Naturarzt-Check

Vitamine: Sind Sie gut versorgt?

Christian Zehenter, Heilpraktiker
Vitamin-Lebensmittel-Rad

Als Vitamine bezeichnet man Hilfsstoffe, die der Körper von außen benötigt, z. B. für Zellbildung, Muskelfunktion, Energie- oder Eiweißstoffwechsel. Untersuchungen sprechen dafür, dass immer mehr Menschen unter einem – häufig unerkannten – Vitaminmangel leiden. Wie steht es um Ihre Versorgung?

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Naturheilkundlicher Rat

Haarwurzel-Entzündung

Antwort von: Anita Kraut, Heilpraktikerin

Mein Mann leidet an einer Haarwurzel-Entzündung mit dem Verlust der Haare an manchen Stellen. Eine Blutuntersuchung ergab etwas erhöhte Zuckerwerte. Der Arzt verschrieb ihm zum einnehmen ein Tetracyclin-Antibiotikum zur Langzeittherapie. Außerdem empfahl er eine kortisonhaltige Lösung. Wir sind über diese Medikamente nicht begeistert und suchen nach einer naturheilkundlichen Alternative.

Eine Haarwurzel-Entzündung bedeutet, dass sich der Haarbalg (Haarfollikel) entzündet hat, in dessen Struktur die Haarwurzel befestigt ist. Übeltäter dafür ist oft das Bakterium Staphylococcus aureus, ein „Mitbewohner“ der normalen Hautflora. Das Bakterium scheidet Giftstoffe aus. Wenn diese in den Haarfollikel eindringen, entwickeln sich meist die mit Eiter gefüllten kleinen Bläschen, aus deren Mitte das Haar wächst.


Was mir geholfen hat

Bei Kalkschulter: Stoßwellen und Massagen

Anne Weiss (Name geändert)
Schultermassage Frau

In einer sehr intensiven Arbeitsphase am Computer entwickelten sich bei Anne Weissunerträgliche Schmerzen im rechten Arm. Zwei Orthopäden diagnostizierten als Ursache Kalkablagerungen und rieten zur Operation. Doch sie fand erfolgreiche Alternativen – mit Stoßwellen und Ayurveda-Massagen wurde sie völlig schmerzfrei.

Zunächst begann mein rechter Oberarm etwas zu spannen, schließlich schmerzte er stark, wenn ich etwa mit der Maus am Computer arbeitete. Und dabei hatten wir im Büro so viel zu tun! Ich rieb den Arm mit einer Sportsalbe ein und ließ ihn massieren – ohne Erfolg. Bald konnte ich meine Haare nicht mehr föhnen und mich nicht mehr ohne Hilfe ankleiden. Erst jetzt nahm ich mir die Zeit für einen Arztbesuch.

„Ich vermute bei Ihnen eine Schulterdachverengung durch Kalkablagerungen“, sagte der Orthopäde spontan, was die Röntgenaufnahmen bestätigten. Außerdem entdeckte er einen Riss in einer Sehne. Seine Meinung: „Um eine Operation werden Sie wohl nicht herumkommen.“ Sehr schnell fand er einen geeigneten Operationstermin. Irgendwie war ich geschockt und bat um Bedenkzeit.

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Aus der ärztlichen Praxis

Gebärmuttermyome: OP vermieden

Heide Fischer, Ärztin und Mitbegründerin der Frauengesundheitszentren Heidelberg und Freiburg
Teetasse und Frauenmantel

Die 48-jährige Sabine L. (Name geändert) stand kurz davor, wegen massiver Menstruationsblutungen ihre Gebärmutter entfernen zu lassen. Das widerstrebte ihr aus tiefstem Herzen. Aber sie war derart anämisch (blutarm), dass sie ohne regelmäßige Eiseninfusionen ihren Alltag nicht mehr bewältigen konnte. Eine organerhaltende Hormonspirale kam wegen vieler Myome nicht in Frage. Blieb nur die Entfernung der Gebärmutter. Aber das wollte sie, wenn möglich, vermeiden.

