Naturheilkundlicher Rat

Tipps gegen Divertikulitis und Verstopfung

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Seit meinem siebzigsten Lebensjahr leide ich (weibl., 73 Jahre) an einem Darmvorfall. Vergeblich wurde in den vergangenen drei Jahren versucht, ihn operativ zu beheben, da ich keine Narkose vertrage. Außerdem wurden zahlreiche Ausstülpungen in der Darmwand, sogenannte Divertikel, entdeckt. Mein Darm lässt sich nur „bröckchenweise“ entleeren, weshalb ich täglich zwei bis drei Stunden auf der Toilette verbringe. Diese lange geknickte Haltung führt oft zur Verkrampfung im Unterleib. Ich bin für jeden Rat dankbar, der die Zeit für den Stuhlgang abkürzt.

Bevor Sie einen Rat für besseren Stuhlgang bekommen, zunächst zum Thema Divertikel: Diese Ausstülpungen in der Darmwand – meist am Ende des S-förmigen Dickdarmabschnittes – bereiten in der Regel keine Beschwerden und werden wie bei Ihnen häufig zufällig bei einer Darmspiegelung oder Computertomographie entdeckt. Sie sind in unserer Industriegesellschaft weit verbreitet. So sind etwa ein Drittel aller 60-jährigen und zwei Drittel der über 85-jährigen Menschen davon betroffen. Ursächlich werden genetische Faktoren und eine ballaststoffarme Ernährung vermutet. Nachgewiesen ist, dass Vegetarier seltener eine Divertikulose aufweisen als Fleischesser.


Was mir geholfen hat

Blutegel heilten Tennisarm nachhaltig aus

Jacqueline Bäuerle
Hand am Ellbogen

Nach monatelangem Ziehen, Stechen sowie „elektrisierenden Schmerzen“ im rechten Arm und erfolglosen Behandlungen mit schmerzstillenden Salben und Massagen stimmte Jacqueline Bäuerle einem Behandlungsversuch mit Blutegeln zu. Drei Tiere bissen sich fest und saugten am Ellbogen, was sie dauerhaft von den Schmerzen befreite.

Zunächst ging ein leichtes Ziehen vom rechten Ellbogen aus, bevor es zum Stechen und Dauerschmerz wurde. Ich entwickelte einen Tennisarm, wobei die gereizten Sehnenansätze der Unterarmmuskulatur die Schmerzen auslösten. Zur Entlastung des Armes reduzierte ich mein intensives Fitness-Training. Trotzdem blieben die Schmerzen, die oft als „elektrische Schläge“ aus dem Ellenbogen kamen.

Cremes, Massagen Schiene … erfolglos

Mit schmerz- und entzündungslindernden Cremes rieb ich meinen Arm ein, was die Schmerzen nur vorübergehend milderte. Dazu schwand zunehmend die Muskelkraft im Arm, die ich bei meiner beruflichen Außendiensttätigkeit dringend benötigte. Krankengymnastik und Massagen sowie eine Muskelentlastung mit einer Ellenbogenspange besserten die Situation nicht wirklich.

Foto: Shutterstock/Melodia plus Photos


Aus der ärztlichen Praxis

Autovaccine stoppte Furunkelbildung

Dr. med. Bernharda Schinke, Praktische Ärztin
Globuli und Fläschchen

Der 32-jährige Michael M. war in den letzten zwei Jahren mindestens sechsmal wegen ausgedehnter Furunkelbildungen operiert worden. Auch hatte er mehrfach Antibiotika einnehmen müssen, weil sie sich entzündeten und an großen Lymphabflüssen lagen, so dass eine Blutvergiftung drohte. Er fühlte sich zunehmend schlechter und klagte über Blähungen und Durchfälle als Folge der Antibiotika. Nun war er sehr verzweifelt, weil sich schon kurz danach erneut äußerst schmerzhafte Furunkel gebildet hatten. Die Situation bedrückte ihn umso mehr, da er und seine Freundin bald heiraten wollten. Auch sein Arbeitsplatz bereitete ihm Sorge, denn er musste wegen Stellenabbaus um seine Existenz bangen. Wegen der Operationen war er häufig krankgeschrieben. Dies setzte ihn ungeheuer unter Druck.

