schmerz. Der erste Fuß, den sie vors Bett setzte, tat so höllisch weh, dass sie nicht einmal auftreten konnte.


Naturheilkundlicher Rat

Ernährung nach Gallenoperation

Dr. med. Rainer Matejka

„Welche Nahrung und Vitamingaben empfehlen Sie einem 50-jährigen Mann, dem vor vier Wochen wegen Gallensteinen die Gallenblase entfernt wurde?“

Die Galle spielt für die Fettverdauung eine wichtige Rolle. Mit Entfernung der Gallenblase wird lediglich das Reservoir der Gallenflüssigkeit entfernt. Galle wird weiterhin gebildet. Die Nahrung sollte sich nach Ihrer individuellen Bekömmlichkeit richten. Bei „schlechten“ Fetten (insbesondere Trans­fetten) ist natürlich Zurückhaltung angezeigt. Gallepatienten haben häufig Probleme mit Hülsenfrüchten, Kohl und Wirsing. Auch Obst mit Schale wird meist nicht gut vertragen.


Was mir geholfen hat

Fasten beruhigte den Ischias-Nerv

Während eines Trainingslaufes meldete sich bei Karin Pfeiffer der Ischias-Nerv mit Schmerzen. Die Hobby­sportlerin fand die Ursache selbst heraus: ein sogenanntes Musculus-piriformis-Syndrom. Gezielte Dehnübungen, Magnesiumgaben und eine Heilfastenkur mit täglichen Wanderungen lockerten den Muskel und beruhigten den Nerv.

Was mir geholfen hat

Salmonellen mit Komplikationen – Papaya heilte

Eine gesellige Einkehr an einem heißen Sommertag endete für Marion Schmid mit einer Salmonellen­infektion. Komplikationen wie eine entzündete Leber, Hautentzündungen sowie ein Pilzbefall verhinderten monatelang die Gesundung – bis zuckerfreie basische Kost und Papayas Heilung brachten.

Naturheilkundlicher Rat

Herzinfarkt-Nachsorge

Dr. med. Sebastian Boekels

„Vor zehn Monaten erlitt mein Lebensgefährte mit 68 Jahren einen Herzinfarkt. Da er sofort Hilfe bekam, überlebte er. Bereits nach einer Woche Krankenhaus wurde er in die Reha entlassen. Die beiden ersten implantierten Stents zum Offenhalten der verengten Gefäße waren nach ein paar Monaten bereits wieder zu und mussten erneuert werden. Seit dem Infarkt nimmt er Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung sowie einen Betablocker und einen ACE-Hemmer zur Entlastung von Herz- und Kreislauf sowie einen Fettsenker.

Mein Partner hat weder Übergewicht noch leben wir ungesund. Wir waren vor dem Infarkt sportlich aktiv mit anspruchsvollen Wanderungen und Radtouren. Es heißt, er sei erblich vorbelastet. Was können wir aus naturheilkundlicher Sicht tun, um seinen Gesundheitszustand stabil zu halten oder zu verbessern? Was halten Sie von dem tibetischen Kräuterpräparat Padma 28?“

Die typischen Risikofaktoren für einen Herzinfarkt liegen bei Ihrem Partner offensichtlich nicht vor. Er hat weder Übergewicht noch erhöhte Blutfettwerte. Das Cholesterin scheint mit dem Fettsenker gut behandelt zu sein. Nicht ersichtlich sind aus dem Laborbefund die Werte für das sogenannte „gute Choles­terin“ HDL und das „schlechte“ LDL. Doch aufgrund der insgesamt niedrigen Choles­terinwerte spielten sie aus meiner Sicht bei der Entstehung des Herzinfarktes auch keine Rolle. Rauchen, Bluthochdruck, ­Diabetes und Stress scheinen als Risikofaktoren ebenfalls nicht in Frage zu kommen.

Die Erfahrung zeigt, dass es eine ganze Reihe von Herz­infarktpatienten gibt, die weder diese klassischen Risiko­faktoren aufweisen noch schwere Veränderungen in den Koronararterien haben. Hier besteht noch ein erheblicher Forschungsbedarf. Offenbar spielt die erbliche Belastung eine viel größere Rolle als bisher angenommen.