Myom verstärkt die Monatsblutung

Angefangen hatte alles vor ein paar Jahren. Ihre Blutung war unmerklich immer stärker geworden. Sie hatte das zunächst einfach hingenommen, bis sie merkte, dass sie morgens nur noch schwer aus dem Bett kam, immer blasser wurde, ihr gelegentlich schwarz vor Augen wurde und die Arbeit immer schwerer fiel. Sie suchte den Hausarzt auf, der feststellte, dass aufgrund der hohen Blutverluste der Eisenspeicher (Ferritin) absolut erschöpft war. Er riet zu einem Frauenarztbesuch und zu Eisen-Infusionen. Diese brachten zwar zeitweise ihre Kraft zurück, aber nach wenigen Zyklen stand sie wieder vor dem gleichen Problem.

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Naturheilkundlicher Rat

Unverträglichkeit von Zahnfüllungen?

Antwort von: Dr. med. dent. Wolfgang H. Koch

Von der Hautklinik wurde mir eine Unverträglichkeit gegenüber Acrylaten, die sich wohl in jedem Kunststoff-Zahnfüllmaterial befinden, bestätigt. Ich habe im Frontzahnbereich bereits vier solcher Füllungen. Gibt es Ihres Wissens eine Alternative – außer Gold oder Keramik? Sollte ich aufgrund dieser belastenden Füllungen meinen Körper entgiften? Wenn ja, in welcher Form?

Sie haben Recht, Acrylate sind in zahlreichen Zahnersatzmaterialien enthalten. „Acrylate“ ist ein Sammelbegriff für Materialien mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Dazu gehören beispielsweise Methylmethacrylat (MMA), 2-Hydroxyethylmethacrylat (HEMA), Triethylenglycol-dimethacrylat (TEGDMA) oder Diurethandimetharylat (DUDMA). Die Acrylat-Zahnfüllung wird mit Licht bestrahlt, wodurch sich das Material vernetzt und hart sowie belastbar wird. Perfekt ausgehärtet gelten die Acrylate als gebunden. Nicht vernetzte Moleküle können allerdings mit dem Speichel ausgewaschen und verschluckt werden. Diese gelangen durch Resorption im Darm über den Blutkreislauf in den Körper. Sie können zu einer allergischen Reaktion führen.


Was mir geholfen hat

Rekonvaleszenz: Wieder fit nach Heilpilztherapie

Karin Böhme
Heilpilz Lackporling

Karin Böhme überwand die starken Muskelschmerzen ihrer Fibromyalgie mit Schüßler-Salzen, Natronbädern, Gesprächen, Qigong, Nordic-Walking und Trennkost. Es ist ihr nun gelungen, die weiterhin verbliebene Wetterfühligkeit und Schmerzsensibilität ebenfalls los zu werden – mit chinesischen Heilpilzen.

Mit konsequenter Anwendung verschiedener Schüßler-Salze und weiterer naturheilkundlicher Maßnahmen ist es mir gelungen, aus meinem von Schmerzmitteln, Kortison und Schlafmitteln betäubten Leben wieder „innerlich lebendig“ und weitgehend schmerzfrei zu werden (siehe Naturarzt 7/2014: „Fibromyalgie – mit Schüßler-Salzen aus Schmerzmartyrium“).

Foto: Myko Troph AG


Naturheilkundlicher Rat

Darm- und Gelenkprobleme – besteht ein Zusammenhang?

Antwort von: Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Brenke

Um die Gesundheit meiner 18-jährigen normalgewichtigen Nichte mache ich mir zunehmend Sorgen. Seit fünf Jahren leidet sie unter Rückenschmerzen, vor zwei Jahren kamen Magen-Darm-Probleme mit Krämpfen, Übelkeit und Durchfällen dazu. Außerdem treten wechselnde Gelenkschmerzen auf. In ihrem 8. Lebensjahr wurde eine Allergie gegen verschiedene Pollen, Katzenhaare und Hausstaub diagnostiziert – und schon als sie drei Jahre alt war, veränderte und rötete sich ihre Haut an den Beugeseiten der Arme und Beine, außerdem bildeten sich damals Bläschen in ihren Handflächen.