Furunkel verlagern Gifte nach außen

Da Herr M. rauchte, erklärte ich ihm, dass ich ihm nur helfen könne, wenn er damit aufhört. Auch empfahl ich ihm, Schweinefleisch auf ein Minimum zu reduzieren. Der Körper möchte über Furunkel Gifte loswerden, so dass eine weitere Belastung absolut kontraproduktiv wäre. Er erklärte sich sofort bereit, keine Zigarette mehr anzurühren, denn das habe ihm bisher niemand so deutlich gesagt.

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Naturheilkundlicher Rat

Ernährung bei Speiseröhrenkrebs

Antwort von: Dr. med. Karl-Heinz Friese

Seit mehreren Jahren leide ich an Schwindel beim Aufstehen, beim Gehen, auch beim schnellen Bücken und Wiederaufrichten, nicht aber im Sitzen und Liegen. Schon dreimal musste ich deswegen den Notarzt bemühen. Es wurde die Diagnose „orthostatischer Schwindel“ gestellt, jedoch ohne Hinweis auf eine zielgerichtete Behandlung. Erst jetzt fand ich durch Zufall im Naturarzt darüber einen umfassenden Artikel. Mit meinen 88 Jahren treibe ich noch regelmäßig Wassergymnastik und Gerätesport. Vielleicht können Sie mir weitere Hinweise geben, wie ich diese hinderliche Begleiterscheinung in meinem noch aktiven höheren Lebensalter los bekommen kann.

Sie beschreiben einen typischen orthostatischen Schwindel. Die-se Diagnose wurde ja auch von mehreren Ärzten gestellt und ist vermutlich richtig. Ihren mitgeschickten Unterlagen entnehme ich, dass der Schwindel weder vom Ohr noch von der Halswirbelsäule kommt. Die Ursache liegt vielmehr in der Regelung des Blutdrucks, der mal erhöht und mal erniedrigt ist. Dies kommt im höheren Alter recht häufig vor.


Aus der ärztlichen Praxis

Homöopathie half dem Herzmuskel

Benjamin F. (Name von der Redaktion geändert)
Weißdornblüten

Benjamin F. (Name von der Redaktion geändert), ein 24-jähriger Leistungssportler, hatte sich im vergangenen Winter eine starke Virusgrippe zugezogen. Er lag ganze acht Tage mit hohem Fieber flach. An zwei Tagen litt er morgens unter einem sehr starken Schwindel, und sein Herz raste. Er fühlte einen Puls über 120/min. Normal ist eine Herzfrequenz in Ruhe von 60–80/min, aufgrund seines guten Trainingszustands hatte Benjamin F. normalerweise sogar einen Ruhepuls von 56/min.

Oft spürt man nur einen Leistungsknick

Herr F. ist ein erfolgreicher Leistungssportler. Fünf- bis sechsmal pro Woche trainiert er drei bis vier Stunden täglich. Sein großes Ziel ist es, in den Kader der Olympia-Mannschaft aufgenommen zu werden. Die Zeichen stehen gut. Aber im letzten Vierteljahr brachte er nicht mehr die gewohnte Leis-tung, obwohl er sich ansonsten wohlzufühlen schien. Seine Trainer standen vor einem Rätsel. Die beim Hausarzt routinemäßig durchgeführten Laboruntersuchungen zeigten keine signifikanten Veränderungen. Ein EKG wurde noch nicht veranlasst.

Foto: Klosterfrau Gesundheitsservice


Was mir geholfen hat

Schmerzfrei nach Laserbestrahlung des Blutes

Lieselotte Euler
Läuferin hält Hände an Knie

Starke rheumaartige Wanderschmerzen führten vor zwei Jahren bei Lieselotte Euler zum Verdacht einer Fibromyalgie – bis im Blut erhöhte Borreliose-Werte festgestellt wurden. Ohne Antibiotika, aber mit Nährstofftherapie und „Biologischer Lasertherapie“ stabilisierte sich das Immunsystem und die Schmerzen verschwanden.

