Naturheilkundlicher Rat

Belastende Drang- und Stressinkontinenz

Antwort von: Heide Fischer, Ärztin

Seit Jahren leide ich unter Drang- und Stressinkontinenz. Ich habe schon alles Mögliche versucht – ohne Erfolg. Oft muss ich halbstündlich oder stündlich zur Toilette und kann sie oft kaum erreichen, da der Drang innerhalb von Sekunden auftritt. Auch nachts muss ich meist viermal direkt aus dem Schlaf heraus zur Toilette. Das belastet mich sehr. Nun wurde mir die Einspritzung von Botox oder das Einsetzen eines Nervenstimulators im Becken empfohlen. Ich würde eine naturheilkundliche Behandlung vorziehen und bitte Sie um einen Rat.

Da ich wenige Angaben zu Ihrer Person habe, will ich versuchen, generell zum Thema Drang- und Stressinkontinenz etwas aus frauen-naturheilkundlicher Perspektive zu sagen.

Im Zusammenhang mit dem Älterwerden verliert erstens das Binde- und Stützgewebe generell an Spannung, die Gebärmutter kann sich senken und auf die Blase drücken, so dass diese schneller das Signal für „ich bin voll“ gibt. Zweitens wird die Blasen- und Vaginalschleimhaut oft trocken, dünn und empfindlich (auch für Keime). Dies kann dazu beitragen, dass beim Signal „bitte entleeren“ fast keine Zeit bleibt, eine Toilette zu erreichen, wie das auch bei Ihnen manchmal vorkommt. Man spricht von einem „Urge-Syndrom“ (von englisch urgent = dringend). Dazu kommen die heute fast schon üblichen Stressfaktoren, die auch die Gewebespannung der Blase erhöhen und damit ihr Fassungsvermögen verringern – und schon hat frau ein Problem.


Was mir geholfen hat

Mit 44 „austherapiert“: Entgiftung holte mich aus der Talsohle

Annegret Stübner

Bronchitis begleitete Annegret Stübner von der Wiege an. Mehrfach im Jahr bekam sie ein Antibiotikum – und als Folge massive Verdauungsprobleme. 20-jährig erlebte sie ihren ersten Asthma-Anfall. Heuschnupfen und Depressionen kamen hinzu. Von der Schulmedizin aufgegeben, fand sie gut 20 Jahre später durch Entgiftung zu neuer Gesundheit.


Was mir geholfen hat

Entsäuerung und Kostumstellung bei Neurodermitis

Pia B. (Name der Redaktion bekannt)

Die vermutete Allergie gegen Erdbeeren war für die neunjährige Pia B. der Beginn eines Neurodermitisleidens. Zwei Kuren am Toten Meer brachten nur kurzfristig Erfolge. Auf der Suche nach anderen Therapien besserten eine Entsäuerung und Kostumstellung ihr Hautbild und den Juckreiz. Bei einem Rückfall halfen Baseninfusionen.

Zur Erdbeerzeit im Mai bekam unsere neunjährige Tochter Pia erstmals einen Hautausschlag. „Ach das ist nicht so schlimm. Du hast sicherlich eine Allergie auf Erdbeeren“, versuchten wir sie zu beruhigen. Dem war leider nicht so. Der Ausschlag wurde nach einiger Zeit als endogenes Ekzem und wieder später als Neurodermitis bezeichnet. Während der Schulzeit folgten zwei Aufenthalte am Toten Meer. Pia kam immer mit reiner Haut zurück, doch der Erfolg war nicht von Dauer. Wir suchten einen Homöopathen auf. Die verschiedensten Mittel – individuell auf sie abgestimmt – brachten Erleichterung, aber ganz verschwanden die Hauterscheinungen nicht, die sich auf Gesicht, Hals, Kniebeugen und Ellbogen verteilten. Wir hielten weiter Ausschau.