Naturheilkundlicher Rat

Osteoporose-Behandlung nach Oberschenkelbruch

Antwort von: Peter Emmrich, Arzt für Allgemeinmedizin

Vor zwei Jahren erlitt ich im Alter von 73 Jahren einen Oberschenkelhalsbruch, der zunächst erfolgreich operiert zu sein schien. Dann entwickelten sich Schmerzen und ein Knackgeräusch an der Bruchstelle. Eine Röntgenkontrolle zeigte auf dem Hüftkopf einen kleinen Bereich mit abgestorbenem Gewebe und eine leichte Gelenkverformung. Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks möchte ich hinauszögern, auch indem ich meine Osteoporose behandle. Meine Hoffnung setze ich dabei auch auf Schüßler-Salze und bitte Sie speziell hierfür um einen Rat.


Aus der ärztlichen Praxis

Globuli und Nadeln halfen bei Schmerzen im Schienbein

Priv.-Doz. Dr. med. Dr. Dr. Christoph Raschka
Sportler kniet Hände an Wade

Der 40-jährige ambitionierte Hobbyläufer Thomas L. (Name von der Redaktion geändert), bereitete sich – ungeachtet seiner Gewichtszunahme von zehn Kilo seit einem halben Jahr – intensiv für einen Stadtmarathon vor. Um unter vergleichbaren Bedingungen zu trainieren, lief er überwiegend auf Asphalt. Nun stellte er sich wegen zunehmender Schmerzen längs beider Schienbeine vor. Seit mehreren Wochen hatte sich die Situation immer mehr verschlimmert. Anfangs trat der Schmerz erst am Tag nach dem Joggen auf, zuletzt direkt bei der Belastung. „Ich möchte gern etwas für meine Gesundheit tun“, berichtete er. „Aber nun sieht es so aus, als mache mein Körper das nicht mehr mit. Was mache ich nur falsch?“

Auch beim Laufen kann man Fehler machen

Anhand der Symptome wurde die Diagnose eines Schienbeinkantensyndroms bzw. „shin splint“ gestellt. Charakteristisch für dieses Krankheitsbild wie auch für andere Tendopathien (Sehnenleiden) im Bereich des Unterschenkels in Lauf- und Ballsportarten sind fehlerhafte Trainingsgestaltung, zu harte Böden und mangelhaftes Schuhwerk. Dagegen konnte etwas getan werden. Aber zunächst mussten die akuten Symptome gelindert werden.

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Was mir geholfen hat

Ozonisiertes Öl bei verholzten Fußnägeln

Rita Fehst
Fusspflege

Nach den Wechseljahren wurde die Haut von Rita Fehst dünn und trocken. An den Füßen bildete sich Hornhaut, die einriss und schmerzhafte Schrunden entwickelte. Die Zehennägel verholzten richtiggehend. Keine Creme half nachhaltig – bis auf ein ozonisiertes Öl, das sie in Hornhaut und Nägel einmassierte.

Mit den Wechseljahren veränderte sich auch meine ehemals sehr geschmeidige Haut. Sie wurde nicht nur dünner, sondern auch trockener. Ganz besonders deutlich erlebte ich dies an meinen Füssen. Hier bildete sich sehr schnell spröde Hornhaut, die nicht selten einriss und schmerzhafte Schrunden hinterließ.

Ich hobelte sie vorsichtig ab, behandelte mit verschiedenen Cremes und Salben. Die Beschwerden besserten sich nur vorübergehend. Schnell riss die Haut wieder ein, weil das Fett und die Feuchtigkeit die tieferen Hautschichten nicht erreichten.