Bis vor zwei Jahren war ich überwiegend gesund, befolgte als medizinisch ausgebildete Gesundheitsberaterin die Empfehlungen, die ich anderen Menschen gab. Dann kamen Schmerzen auf, die ich nicht einordnen konnte. Ich bin ein Bewegungsmensch, schlank, gelenkig, und war so vermessen zu glauben, dass dieser Zustand für immer anhält.

Der lange Weg zur richtigen Diagnose

Die Schmerzen waren ohne Schmerzmittel nicht auszuhalten, geschweige denn einzuordnen: sie wanderten! Mal schmerzte die Schulter, dann ein Arm, dann eine Wade, dann ein großer Zeh. Die Rheumawerte waren nicht erhöht. Es begann ein langer Weg zur richtigen Diagnose, zumal die Bemerkungen der mir nahestehenden Menschen nicht besonders hilfreich waren: „bei Deiner Ernährung, Deiner Beweglichkeit, Deiner geistigen Haltung!“ (Ich meditiere täglich und erlernte in einer 8-wöchigen Ausbildung die auf „Achtsamkeit basierende Schmerzreduktion“). In der Tat, ich war verzweifelt! Lungenentzündungen kamen hinzu mit antibiotischen Behandlungen, auch Verstopfungen – die Immunkraft lag darnieder.
Immer auf der Suche nach der Ursache, begann eine Ärzte-Odyssee. Teure Blutbilder, die keine Kasse bezahlt, brachten keine neuen Erkenntnisse. Nach vielen Leidensmonaten hörte ich von einem Ganzheitsmediziner in meiner Nähe. Ein neues Blutbild brachte Licht ins Dunkel: Zwei Borreliosewerte waren stark erhöht. Dabei konnte ich mich nicht erinnern, von einer Zecke gebissen worden zu sein, geschweige denn den typischen Hof mit Wanderröte um einen Zeckenstich gesehen zu haben. Außerdem waren wichtige Blutbestandteile zu niedrig, wie Vitamine der B-Gruppe, Q10, Vitamin D, Selen, Pantothensäure sowie die Energiebausteine Taurin, Gluthation-Na, L-Carnitin. Diese abweichenden Laborwerte wurden nach und nach mit insgesamt zehn „Power-Infusionen“ wieder auf Normalwerte gehoben.

Foto: Shutterstock/Kamil Macniak


Naturarzt-Check

Vitamine: Sind Sie gut versorgt?

Christian Zehenter, Heilpraktiker
Vitamin-Lebensmittel-Rad

Als Vitamine bezeichnet man Hilfsstoffe, die der Körper von außen benötigt, z. B. für Zellbildung, Muskelfunktion, Energie- oder Eiweißstoffwechsel. Untersuchungen sprechen dafür, dass immer mehr Menschen unter einem – häufig unerkannten – Vitaminmangel leiden. Wie steht es um Ihre Versorgung?

Foto: Shutterstock/mahmuttibet


Naturheilkundlicher Rat

Haarwurzel-Entzündung

Antwort von: Anita Kraut, Heilpraktikerin

Mein Mann leidet an einer Haarwurzel-Entzündung mit dem Verlust der Haare an manchen Stellen. Eine Blutuntersuchung ergab etwas erhöhte Zuckerwerte. Der Arzt verschrieb ihm zum einnehmen ein Tetracyclin-Antibiotikum zur Langzeittherapie. Außerdem empfahl er eine kortisonhaltige Lösung. Wir sind über diese Medikamente nicht begeistert und suchen nach einer naturheilkundlichen Alternative.

Eine Haarwurzel-Entzündung bedeutet, dass sich der Haarbalg (Haarfollikel) entzündet hat, in dessen Struktur die Haarwurzel befestigt ist. Übeltäter dafür ist oft das Bakterium Staphylococcus aureus, ein „Mitbewohner“ der normalen Hautflora. Das Bakterium scheidet Giftstoffe aus. Wenn diese in den Haarfollikel eindringen, entwickeln sich meist die mit Eiter gefüllten kleinen Bläschen, aus deren Mitte das Haar wächst.