Aus der ärztlichen Praxis

Störfeldsuche erlöste von ­hartnäckigem Rückenleiden

Dr. med. Sebastian Boekels

Frau Birgit S., eine sportlich wirkende Frau von 50 Jahren, kam wegen Rückenschmerzen in unsere Praxis. Die Schmerzen waren ihr anzusehen, sie bewegte sich nur noch vorsichtig und war sehr steif. Sie berichtete: „Ich habe nun seit zwei Jahren fast immer Rückenschmerzen. Ich habe schon so viele Ärzte durch.“ Am besten helfe ihr noch der Orthopäde H. im Nachbarort, der zur Zeit aber in Urlaub sei. Dr. H. mache Akupunktur und behandle sie mit Osteopathie. Daneben müsse sie aber täglich Diclofenac als Schmerzmittel nehmen. „Die Behandlungen tun mir zwar gut, halten aber höchstens ein paar Tage an. Dann fängt der ganze Schlamassel von vorne an.


Naturheilkundlicher Rat

Hautkrankheit: Lichen sclerosus

Dr. med. Ella Neumann

„Mein Sohn, 22 Jahre alt, ist an der seltenen Hautkrankheit Lichen sclerosus erkrankt. Dies wurde durch eine Gewebeprobe bestätigt. Außer einer Behandlung mit Kortison kennen wir keine andere Therapiemöglichkeit. Können Sie uns Alternativen aufzeigen?“

Beim Lichen sclerosus handelt es sich um eine erworbene, seltene und leider kaum erforschte entzündliche Bindegewebserkrankung der Haut. Unter „Lichen“ versteht man eine reaktive Verdickung der Oberhaut, unter „Sklerose“ eine reaktive, etwa durch Entzündung bedingte Vermehrung des Bindegewebes, wobei sich das Gewebe tastbar verhärtet. Die Hauterkrankung ist nicht ansteckend. Von der Krankheit kann jede Hautpartie inklusive der Genitalien betroffen sein.

Aus naturheilkundlicher Sicht ist es in diesem Fall grundsätzlich sinnvoll, den Stoffwechsel über die Er­nährung zu optimaler Arbeit anzuregen und die Entzündungstätigkeit zu dämpfen. Wichtig ist dabei, dass dem Körper täglich zwei bis drei Liter am besten stilles, mineralarmes Wasser oder Kräutertee zugeführt werden. Frisches Gemüse und Obst, auch roh, sind empfehlenswert sowie Vollkornprodukte in Maßen. Für einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen empfehle ich eine fleischlose und insgesamt eiweißarme Kost zur Entzündungsreduktion. Danach können Eiweiße (Fleisch, Käse, Wurst) hin und wieder wieder in den Speiseplan aufgenommen werden.


Was mir geholfen hat

Die Entfernung der Zahnspange beendet Migräne

Die Migräneanfälle von Frederik (Name geändert) wurden zunächst mit Mobbing in der Schule in Zusammenhang gebracht und dem zunehmendem Leis­tungsdruck nach einem Schulwechsel. Osteopathische Behandlungen milderten das Leiden, doch erst mit der Entfernung der Zahnspange hörten die Migräneanfälle schlagartig auf.

Aus der ärztlichen Praxis

Augentraining bremst ­Altersweitsichtigkeit aus

Dr. med. Brigitte Schüler

Die 40-jährige selbstständige Steuer­beraterin Isolde S. arbeitet fast ausnahmslos am Computer und muss dabei viel lesen, meist klein geschriebene Tabellen oder Texte. In den vergangenen Jahren bemerkte sie eine zunehmende Leseschwäche. Gleichzeitig fühlten sich ihre Augen überanstrengt an. Besonders nach stressigen Arbeitstagen ohne Entspannungspausen, konnte sie phasenweise nur noch verschwommen sehen.


Was mir geholfen hat

Trauma-Therapie nach Fehlgeburt

Auch die dritte Schwangerschaft lief bei Alexandra Henning zunächst glatt – bis in der 12. Woche Blutungen einsetzten. Sie endeten mit einer Fehlgeburt. Trauer und aufgewühlte Gedanken begleiteten den Verlust. Eine Trauma-Therapeutin half mit ihrer Gesprächs­methode, das Erlebte zu verarbeiten und das Schicksal anzunehmen.