Dann erhielt ich ganz unerwartet Hilfe: Bei einem Ernährungsvortrag referierte ich über Nahrungsmittel, welche die Schönheit der Haut von innen unterstützen. Wir sprachen über die an Vitamin A reichen Möhren, über Hirse und Dinkel, die durch den hohen Kieselsäuregehalt die Haut festigen, sowie über Nüsse mit dem Zellschutzvitamin E bis zum reichlichen Trinken von Wasser.


Naturheilkundlicher Rat

Arterielle Thrombose – lebenslang ASS?

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Meine 17-jährige Tochter hatte einen Arterienverschluss in der Kniekehle, der vor vier Wochen operiert wurde. Das verstopfte Stück Arterie wurde herausgeschnitten und das Blutgefäß dann mittels eines am Oberschenkel entnommenen Stücks Vene „geflickt“. Sie bekommt jetzt Thrombosespritzen – drei Monate lang. Das Mittel ASS 100 soll sie lebenslang nehmen. Das sehe ich skeptisch. Gibt es hierzu Alternativen – und haben Sie Erfahrungen damit?

Wie ich aus Ihren mitgeschickten Unterlagen entnehme, vermuten die Kollegen in der Klinik als Ursache der arteriellen Thrombose eine Gefäßverletzung. Solche Gefäßverstopfungen treten vor allem dann auf, wenn die Struktur eines Blutgefäßes verletzt ist oder sich die Strömungsgeschwindigkeit – aus welchem Grund auch immer – verlangsamt, oder wenn im Körper Entzündungen bestehen, die die Blutgerinnung erhöhen.

Weitere Risikofaktoren für eine Embolie stellen das Rauchen und die Einnahme der Antibabypille dar. Falls diese Risikofaktoren bei Ihrer Tochter vorliegen, sollte sie die Pille unbedingt absetzen und das Rauchen einstellen.


Aus der ärztlichen Praxis

Homöopathie bannte den Nachtschreck

Dr. med. Domenica Engelhardt
schlafendes Kind Teddy

Ein verstörtes Schreien klang abends aus dem Kinderzimmer. Frau G., die den 3-jährigen Ben erst kurze Zeit zuvor zu Bett gebracht hatte, lief schnell hinein. Was sie dort vorfand, beunruhigte sie zutiefst: Ihr Sohn stand weinend im Gitter-Bettchen und blickte mit großen Pupillen ins Leere. Als sie ihn trösten wollte, bemerkte sie seine schnelle Atmung und Herzrasen, Schweiß bedeckte die Haut. Ben schlug jedoch wild um sich, wollte nicht getröstet werden und erkannte die eigene, heißgeliebte Mama nicht. Erst nach einer quälend lang empfundenen Viertelstunde beruhigte er sich und schlief wieder ein. Am nächsten Morgen erwachte er fröhlich und ausgeruht.

In der Sprechstunde schilderte die Mutter diese Begebenheit, die sich seitdem noch einige wenige Male wiederholt hatte. Nun wollte sie einen naturheilkundlichen Rat, wie man die nächtlichen Angstattacken mildern könne.


Naturheilkundlicher Rat

Nährstofftherapie bei Angststörungen

Antwort von: Dr. med. Volker Schmiedel

Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „Nährstoffe ersetzen Antidepressivum“ in der Februar-Ausgabe 2014 gelesen. Haben Sie auch Erfahrungen bezüglich der Nährstoffgabe bei generalisierten Angststörungen? Ich leide seit meinem Burnout vor neun Jahren unter einer Angststörung und würde diese gerne naturheilkundlich behandeln. Setzen Sie dabei auch Zink, Vitamin B6 und Vitamin D ein? Welche anderen Mikronährstoffe könnten sinnvoll sein? Gibt es bei der Nährstoffuntersuchung im Blut etwas Bestimmtes zu beachten?