Naturheilkundlicher Rat

Verschleiß im Kniegelenk

Antwort von: Dr. med. Andreas Weiß

Da mein rechtes Knie schmerzte, angeschwollen und in seiner Beweglichkeit sehr eingeschränkt war, wurde es geröntgt und dabei ein verkalkter Meniskus diagnostiziert. Eine ergänzende Computertomographie zeigte außerdem einen kaputten Knorpel. Der Arzt meinte: „Solange die Beschwerden nicht schlimmer werden, gibt es keinen Grund zur Behandlung.“ Das kann ich (62 J.) nicht glauben. Irgendwas muss man doch dagegen tun können.

Die schmerzhafte Kniegelenkschwellung mit Bewegungseinschränkung ohne vorausgegangenen Unfall lässt an einen Gelenkverschleiß (Arthrose) denken. Lange Zeit verläuft eine Arthrose „stumm“ und ohne Beschwerden. Werden aber immer wieder kleine Knorpelpartikel oder sogar kleine Knochensporne vom Gelenk abgelöst, kann es zu einer akuten Reizung mit einer lokalen Entzündung kommen. Man spricht dann von einer aktivierten Arthrose.


Aus der ärztlichen Praxis

Nascherei mit Nebenwirkungen

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

„Lasst unsere Nahrung unsere Medizin sein“ – dieses Hippokrates zugesprochene Zitat gewinnt weltweit und nicht mehr nur in der westlichen Gesellschaft an Bedeutung. So ist den meisten bewusst, dass die kleinen „Leckereien“ zwar oft gut für die Seele sind, bei häufigem Genuss aber negative Auswirkungen auf Gewicht, Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel drohen. Doch die folgende Geschichte zeigt, dass eine Überdosis auch einmal ganz unerwartete Nebenwirkungen zeigen kann.

Blasenentzündung nicht ausgeheilt?

Im November kam die 64-jährige Marianne F. (Name geändert) in die Klinik. Sie klagte über die Folgen eines Harnwegsinfektes: wiederholte Fieberschübe, Schlafstörungen, Kribbeln am ganzen Körper, psychische Veränderungen, bei denen sie sich „verloren vorkam, als ob alles übermächtig sei“. Außerdem waren bereits Wochen zuvor Kraftlosigkeit, Schwindel und Missempfindungen in der Herzregion aufgetreten. Zusätzlich klagte sie über ein Zittern der Hände und Nachtschweiß. Eine Vorbehandlung des Harnwegs-infektes durch ein Breitband-Antibiotikum war erfolgt.

Die körperliche Untersuchung war in mancher Hinsicht auffällig, erlaubte aber keine klare Diagnose. So bestand ein schneller Puls von 112/Min. Frau F. war zum Aufnahmezeitpunkt aufgrund der allgemeinen Schwäche nicht einmal in der Lage, selbstständig zu gehen. Bei leichtester Anstrengung kam es zu Schweißausbrüchen und Herzproblemen.


Was mir geholfen hat

Morbus Bechterew: tierfettfreie Kost vertrieb Schmerzen

Dr. Walter Ebner

Dr. Walter Ebner ist Mediziner, trotzdem wurden seine langjährig unspezifischen, später typisch rheumatischen Beschwerden erst im Alter von 65 Jahren als Morbus Bechterew erkannt. Da er Schmerzmittel nicht verträgt, kann er sich mit einer Diät ohne tierische Fette, mit täglichen Gaben von Leinöl, Vitamin E und C sowie Gymnastik helfen.

Mit morgendlichen Schmerzen der kleinen Zehengelenke ging es los, als ich 45 Jahre alt war. Wenig später schmerzten auch die Fingergelenke, dann die Rückenwirbel. Ein Rheumatologe empfahl eine medikamentöse Rheuma-Basisbehandlung. Ich setzte lieber auf eine geeignete Ernährung, denn seit Jahren beobachtete ich, wie mein Wohlgefühl davon abhängt, was ich esse. Dem abendlichen Dinieren in Restaurants folgten regelmäßig unruhige Nächte und dünner Stuhlgang. Zunächst verdächtigte ich die Weine. Schließlich war aber die Aufnahme von tierischen Fetten als Ursache meiner Beschwerden ganz eindeutig. Der dritte konsultierte Rheumatologe bestätigte dann meine Verdachtsdiagnose eines „Morbus Bechterew“ – eine chronisch entzündliche rheumatische Autoimmunerkrankung mit fortschreitender Wirbelsäulenversteifung.