Was mir geholfen hat

Bei Kalkschulter: Stoßwellen und Massagen

Anne Weiss (Name geändert)
Schultermassage Frau

In einer sehr intensiven Arbeitsphase am Computer entwickelten sich bei Anne Weissunerträgliche Schmerzen im rechten Arm. Zwei Orthopäden diagnostizierten als Ursache Kalkablagerungen und rieten zur Operation. Doch sie fand erfolgreiche Alternativen – mit Stoßwellen und Ayurveda-Massagen wurde sie völlig schmerzfrei.

Zunächst begann mein rechter Oberarm etwas zu spannen, schließlich schmerzte er stark, wenn ich etwa mit der Maus am Computer arbeitete. Und dabei hatten wir im Büro so viel zu tun! Ich rieb den Arm mit einer Sportsalbe ein und ließ ihn massieren – ohne Erfolg. Bald konnte ich meine Haare nicht mehr föhnen und mich nicht mehr ohne Hilfe ankleiden. Erst jetzt nahm ich mir die Zeit für einen Arztbesuch.

„Ich vermute bei Ihnen eine Schulterdachverengung durch Kalkablagerungen“, sagte der Orthopäde spontan, was die Röntgenaufnahmen bestätigten. Außerdem entdeckte er einen Riss in einer Sehne. Seine Meinung: „Um eine Operation werden Sie wohl nicht herumkommen.“ Sehr schnell fand er einen geeigneten Operationstermin. Irgendwie war ich geschockt und bat um Bedenkzeit.

Foto: Shutterstock/amelexa


Aus der ärztlichen Praxis

Gebärmuttermyome: OP vermieden

Heide Fischer, Ärztin und Mitbegründerin der Frauengesundheitszentren Heidelberg und Freiburg
Teetasse und Frauenmantel

Die 48-jährige Sabine L. (Name geändert) stand kurz davor, wegen massiver Menstruationsblutungen ihre Gebärmutter entfernen zu lassen. Das widerstrebte ihr aus tiefstem Herzen. Aber sie war derart anämisch (blutarm), dass sie ohne regelmäßige Eiseninfusionen ihren Alltag nicht mehr bewältigen konnte. Eine organerhaltende Hormonspirale kam wegen vieler Myome nicht in Frage. Blieb nur die Entfernung der Gebärmutter. Aber das wollte sie, wenn möglich, vermeiden.

Myom verstärkt die Monatsblutung

Angefangen hatte alles vor ein paar Jahren. Ihre Blutung war unmerklich immer stärker geworden. Sie hatte das zunächst einfach hingenommen, bis sie merkte, dass sie morgens nur noch schwer aus dem Bett kam, immer blasser wurde, ihr gelegentlich schwarz vor Augen wurde und die Arbeit immer schwerer fiel. Sie suchte den Hausarzt auf, der feststellte, dass aufgrund der hohen Blutverluste der Eisenspeicher (Ferritin) absolut erschöpft war. Er riet zu einem Frauenarztbesuch und zu Eisen-Infusionen. Diese brachten zwar zeitweise ihre Kraft zurück, aber nach wenigen Zyklen stand sie wieder vor dem gleichen Problem.

Foto: Shutterstock/Heike Rau


Naturheilkundlicher Rat

Unverträglichkeit von Zahnfüllungen?

Antwort von: Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

Von der Hautklinik wurde mir eine Unverträglichkeit gegenüber Acrylaten, die sich wohl in jedem Kunststoff-Zahnfüllmaterial befinden, bestätigt. Ich habe im Frontzahnbereich bereits vier solcher Füllungen. Gibt es Ihres Wissens eine Alternative – außer Gold oder Keramik? Sollte ich aufgrund dieser belastenden Füllungen meinen Körper entgiften? Wenn ja, in welcher Form?