Naturheilkundlicher Rat

Endometriose

Verena Rosar, Heilpraktikerin

?Ich (41 J.) leide seit acht Jahren an ­Endometriose. Ins­gesamt fünf Mal wurden bereits über eine Bauchspiegelung Endometrioseherde entfernt – zuletzt vor sieben Monaten. In der hinteren Gebärmutterwand sitzt noch eine verkapselte Endometriosezyste oder ein Myom und macht mir das Leben schwer. Dieses Gebilde drückt gegen den Enddarm und verursacht große Schmerzen im Rücken- und Verdauungsbereich. Mir wurde geraten, die gesamte Gebärmutter und den linken Eierstock zu entfernen. Es wurde alles versucht, um die Endometriose einzudämmen, und nun muss ich mich doch einer Totaloperation unterziehen. Sehen Sie noch eine andere Lösung?

!Die Endometriose ist ­eine gutartige, aber schmerzhafte chronische Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt. Solche ­Zell­inseln befinden sich meist im kleinen Becken. Sie können im Rhythmus des Zyklus bluten und das umliegende Gewebe reizen. Die Entstehungs­ursache ist unklar.

Das bei Ihnen noch vorhandene „Gebilde“ hat eine ungünstige Lage für einen operativen Zugriff bei gleichzeitigem Erhalt der Gebärmutter. Somit konnte es während des letzten Eingriffes nicht ebenso entfernt werden wie die übrigen Endometrioseherde. Wenn Sie Ihre Gebärmutter behalten möchten, sollten Sie auf jeden Fall noch eine weitere Expertenmeinung einholen. Namen und Adressen ausgewiesener Endometriosespezialisten finden sich im Internet über die Foren betroffener Frauen.

Die Endometriose wächst insbesondere durch Östrogeneinfluss. Viele hormon­ähnlich wirkende Schadstoffe aus der Umwelt potenzieren diesen Effekt. Lohnenswert wäre für Sie die folgende Vorgehensweise: Entgiften Sie den Körper gründlich mit entsprechenden Präparaten, z. B. von Phönix oder meta Fackler, unter gleichzeitiger Einhaltung einer basisch orientierten, vegetarischen Kost.

Endometriosezellen senden Entzündungsbotenstoffe aus, deren Produktion Sie mit einer fleischlosen Ernährung eindämmen können. Unterstützen können Sie die positive Umstellung des Stoffwechsels außerdem mit einer Heilfastenkur. Vermeiden Sie außerdem den Konsum von Leitungswasser, da es oft mit hormonellen Rückständen aus Medikamenten belastet ist. Regelmäßige Bäder mit basischen Salzen lindern Schmerzen und entspannen das Gewebe, indem sie für einen Abtransport saurer Stoffe über die Haut sorgen.

Zusätzliche Unterstützung bieten homöopathische Schmerzmittel wie Spascupreel® und Diluplex®, hoch dosierte Omega-3-Fettsäuren und Enzyme. Langfristig können Sie natürliches Progesteron (Gelbkörperhormon) in Form einer Creme nutzen, um den Östrogeneffekten entgegenzuwirken.

Auch manuelle Therapien wie die Osteopathie oder Fußreflexzonenmassagen bieten sich in Ihrem Fall an. Es sollte das Ziel aller Maßnahmen sein, das Schmerzniveau zu senken und der Wachstumstendenz von Endometriosezellen und/oder Myomen entgegenzuwirken. Ein schneller und sicherer Erfolg kann jedoch nicht versprochen werden, da der Weg der Umstimmung im Körper Zeit und Geduld erfordert.

Der „Naturheilkundliche Rat“ ersetzt nicht Untersuchung, Anamnese und Therapie durch einen naturheilkundlich tätigen Arzt.


Aus der ärztlichen Praxis

Gastritis: Magen durch ­basische Kost beruhigt

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Holger Weißenfels (Name von der Redaktion geändert), ein 43-jähriger Finanzwirt, beklagte, dass bei einer Magenspiegelung der Keim Helicobacter pylori gefunden wurde, der ihm große Sorgen bereite. Er habe ständig Magenschmerzen, besonders nach dem Essen. Der Hausarzt habe eine Kombination dreier Medikamente (zwei Antibiotika und einen Magensäurehemmer) verordnet – die sogenannte „Triple-Therapie“ (siehe auch „Wann muss der Magenteufel wirklich raus?“ in Naturarzt 3/2006). Als er die Beipackzettel gelesen habe, sei ihm ganz anders geworden. Deshalb wünsche er eine alternative Behandlung.