Auch ein Serotoninmangel kann zu Angststörungen führen. An einen Serotoninmangel ist immer dann zu denken, wenn Depression, Durchschlafstörungen, Süßhunger und Schmerzempfindlichkeit vorliegen. Es müssen nicht alle Symptome gleichzeitig vorhanden sein. Wenn dagegen eine reine Angststörung völlig ohne die anderen Symptome vorliegt, würde ich nicht an einen Serotoninmangel denken. Wenn aber beispielsweise drei der genannten Symptome auftreten, kann es sich lohnen 1000–2000 mg L-Tryptophan oder 100–200 mg 5HTP zur Nacht zu geben, denn L-Tryptophan wird über 5HTP in Serotonin umgewandelt.


Aus der naturheilkundlichen Praxis

Pflanzen besiegten den Dauerhusten

Michaela Girsch, Heilpraktikerin
Kräutertee

Gerlinde M. (Name geändert), 54 Jahre alt, berichtete, seit etwa zehn Jahren unter hartnäckigem Husten zu leiden. „Er begann mit einer starken Bronchitis“, erzählte sie. „Der Arzt wollte damals Kortison einsetzen, aber ich versuchte, mich mit naturheilkundlichen Mitteln selbst zu behandeln, was leider misslang. Seitdem ist der Husten nie richtig abgeklungen. Nachdem er früher vor allem durch Kälte verschlimmert wurde, tritt er jetzt auch im Sommer auf.“ Vor vier Wochen bekam sie erneut eine Bronchitis mit Fieber. Der Arzt verordnete Antibiotika. Trotzdem hielt sich danach hartnäckig erhöhte Temperatur. Dazu gesellten sich eine Nebenhöhlen- und eine Mittelohrentzündung. Allergien waren nicht bekannt. Der Husten wurde durch eine Röntgenaufnahme und einen Lungenfunktionstest abgeklärt. Eine Entzündung oder eingeschränkte Lungenfunktion konnten ausgeschlossen werden.

Krankheitsneigung: „Mitgift“ der Vorfahren

Frau M. ernährt sich ausgewogen und verfügt über einen guten Appetit. Vor etwa fünf Jahren war sie mehrfach wegen Harnwegsinfekten mit Antibiotika behandelt worden. Wegen der wiederholten Antibiotikatherapien schlug ich ihr vor, mit einer Stuhlprobe eine Störung der Darmflora oder einen Darmpilz abklären zu lassen.


Was mir geholfen hat

Vegetarische Kost heilte Entzündungen

Franz Mayer (Name geändert)
Gemüse der Saison

Franz Mayer (Name geändert) war in jungen Jahren eine „richtige Fleischkatze“. Je größer die Portion umso besser. Als Dreißigjähriger erlitt der Landwirt mit Schweinemastbetrieb einen Zusammenbruch, in dessen Folge eine Unverträglichkeit auf Zucker und tierisches Eiweiß festgestellt wurde. Er wurde Vegetarier und gesund wie nie.

Nach einer schweren Grippeerkrankung erlitt ich als Dreißigjähriger einen gesundheitlichen Zusammenbruch. Ich war aufgeschwemmt, hatte Atemprobleme, starke Rheuma- und Gelenkschmerzen sowie hohe Entzündungswerte im Blut. Eine zunächst vermutete Herzerkrankung konnten die Ärzte erfreulicherweise ausschließen, dafür bestätigten sie anhand des Pricktestes auf der eingeritzten Haut des Unterarmes einen schweren Heuschnupfen sowie eine Unverträglichkeit auf tierisches Eiweiß und Zucker.

Vegetarisches Futter – besseres Fleisch

Es war mir sofort klar: Ich musste mich künftig anders ernähren. Dass die tägliche Nahrung großen Einfluss auf die Gesundheit ausübt, hatte ich auf unserem Hof bei den Schweinen längst beobachtet. Wenn ein Schwein mit Schlachtabfällen (Tiermehl, 2001 nach BSE verboten) gefüttert wurde, tropfte Gewebewasser aus der aufgehängten Schweinehälfte. Wurde das Tier mit Getreide ernährt, so war das Fleisch fest und die Wirbelsäule „trocken“. Es lief kein Saft hinunter. Wenn sich die Ernährung beim Schwein so offensichtlich auf die Fleischqualität auswirkte, so musste das ja auch auf die Muskeln und Gelenke beim Menschen Einfluss nehmen.