Naturheilkundlicher Rat

Tränende Augen und tropfende Nase

Antwort von: Dr. med. Karl-Heinz Friese

Seit vielen Jahren laufen meine Augen und meine Nase – hauptsächlich draußen. Beim Radfahren ist dieser flüssige Schleim kaum auszuhalten. Ich (weibl., 68 J.) konsultierte dazu mehrere HNO-Ärzte. Der erste wollte meine Nasenscheidewand begradigen, der zweite meinte, das seien Altersbeschwerden und dagegen sei nichts zu machen. Der dritte sagte, dass mein Nasenbein gerade sei. Er empfahl eine kortisonhaltige Suspension. Mein Augenarzt verschrieb mir Augentropfen und eine Heilsalbe. Nichts half. Auch nach Allergien wurde erfolglos gefahndet. Letzte Woche hatte ich an drei Tagen starkes Nasenbluten. Haben Sie noch eine Idee, was helfen könnte?

Ihr Krankheitsbild ist ursächlich leider nicht so einfach zu behandeln. Eine schnelle und wirksame Besserung erreichen Sie tatsächlich, wenn Sie Kortison in die Nase sprühen, zum Beispiel das Ihnen empfohlene Nasonex®. Langfristig halte ich eine solche Behandlung allerdings für ungünstig, denn Kortison kann auf Dauer Schleimhautschäden verursachen. Außerdem geht davon immer etwas in den Körper.


Aus der ärztlichen Praxis

Nosode verhinderte Herpes-Rückfall

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Simone G. (Name geändert), eine 34-jährige Fremdsprachenkorrespondentin, leidet seit zehn Jahren unter einer Virusinfektion mit der lateinischen Bezeichnung Herpes labialis, die schubweise immer wieder in Erscheinung tritt. Das Besondere bei diesen Viren der Gruppe Herpes simplex ist, dass sie im akuten Geschehen als mit Lymphflüssigkeit gefüllte Bläschen an den Lippen auftreten. Klingt das ab, ziehen sich die Erreger in den nächstgelegenen Nervenknoten (Ganglion) im Rückenmark zurück und warten, bis bestimmte Umstände wie Stress, Zugluft oder falsche Ernährung, die das Immunsystem schwächen, wieder den Boden für einen erneuten Ausbruch bereiten.


Aus der ärztlichen Praxis

Leberentlastung heilte eiternde Zehe

Dr. med. Bernharda Schinke

Brigitte W., 55 Jahre alt, zeigt mir ganz verzweifelt ihren rechten Fuß. Seit Monaten sei die Großzehe um den Nagel entzündet. Manchmal entleere sich Eiter. Sie versuchte, das Problem mit Kernseifefußbädern und Jodsalbe in den Griff zu bekommen und suchte eine medizinische Fußpflegerin auf, die den Nagel fachmännisch bearbeitete. Nach deren Meinung war der Nagel aber nicht eingewachsen, wie es häufig bei Nagelwallentzündungen der Fall ist.

Frau W. hatte starke Schmerzen und konnte nur noch in offenen Schuhen laufen. Da sich die Beschwerden auch nach mehreren Behandlungen nicht besserten, riet die Fußpflegerin, einen Chirurgen aufzusuchen. Dieser empfahl eine Operation, bei der ein Teil des vermeintlich eingewachsenen Nagels entfernt werden sollte. Frau W. verstand diesen Vorschlag nicht, da das der Aussage der Fußpflegerin widersprach.