Sie haben Recht, Acrylate sind in zahlreichen Zahnersatzmaterialien enthalten. „Acrylate“ ist ein Sammelbegriff für Materialien mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Dazu gehören beispielsweise Methylmethacrylat (MMA), 2-Hydroxyethylmethacrylat (HEMA), Triethylenglycol-dimethacrylat (TEGDMA) oder Diurethandimetharylat (DUDMA). Die Acrylat-Zahnfüllung wird mit Licht bestrahlt, wodurch sich das Material vernetzt und hart sowie belastbar wird. Perfekt ausgehärtet gelten die Acrylate als gebunden. Nicht vernetzte Moleküle können allerdings mit dem Speichel ausgewaschen und verschluckt werden. Diese gelangen durch Resorption im Darm über den Blutkreislauf in den Körper. Sie können zu einer allergischen Reaktion führen.


Was mir geholfen hat

Rekonvaleszenz: Wieder fit nach Heilpilztherapie

Karin Böhme
Heilpilz Lackporling

Karin Böhme überwand die starken Muskelschmerzen ihrer Fibromyalgie mit Schüßler-Salzen, Natronbädern, Gesprächen, Qigong, Nordic-Walking und Trennkost. Es ist ihr nun gelungen, die weiterhin verbliebene Wetterfühligkeit und Schmerzsensibilität ebenfalls los zu werden – mit chinesischen Heilpilzen.

Mit konsequenter Anwendung verschiedener Schüßler-Salze und weiterer naturheilkundlicher Maßnahmen ist es mir gelungen, aus meinem von Schmerzmitteln, Kortison und Schlafmitteln betäubten Leben wieder „innerlich lebendig“ und weitgehend schmerzfrei zu werden (siehe Naturarzt 7/2014: „Fibromyalgie – mit Schüßler-Salzen aus Schmerzmartyrium“).

Foto: Myko Troph AG


Naturheilkundlicher Rat

Darm- und Gelenkprobleme – besteht ein Zusammenhang?

Antwort von: Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Um die Gesundheit meiner 18-jährigen normalgewichtigen Nichte mache ich mir zunehmend Sorgen. Seit fünf Jahren leidet sie unter Rückenschmerzen, vor zwei Jahren kamen Magen-Darm-Probleme mit Krämpfen, Übelkeit und Durchfällen dazu. Außerdem treten wechselnde Gelenkschmerzen auf. In ihrem 8. Lebensjahr wurde eine Allergie gegen verschiedene Pollen, Katzenhaare und Hausstaub diagnostiziert – und schon als sie drei Jahre alt war, veränderte und rötete sich ihre Haut an den Beugeseiten der Arme und Beine, außerdem bildeten sich damals Bläschen in ihren Handflächen.


Naturheilkundlicher Rat

Osteoporose-Behandlung nach Oberschenkelbruch

Antwort von: Peter Emmrich, Arzt für Allgemeinmedizin

Vor zwei Jahren erlitt ich im Alter von 73 Jahren einen Oberschenkelhalsbruch, der zunächst erfolgreich operiert zu sein schien. Dann entwickelten sich Schmerzen und ein Knackgeräusch an der Bruchstelle. Eine Röntgenkontrolle zeigte auf dem Hüftkopf einen kleinen Bereich mit abgestorbenem Gewebe und eine leichte Gelenkverformung. Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks möchte ich hinauszögern, auch indem ich meine Osteoporose behandle. Meine Hoffnung setze ich dabei auch auf Schüßler-Salze und bitte Sie speziell hierfür um einen Rat.


Aus der ärztlichen Praxis

Globuli und Nadeln halfen bei Schmerzen im Schienbein

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. Dr. Christoph Raschka
Sportler kniet Hände an Wade

Der 40-jährige ambitionierte Hobbyläufer Thomas L. (Name von der Redaktion geändert), bereitete sich – ungeachtet seiner Gewichtszunahme von zehn Kilo seit einem halben Jahr – intensiv für einen Stadtmarathon vor. Um unter vergleichbaren Bedingungen zu trainieren, lief er überwiegend auf Asphalt. Nun stellte er sich wegen zunehmender Schmerzen längs beider Schienbeine vor. Seit mehreren Wochen hatte sich die Situation immer mehr verschlimmert. Anfangs trat der Schmerz erst am Tag nach dem Joggen auf, zuletzt direkt bei der Belastung. „Ich möchte gern etwas für meine Gesundheit tun“, berichtete er. „Aber nun sieht es so aus, als mache mein Körper das nicht mehr mit. Was mache ich nur falsch?“