Aus der ärztlichen Praxis

Mit Pflanzenkraft Cholesterin senken

Peter Emmrich, Biologe und Chemiker, Facharzt für Allgemeinmedizin
Artischocken

„Ich muss etwas tun“, stellte Heinz H., ein 64-jähriger Rentner,
bei der ersten Konsultation fest. „Meine Blutfettwerte sind viel
zu hoch und im Verlauf der letzten Jahre kontinuierlich gestiegen.
Abnehmen muss ich auch.“

Bei der ersten Routineuntersuchung wurden folgende,
für den Blutfett- und Zuckerstoffwechsel
relevanten Werte ermittelt:

Gesamtcholesterin: 372 mg/dl
Triglyzeride: 179 mg/dl
HDL: 39,2 mg/dl
LDL: 298 mg/dl
LDL geteilt durch HDL: 7,6
Glukose: 117 mg/dl
HbA1c: 6,3

Dabei unterscheidet man das „Eiweißgebundene Blutfett“ (= Cholesterin) von den freien Blutfetten (= Triglyzeride). Das Cholesterin lässt sich wieder in zwei Gruppen teilen, nämlich in das „gefäßschützende“ HDL und das „gefäßschädigende“ LDL. Ein HDL-Wert von mehr als 70 mg/dl schützt die Gefäße vor Ablagerungen, auch wenn dabei der Gesamtcholesterinwert über der Norm von 200 mg/dl liegen kann. Darüber hinaus ist die Betrachtung des Quotienten aus LDL und HDL wichtig. Liegt dieser deutlich unter 3, ist die Gefahr, an einer arteriosklerotischen Gefäßveränderung („Gefäßverkalkung“) zu erkranken, verringert. Bei Herrn H. befanden sich sämtliche Cholesterinwerte in einem ungünstigen Bereich.


Naturheilkundlicher Rat

Scheideninfekte: Rückfall verhindern

Antwort von: Heide Fischer, Ärztin

Vor zwei Monaten behandelte ich ein Jucken in der Scheide mit Meerrettichsaft und der Einnahme von Tabletten, die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich enthalten. Nach ers-ten Verbesserungen kam der Juckreiz drei Wochen später verstärkt zurück. Die Frauenärztin diagnostizierte eine Pilzinfektion mit Candida albicans, die mit Nystatin behandelt wurde. Auch danach waren die Beschwerden 14 Tage später wieder da, der Pilz nach wie vor aktiv. Wie kann ich einen erneuten Rückfall vermeiden?

Immer wiederkehrende Vaginalinfekte, wie Sie es erleben, sind leider ein häufiges Phänomen. Hier hilft die Erkenntnis von Claude Bernard (1813–1878) weiter, einem Bakteriologen der ersten Stunde. Er sagte: „Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles.“ Wenn man sich bei der Behandlung von Infekten, und damit eben auch von Scheideninfekten, zu sehr auf die Keimabwehr konzentriert und das Milieu außer Acht lässt, ist der Behandlungserfolg oft nur ein kurzfristiger.


Was mir geholfen hat

Makrobiotische Kost und Schüßler-Salze halfen bei Hepatitis

Birgit Schuster
Ingwer

Dauermüdigkeit, Appetitmangel und gelbgefärbte Augen führten bei Birgit Schuster zur Diagnose Hepatitis A. Aufgrund der nachlässigen Behandlung in der Klinik verlangte sie die Entlassung und suchte Rat bei ihrer Internistin. Diese empfahl eine „Leberdiät“, die eine naturheilkundlich versierte Bekannte engagiert und mit Erfolg ausarbeitete.