Was mir geholfen hat

Mit Taping gegen Kopf- und Rückenschmerzen

Henning Hansen (Name geändert)

Über einen Zeitungsbericht wurde Henning Hansen (Name geändert) auf die Technik des Tapens aufmerksam, die ein deutscher Arzt in Japan erlernt hatte und dann hier in seiner Praxis anbot. Mit Kopf- und Rückenschmerzen schleppte Hansen sich zu einem ersten Termin. Mit Klebebändern an Hals und Rücken, aber schmerzfrei, verließ er die Arztpraxis.

Rückenbeschwerden begleiten mich seit meiner frühen Jugend. Teilweise waren sie so stark, dass ich als Student auf dem blanken Fußboden schlief, was meine Lendenwirbelsäule etwas entlastete. In den vergangenen vier Jahrzehnten konsultierte ich regelmäßig Ärzte. Mit Krankengymnastik versuchte ich, gegen die Rückenschmerzen anzukommen und meine Beweglichkeit zu erhalten. In Phasen mit intensivem Schwimmen benötigte ich weniger ärztliche Hilfe.


Naturheilkundlicher Rat

Sauna gegen Schmerzen?

Antwort von: Priv.-Doz. Dr. med. habil. Rainer Brenke

Seit mehreren Jahren leide ich (weiblich) an Fibromyalgie, Polyneuropathie an beiden Füßen sowie an Knieschmerzen. Kürzlich wollte ich mir mit einem Saunabesuch etwas Gutes tun. Doch in der Wärme entwickelten sich starke Schmerzen im linken Knie und zunehmend auch in der Lendenwirbelsäule. Die Sauna hat für mich nun einen negativen Beigeschmack bekommen. Dabei habe ich schon eine Hyperthermie-Behandlung in Erwägung gezogen. Was raten Sie mir?

Die Fibromyalgie mit ihren chronischen Muskel- und Gelenkschmerzen reagiert in fast allen Fällen positiv auf Wärme, insbesondere auf Ganzkörpererwärmung. Dabei kann es sich um eine Infrarot-Hyperthermie oder auch die Sauna handeln. Beide Behandlungen wurden in ihrer positiven Wirkung wissenschaftlich bestätigt. Die Ursachen dieser Schmerzen sind noch nicht geklärt, hängen aber wohl mit einer längerfristigen körperlichen und psychischen Belastung und einer Chronifizierung durch das Schmerzgedächtnis zusammen. Es handelt sich nicht um eine entzündliche Erkrankung.


Naturheilkundlicher Rat

Faltenbildung hinauszögern

Antwort von: Marianne Porsche-Rohrer, Apothekerin und Heilpraktikerin

Nach den Wechseljahren habe ich vermehrt Falten bekommen, viel mehr als andere 60-jährige Frauen. Das macht mich etwas unglücklich, denn ich fühle mich jünger, als ich aussehe. Kann ich hier mit pflanzlichen Hormonen unterstützend eingreifen oder haben Sie einen anderen naturheilkundlichen Tipp?

Unsere Falten entstehen durch altersbedingte Muskelerschlaffung und die Rückbildung des Unterhautfettgewebes. Eine vorzeitige Faltenbildung wird durch eine schlechte Durchblutung des Gewebes begünstigt. Deutliche Spuren hinterlässt längerfristig das Rauchen. Aber es gibt auch die mimischen Falten, die durch häufiges Runzeln der Stirn, durch Naserümpfen, aber auch durch Lachen entstehen und zum Ausdruck der Persönlichkeit gehören.


Was mir geholfen hat

Histamin-Intoleranzsorgte für Herzrasen und Hautausschlag

Eva Sailer (Name geändert)

Die Vermutung, dass das Herzrasen von Eva Sailer (Name geändert) sowie ihre Hautrötungen und Angstattacken durch eine Histaminüberproduktion ausgelöst werden, eröffneten den wirkungsvollen Behandlungweg. Stress erhöht die Histaminproduktion im Körper. Entspannung, histaminarme Kost und Homöopathie konnten beruhigen.