Auch beim Laufen kann man Fehler machen

Anhand der Symptome wurde die Diagnose eines Schienbeinkantensyndroms bzw. „shin splint“ gestellt. Charakteristisch für dieses Krankheitsbild wie auch für andere Tendopathien (Sehnenleiden) im Bereich des Unterschenkels in Lauf- und Ballsportarten sind fehlerhafte Trainingsgestaltung, zu harte Böden und mangelhaftes Schuhwerk. Dagegen konnte etwas getan werden. Aber zunächst mussten die akuten Symptome gelindert werden.

Foto: LSOphoto/iStockphoto


Was mir geholfen hat

Ozonisiertes Öl bei verholzten Fußnägeln

Rita Fehst
Fusspflege

Nach den Wechseljahren wurde die Haut von Rita Fehst dünn und trocken. An den Füßen bildete sich Hornhaut, die einriss und schmerzhafte Schrunden entwickelte. Die Zehennägel verholzten richtiggehend. Keine Creme half nachhaltig – bis auf ein ozonisiertes Öl, das sie in Hornhaut und Nägel einmassierte.

Mit den Wechseljahren veränderte sich auch meine ehemals sehr geschmeidige Haut. Sie wurde nicht nur dünner, sondern auch trockener. Ganz besonders deutlich erlebte ich dies an meinen Füssen. Hier bildete sich sehr schnell spröde Hornhaut, die nicht selten einriss und schmerzhafte Schrunden hinterließ.

Ich hobelte sie vorsichtig ab, behandelte mit verschiedenen Cremes und Salben. Die Beschwerden besserten sich nur vorübergehend. Schnell riss die Haut wieder ein, weil das Fett und die Feuchtigkeit die tieferen Hautschichten nicht erreichten.

Dann erhielt ich ganz unerwartet Hilfe: Bei einem Ernährungsvortrag referierte ich über Nahrungsmittel, welche die Schönheit der Haut von innen unterstützen. Wir sprachen über die an Vitamin A reichen Möhren, über Hirse und Dinkel, die durch den hohen Kieselsäuregehalt die Haut festigen, sowie über Nüsse mit dem Zellschutzvitamin E bis zum reichlichen Trinken von Wasser.


Naturheilkundlicher Rat

Arterielle Thrombose – lebenslang ASS?

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Meine 17-jährige Tochter hatte einen Arterienverschluss in der Kniekehle, der vor vier Wochen operiert wurde. Das verstopfte Stück Arterie wurde herausgeschnitten und das Blutgefäß dann mittels eines am Oberschenkel entnommenen Stücks Vene „geflickt“. Sie bekommt jetzt Thrombosespritzen – drei Monate lang. Das Mittel ASS 100 soll sie lebenslang nehmen. Das sehe ich skeptisch. Gibt es hierzu Alternativen – und haben Sie Erfahrungen damit?

Wie ich aus Ihren mitgeschickten Unterlagen entnehme, vermuten die Kollegen in der Klinik als Ursache der arteriellen Thrombose eine Gefäßverletzung. Solche Gefäßverstopfungen treten vor allem dann auf, wenn die Struktur eines Blutgefäßes verletzt ist oder sich die Strömungsgeschwindigkeit – aus welchem Grund auch immer – verlangsamt, oder wenn im Körper Entzündungen bestehen, die die Blutgerinnung erhöhen.

Weitere Risikofaktoren für eine Embolie stellen das Rauchen und die Einnahme der Antibabypille dar. Falls diese Risikofaktoren bei Ihrer Tochter vorliegen, sollte sie die Pille unbedingt absetzen und das Rauchen einstellen.