Im Jahr 2005 fühlte ich mich mit meinen 45 Jahren uralt. Ich war dauermüde, litt unter Kopfschmerzen und Appetitmangel, dann färbten sich Augen und Haut gelb. Innerhalb kürzester Zeit nahm ich fünf Kilo ab und bestand nur noch aus Haut und Knochen. Mein Hausarzt wies mich sofort in die Klinik ein, wo eine „akute Hepatitis A“ diagnostiziert wurde. Sämtliche Leberwerte waren stark erhöht und wiesen auf Zerstörungsprozesse in der Leber hin. Da der Gallenfarbstoff Bilirubin von meiner Leber nicht mehr richtig ausgeschieden werden konnte, lagerte sich das gelbe Abbauprodukt aus dem Blutfarbstoff Hämoglobin in Haut und Augen ab. Es war ein Rätsel, wo ich mir diese „Urlaubshepatitis“ daheim eingefangen hatte.

Ingwer-Leberwickel leitete Heilung ein

In der Klinik fühlte ich mich nicht wohl und von den Ärzten alleingelassen. Nach drei verzweifelten Tagen verlangte ich die Entlassung und übernahm die geforderte Eigenverantwortung. Nun suchte ich den Rat einer Internistin: „Was kann ich selbst tun?“ „Ruhe und eine Leberdiät, doch bin ich keine Diätspezialistin“, meinte sie. Ich wandte mich an eine naturheilkundlich versierte Bekannte. „Gib mir einen Tag Zeit, damit ich in meinen Büchern recherchieren kann“ – und schon am nächsten Morgen stand sie mit einem gut gefüllten Gemüsekorb und einem Behandlungsplan vor der Tür.


Naturheilkundlicher Rat

Zu wenig weiße Blutkörperchen

Antwort von: Dr. med. Rainer Matejka

Mein Sohn (31 Jahre) hat seit mehreren Jahren Probleme mit einem zu niedrigen Anteil an weißen Blutkörperchen (Leukozyten), unserer wichtigen „Blutpolizei“. Zurzeit liegt der Wert bei 2.900 Leukozyten pro Mikroliter Blut. Normal wären bei Erwachsenen 4.000 bis 10.000 Leukozyten pro Mikroliter. In den vergangenen zwei Jahren lagen die Werte in einem ähnlich niedrigen Bereich. Vor drei Jahren war bei einer Darmgrippe der Wert mit 3.500 Leukozyten/µl etwas höher. Seine Ärzte empfehlen eine regelmäßige Überwachung. Ich bitte um Ihre Einschätzung, ob hier ein ernsthafteres Problem vorliegt. Gibt es Naturheilverfahren, um die weißen Blutkörperchen zu erhöhen?

In den vergangenen Jahren ist mir aufgefallen, dass die Zahl der Menschen, bei denen man im Rahmen routinemäßiger Blutkontrollen erniedrigte oder grenzwertig niedrige weiße Blutkörperchen entdeckt, gestiegen ist. Ich habe keine wissenschaftlichen Arbeiten oder Statistiken darüber gelesen, ob dies auch im Allgemeinen so zutrifft. Fragt man die betroffenen Patienten, was bisherige Behandler, etwa Hausärzte oder Internisten dazu gesagt haben, bekommt man meist die Antwort: „Nichts“.


Aus der ärztlichen Praxis

Creme-Kur gegen Neurodermitis

Dr. med. Ella Neumann
Stiefmütterchen

Notfallmäßig stellte ein Vater seine 9-jährige Tochter Sophie (Name geändert) in der Sprechstunde vor. „Vor ein paar Tagen kam es bei Sophie zu einem extremen Neurodermitis-Schub“, berichtete er. Das wurde sehr nüchtern erzählt, und das Mädchen saß ganz entspannt dabei, was den Eindruck erweckte, als sei alles halb so wild. Ein Infekt war vorher nicht aufgetreten, und es hatte keine Änderungen beim Essen oder Trinken gegeben. So war ich natürlich auf den Befund gespannt.

Ich habe selten so einen massiven Schub gesehen. Das Kind war vom Hals bis zu den Knöcheln feuerrot. Die Haut war schuppig, nässend, teils wieder krustig und verschorft. Zudem war sie flächig ekzematös befallen. Wir Hautärzte nennen solch einen Befund Erythrodermie.