Aus der ärztlichen Praxis

Mit Akupunktur gegen das Schulter-Engpass-Syndrom

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Dr. Sportwiss. Christoph Raschka

An einem Montagmorgen stellte sich der 31-jährige Malermeister Wolfgang F. nach einem Volleyballturnier am Wochenende vor. „Ich habe so Schmerzen in der Schulter“, klagte er. „Bei bestimmten Bewegungen sind sie besonders schlimm, und in der Nacht haben sie sich noch verschlechtert.“ Die Schmerzen verstärkten sich bei seitlichem Anheben des Arms über einen Winkel von 90°, ebenso beim Abtasten im Bereich des großen Knochenvorsprungs des Oberarmknochenkopfs und am vorderen Schultergelenkspalt.

Ich bat Herrn F., die Hände im Nacken zusammenzuführen. Die Daumen sollten nach unten zeigen. Das nennt man Nackengriff. Im Anschluss sollte er die Hände mit den Daumen nach oben hinter dem Rücken kreuzen, als ob er eine Schürze binden wolle. Der Nackengriff war schmerzhaft, der Schürzengriff gelang dagegen mühelos. Gestellt wurde die Diagnose eines Impingementsyndroms. Das bedeutet Engpass. Im Fall der Schulter ist damit eine Einschränkung der Beweglichkeit zwischen dem kugelförmigen Oberarmknochenkopf und dem knöchernen Schulterdach, dem Akromion, gemeint.


Naturheilkundlicher Rat

Blutverdünnende Therapie

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Vor vier Jahren erlitt ich (70 J., männlich) einen „Zentralvenenverschluss im linken Auge“. Die Ursache war wohl ein stark vereiterter Backenzahn, der die Entzündungswerte im Blut stark erhöhte. Das Blut war verdickt (zu hoher Hämatokritwert) und wurde in der Klinik mit Infusionen und Aderlass verdünnt. Mein Hausarzt führte die blutverdünnende Therapie nach dem Klinikaufenthalt weiter – bis heute. Die Sehkraft meines linken Auges hat sich in den vergangenen vier Jahren nicht verbessert. Ich habe Angst, dass auch mein gesundes Auge Schaden nimmt, wenn ich mit der blutverdünnenden Therapie aufhöre. Vor drei Monaten stellten sich Knieprobleme ein. Kann das mit der Blutverdünnung zusammenhängen?

Ich bin erstaunt und gleichzeitig erfreut, dass man offenbar in der Universitätsaugenklinik dem Hämatokritwert so große Bedeutung beimisst, denn in der modernen Medizin wird er in aller Regel weitgehend vernachlässigt. Der Hämatokritwert gibt an, wieviel Prozent die festen Blutbestandteile – mengenmäßig vor allem rote Blutkörperchen – im Blut ausmachen. Je höher der Wert, desto dickflüssiger ist das Blut. Der Referenzwert liegt bei den meisten Laboren viel zu hoch, nämlich bei Männern bei bis zu 0,54, bei Frauen etwas niedriger. Aufgrund physiologischer Gegebenheiten sollten die Werte hingegen nicht über 0,42 liegen.


Was mir geholfen hat

Krebsnachsorge: Muskelaufbau half gegen Schmerzen

Uli Straßer

Wie aus heiterem Himmel traf Uli Straßer die Diagnose „Non-Hodgkin-Lymphom“. Nach monatelanger Chemo- und Strahlentherapie war der junge, athletische Mann nur noch ein Schatten seiner selbst. Doch er konnte den Lymphdrüsenkrebs überwinden und seinen Körper wieder stärken, dem er endlich genügend Beachtung schenkt.