Aus der ärztlichen Praxis

Homöopathie bannte den Nachtschreck

Dr. med. Domenica Engelhardt
schlafendes Kind Teddy

Ein verstörtes Schreien klang abends aus dem Kinderzimmer. Frau G., die den 3-jährigen Ben erst kurze Zeit zuvor zu Bett gebracht hatte, lief schnell hinein. Was sie dort vorfand, beunruhigte sie zutiefst: Ihr Sohn stand weinend im Gitter-Bettchen und blickte mit großen Pupillen ins Leere. Als sie ihn trösten wollte, bemerkte sie seine schnelle Atmung und Herzrasen, Schweiß bedeckte die Haut. Ben schlug jedoch wild um sich, wollte nicht getröstet werden und erkannte die eigene, heißgeliebte Mama nicht. Erst nach einer quälend lang empfundenen Viertelstunde beruhigte er sich und schlief wieder ein. Am nächsten Morgen erwachte er fröhlich und ausgeruht.

In der Sprechstunde schilderte die Mutter diese Begebenheit, die sich seitdem noch einige wenige Male wiederholt hatte. Nun wollte sie einen naturheilkundlichen Rat, wie man die nächtlichen Angstattacken mildern könne.


Naturheilkundlicher Rat

Nährstofftherapie bei Angststörungen

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Nährstoffe ersetzen Antidepressivum“ in der Februar-Ausgabe 2014 gelesen. Haben Sie auch Erfahrungen bezüglich der Nährstoffgabe bei generalisierten Angststörungen? Ich leide seit meinem Burnout vor neun Jahren unter einer Angststörung und würde diese gerne naturheilkundlich behandeln. Setzen Sie dabei auch Zink, Vitamin B6 und Vitamin D ein? Welche anderen Mikronährstoffe könnten sinnvoll sein? Gibt es bei der Nährstoffuntersuchung im Blut etwas Bestimmtes zu beachten?

Auch ein Serotoninmangel kann zu Angststörungen führen. An einen Serotoninmangel ist immer dann zu denken, wenn Depression, Durchschlafstörungen, Süßhunger und Schmerzempfindlichkeit vorliegen. Es müssen nicht alle Symptome gleichzeitig vorhanden sein. Wenn dagegen eine reine Angststörung völlig ohne die anderen Symptome vorliegt, würde ich nicht an einen Serotoninmangel denken. Wenn aber beispielsweise drei der genannten Symptome auftreten, kann es sich lohnen 1000–2000 mg L-Tryptophan oder 100–200 mg 5HTP zur Nacht zu geben, denn L-Tryptophan wird über 5HTP in Serotonin umgewandelt.


Aus der naturheilkundlichen Praxis

Pflanzen besiegten den Dauerhusten

Michaela Girsch, Heilpraktikerin
Kräutertee

Gerlinde M. (Name geändert), 54 Jahre alt, berichtete, seit etwa zehn Jahren unter hartnäckigem Husten zu leiden. „Er begann mit einer starken Bronchitis“, erzählte sie. „Der Arzt wollte damals Kortison einsetzen, aber ich versuchte, mich mit naturheilkundlichen Mitteln selbst zu behandeln, was leider misslang. Seitdem ist der Husten nie richtig abgeklungen. Nachdem er früher vor allem durch Kälte verschlimmert wurde, tritt er jetzt auch im Sommer auf.“ Vor vier Wochen bekam sie erneut eine Bronchitis mit Fieber. Der Arzt verordnete Antibiotika. Trotzdem hielt sich danach hartnäckig erhöhte Temperatur. Dazu gesellten sich eine Nebenhöhlen- und eine Mittelohrentzündung. Allergien waren nicht bekannt. Der Husten wurde durch eine Röntgenaufnahme und einen Lungenfunktionstest abgeklärt. Eine Entzündung oder eingeschränkte Lungenfunktion konnten ausgeschlossen werden.

Krankheitsneigung: „Mitgift“ der Vorfahren

Frau M. ernährt sich ausgewogen und verfügt über einen guten Appetit. Vor etwa fünf Jahren war sie mehrfach wegen Harnwegsinfekten mit Antibiotika behandelt worden. Wegen der wiederholten Antibiotikatherapien schlug ich ihr vor, mit einer Stuhlprobe eine Störung der Darmflora oder einen Darmpilz abklären zu lassen.