Aus der ärztlichen Praxis

Blutfettwerte mit Pflanzen fast halbiert

Peter Emmrich, Facharzt für Allgemeinmedizin

Seit Jahren schon kämpfte die 54-jährige Ilona Z. gegen erhöhte Cholesterinwerte an. Das Gesamtcholesterin lag bei über 358 mg/dl. Zum Vergleich: Ideal wären Werte unter 200 mg/dl, bis 250 mg/dl würde man von einer mäßigen Erhöhung ausgehen. Dieser Wert jedoch war eindeutig zu hoch.

Ein näherer Blick auf die Verteilung zeigte 54 mg/dl für das gute Cholesterin, HDL, und 288 mg/dl für das schlechte Cholesterin, LDL. Hier gilt: je höher das gute und je niedriger das schlechte Cholesterin, desto besser. Ein einfacher Test gibt Auskunft, ob deren Verhältnis zueinander stimmt: Teilt man LDL durch HDL, sollte das Ergebnis den Wert 4 nicht überschreiten. Bei Frau Z. musste man also 288 durch 54 teilen, was 5,33 ergab.


Naturheilkundlicher Rat

Fußschmerzen: Was dahinter stecken kann

Antwort von: Dr. med. Hartmut Dorstewitz

Seit Jahren bekomme ich immer wieder starke Krämpfe in beiden Füßen, im Winter häufiger als im Sommer. Ein vermuteter Magnesiummangel bestätigte sich nicht. Welche weiteren Ursachen könnten dahinter stecken?

Auch wenn die Blutuntersuchungen keinen Mangel anzeigten, halte ich es für ratsam, Magnesium eine gewisse Zeit einzunehmen, da die Zellen trotzdem unterversorgt sein können. Ich kann mir als Ursache Ihrer Fußkrämpfe aber auch eine geschädigte Fußsohlensehne (Plantarsehne) vorstellen, eventuell verursacht durch das Tragen ungeeigneten Schuhwerks. Auch arthrotische Veränderungen an den Gelenken könnten hinter den Schmerzen stecken. Wenn sich die abgenutzten Gelenke mal mehr oder weniger entzünden (Arthritis), melden sich die Schmerzen. Das wäre eine Erklärung für die unvorhersehbar auftauchenden und wieder abklingenden Krämpfe. Der Orthopäde könnte dies mithilfe von Röntgenaufnahmen abklären.


Naturheilkundlicher Rat

Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Seit vielen Jahren leide ich an Bauchkrämpfen, Blähungen und Übelkeit, die in letzter Zeit an Heftigkeit zunehmen. Die schulmedizinischen Untersuchungen blieben ohne Befund. Ich reagiere äußert empfindlich auf Milchprodukte – auch laktosefreie. Außerdem vermute ich eine Fruktose-Intoleranz. Wie kann ich meine Verdauungsprobleme gezielt bessern?

Ihre Verdauungsbeschwerden haben mit Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten zu tun, vor allem aufgrund von Milchprodukten. Da Sie selbst laktosefreie Milchprodukte nicht vertragen, spricht dies gegen eine Laktose-Intoleranz. Viel eher leiden Sie an einer Milcheiweißallergie.


Aus der ärztlichen Praxis

Rollkur beruhigte die Magenschleimhaut

Michaela Girsch, Heilpraktikerin

Frau Weber (Name geändert), 71 Jahre alt, suchte mich wegen einer ausgeprägten, chronischen Gastritis (Magenschleimhautentzündung) auf. Sie hatte anhaltend starke Magenschmerzen und im Laufe von fünf Monaten zehn Kilo abgenommen. Zudem schlief sie schlecht und fühlte sich sehr schwach. „Vor einem halben Jahr bin ich beim Zahnarzt gewesen“, erzählte sie. „Er hat mir Ibuprofen gegen die Schmerzen gegeben. Das hat mein Magen gar nicht vertragen.“ Diese Aussage machte Sinn, zählt doch die Schädigung der Magenschleimhaut zu den häufigsten Nebenwirkungen bei diesem Medikament.